Autor Thema: H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen  (Gelesen 32247 mal)

ManOfConstantSorrow

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H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« am: 10:57:49 Sa. 15.Dezember 2007 »
Gestern demonstrierten 80 Gewerkschafter auf Initiative von Verdi vor dem Regionalbüro der Bekleidungskette H&M in der Münchner Fußgängerzone. H&M hatte zwei Betriebsrätinnen gekündigt, die sich gegen jahrelange Schikanen durch den schwedischen Konzern gewehrt hatten. Eine von ihnen musste aufgrund einer erfolgreichen Klage vor dem Arbeitsgericht wieder eingestellt werden. Die Klage der anderen Frau ist noch nicht entschieden.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

HundM

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H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« Antwort #1 am: 09:11:30 Mo. 17.Dezember 2007 »
Dies ist ein altbekanntes Verfahren bei H&M mit unliebsamen Personen umzugehen. Siehe auch hier! :aggressiv>

Kuddel

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H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« Antwort #2 am: 12:38:31 Do. 17.April 2008 »
HundM,
Deine Website war super. Sehr informativ. Du hattest geschrieben, daß jedes Wort nur die Wahrheit über die Machenschaften Deines Arbeitgebers wiedergibt. Du wärst bereit alles eidesstattlich zu versichern. Jetzt ist die Seite nicht mehr aufrufbar. Bist Du verklagt oder abgemahnt worden von H&M?
Hat der Konzern Angst davor, daß die Wahrheit öffentlich bekannt wird?

HundM

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H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« Antwort #3 am: 17:08:46 Do. 17.April 2008 »
1 - Danke
2 - Ja
3 - Ja
4 - leider
5a+b - Ja
6 - Ja

Muss leider vorerst reichen  ;(

Kuddel

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H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« Antwort #4 am: 19:01:09 Do. 17.April 2008 »
Wie kann man Dir verbieten die Wahrheit zu sagen?
Foren haben ja oftmals das Problem, daß die Atoren von Beiträgen anonym sind und sein wollen. Du hast doch mit Deinem Gesicht und deinem Namen dafür grade gestanden. Ich dachte, dann würde es kein Problem sein.

Man hört ja so oft von Internetzensur in China.
Hier scheint es nicht besser zu sein.
 :kotze>

Sektsauferle

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H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« Antwort #5 am: 19:41:44 Do. 17.April 2008 »
vielleicht sollte sich da mal einer an die öffentlichkeit wenden, da ja lidl und konsorten grade so schön aktuell sind, bietet sich das an ;)
In Memory of Menschenrechte !!!

kalle wirsch

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H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« Antwort #6 am: 20:03:53 Do. 17.April 2008 »
Zitat
Original von Kuddel
Wie kann man Dir verbieten die Wahrheit zu sagen?
Foren haben ja oftmals das Problem, daß die Atoren von Beiträgen anonym sind und sein wollen. Du hast doch mit Deinem Gesicht und deinem Namen dafür grade gestanden. Ich dachte, dann würde es kein Problem sein.

Man hört ja so oft von Internetzensur in China.
Hier scheint es nicht besser zu sein.
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Solange ich die Macht und das Geld habe, kann ich alles verbieten.....  X(

HundM

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H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« Antwort #7 am: 20:27:59 Do. 17.April 2008 »
:wallbash>Die Rechte eines Jeden enden da, wo der €uro beginnt. Ist leider so. Das gute alte Recht des stärkeren.  :tischkante>

ManOfConstantSorrow

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H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« Antwort #8 am: 22:31:01 Mo. 28.Juli 2008 »
Mitarbeiter klagen an: Miese Methoden bei H&M

„Bei der Modekette Hennes & Mauritz wird nach Gewerkschaftsangaben eine Mitbestimmung der Belegschaft systematisch erschwert. Das schwedische Unternehmen halte sich zudem in deutschen Niederlassungen nicht an Gesetze, Tarifverträge und Arbeitsschutzmaßnahmen, sagte Orhan Akman von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gegenüber Frontal21…“ Beitrag von Ch. Esser, A. Randerath, R. Stingl und J. Sperling bei Frontal21 vom 22.07.2008. Das Video findet sich oben rechts!
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ManOfConstantSorrow

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Re: H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« Antwort #9 am: 20:47:18 Sa. 23.Mai 2009 »
Streik bei Kaufhof und H & M

Reutlingen. Die Zeichen im Einzelhandel stehen wieder auf Sturm, seit am 31. März der Tarifvertrag ausgelaufen ist. Gestern streikten 80 Mitarbeiter von Kaufhof und H & M ganztägig für 6,8 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 145 Euro.

Mit gerade mal einem Prozent und einer Einmalzahlung von 250 Euro ist das Angebot der Arbeitgeber weit davon entfernt. Indes sieht sich die Gewerkschaft Verdi gut aufgestellt. „Wir werden alles tun, um eine Verschleppung der Verhandlungen wie beim letzten Mal zu verhindern“, sagte der Reutlinger Verdi-Chef Martin Gross im Gespräch mit dem TAGBLATT. Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmerbewegung verteilten Papiertaschentücher mit dem Hinweis: „Die Löhne im Einzelhandel sind zum Weinen“.

http://tagblatt.de/3131049/Nachrichten/Newsticker
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Abraxas

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Re: H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« Antwort #10 am: 20:23:39 Mo. 08.Juni 2009 »
bei eurest ist das üblich. großes getöne wie toll betriebsräte sind. wenn die mewhr wollen als über die farbe des klopapiers mitzubestimmen wewrden sie zur schnecke gemacht.
ich hab den eindruck gesetze gelten nicht für besitzende
"es ist eine dumme idee menschen schlecht zu behandeln, die mit deinem essen alleine sind"

Kuddel

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bodenlos

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Re:H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« Antwort #12 am: 14:17:38 Do. 24.Juni 2010 »
Bin ich froh dem Laden schon lange nicht mehr betreten zu haben.
Aber die ganzen Teenies (u.a) sollte man mal aufklären... .

Kuddel

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Re:H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« Antwort #13 am: 18:10:32 Mo. 23.August 2010 »
Zitat
Statt Mobbing Psychoblabla
Textilkette H&M schwört ihr Management auf »Richtungsänderung« im Umgang mit Betriebsräten ein: »Stärkere Einbindung« zum »Vorteil des Unternehmens«


Die schwedische Textileinzelhandelskette Hennes & Mauritz hat sich um die Bekleidungskultur in der Bundesrepublik Deutschland bleibende Verdienste erworben: In mittlerweile 367 Filialen verkauft das Unternehmen modische und bequeme Garderobe zu erschwinglichen Preisen. Mit dem Recht der Beschäftigten, Betriebsräte zu wählen, tat sich H&M in der Vergangenheit dagegen schwer. Wiederholt handelte sich die Firma in den letzten Jahren schlechte Schlagzeilen ein: Beschäftigtenvertreter klagten über massiven psychologischen Druck bis hin zum Mobbing, die Gewerkschaft ver.di warf H&M vor, Betriebsräte systematisch auszugrenzen und Neugründungen gezielt zu sabotieren.

Dennoch wuchs seit 2008 die Zahl der Betriebsräte von 82 auf mittlerweile 112 an. Zu den Dingen, die das Management nicht mehr einseitig festlegen kann, gehören betriebswirtschaftlich so sensible Angelegenheiten wie Dienstpläne, Pausenzeiten, Überstunden und Einstellungen.

Weil die rabiate Tour offenbar gescheitert ist, strebt das Unternehmen nun eine »Richtungsänderung« an. »Gewerkschaftliche Einflußnahmebestrebungen und die starke Position der Betriebsräte werden nicht geringer«, wird in einem Schulungsmaterial für H&M-Führungskräfte festgestellt, das den Vermerk »Streng vertraulich – nur für den internen Managementgebrauch« trägt und dieser Zeitung vorliegt. »Die notwendige Akzeptanz dieser Ausgangslage ist Grundvoraussetzung«, lautete die nüchterne Standortbestimmung. Weil von der Bundesregierung »keine wesentlichen Anpassungen oder Veränderungen des BetrVG zu erwarten« seien, müsse man »die wirtschaftspolitische Realität akzeptieren« und den »Fokus auf die eigene Arbeit konzentrieren«.

Im Mittelpunkt soll künftig »die funktionierende Zusammenarbeit (Mehrheit)« stehen, nicht länger der Konflikt mit den »auffälligen BR (Minderheit)«. »Mitgestalten anstatt Gegenhalten« und »Informieren und Involvieren«, – so heißen die neuen Parolen, auf die H&M sein Management nun einschwört. Und weil man offenbar damit rechnet, daß es manchen Betriebsrat komisch vorkommen könnte, wenn plötzlich eine »stärkere Mitmachkultur« angesagt ist, werden die Führungskräfte angewiesen: »Mißtrauen begegnen wir durch den Anfang einer Richtungsänderung mit stärkerer Einbindung.«

Ein Schwerpunkt soll dabei die »Stärkung der lokalen Betriebsräte zu autonomerer betrieblichen Zusammenarbeit« sein, womit nicht die Zusammenarbeit mit den Beschäftigtenvertretern anderer Filialen gemeint ist, sondern die Kooperation mit dem jeweiligen lokalen »Store Manager«.

Bemerkenswert ist, daß die einzelnen Betriebsräte »ermutigt« werden sollen, »losgelöster von den ›Direktiven‹ des Gesamtbetriebsrates« zu arbeiten, für das Agieren der einzelnen Filialleiter aber knallharte zentralistische Richtlinien aufgestellt werden. Da heißt es z.B.: »Verhalten im Umgang mit ver.di: Keine Entscheidungen auf lokaler Ebene«. Oder: »Kein BR-SM schließt BV’s ohne Rücksprache zu HR/ LL«, wobei »BV« für Betriebsvereinbarung, »HR« für »Human Resources« (also die Personalabteilung) und »LL« für »Labour Law«, die Arbeitsrechtsabteilung, stehen.

Grundsätzlich müsse die Auseinandersetzung mit den Betriebsräten als »Investment« verstanden werden, »um (mittelfristig) einen produktiven Output zu erreichen«, heißt es weiter. »Wir wollen auch den geeigneten MA Mut machen, sich zu Wahl zu stellen (BR-Arbeit ist nichts karrierefeindliches – im Gegenteil)«, empfiehlt das Papier und betont: »D. h. nicht, daß wir ›Spitzel‹ oder ›U-Boote‹ installieren möchten, sondern wir wollen tatsächlich alle erreichen – eben aber auch die (für uns) Geeigneten«.

Neben der Macht des Faktischen (»Betriebsräte wird es immer geben«) führt das Schulungsmaterial einen weiteren Grund für den Strategiewechsel an: So sei »das Risiko falscher (sic) Kommunikation« gestiegen, womit die Gefahr von »Imageverlust bei Öffentlichkeit/Kunden und Mitarbeitern sowie potentiellen MA« allgegenwärtig sei. »Informationen sind heute schneller, vielfältiger, nachhaltiger und unkontrollierbarer im Umlauf.«
http://www.jungewelt.de/2010/08-20/041.php

Kuddel

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Re:H&M: Demo gegen Entlassung von Betriebsrätinnen
« Antwort #14 am: 09:39:24 Fr. 26.August 2011 »
Zitat
Zulieferer von H&M
Massenkollaps in Textilfabrik

In Kambodscha sind fast 300 Beschäftigte eines Zulieferers der Bekleidungskette H&M zusammengebrochen und ohnmächtig geworden. Zuvor hatten sich Arbeiter über einen komischen Geruch beschwert.


Erneut sind in einer Textilfabrik in Kambodscha Hunderte von Arbeitern zusammengebrochen. Fast 300 Beschäftigte eines Zulieferers der Bekleidungskette H&M seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte die Polizei in der Provinz Kampong am Donnerstag mit.

Am Mittwoch bereits seien 85 Arbeiter ohnmächtig geworden und hätten Medikamente bekommen müssen, am Donnerstag dann weitere 198 Beschäftigte, sagte Vize-Polizeichef Ly Vireak der Nachrichtenagentur AFP. Alle seien aber bereits wieder auf dem Weg der Besserung, die Ursache ihres Zusammenbruchs werde nun untersucht. Gewerkschaftsvertreter Chea Mony sagte AFP, viele der insgesamt 4600 Arbeiter hätten sich zuvor über einen „komischen Geruch“ beschwert.

Erst im Juni hatten bei einem Zulieferer von Puma mehrere hundert Arbeiter über Übelkeit und Benommenheit geklagt. Puma hatte lange Arbeitszeiten und eine Reihe von Verstößen gegen Gesundheitsbestimmungen verantwortlich gemacht.

Die Textilindustrie zählt zu Kambodschas wichtigsten Wirtschaftszweigen. Sie beschäftigt mehr als 300.000 Menschen, zumeist Frauen. Immer wieder erleiden Arbeitskräfte Schwächeanfälle, als Ursache gelten ihr schlechter Gesundheitszustand sowie die mangelnde Belüftung der Fabriken. (afp)
http://www.fr-online.de/wirtschaft/massenkollaps-in-textilfabrik/-/1472780/9674022/-/index.html