Autor Thema: Will meinen Frust loswerden  (Gelesen 3670 mal)

Take Five

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Will meinen Frust loswerden
« am: 13:50:14 Do. 15.November 2007 »
Hallo
Im Juni 2006 bin ich an Krebs erkrankt.

Es folgte OP, Chemo, Bestrahlung, Reha.

Nach der Reha ging es mir zwar körperlich wieder besser aber meine Psyche war ganz unten.

Meine Gyn.hat mich an einen Psychotherapeuten überwiesen.

Anfang September 2007 habe ich meinem AG mitgeteilt, dass ich eine Wiedereingliederung ins Erwerbsleben machen möchte.

Diese WE dauerte von Mitte September bis Ende Oktober 2007.

In diesen 6 Wochen fing es an.

Mehrfach wurde ich zum Gespräch zitiert. "Wir haben keine Arbeit mehr für sie, höchstens für 10 Std.wtl. "( habe bisher 20 Std.wtl. gearbeitet)

Man hatte jemanden eingestellt der jetzt noch beschäftigt ist und meine Fälle bearbeitet.

Von meinem AG werde ich gemieden.

Von seinem Stellvertreter bekomme ich Arbeit die mit meinem Aufgabenbereich nicht vereinbar sind.

Mittlerweile hat mein AG einen Antrag beim Intergrationsamt auf Änderungskündigung gestellt.Habe Schwerbehinderung seit meiner Erkrankung.

Habe Angst wieder krank zu werden, durch die nicht greifbare Situation.

Kann sein das ich hier nicht auf der richtigen Seite bin. Dann entschuldigt bitte.
Viele Grüße von Take Five

Take Five

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Will meinen Frust loswerden
« Antwort #1 am: 13:54:41 Do. 15.November 2007 »
Hallo

Wollte meinen Beitrag noch ändern, aber ich finde nicht wie.
Habe es jetzt kapiert wie man ändert. :wallbash>
Viele Grüße von Take Five

Kater

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Will meinen Frust loswerden
« Antwort #2 am: 00:17:56 Fr. 16.November 2007 »
@Take Five

erst mal Gute Besserung! für dich!!!

Du schreibst was von einer Wiedereingliederung an deinem alten Arbeitsplatz... Ist es nach dem "Hamburger Modell"? Falls nicht, wäre das vielleicht etwas für dich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Modell_(Rehabilitation)

Gruß, Kater

Take Five

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Will meinen Frust loswerden
« Antwort #3 am: 12:30:57 So. 18.November 2007 »
Hallo
Vielen Dank Kater für Deine Genesungswünsche.
Zur Zeit bin ich ja eigentlich gesund. ;)
Das Hamburger Modell lief von Mitte September bis Ende Oktober 2007.
Ab 1.11.2007 "arbeite" ich wieder ganz normal meine 20 Std.wtl.
Mein Problem ist, man will mich nicht mehr. :(
Bin 52 Jahre alt zur Zeit zwar laut Gyn. und diversen Untersuchungen " gesund " aber mein AG hat wohl Bedenken das noch etwas nachkommt.
Nur sagt sagt er mir das nicht direkt und versucht nun mir betriebsbedingt die Arbeitszeit zu kürzen, was ich aber nicht will. Ich gehe nicht nur zu meinem Vergnügen arbeiten.
Was mich nur so fertig macht und auch nicht förderlich für meine Psyche ist, sind diese unterschwelligen Nickelichkeiten die sich mein AG einfallen läßt um mich mürbe zu machen.
Ich bin traurig darüber, das man die Jahre vorher gut genug war und sobald man krank ist oder war, abgeschoben werden soll.
Im Grunde genommen habe ich mich schon damit abgefunden, das es wohl zu einer Beendigung diese Arbeitsverhältnisses kommt, aber nicht ganz kampflos meinerseits ( falls ich das psychisch durchhalte )
Viele Grüße von Take Five

Kater

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Will meinen Frust loswerden
« Antwort #4 am: 13:15:10 So. 18.November 2007 »
Zitat
Original von Take Five
Was mich nur so fertig macht und auch nicht förderlich für meine Psyche ist, sind diese unterschwelligen Nickelichkeiten die sich mein AG einfallen läßt um mich mürbe zu machen.
Ich bin traurig darüber, das man die Jahre vorher gut genug war und sobald man krank ist oder war, abgeschoben werden soll.
Im Grunde genommen habe ich mich schon damit abgefunden, das es wohl zu einer Beendigung diese Arbeitsverhältnisses kommt, aber nicht ganz kampflos meinerseits ( falls ich das psychisch durchhalte )

@Take Five

ich glaube, dann wäre es gut, mal im Mobbing-Unterforum zu lesen...
(wäre auch gut wenn der Thread dorthin verschoben werden würde)

Gruß, Kater

mousekiller

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Will meinen Frust loswerden
« Antwort #5 am: 13:34:02 So. 18.November 2007 »
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, nach einer solchen Krankheit wieder auf die Beine zu kommen oder, noch schlimmer, arbeiten zu wollen und nicht zu dürfen.

Vielleicht hilft es dir auch, wenn du dich in deiner Umgebung nach Ehrenamtlichen Arbeiten erkundigst? Versteh mich nicht falsch, aber wenn du auf diese Art und Weise von deinem Arbeitgeber gemieden wirst, ist es auf Dauer nicht gut für deine Genesung - besonders in psychischer Hinsicht. Für Ehrenämter bekommt man manchmal eine Aufwandsentschädigung und so bleibst du unter Menschen und hast soziale Kontakte. Ich kann dir nur raten, den Stress den dein Arbeitgeber jetzt verursacht, möglichst zu ignorieren. Schlimmstenfalls solltest du dich mit der Möglichkeit anfreunden, den Job ganz aufzugeben - bevor du selbst wieder darunter leidest.

Für die Zukunft wünsche ich dir alles Gute und möglichst viele liebe und nette Menschen in deiner Umgebung, die dich wieder aufrichten und dir bei deinem Kampf helfen.
Wer alles gesagt hat, sollte den Mund halten und zuhören.

Take Five

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Will meinen Frust loswerden
« Antwort #6 am: 13:36:05 So. 18.November 2007 »
Hallo Kater
Hallo mousekiller

Ja Kater man sollte verschieben, aber wer macht das?

Ehrenamtliche Tätigkeit ist ja o.k. mousekiller, aber ich brauche auch das Geld.
Viele Grüße von Take Five

flipper

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Will meinen Frust loswerden
« Antwort #7 am: 09:09:59 Di. 20.November 2007 »
Zitat
Original von Take Five
Was mich nur so fertig macht und auch nicht förderlich für meine Psyche ist, sind diese unterschwelligen Nickelichkeiten die sich mein AG einfallen läßt um mich mürbe zu machen.

nimm dir n anwalt der sich für dich da reinhängt und diese arschlöcher zurückmobbt dass es kracht. die stelle unbedingt behalten ansonsten endets in hartz4 oder in einer EM-hungerrente. sei stolz auf deinen kündigungsschutz, nutz ihn aus, und tret stark und frech auf mit forderungen und blas denen den marsch. du lässt dich nicht entsorgen!  :cheer:

die änderungskündigung bekämpfen. und hör nicht auf diese reha-wiedereingliederungsberater, die der DRV Bund wickeln die leute nur ab, sind völlig inkompetent, schlimmer als ARGE-fallmanager.
"Voting did not bring us further, so we're done voting" (The "Caprica Six" Cylon Model, BSG)

Pinnswin

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Will meinen Frust loswerden
« Antwort #8 am: 09:56:10 Di. 20.November 2007 »
Kannst du nicht auch mal mit deinem Chef reden? So richtig mit
- Termin und
- Aussprache.

DU willst arbeiten und ER soll dich auch lassen und bestenfalls unterstützen.

Schreib einfach auf, was grad brennt und rede mit ihm (ich weiß ja nicht, wie dein Verhältniss zum Chef ist... )

... war nur mal so ne Idee

Alles Jute
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

dagmar

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Will meinen Frust loswerden
« Antwort #9 am: 20:29:07 Di. 20.November 2007 »
das sehe ich auch so.
Aber sei klüger als ich : wenn Du spürst, dass gegen Dich etwas im Anzug ist, dann zieh Deine besten Laufschuhe an und mache Dich ans Bewerbungen schreiben.
Nicht, dass ich mir davon einen schnellen Erfolg verspreche, aber für mich selber war es wichtig etwas in die Wege zu leiten - für mich selber klar zu werden was ich will oder nicht will und einfach nicht untätig darauf warten wieder eine mit der Bratpfanne ab zu bekommen.

Flippers Aussage klingt so süß und wirkt so wie eine Lösung, aber ich denke, nicht jeder Anwalt spielt das Spiel so wie angedeutet. Ich denke, ein Anwalt muss auch auf seinen Ruf achten und auf die Chance zu gewinnen und wenn er sich auf das selbe Level stellt wie schikanierende Arbeitgeber, dann tut er/sie sich selber keinen Gefallen. Oder sehe ich das falsch?

Vom Gefühl her Flipper, sehe ich es wie Du, aber ich denke dass ist nicht der Weg um Probleme - gerade vor Arbeitsgerichten - lösen zu können. Gerade Mobbing ist so was von sauschwer zu beweisen, und je nach Gericht bzw. Richter kann man so schnell ins Hintertreffen geraten und dann erst recht verlieren. Schau, ich weiß nun nicht, wie lange Take Five bei seinem Arbeitgeber war, aber für mich waren die Schikane meines Arbeitsgebers schon so normal, dass ich gar nicht mehr alle aufgeschrieben habe. Ich bin schon selber abgestumpft "Verteidigen Sie sich doch nicht" und ich habe den Mund gehalten um schnell aus der Gegenwart dieser Leute entlassen zu werden. Da passiert so vieles subtil zumal manch einer irgendwann einmal an diesem Arbeitsplatz gehangen hat und die Arbeit dort vielleicht gerne gemacht. Rausschikanieren muss ja nicht vom direkten Umfeld kommen.

Ich denke, wichtig ist für sich selber zu entscheiden was man überhaupt will und dann versuchen mit diesem "ich will" etwas anderes zu bekommen, auch wenn das so verdammt schwer ist .... Ich weiß, wovon ich rede....

Lieben Grußvon Dagmar