Autor Thema: Sammelthread: Polizeibrutalität in D  (Gelesen 111732 mal)

nND

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #30 am: 08:44:29 Sa. 12.Mai 2012 »
sueddeutsche.de: Münchner Polizei - Entwürdigende Drogenkontrollen

Zitat
Es war Donnerstagnachmittag, 1. März, als Martin Bäumler (Name geändert) am Hauptbahnhof die Rolltreppe von der U 5 nach oben fuhr, um in die U 1 umzusteigen. Er sah drei Polizeibeamte auf sich zukommen, Wut und Angst krochen in ihm hoch, denn er wusste genau, was ihn erwarten würde: Den Polizisten aufs Revier folgen, die vergebliche Bitte, einen Anwalt anrufen zu dürfen, splitternackt ausziehen, breitbeinig hinstellen, bücken, Analnachschau, vor den Augen der Beamten die Vorhaut des Penis zurückziehen.

Eine Art der Drogenkontrolle, wie sie bei der Münchner Polizei wohl des öfteren praktiziert wird. Zumindest Bäumler wurde auf diese Art und Weise bereits zehnmal von der Polizei bloßgestellt. Drogen gefunden haben die Beamten bei ihm noch kein einziges Mal.

Nikita

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #31 am: 01:00:20 Fr. 18.Mai 2012 »
http://www.wdr.de/tv/aks/sendungsbeitraege/2012/kw20/0514/pruegel_polizei.jsp
Zitat
Prügel für einen unbescholtenen Bürger?
Video scheint Übergriff der Polizei in Dortmund zu belegen

Hat die Polizei in Dortmund einen Bürger ohne Grund und Anlass geprügelt? Noch untersucht der Staatsanwalt das. Doch ein Video einer Überwachungskamera lässt kaum einen anderen Schluss zu.
Ueberwachungskamera
Aufnahmen der Überwachungskamera

Es geschah in der Nacht zum 14. April 2012 in der Dortmunder Nordstadt: Der 25-jährige deutsche Metin Önder feiert seinen Geburtstag. Auf der Straße kommt es zu einem Streit mit einem Verwandten. Die Polizei rückt an.

Zunächst läuft alles ganz normal: Ausweiskontrolle. Dann jedoch fesseln die Beamten Metin Önder und bringen ihn zum Polizeiwagen. Auf einem Überwachungsvideo ist zu sehen, dass einer der Polizisten den Gefesselten beim Öffnen der Wagentür ins Gesicht schlägt. Im Polizeibericht heißt es dazu, Önder habe Gegenwehr geleistet. Dieser bestreitet das.

Am nächsten Tag ließ Önder seine Verletzungen behandeln. Fotos belegen Hämatome und Prellungen im Gesicht. Ein Nachbar hat ihm das Video der Überwachungskamera zur Verfügung gestellt. Über seinen Anwalt erstattete Strafanzeige. Beruflich hat Metin Önder übrigens viel mit der Polizei zu tun: Er arbeitet in leitender Stellung bei einer Dortmunder Sicherheitsfirma.

Nikita

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #32 am: 01:02:48 Fr. 18.Mai 2012 »
Zitat
Polizeigewalt bei Einsätzen – Platzwunden, Prellungen, Schüsse

Rambos in Grün: Immer wieder eskalieren Polizeieinsätze. Auch Beamte schlagen zu oder schießen - doch die Ermittlungen gegen sie werden meist rasch eingestellt. Süddeutsche.de hat elf gewalttätige Polizeieinsätze aus Bayern zusammengetragen.

Widerstand gegen Beamte oder Gewaltexzess von Polizisten?

Das öffentliche Interesse an dem Prozess am Amtsgericht Rosenheim ist groß, zum Auftakt am 17. Februar 2012 sind Journalisten aus dem ganzen Land angereist. Auf der Anklagebank sitzt eine vierköpfige Familie, der vorgeworfen wird, Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet und einen der Polizisten dabei verletzt zu haben. Die Angeklagten stellen den Fall jedoch ganz anders dar: Sie seien ohne Anlass und ohne jede Rechtsgrundlage von den Polizisten bedrängt, geschlagen und gefesselt worden.

Der Vorfall hat sich am 15. November 2010 in einem Mietshaus in Pfaffenhofen am Inn, einem Ortsteil von Schechen, ereignet. Zwei Zivilbeamte suchen nach einem Mann, der zu einer psychiatrischen Untersuchung vorgeführt werden soll. Doch er ist nicht da. Die Polizisten fragen daraufhin im Haus nach, auch bei Familie B. An der Wohnungstür kommt es zu einer Auseinandersetzung, nach und nach stoßen acht weitere Polizeibeamte dazu. Sandra B. und ihr Ehemann werden überwältigt, so schildert es die Familie. Als ihre Eltern Josef und Aloisia E. dazukommen, ein Foto machen (siehe Bild) und der Tochter helfen wollen, werden auch sie gefesselt. Die Ärzte stellen bei ihnen Bauchtraumata, Verstauchungen, Prellungen und Schürfwunden fest.

In der Anklage heißt es allerdings: Die Familie habe sich unkooperativ gezeigt, die Beamten geschubst und sich heftig zu Wehr gesetzt. Nach mehreren Verhandlungstagen wurde der Prozess am 11. Mai 2012 wegen geringer Schuld der Angeklagten eingestellt. Die Ermittlungen gegen die Beamten will die Staatsanwaltschaft wieder aufnehmen - aber auch gleich wieder einstellen. Es gebe keine neuen Erkenntnisse, hieß es zur Begründung.
Bild: dpa

2. März 2012, 09:01 2012-03-02 09:01:15  © Süddeutsche.de/Lisa Sonnabend/tob/holz



Nikita

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #33 am: 01:03:15 Fr. 18.Mai 2012 »
Zitat
Folgenreiche Polizeikontrolle

Die Gymnasiallehrer Martina und Günter F. (Namen geändert) aus Aschaffenburg fahren am 7. Oktober 2010 nach einem Restaurantbesuch mit dem Auto nach Hause. Eine Polizeistreife stoppt sie, Verkehrskontrolle. Günter F. muss blasen. Mehrmals, doch es erscheint kein Wert auf dem Display. Der Mann bekommt Atemnot, er ist Asthmatiker. Doch die beiden Polizisten glauben ihm nicht - so schildert es das Ehepaar. Martina F. ist erbost, sie erkundigt sich nach den Namen der Beamten und kündigt an, sich zu beschweren. Schließlich nennen die Polizisten ihre Nachnamen und setzen sich in den Streifenwagen. Als Martina F. ihnen hinterhergeht, um auch die Vornamen zu erfahren, steigt einer plötzlich aus, stößt Martina F. die Faust in den Bauch und nimmt sie in den Polizeigriff. Dann fahren sie mit ihr in Richtung Revier.

An den Haaren sollen die Beamten Martina F. dort aus dem Auto gezerrt haben. Als sie wieder nach Hause darf, ist die Hose kaputt, der Mantel zerrissen. Ein Arzt notiert am folgenden Tag, sie sei schwer traumatisiert  und haben "massive Schwellungen an der Halswirbelsäule". Die Ermittlungen der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft sind bald beendet. Die beiden Polizisten sagen, sie seien von einer sehr alkoholisierten Frau angegriffen worden. Martina F. sagt, sie hatte an dem Abend zwei kleine Gläser Wein getrunken. Noch heute nimmt sie Tabletten gegen ihre Angstzustände.
Bilda: Johannes Simon

2. März 2012, 09:01

Nikita

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #34 am: 01:04:12 Fr. 18.Mai 2012 »
Zitat
Gewalt am Feringasee

Karfreitag 2009, ein sonniger Tag: Jan A. grillt mit seiner Familie am Münchner Feringasee - wie viele andere auch. Im Verbotsbereich allerdings. Eine Ismaninger Polizeistreife macht darauf aufmerksam, wird aber von den Grillern ausgelacht. Deswegen ruft sie das Unterstützungskommando USK. Der angeheiterte Jan A. weigert sich, den Beamten den Ausweis zu zeigen. Als ein Beamter in seine Hosentasche langen will, um den Geldbeutel zu suchen, schubst Jan A. ihn weg. Daraufhin werfen sich vier Polizisten auf den Griller, brechen ihm einen Finger und fügen ihm Prellungen zu. Jan A. versucht sich zu wehren und biegt einem Polizisten den Daumen um. Die Szenen sind auf einem Video der Polizei festgehalten (siehe Foto).

Im Februar 2011 wird Jan A. verurteilt zu einer Geldbuße von 1500 Euro: wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung. Der Vorsitzende Richter sagt: "Wenn man die Polizei verarscht, zahlt sich das nicht aus." Die Anwälte von Jan A. haben die Polizisten ebenfalls wegen Körperverletzung angezeigt, die Verfahren sind eingestellt worden.

2. März 2012, 09:01

Nikita

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #35 am: 01:04:48 Fr. 18.Mai 2012 »
Zitat
Zwölf Schüsse auf einen Studenten

Am 30. April 2009 gerät der Musikstudent Tennessee Eisenberg aus Regensburg mit seinem Mitbewohner in Streit. Dieser rennt aus der Wohnung und setzt einen Notruf ab, Eisenberg wolle sich umbringen. Als die Polizisten die angelehnte Wohnungstür öffnen, tritt der 24-Jährige mit einem Messer in der Hand aus der Wohnung. Die Beamten fordern ihn auf, das Messer wegzulegen. Dann setzen sie Pfefferspray ein, doch es wirkt nicht. Einer schlägt Eisenberg auf den Arm. Der Student ruft angeblich: "Schießt doch!" Zwei Beamte schießen schließlich. Sie treffen Eisenberg - nicht mit einer Kugel, sondern mit zwölf. Er stirbt eine Stunde später im Krankenhaus.

Die Ermittlungen gegen die Polizei werden eingestellt, die Beamte hätten in Notwehr gehandelt. Warum so viele Schüsse gefallen sind? Eisenberg sei nicht gleich zu Boden gefallen, heißt es von der Polizei. Zudem falle die Hemmschwelle, wenn in einer Ausnahmesituation geschossen werde. Mittlerweile hat die Familie Verfassungsbeschwerde eingelegt, über die noch nicht entschieden ist.
Bilda: privat

2. März 2012, 09:01

Nikita

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #36 am: 01:09:14 Fr. 18.Mai 2012 »
Zitat
Gewalt auf dem Revier

Eine 59-jährige Frau betritt am Rosenmontag 2011 die Polizeiinspektion am Münchner Hauptbahnhof, sie soll dolmetschen. Zwei Stunden später verlässt sie die Wache wieder - mit einer Verletzung (siehe Foto). An der Stirn hat sie eine große Beule, ihre Hose ist nass, ein Arzt diagnostiziert danach eine Schädelprellung, Verstauchungen, Schleudertrauma, Hämatome. Haben die Polizisten sie misshandelt oder hat die Frau sich unkooperativ verhalten und Widerstand geleistet? Was genau geschehen ist, ist strittig. Die Dolmetscherin sagt, sie sei ohne Grund misshandelt worden von überforderten Polizisten. Die Polizei wiederum wirft der Frau vor, sich Anweisungen widersetzt und sich ihre Verletzung selbst zugefügt zu haben.

Die Dolmetscherin und die Polizisten zeigen sich gegenseitig an. Die Ermittlungen gegen die Beamten sind mittlerweile eingestellt. Die Frau erhält im Oktober 2011 einen Strafbefehl wegen versuchter Strafvereitelung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, vorsätzlicher Körperverletzung, Beleidigung und falscher Verdächtigung.
2. März 2012, 09:01

Nikita

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #37 am: 01:10:36 Fr. 18.Mai 2012 »
Zitat
Angriff auf Fußballfans

Die Atmosphäre ist hitzig am 9. Dezember 2007 beim Amateurderby im Grünwalder Stadion zwischen dem TSV 1860 und dem FC Bayern. Die Polizei verhängt deswegen eine Blocksperre für die Löwen, um die Fangruppen auseinanderzuhalten. Nach Öffnung des Blocks ist der Andrang am Ausgang groß. Augenzeugen berichten, USK-Beamte seien plötzlich auf die Fans losgegangen. Sie sollen Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt haben - wahllos. Zahlreiche Fans tragen Verletzungen davon. Mehrere Anzeigen gegen unbekannt gehen ein.

Doch es gelingt nicht, die schwarzgekleideten Schläger unter den Helmen zu identifizieren, niemandem kann konkret eine Körperverletzung nachgewiesen werden. Drei Jahre nach den Übergriffen auf die Fußballfans wird das Ermittlungsverfahren eingestellt. Merkwürdig bleibt: Die Videos der Polizei sind an einigen Stellen offenbar lückenhaft. Wurden Szenen herausgeschnitten?
http://www.sueddeutsche.de/bayern/polizeigewalt-in-aschaffenburg-ausser-kontrolle-geraten-1.1225334
Bilda: SZ

2. März 2012, 09:01

Nikita

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #38 am: 01:12:10 Fr. 18.Mai 2012 »
Zitat
Volksfestbesucher mit Platzwunde

Ein 15-Jähriger geht am 3. September 2011 gegen 22 Uhr gesund in die Wiesn-Wache auf dem Rosenheimer Herbstfest - und kommt blutüberströmt wieder hinaus. Mehrere Beamte stehen unter Prügelverdacht, die Mutter des Jugendlichen erstattet Anzeige. Die Polizisten sollen dem jungen Mann nach einem Handgemenge Handschellen angelegt haben und ihn bereits auf dem Weg zur Volksfest-Wache Tritte mit dem Knie verpasst haben. In der Wache sei sein Kopf mehrfach gegen die Wand geschlagen worden.

Beteiligt ist dabei auch der Inspektionschef in Rosenheim, er ist mittlerweile vom Dienst suspendiert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Im Bild: Die Polizeidienststelle in Rosenheim.
Bilda: dpa

2. März 2012, 09:01

Nikita

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #39 am: 01:13:07 Fr. 18.Mai 2012 »
Zitat
Gewalt im Stadion

Zahlreiche Ultra-Fans der SpVgg Greuther Fürth treffen am 10. Februar 2010 in Fröttmaning bei der Allianz-Arena ein. Ein DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Bayern steht an (siehe Foto). Doch einige bekommen von der Partie nichts mit: Vor und im Stadion gehen USK-Beamte mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen sie vor. Die Polizei sagt, sie sei "mit massiver körperlicher Gewalt" angegriffen worden. Die Fürther Fans berichten: Die Polizei sei "mit unverhältnismäßigen Mitteln vorgegangen".

Welche Version stimmt, ist bis heute nicht geklärt. Für vier Polizisten hat das Fußballspiel allerdings Konsequenzen. Im Oktober 2010 werden zwei versetzt, bei zwei weiteren stand ohnehin eine dienstliche Veränderung an, heißt es.
Bilda: Bongarts/Getty Images

2. März 2012, 09:01

Nikita

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #40 am: 01:13:57 Fr. 18.Mai 2012 »
Zitat
Bewährungsstrafe für Pfefferspray-Polizist

Im Februar 2011 randaliert ein betrunkener 22-Jähriger in einer Regensburger Gaststätte und wird von Polizisten in eine Arrestzelle gebracht. Dort läutet der 22-Jährige ständig die Notrufglocke, weswegen der diensthabende Polizist offenbar die Nerven verliert und den Inhaftierten durch die Gitterstäbe hindurch mit Pfefferspray attackiert. Er schließt die Türe wieder, ohne medizinische Hilfe für den Inhaftierten zu holen.

Im Februar 2012 muss sich der Polizist vor dem Amtsgericht Regensburg verantworten. Der Richter sieht es als erwiesen an, dass der Beamte Pfefferspray einsetzte und den Inhaftierten 20 Minuten lang ohne medizinische Betreuung in der Zelle zurückgelassen hat. Er bekommt zehn Monate auf Bewährung sowie 2000 Euro Geldstrafe. Zwölf Monate hätten den Verlust des Beamtenstatus bedeutet.
Bilda: dpa

2. März 2012, 09:01

Nikita

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #41 am: 01:15:01 Fr. 18.Mai 2012 »
Zitat
Tödlicher Schuss

Im November 2011 kommt es in München-Großhadern zu einem tödlichen Polizeieinsatz. Eine Frau hat bei einer psychiatrischen Einrichtung, bei der sie eine Zeitlang Patientin war, angerufen und ankündigt, ihre Tochter umbringen zu wollen. Die Polizei rückt zu ihrer Mietswohnung an. Da die Frau nicht öffnet und die Tür nicht aufzubrechen ist, wird ein 26-jähriger Polizist mit einer Drehleiter auf den Balkon gehoben und schlägt mit einer Feueraxt das Fenster zur Wohnung ein. Die Frau sei daraufhin mit erhobenem Küchenmesser auf den Beamten zugegangen. Dieser habe die 49-Jährige mehrmals aufgefordert, das Messer wegzulegen - vergebens. Auch das Pfefferspray, das der Polizist anschließend einsetzt, habe keine Wirkung gezeigt. Als die Frau sich auf etwa eineinhalb Meter genähert hat, schießt der Polizist. Die Kugel durchschlägt ihren Oberkörper unterhalb des Schlüsselbeins und zerfetzt eine Arterie. Das Opfer stirbt kurze Zeit später im Krankenhaus.

Die Oberstaatsanwältschaft und die Polizei erklären am folgenden Tag, dass sich der Schütze nach den bis dahin vorliegenden Erkenntnissen in einer Notwehrsituation befunden habe. Der Beamte habe Lebensgefahr für sich gesehen, auf dem Balkon habe er nur schwer ausweichen können. Er habe zudem einkalkulieren müssen, dass die Tochter, die allerdings nicht in der Wohnung gewesen ist, verletzt sei und möglicherweise verblute.
Bilda: dpa

2. März 2012, 09:01

Nikita

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #42 am: 01:15:49 Fr. 18.Mai 2012 »
Zitat
Ruhestörung mit Folgen

Es geht um Ruhestörung - nicht zum ersten Mal in der Wohnung in der Truderinger Straße in München: Eine Polizeistreife klingelt bei Familie L., einem Ehepaar mit drei Söhnen. Elke L. öffnet, es kommt zu einem Wortwechsel, die Beamten des USK rücken zur Verstärkung nach. Insgesamt sind nun neun Polizisten an der Wohnungstür.

Der 18-jährige Sohn des Ehepaars beleidigt die Polizisten und schmeißt mit einem Gegenstand. Da werfen die Beamten den geistig behinderten Sohn zu Boden. Seine Eltern wollen ihn schützen, auch sie werden zu Boden geworfen. "Weil sie sich gewehrt haben", so die Polizisten bei der Gerichtsverhandlung im Oktober 2011 - bei der die Familie angeklagt ist, nicht die Polizei.

Der Vater wird schließlich verurteilt - wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, er muss 225 Euro Strafe zahlen. Der Grund: Er soll einen Polizisten geschubst und am Arm festgehalten haben. Seine Verteidigung sagt: Er habe lediglich die Hände nach vorne gestreckt. Er ist blind.

Foto: Symbolbild
Bilda: dpa

2. März 2012, 09:01

Nikita

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #43 am: 01:56:26 Fr. 18.Mai 2012 »


Polizist presst wehrlosem Blockupy-Demonstranten Finger ins Auge. Frankfurt, 17.05.2012

Pinnswin

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Re:Sammelthread: Polizeibrutalität in D
« Antwort #44 am: 07:24:22 Fr. 18.Mai 2012 »
Was? Der Polizist hat ihm doch nur
das Gas aus den Augen waschen helfen.
Tz-tz.

"wehrlosem..." -lol-
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski