Autor Thema: Streikunrecht auf bundesdeutsch  (Gelesen 4850 mal)

IHC

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Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #15 am: 17:44:19 Fr. 05.Oktober 2007 »
Zitat
Je länger ein Streik bei der Bahn dauert, um so einfacher ist es für die Bahn Streikbrecher ranzuschaffen.
@felixed
Zur Erklärung:

Da nur ein Teil der Lokführer bei der GDL sind, würde falls ein Streik über einen längeren Zeitraum geführt wird die Bahn (durch brutale Überstunden etc.) die wesentlichen Strecken mit Nicht-GDL Lokführern absichern, die Lokführer dafür nimmt sie von Regionalstrecken auf denen nix los ist. Dafür lässt Sie Busse fahren.

Dauert derStreik länger sind die Behinderung z.B. von Zügen die durch streikende Lokführer in Bahnhöfen angehalten werden geringer bzw. nicht vorhanden.
z.B. können 2 Züge zur entsprechenden Zeit am richtigen Bahnhof angehalten eine komplette Strecke blockieren. Bis Ersatzlokführer per PKW da sind rührt sich da nix. D.h. 2 GDL Lokführer können 8-10 Streikbrecher ausbremsen.
 

Deshalb ist die Strategie der GDL richtig kurze Streiks durchzuführen. Der Imageverlust für die Bahn ist genauso hoch wenn 3 h oder 24h gestreikt wird.

Also nix mit Kaffesatz.
Außerdem erhöht sich der Druck wesentlich stärker wenn über mehrer Monate immer wieder gestreikt wird. Viele steigen dann auf Streik sichere Alternativen um, und das spürt die Bahn sicher schon in der Kasse.

handkey

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  • der neue Chef wollte uns gleich gegeneinander hetzen, 14 Leute sind aufgestanden und rausgegangen, weil wir keine Sekunde für einen so unehrlichen Chef arbeiten werden.
Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #16 am: 20:04:57 Fr. 05.Oktober 2007 »
[/url][/IMG]

kann ja auch mit anderen Transportmitteln fürchterliches passieren
Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger,
Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen,
warum sollten ausgerechnet Volks- oder Arbeitervertreter
aus der Art schlagen?

felixed

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Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #17 am: 17:07:04 Sa. 06.Oktober 2007 »
Zitat
Original von XXX
Ich würde die alle rausschmeissen, dann können sie den ganzen Tag lang streiken.

Du bist ja ein ganz Schlauer. Du hast gerade die Aussperrung bzw. politisch motivierte Kündigung erfunden.

Zitat
Original von XXX
Niemand ist gezwungen für die Bahn zu arbeiten.

Stimmt. Aber "die Bahn" ist gezwungen, Lokführer zu haben. Das ist das Dilemma des Ausbeuters: Er braucht Ausgebeutete. Nun kann er zwar das unterwürfigste und genügsamste Gesindel selektieren, aber das ist selten das fachlich beste Personal. Und selbst dieses hat eine Schmerzgrenze, ab der es aufsässig wird.

Wir Arbeiter brauchen hingegen keine Ausbeuter und Sklaventreiber. Aber so weit sind die Lokführer und sonstigen Bahnarbeiter noch nicht, sich des schmarotzerschen Gesindels zu entledigen, anstatt sich von ihm drangsalieren zu lassen.

geschfreak

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Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #18 am: 17:39:13 Sa. 06.Oktober 2007 »
Zitat
Original von beickmann
Wie dämlich darf eine Gewerkschaft heute eigentlich sein, die Streiks tage vorher ankündigt?

Ich würde die Streiks vorher nicht ankündigen. Dann tut es dem Mehdorn besonders weh. Es ist allen bekannt, daß ab 1.10.07 gestreikt werden darf!
MFG

geschfreak

Lichtkämpfer

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Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #19 am: 21:12:02 Sa. 06.Oktober 2007 »
Ein wesentliches Problem ist jeder Streikt für sich. Wir sollten wie von felixed erwähnt die Kräfte in einem Generalstreik bündeln. Gute Ansätze waren beim Protest gegen die Rente mit 67 zu erkennen. Doch bei der gegenwärtigen Lage in der sich die Gewerkschaften derzeit befinden (Besonders die Penner von Verdi) sehe ich Schwarz.
Als Erwerbsloser kannst du in diesem Staat nur ein Dissident sein.

^SaT^

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Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #20 am: 21:44:02 Sa. 06.Oktober 2007 »
Grundsäzlich ist es eigentlich nur fair, wenn die GdL 24 Stunden vorher ankündigt: "Morgen wird gestreikt."
Aber auch nur weil die Bahn viele andere Menschen befördert, die entweder für oder gegen die Lokführer sein können. Auf diese Art und Weise zeigt die GdL das sie nicht gegen die Bahnbenutzer streikt, sondern gegen die Bahn.

Auf der anderen Seite ist es natürlich schade das sie es ankündigen, da sich so auch der Ausbeuter, die Bahn, drauf einstellen kann.

felixed

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Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #21 am: 14:41:02 So. 07.Oktober 2007 »
Zitat
Original von Lichtkämpfer
... bei der gegenwärtigen Lage in der sich die Gewerkschaften derzeit befinden (Besonders die Penner von Verdi) ...

Oh, das sind durchaus keine Penner. Die Spitzenfunktionäre der meisten Gewerkschaften sind äußerst fähige Volksverdummer. Sie reden und reden, täuschen Bewegung vor, machen die Gewerkschaften zu Ausflugs- und arbeitsgerichtslichen Prozeßhilfevereinen, spalten zwischen den Gewerkschaften sowie Gewerkschaftern und Nichtgewerkschaftern und sorgen dafür, daß keine einzige wirksame Kampfmaßnahme zu einem erfolgreichen Abschluß geführt wird. Sie nehmen geringere als die angedrohten Einbußen hin und nennen das Erfolg.

ver.räter-Chef Bsirske, soeben wiedergewählt, hielt hier einmal auf einer Montagsdemo eine halbstündige Rede. Nach ihm war ich dran und beglückwünschte ihn erst einmal zu der Leistung, eine halbe Stunde geredet und dabei nichts Wesentliches gesagt zu haben. Aber an solchen Leuten prallt sowas ab, denn sie wissen ja, welchen Auftrag sie haben. Nebenbei: ebendieser Bsirske ist soeben von 94% der Delegierten wiedergewählt worden.

alfred

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Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #22 am: 14:55:00 So. 07.Oktober 2007 »
Zitat
Nach ihm war ich dran und beglückwünschte ihn erst einmal zu der Leistung, eine halbe Stunde geredet und dabei nichts Wesentliches gesagt zu haben.

Wo war das?  ?(
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flipper

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Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #23 am: 16:26:38 So. 07.Oktober 2007 »
Zitat
Original von XXX
Ich würde die alle rausschmeissen, dann können sie den ganzen Tag lang streiken.

wohl entgleist heute, was?  :(
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alfred

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Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #24 am: 16:51:42 So. 07.Oktober 2007 »
Zitat
Original von felixed Oh, das sind durchaus keine Penner. Die Spitzenfunktionäre der meisten Gewerkschaften sind äußerst fähige Volksverdummer. Sie reden und reden, täuschen Bewegung vor, machen die Gewerkschaften zu Ausflugs- und arbeitsgerichtslichen Prozeßhilfevereinen, spalten zwischen den Gewerkschaften sowie Gewerkschaftern und Nichtgewerkschaftern und sorgen dafür, daß keine einzige wirksame Kampfmaßnahme zu einem erfolgreichen Abschluß geführt wird. Sie nehmen geringere als die angedrohten Einbußen hin und nennen das Erfolg.

ver.räter-Chef Bsirske, soeben wiedergewählt, hielt hier einmal auf einer Montagsdemo eine halbstündige Rede. Nach ihm war ich dran und beglückwünschte ihn erst einmal zu der Leistung, eine halbe Stunde geredet und dabei nichts Wesentliches gesagt zu haben. Aber an solchen Leuten prallt sowas ab, denn sie wissen ja, welchen Auftrag sie haben. Nebenbei: ebendieser Bsirske ist soeben von 94% der Delegierten wiedergewählt worden.

Ja, ja, mit dem FDGB war alles besser!!!

ZWANGSMITGLIEDSCHAFT, KEIN EINZIGER STREIK, KEIN EINZIGER ARBEITSGERICHTSPROZESS usw usw

Stimmt, Ergebnisse unter 99 Prozent gab es damals natürlich nicht - Schande über die heutigen Gewerkschaften!
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flipper

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Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #25 am: 17:10:32 So. 07.Oktober 2007 »
Zitat
Original von alfred

Ja, ja, mit dem FDGB war alles besser!!!

ZWANGSMITGLIEDSCHAFT, KEIN EINZIGER STREIK, KEIN EINZIGER ARBEITSGERICHTSPROZESS usw usw

Stimmt, Ergebnisse unter 99 Prozent gab es damals natürlich nicht - Schande über die heutigen Gewerkschaften!

schon gut! bestreitet ja keiner. aber die hatten auch nen anderen zweck ;)
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Schraubenwelle

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Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #26 am: 17:12:00 So. 07.Oktober 2007 »
ja Parteibonzen einen schönen Posten zu verschaffen .

flipper

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Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #27 am: 17:36:16 So. 07.Oktober 2007 »
DAS nenne ich "sozialneid" :D

na dann mach mal den ehemaligen kubanischen minister aus deim avatar ;)
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alfred

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Streikunrecht auf bundesdeutsch
« Antwort #28 am: 18:44:43 So. 07.Oktober 2007 »
Aber deswegen ging er ja auch wieder in die bolivischen Berge und Wälder...
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