Autor Thema: [Sexarbeit] hydra  (Gelesen 31896 mal)

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[Sexarbeit] hydra
« am: 02:09:54 Do. 02.Januar 2003 »
hier gibt´s was zum thema:


http://www.lustgarten.de/hydra/

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[Sexarbeit] hydra
« Antwort #1 am: 14:48:01 Sa. 15.Februar 2003 »

Pinnswin

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[Sexarbeit] hydra
« Antwort #2 am: 00:14:01 Mo. 16.Februar 2004 »
... hat jemand Erfarung mit dieser Firma????
Hier der Link zum Firmeneignungstest


http://www.smschat.de/job/

die bieten angeblich 11/+- Eu pro Stunde...?!
Gruß Birthe
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

Kuddel

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[Sexarbeit] hydra
« Antwort #3 am: 23:48:06 Mo. 23.Februar 2004 »
Ich kann leider Deine frage zur Flensburger Firma nicht beantworten.

Wollte hier nur vermelden, daß die Diskussion zum Thema sich erfreulich ausweitet:

http://www.akweb.de/ak_s/ak481/07.htm

Niederer_sachse

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[Sexarbeit] hydra
« Antwort #4 am: 08:07:37 Di. 09.März 2004 »
Zitat
Original von Pinnswin

... hat jemand Erfarung mit dieser Firma????
Hier der Link zum Firmeneignungstest


http://www.smschat.de/job/

die bieten angeblich 11/+- Eu pro Stunde...?!

Gruß Birthe

Das Impressum besagt:

Die Seite wird betreut durch die CG-Business GmbH mit Sitz in Flensburg.
Ochsenweg 8
24941 Japrlund-Weding
info@cg-business.de
JSBA: S. Seliger · smuddel (AT) gmx.de

Der Test ist absoluter blödsinn!

Es scheint mir so als wollten die nur eMail-Adressen sammeln und verkaufen.
Bin selbst mal auf so einen Trick reingefallen bei "modding.de".
Wenn Du was anderes als Werbung zurückbekommst würde mich sehr wundern.
Grüße aus Niedersachsen

ManOfConstantSorrow

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[Sexarbeit] hydra
« Antwort #5 am: 11:56:31 Mi. 23.November 2005 »
Internationale Konferenz gegen Frauenhandel! 1. und 2. Dezember 2005 in Berlin
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

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[Sexarbeit] hydra
« Antwort #6 am: 19:43:50 Fr. 25.November 2005 »
25.11.05 - Der 25. November ist von der UNO zum internationalen Aktionstag "Nein zur Gewalt gegen Frauen" erklärt worden. Im Vorfeld veröffentlichte dazu die Weltgesundheits-Organisation (WHO) eine Untersuchung mit erschreckenden Zahlen. Frauenhandel und Prostitution sind weltweit nach dem Handel mit Drogen und Waffen das umsatzstärkste "Gewerbe" der Welt. Weltweit werden jährlich 500.000 Mädchen Opfer von Menschenhändlern und Kinderprostitution. Jahr für Jahr werden drei Millionen Mädchen genital verstümmelt und so um jede Lust an der Sexualität gebracht sowie mit lebenslangen gesundheitlichen Folgen gezeichnet.

Besonders in China, Pakistan und Indien werden weibliche Föten millionenfach abgetrieben, Mädchen als Babys getötet oder so schlecht versorgt, dass sie nicht überleben. Allein in Indien gibt es dadurch schon 50 Millionen Mädchen weniger. Als in der Stadt Anwar im Nordwesten Indiens in diesem Sommer die Abfallkanäle vor dem Monsun gereinigt wurden und dabei mehrere verweste und verstümmelte Föten - alles Mädchen - gefunden wurden, entwickelte sich eine breite Protestbewegung dagegen, dass Mädchen wie Müll weggeworfen werden.

Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist aber kein exotisches Problem in abhängigen Ländern. In den USA werden Jahr für Jahr 700.000 Frauen vergewaltigt.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kater

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[Sexarbeit] hydra
« Antwort #7 am: 17:16:30 Sa. 26.November 2005 »
Zitat
Das älteste Gewerbe der Welt  
 Eine Ausstellung über Prostitution in Hamburg  
   
Ausstellung "Sexarbeit" in Hamburg-Barmbek  © dpa  
 
Rund 400.000 Prostituierte gibt es allein in Deutschland. Sie verrichten Sex als Arbeit. Und viele von ihnen fühlen sich in diesem Beruf "eher als Krankenschwester oder Altenpflegerin". 14,5 Milliarden Euor werden pro Jahr mit Prostitution verdient. Grund genug für das Hamburger Museum für Arbeit, eine Ausstellung über einen alles andere als unbedeutenden Wirtschaftsfaktor zu präsentieren.  
   
Die Kuratorin der Ausstellung erklärt: "Wir haben es immer noch mit dem Phänomen zu tun, dass Sexarbeit scheinbar am Rande der Gesellschaft liegt." Und das, obwohl 2002 das Prostitutionsgesetz geändert wurde: Seitdem ist Prostitution - sofern freiwillig - legal. Prostituierte wurden damit zu normalen Arbeitnehmern, können sich heute sozialversichern und Freier auch ablehnen. Felicitas Schirow, Berlins bekannteste Bordell-Chefin, hat den Stein ins Rollen gebracht. Sie gewann im Jahr 2000 einen Prozess, der die Sittenwidrigkeit der Prostitution aufhob. "Das neue Prostitutionsgesetz bewirkt, dass ich jetzt als Bordellbetreiber den Frauen ein angenehmes Arbeitsumfeld schaffen kann. Früher war man als Bordellbetreiber immer mit einem Bein im Knast", so die Unternehmerin.  
 
Warum wählt man diesen Job?  
 
Trotz aller neuen Rechte, fragt die Ausstellung: Warum wählt man diesen Job? Felicitas Schirow gibt eine überraschende Antwort: "Man bekommt Anerkennung, Komplimente. Das hebt ungemein das Selbstbewusstsein. Man wird begehrt. Das fehlt vielen Frauen." Aber ein Traumjob? Weißgott nicht. Viele Frauen treibt die Verzweiflung, Schulden und die Illusion vom schnellen Geld auf den Strich. Das unterstreicht auch die Hamburger Ausstellung in Interviews und Dokumentarfilmen. Noch immer leben zudem viele Huren isoliert. Gesellschaftliche Anerkennung bleibt ihre große Hoffnung.  

http://www.3sat.de

ManOfConstantSorrow

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[Sexarbeit] hydra
« Antwort #8 am: 20:02:31 Mo. 12.Februar 2007 »
Etwa 400.000 Frauen gelten in Deutschland offiziell als Prostituierte, die täglich von 1,2 Millionen Männern benutzt werden. Darüber hinaus gibt es eine hohe Dunkelziffer von drogenabhängigen oder Gelegenheitsprostituierten. Etwa 60 Prozent der hiesigen Prostituierten kommen aus dem Ausland - ein großer Teil von ihnen lebt illegal hier. Ihre Situation hat sich noch weiter verschlechtert.

Nur ein Prozent der Frauen habe bislang einen Arbeitsvertrag bei einem Bordellbetreiber abgeschlossen, bei weitem nicht alle sind krankenversichert – und wenn, dann nicht unter ihrer Berufsbezeichnung oder als Familienangehörige. Eine Rentenversicherung haben nur 47 Prozent.
(Quelle: rf-news)
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

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[Sexarbeit] hydra
« Antwort #9 am: 12:15:30 Do. 15.März 2007 »
Zitat
Frauenhandel funktioniert ja immer so, schlechte ökonomische Ausgangslage in dem Land, wo du herkommst, du reist aufgrund falscher Versprechungen in ein anderes Land und kannst dort, wegen der schlechten, rechtlichen Lage, dermaßen ausgebeutet werden.

Denn das Thema Frauenhandel kommt normalerweise in den Medien zumeist in skandalisierter Form vor - die Frauen weinen, wenn sie ihr Schicksal erzählen. Im Gegensatz dazu wollte ich die Geschichten so freilegen, dass die Strukturen, Bedingungen und Mechanismen hinter den Lebensgeschichten klar werden. Weil das Mitleid den Frauen gar nichts bringt, sie brauchen Rechte.

http://diestandard.at/?url=/?id=2805109

Kuddel

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[Sexarbeit] hydra
« Antwort #10 am: 21:24:08 Do. 31.Januar 2008 »
Zitat
Sexarbeiterinnen in Chile haben eine Gewerkschaft gegründet. Offizielle Anerkennung des täglichen Kampfes gegen Willkür und für Arbeitsrechte

Von Andrea Gonzalez und Roberto Roa

(Santiago de Chile, 25. März 2002-npl).- Die hochgewachsene, blonde Frau, die für ihr Alter recht spärlich bekleidet ist, geht selbstsicher durch die Hauptstadt Santiago. Autoscheinwerfer und unzählige Leuchtreklamen von Geschäften und Bars erhellen die hereinbrechende Nacht. Wie jeden Abend besucht sie Saunas, Tanzlokale und die Straßenecken, an denen Prostituierte auf Kundschaft warten. Im Gespräch hört sie die alltäglichen Probleme dieses Jobs, gibt Ratschläge und motiviert die oft unerfahrenen jungen Frauen, sich für ihre Belange einzusetzen und sich zu organisieren.

Vor neun Jahren gründete Elisabeth - dies ist ihr Künstlername, laut Ausweis heißt sie Eliana Dentone - die chilenische Organisation der Sexarbeiterinnen APRODEM, wobei sie tatkräftig von der katholischen  Kirchengemeinde Sagrado Corazon und dem Padre Alfonso Baeza unterstützt  wurde. Jetzt endlich hat sie ihr großes Ziel erreicht: Am 19. März wurde die erste Gewerkschaft der Sexarbeiterinnen Chiles gegründet und vom Gewerkschaftsdachverband CUT (Central Unitaria de Trabajadores) offiziell anerkannt. Die 200 verbindlichen Unterschriften von Prostituierten, die laut CUT-Statut dafür notwendig waren, hatte sie schon längst zusammen.

Für diesen Erfolg mussten Elizabeth und ihre Mitstreiterinnen ganze 20 Jahre kämpfen. Anfang der 80er Jahre begannen sie, die grundlegenden  Arbeitsrechte für die SexarbeiterInnen einzufordern. Dabei geht es um Rentenversicherung, um Zugang zu Kranken- und Sozialversicherung und überhaupt um die Anerkennung und Respektierung ihrer Tätigkeit.

Mangels Unterstützung des Staates kümmerte sich APRODEM auch um soziale Betreuung und Beratung: Sie bot eine Friseursausbildung an, damit sich die Frauen etwas hinzu verdienen konnten, begann eine Kampagne gegen Kinderprostitution, klärte über Aids auf und sorgte dafür, dass die Prostituierten nur noch mit Kondomen arbeiteten.

Elizabeth hat sich keine einfache Aufgabe gewählt. Immer wieder trifft sie auf Unverständnis, auch bei Kolleginnen und vor allem deren Arbeitgebern. Erst vor kurzem geriet sie mit dem Chef einer Sauna in einem Außenbezirk von Santiago aneinander: "Sexgewerkschaft in Gründung, was soll denn das sein?" Der kleine, muskulöse Mann lächelte pikiert, nahm die Info-Blätter entgegen, ließ sie aber nicht eintreten.

Doch Elizabeth ließ sich nicht beirren, zumal es Monatsende war und viele potentielle Kunden gerade ihren Lohn bekommen hatten: Ein guter Tag für die Sexarbeiterinnen und für Elizabeth, da das Geschäft floriert und sie mit vielen ihrer Kolleginnen ins Gespräch kommt. Da sie aber selbst noch anschaffen wollte, musste sie ihre gewerkschaftliche Arbeit auf wenige Stunden begrenzen.

Elisabeth stammt aus einer armen Familie, wie die Mehrheit der Sexarbeiterinnen in Chile. Als einzige Tochter der Familie ging sie auf eine Nonnenschule, arbeitete später in einer Tourismusagentur und als Sprechstundenhilfe bei einem Arzt. Ihren Ehemann verliess sie nach sieben Jahren, als sie feststellte, dass er sie betrog. Sie hat zwei Söhne, beide Mitte Zwanzig. "Sie und meine ganze Familie wissen, dass ich mein Auskommen durch Sexarbeit verdiene," sagt Elizabeth. "Und es ist niemandem peinlich."

Anfänglich habe sie gesagt, sie arbeite als Putzfrau in einem Hotel. "Doch als ich begann, mich für die Sache der Prostituierten zu engagieren, habe ich das Versteckspiel beendet und fühle mich so viel wohler," sagt Elizabeth.

Als Elizabeth begann, die 200 Unterschriften für die Gewerkschaft zu sammeln, kam sie gut voran. Doch immer wieder wurde sie mit den leider täglichen Missständen der Prostitution konfrontiert: Zum Beispiel Pamela, die gerade von einem Klienten geschlagen wurde, der sich zudem weigerte, zu bezahlen. Als Elizabeth eingreifen wollte, sagte der Mann, er werde die Polizei rufen. Daraufhin zogen sich die Frauen an und verliessen sofort die Sauna, weil sie wussten, dass möglicherweise eine Razzia bevorstehen hätte können, wenn der Mann seine Drohung ernst gemacht hätte. Erst vergangene Woche hatte die Polizei 20 Frauen willkürlich festgenommen, und angesichts ihres rechtlich unsicheren Status und ihrer Stigmatisierung als Prostituierte können sie sich kaum wehren.

Ganz bewusst vermeidet Elizabeth jegliche Bindung an eine politische Partei. Es geht ihr um Unterstützung für ihre Sache, egal von welcher Seite. Dennoch erinnert sie sich, dass ihr Anliegen bei der  Kommunistischen Partei Chiles und ihrer Vorsitzenden Gladys Marin am ehesten auf offene Ohren gestoßen war. Die Finanzierung hingegen kommt vollständig aus dem Ausland.

Derzeit sind Institutionen wie "Global" aus Holland und "Mama Cash" aus den USA die wichtigsten Geldgeber. Dabei ist der Etat der Prostituiertenorganisation von Elizabeth eher bescheiden: Rund 15.000 US-Dollar jährlich gibt sie für psychologische Hilfen und Rechtsberatung, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Einrichtung von Filialen in bislang sieben weiteren Städten Chiles aus.

Schätzungen zufolge gibt es in Chile 15.700 Sexarbeiterinnen. "Dies bedeutet, dass wir ein großer Sektor sind, und wenn wir uns organisieren, ist dies ein Erfolg für uns und für den Gewerkschaftsdachverband," erklärt Elizabeth. Wie schon so oft zählt sie die so elementaren wie selbstverständlichen Forderungen auf: Gleiche Rechte wie jeder andere Arbeitende und Arbeitsverträge für diejenigen, die in Saunas oder anderen Geschäften beschäftigt sind. Als Selbständige seien sie bereit, Steuern zu zahlen, wollten aber Anrecht auf eine Krankenversicherung haben, ohne ihre Tätigkeit verleugnen zu müssen. "Und wir wollen an einer Straßenecke stehen können, ohne dass uns die Polizei einfach festnehmen darf."

"Mit meinen 54 Jahren bin ich eine erfahrene Sexarbeiterin und weiss, wovon ich rede, wenn ich fordere, dass die ständigen straflosen Übergriffe von einigen Kunden, einigen Barbesitzern und insbesondere von der Polizei auf uns Prostituierte endlich ein Ende haben müssen," erklärt Elizabeth bestimmt und schließt: "Die Leute müssen verstehen, dass unsere Arbeit ein Job wie jeder andere ist."


http://www.npla.de/poonal/p516.htm#ch

rosaberlinerin

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Re:[Sexarbeit] hydra
« Antwort #11 am: 01:33:55 So. 31.Januar 2010 »
Ich kann leider Deine frage zur Flensburger Firma nicht beantworten.

Wollte hier nur vermelden, daß die Diskussion zum Thema sich erfreulich ausweitet:

http://www.akweb.de/ak_s/ak481/07.htm

Ah nee, super. Wieder so ein Gelaber ueber Prostitution als "Beruf" bei den Linken.

Ein Studienkumpel von mir hat mal was in "Analyse und Kritik" veroeffentlicht. Wir haben beide an der gleichen Uni studiert. Nun, der musste sich nicht prostituieren, um studieren zu koennen. Jetzt koennte der vielleicht in einer linken Zeitung sehr elegante und fortschrittliche Artikel ueber mich selbst schreiben...Was fuer eine SCHEISSE...

Geh doch selber anschaffen, und das Jahrelang, bin ich ja gespannt, was du dann noch zu sagen hast...

Habe persoehnlich in 11 Jahren anschaffen keine Prostituierten gesehen, die es nicht aus der oder anderen Not tun wuerden. Was soll diese Scheisse. Und am Anfang war jede von uns "Amateur" die sich dazu zwingen und quaelen musste.

Ich glaube mittlerweile, dass begreift nur derjenige, der mal selbst nichs zu fressen hatte.

Da mag dein Anstreicher streichen,
den Riß streicht er uns nicht zu!
Einer bleibt und einer muß weichen,
entweder ich oder du.
Und was immer ich auch noch lerne,
das bleibt das Einmaleins:
Nichts habe ich jemals gemeinsam
der Sache des Klassenfeinds.

Strombolli

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Re:[Sexarbeit] hydra
« Antwort #12 am: 17:07:42 So. 31.Januar 2010 »
...
Ich glaube mittlerweile, dass begreift nur derjenige, der mal selbst nichs zu fressen hatte.
...

Es gibt schon noch mindestens eine Branche, wo mann/frau sich auch prostituieren muß, um an Kohle zu kommen. Hat aber nichts mit Sex zu tun, nur mir dem Verkaufen von Illusionen und Gefühlen (gegen die eigenen Ansichten). Wird deutlich schlechter bezahlt, weil nicht an allen Tagen der Woche gearbeitet werden kann und selten mehrfach an einem Tag. Qualifikation ist seit Jahrzehnten auch nicht mehr nötig, deshalb unglaublicher Preis- und Qualitätsverfall, arrogante, großkotzige, selbstherrliche Auftraggeber. Und die Preisunterschiede zwischen Normal- und Edel-Dienstleistung sind ähnlich!

Es hat sich halt eine Arbeitswelt entwickelt, die mit der "verfassungsmäßig garantierten Würde des Menschen" wirklich nicht mehr in Einklang zu bringen ist!
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

rosaberlinerin

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Re:[Sexarbeit] hydra
« Antwort #13 am: 19:44:59 So. 31.Januar 2010 »
Es gibt schon noch mindestens eine Branche, wo mann/frau sich auch prostituieren muß, um an Kohle zu kommen.

Es hat sich halt eine Arbeitswelt entwickelt, die mit der "verfassungsmäßig garantierten Würde des Menschen" wirklich nicht mehr in Einklang zu bringen ist!

Ja, deswegen ist in meinen Augen auch diese Arbeitswelt nur noch eine Zuhaelterei. Und gefuehlsmaessig gehe ich von einem call center (nur so ein Beispiel) zum anderen wie davor aus einem Puff in den anderen.

Eins zu Eins kann ich aber trotzdem die beiden Sachen nicht vergleichen.

Gruesse
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Troll

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Re:[Sexarbeit] hydra
« Antwort #14 am: 10:33:13 So. 16.Februar 2014 »
Zitat
Yourope
Die Freiheit der Freier - Europa und das Verbot der Prostitution

In Schweden ist Prostitution verboten, in Frankreich sollen Freier demnächst mit 1.500 Euro zur Kasse gebeten werden, wenn man sie dabei erwischt, „käufliche Liebe“ in Anspruch zu nehmen, und in Deutschland will die Große Koalition vor allem der Zwangsprostitution einen Riegel vorschieben. Aber auch in anderen Ländern wird über neue und schärfere Regeln nachgedacht, zumal immer jüngere Frauen - aber auch Männer - dieses Gewerbe ausüben, ob als Profis oder als „Amateure“, die Grenzen sind fließend.

Die Diskussion um das angeblich „älteste Gewerbe der Welt“ bewegt die Europäer weit über aktuelle gesetzliche Maßnahmen hinaus. Es geht um sich wandelnde moralische und gesellschaftliche Grundüberzeugungen. Sind Prostituierte dienstleistende „Sexarbeiterinnen“, „freiwillige“ Selbstständige, oder sind sie den Freiern und den Zuhältern ausgelieferte „Sexsklavinnen“ - entwürdigt, gedemütigt, misshandelt?

Arte, Dienstag, 18.02. um 7:15 Uhr
Alternativ (Video) auf Dailymotion

Quelle: Arte

http://artestras.vo.llnwxd.net/o35/nogeo/HBBTV/051397-002-A_EQ_1_VOA_01149702_MP4-1500_AMM-HBBTV.mp4



Es ist ähnlich wie Kinderarbeit, ein blindes Verbot ohne alternativen für die Betroffenen ist nicht hilfreich und leider Existenzbedrohend, es müssen zuerst Auswege geschaffen werden die der Zwangsprostitution die Grundlage entziehen.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti