Handel & Dienstleistung > Transport & Verkehr

Aktion gegen die Fahrpreiserhöhung in Kiel

<< < (3/4) > >>

geishapunk:

--- Zitat ---Original von ManOfConstantSorrow

 Hmmm, das war ja kein sehr freundlicher Dialog.
--- Ende Zitat ---


Hm, den Eindruck teile ich nicht.


--- Zitat ---Original von ManOfConstantSorrow

Ich will hier trotzdem mal kurz meinen Senf dazugeben.

Es schein ja z.T. geklappt zu haben, daß die endlosen Wiederholungen in den Medien von "untragbaren Kosten" sich in den Köpfen festgesetzt haben. Wir sollten es aber unbedingt vermeiden Menschen als Kostenfaktoren zu betrachten, wie die Wirtschaft es tut.
--- Ende Zitat ---


Öhm.....


--- Zitat ---Original von ManOfConstantSorrow

In letzter Konsequenz können so auch Alte und Behinderte als reine Kostenfaktoren gesehen werden, die wir nicht brauchen.
--- Ende Zitat ---


Vollkommen am Thema vorbei. Was soll denn dieser polarisierende und polemisierende Einwurf?


--- Zitat ---Original von ManOfConstantSorrow

Wir haben schließlich auch Kindergärten, Schulen und Büchereien, die öffentlich (mit)finanziert werden, weil es einfach sinnvolle Dinge sind. Öffentlicher Nahverkehr gehört auch zu den sinnvollen Einrichtungen.
--- Ende Zitat ---


Sorry, aber bis auf die Schule ist nichts von dem was Du genannt hast in der Nutzung kostenfrei! Und bei der Schule kommen ne Menge indirekte Kosten.

Kindergärten kosten den Nutzern Geld, wobei die Erhebung der Beiträge in verschiedenen Varianten erfolgt.

Büchereien verlangen ebenfalls Geld.

Sollten nun bspw. die Fixkosten explodieren würden/müßten Kindergärten oder Büchereien ebenso preislich anziehen.


--- Zitat ---Original von ManOfConstantSorrow

Ein sehr profitabler Konzern wie HDW kriegt öffentlich Zuschüsse, weil er damit droht ansonsten Arbeitsplätze abzubauen.
--- Ende Zitat ---


Wieder anderes Themengebiet. Hier kommen wir zu den Wirtschaftssubventionen durch den Bund/das Land. Hat nix mit dem kommunalen Betrieb KVG zu tun.


--- Zitat ---Original von ManOfConstantSorrow

Es scheint aber vergessen zu sein, daß es auch in Deutschland mal Zeiten gab in denen die Nutzer des Öffentlichen Nahhverkehrs so viel Druck erzeugten, daß die Verkehrsbetriebe bereits eingeführte Fahrpreiserhöhungen zurücknahmen. Den Zündfunken gab es 1969 in Hannover mit der "Aktion Roter Punkt". Es gab nicht nur Flugblattaktionen und öffentliche Proteste, am Tag der Fahrpreiserhöhung traten Menschengruppen von den Bushaltestellen auf die Straße um den Verkehr zu stoppen. Die Autofahrer wurden gefragt, wo sie denn hinfuhren und ob sie nicht noch ein paar Leute mitnehmen könnten. Die Busse fuhren so lange fast leer durch die Stadt bis die Fahrpreiserhöhung zurückgenommen war. Viele Autofahrer klebten sich den dafür gefertigten Roten Punkt Aufkleber an die Windschutzscheibe, der bedeutete: "Ich nehme Anhalter mit!".
--- Ende Zitat ---


Hm, wenn ich so auf den Kalender schaue haben wir aber nicht 1969 oder die Siebziger. Wir leben 2004 und den öffentlichen Kassen geht es längst nicht so "gut" wie "damals"

Mal davon abgesehen das die Autofahrer heutzutage sicherlich nicht so ohne weiteres Leute mitnehmen würden.


--- Zitat ---Original von ManOfConstantSorrow

Die Aktion schwappte über die Republik, selbst in Kleinstädten gelang es Schülern mit Sitzblockaden vor Busdepots, daß Fahrpreiserhöhungen zurückgenommen wurden.

In den 70ern hab ich auch selbst an macher großen Demo durch Kiel gegen Fahrpreiserhöhungen teilgenommen.
Ich freue mich, daß wieder etwas diskutiert wird, daß gerade ärmeren Menschen das Leben erleichtern soll.
--- Ende Zitat ---


Jo, fein. Aber auch irgendwie am Thema vorbei.



--- Zitat ---Original von ManOfConstantSorrow

Von daher wiederhole ich hier nochmal die gute alte Forderung:

NULLTARIF IM ÖFFENTLICHEN NAHVERKEHR!


--- Ende Zitat ---


Na, schreien hätte aber nicht Not getan.

Wenn man Deinen Post mal zusammenfaßt bleibt aber auch nichts weiter als diese Aussage/Forderung über. Nun gut, ich fände das auch schön, aber was ich vermisse ist eine Darlegung wie man den kostenlosen ÖPNV finanzieren möchte. Und solange da keine realistischen, konkreten Konzepte vorgelegt werden bleibe ich bei meinem Ausdruck für diese Forderung: "traumtänzerisch"!

Ich träume auch mal gerne, und mir würde auch so manches einfallen was ich gerne haben möchte... aber manche Dinge betrachtet man IMHO doch lieber etwas Realitätsbezogener....

DeppVomDienst:

--- Zitat ---Original von geishapunk


Nun gut, ich fände das auch schön, aber was ich vermisse ist eine Darlegung wie man den kostenlosen ÖPNV finanzieren möchte. Und solange da keine realistischen, konkreten Konzepte vorgelegt werden bleibe ich bei meinem Ausdruck für diese Forderung: "traumtänzerisch"!

Ich träume auch mal gerne, und mir würde auch so manches einfallen was ich gerne haben möchte... aber manche Dinge betrachtet man IMHO doch lieber etwas Realitätsbezogener....
--- Ende Zitat ---


Hi Geisha,
was Du schreibst, ist sicherlich eine im großen und ganzen korrekte Ist-Beschreibung. Was ich allerdings vermisse ist der Faktor "Politischer Wille", d.h. wenn die Politik (die ja im Idealfall vom "Volk" als Souverän geamacht wird) ihre Prioritäten ändert und beispielsweise nicht weiter den Individualverkehr fördert (z.B. durch Straßenneubauten, autogerechte Städte, Umwälzung der Umweltfolgen auf die Allgemeinheit ...), wäre durchaus Spielraum vorhanden. Schwierig wäre es natürlich, dies isoliert  auf kommunaler Ebene umzusetzen.
Wir werden es zur Fußballweltmeisterschaft 2006 wieder erleben, wie für ein Prestigeprojekt wieder Unsummen aus öffentlichen Kassen verplempert werden ... beinahe hätte es ja sogar zur WM das Investitionsgrab Metrorapid gegeben.

Ganz nebenbei, wg. der Mitnahmebereitschaft von Autofahrern (etwas Off-Topic): ich habe seit den späten 80'ern sicherlich an die 20-30000 Kilometer per Anhalter zurückgelegt. Es ist nach wie vor möglich, an einem Tag von Kiel nach Oberbayern zu trampen. Insbesondere wegen dem Wochenendticket sieht man aber immer weniger Tramper, z.Zt. an den Autobahnraststätten vorwiegend nur Studenten aus osteuropäischen Ländern.

Gruß
DvD

geishapunk:

--- Zitat ---Original von DeppVomDienst


Hi Geisha,
was Du schreibst, ist sicherlich eine im großen und ganzen korrekte Ist-Beschreibung.
--- Ende Zitat ---


Mehr behaupte ich auch gar nicht.



--- Zitat ---Original von DeppVomDienst

Was ich allerdings vermisse ist der Faktor "Politischer Wille", d.h. wenn die Politik (die ja im Idealfall vom "Volk" als Souverän geamacht wird) ihre Prioritäten ändert und beispielsweise nicht weiter den Individualverkehr fördert (z.B. durch Straßenneubauten, autogerechte Städte, Umwälzung der Umweltfolgen auf die Allgemeinheit ...), wäre durchaus Spielraum vorhanden.
--- Ende Zitat ---


Meine volle Zustimmung hierfür hätten sie. Aber auch dann wird es nicht zu einem ÖPNV zum Nulltarif kommen!


--- Zitat ---Original von DeppVomDienst

 Schwierig wäre es natürlich, dies isoliert  auf kommunaler Ebene umzusetzen.
--- Ende Zitat ---


!



--- Zitat ---Original von DeppVomDienst

Wir werden es zur Fußballweltmeisterschaft 2006 wieder erleben, wie für ein Prestigeprojekt wieder Unsummen aus öffentlichen Kassen verplempert werden ... beinahe hätte es ja sogar zur WM das Investitionsgrab Metrorapid gegeben.
--- Ende Zitat ---


Ja, das befürchte ich auch!


--- Zitat ---Original von DeppVomDienst

 Ganz nebenbei, wg. der Mitnahmebereitschaft von Autofahrern (etwas Off-Topic): ich habe seit den späten 80'ern sicherlich an die 20-30000 Kilometer per Anhalter zurückgelegt. Es ist nach wie vor möglich, an einem Tag von Kiel nach Oberbayern zu trampen. Insbesondere wegen dem Wochenendticket sieht man aber immer weniger Tramper, z.Zt. an den Autobahnraststätten vorwiegend nur Studenten aus osteuropäischen Ländern.

Gruß
DvD
--- Ende Zitat ---


Ja das funktioniert sicherlich im kleinen Rahmen, wobei ich persönlich das leider andere Erfahrungen gemacht habe, aber es ging ja um einen größeren Rahmen wo praktisch "massenweise" Personen mitgenommen werden sollen um gegen die erhöhten Preise des ÖPNV zu demonstrieren/agieren.[/b]

DeppVomDienst:

--- Zitat ---Original von geishapunk




--- Zitat ---Original von DeppVomDienst

 Schwierig wäre es natürlich, dies isoliert  auf kommunaler Ebene umzusetzen.
--- Ende Zitat ---


!


--- Ende Zitat ---


Schwierig, aber nicht unmöglich! (Wobei das Londoner/Münchner Beispiel nur verdeutlichen soll, dass es durchaus kommunale Spielräume bei entsprechendem politischen Willen gäbe, ohne dass ich mir den gewählten oder angestrebten Weg in Form einer Citymaut unbedingt zu Eigen machen würde ...)

geishapunk:

--- Zitat ---Original von DeppVomDienst


--- Zitat ---Original von geishapunk




--- Zitat ---Original von DeppVomDienst

 Schwierig wäre es natürlich, dies isoliert  auf kommunaler Ebene umzusetzen.
--- Ende Zitat ---


!


--- Ende Zitat ---


Schwierig, aber nicht unmöglich! (Wobei das Londoner/Münchner Beispiel nur verdeutlichen soll, dass es durchaus kommunale Spielräume bei entsprechendem politischen Willen gäbe, ohne dass ich mir den gewählten oder angestrebten Weg in Form einer Citymaut unbedingt zu Eigen machen würde ...)
--- Ende Zitat ---


Selbst in dem von Dir verlinkten Papier gehts nicht 100% umsonst:


--- Zitat ---Bemautet wird nur Montag bis Freitag von 7 bis 18.30 Uhr. Busse, Taxen, CarSharing-Autos, Behinderten- und Sozialdienstfahrzeuge, sowie Fahrzeuge mit einem geringem Schadstoffausstoß wie Brennstoffzellen- oder Erdgasautos sind frei, Anwohner zahlen einen stark ermäßigten Betrag.
--- Ende Zitat ---


Abgesehen davon das die Verfasser explizit auf die Sonderrolle einer Stadt wie München hinweisen (Stichwort "Monozentrum"), bin ich persönlich strikt gegen eine "Citymaut", welche im übrigen wiederum bedeutet das der ÖPNV kostet, nur das die Kosten in einer anderen Form erhoben werden.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln