Autor Thema: Tarifrunde  (Gelesen 18743 mal)

Krokos

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Tarifrunde 2008
« Antwort #15 am: 19:07:56 Mo. 31.März 2008 »
aber das beste kommt noch, obwohl durch diesen faulen Kompromis, auf den nur gelbe Gewerkschaften eingehen würden, die Lohnsteigerung minimal ist, drohen jetzt natürlich massive Erhöhungen bei den Gebühren für Müllabfuhr, etc...
Gerade bei T-Onlinenews gelesen...
Das ist ja nur noch Verarsche^^

regenwurm

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Tarifrunde 2008
« Antwort #16 am: 10:52:20 Mi. 02.April 2008 »
Zitat
Original Krokus  
aber das beste kommt noch, obwohl durch diesen faulen Kompromis, auf den nur gelbe Gewerkschaften eingehen würden, die Lohnsteigerung minimal ist, drohen jetzt natürlich massive Erhöhungen bei den Gebühren für Müllabfuhr, etc...  

Zitat
Beispiel Schauspielhaus Hamburg:
 Die Personalkosten steigen in den nächsten zwei Jahren um eine Million Euro. Der kaufmännische Direktor Jack Kurfess: "Das gefährdet uns in der Substanz. Dieser Betrag kann nur sehr schwer eingespart werden. Und selbst eine Erhöhung der Eintrittspreise würde das Problem nicht lösen. Wir sind dann auf ein Entgegenkommen der Stadt angewiesen."

Beispiel Stadtreinigung Hamburg:
 Kaum ein anderer städtischer Betrieb ist so personalintensiv. Fast 2500 Mitarbeiter profitieren vom Tarifabschluss. Für den Betrieb bedeutet das: 2008 rund fünf Millionen Euro mehr Personalkosten, 2009 noch einmal vier Millionen. Geschäftsführer Rüdiger Siechau: "Wir versuchen, die zusätzlichen neun Millionen Euro durch unser Effizenzprogramm reinzuholen. Betriebsbedingte Kündigung schließen wir aus. Gebührenerhöhungen für die Bürger wollen wir unter allen Umständen vermeiden - sie wären nur das allerletzte Mittel."

Azubis haben nichts vom Aufschwung
Die gut 1,7 Millionen Lehrlinge in Deutschland haben in den vergangenen Jahren vom Wirtschaftsaufschwung praktisch nichts abbekommen. Vor allem die Inflationsrate wurde bei der Vergütung nicht berücksichtigt.
Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.

Kollege1968

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Tarifrunde 2008
« Antwort #17 am: 21:15:09 Mi. 02.April 2008 »
sie verschachern die Ware Arbeitskraft und sind stets darauf bedacht Verhandlungspartner (= "im Geschäft") zu bleiben.

Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger, Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen, warum sollten ausgerechnet Volks- oder Arbeitervertreter aus der Art schlagen?

Warum sollten wir deshalb etwas von irgendeiner Gewerkschaft erwarten? Wir dürfen nur unserer eigenen Kraft vertrauen!!!
Kollege1968

kalle wirsch

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Tarifrunde 2008
« Antwort #18 am: 21:43:36 Do. 03.April 2008 »
Zitat
Original von Krokos
aber das beste kommt noch, obwohl durch diesen faulen Kompromis, auf den nur gelbe Gewerkschaften eingehen würden, die Lohnsteigerung minimal ist, drohen jetzt natürlich massive Erhöhungen bei den Gebühren für Müllabfuhr, etc...
Gerade bei T-Onlinenews gelesen...
Das ist ja nur noch Verarsche^^

@Krokos
Leider nicht nur Gebührenerhöhungen an allen Fronten, sondern auch viele Entlassungen bzw. keine Verlängerung von Arbeitsverträgen.
Da fragt man sich, ob ein so "hoher" Abschluß nicht kontraproduktiv war.
Allerdings hätte die Gewerkschaftsseite das eigentlich wissen und verhindern müssen. Aber die sitzen ja auch auf der sicheren Seite und gehören zudem noch zu den schlechtesten Arbeitgebern in Deutschland.

Krokos

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Tarifrunde 2008
« Antwort #19 am: 22:48:21 Do. 03.April 2008 »
ich sags jetzt mal so, gegen Stellenabbau wie bei Nokia jetzt der Fall kann man als Gewerkschaft wenig machen...
Gegen die Globalisierung kommen die Gewerkschaften nur an, wenn wir weltweit zusammenarbeiten...

aber ich sag mal, bei Stellenabbau der die Bahn oder bspw. die Müllabfuhr betreffen soll, wissen die Gewerkschaften teilweise garnicht wieviel Macht sie haben...
Ich mein, wohin wollen sie denn die Bahnstellen hinverlegen^^, schliesslich ist ja das Schienennetz in Deutschland... :P

Und jetzt ratet mal wieso soviel Druck von allen Seiten auf die GDL ausgeübt wird ;)


Da von seiten der Unternehmerschaft durch den ganzen Zeitarbeitsmist sowieso schon gegen die "soziale Partnerschaft" verstossen wurde, bin ich mittlerweile für einen Generalstreik.
Was sollen die machen, wenn wir das Land lahmlegen ?

ManOfConstantSorrow

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Re: Tarifrunde 2008
« Antwort #20 am: 12:35:08 Sa. 21.Februar 2009 »
Stillstand in Unis und Kliniken

Verdi ruft zu Warnstreiks in Staatsbetrieben auf


An den Münchner Universitäten, in den Universitätskliniken und in den Staatstheatern wird es am kommenden Donnerstag nur eingeschränkten Betrieb geben - und teilweise wird überhaupt nichts mehr gehen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten zahlreicher Einrichtungen des Freistaats für diesen Tag zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Mit diesem zweiten Streiktag in der laufenden Tarifrunde will die Gewerkschaft ihrer Forderung nach acht Prozent mehr Lohn und Gehalt für die Landesbediensteten Nachdruck verleihen.

Zu dem Ausstand aufgerufen hat Verdi die Arbeiter und Angestellten der beiden großen Münchner Universitäten, der Hochschule München und des Studentenwerks. In Streik treten soll auch das Pflegepersonal der Universitätskliniken in der Innenstadt, in Großhadern und rechts der Isar. Die Bühnenarbeiter und Verwaltungsangestellten in der Staatsoper, im Gärtnerplatztheater, im Residenztheater und im Prinzregententheater sollen ihre Arbeit verweigern, und die Richter am Amtsgericht und am Landgericht sowie die Finanzbeamten in den Finanzämtern sollen an diesem Tag ohne Verwaltungspersonal auskommen müssen. Je nach Wetterlage werden sich womöglich auch die Autofahrer rund um München auf nicht so gründlich wie sonst geräumte Straßen einstellen müssen: Zum Streik aufgerufen sind auch die Beschäftigten mehrerer Autobahn- und Straßenmeistereien.

Hunderte Streikende aus München werden mit von der Gewerkschaft gemieteten Bussen zur zentralen Verdi-Kundgebung nach Nürnberg fahren. jbb

http://www.sueddeutsche.de/658385/472/2768482/Stillstand-in-Unis-und-Kliniken.html
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ManOfConstantSorrow

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Re: Tarifrunde 2009
« Antwort #21 am: 11:38:15 Sa. 28.Februar 2009 »
Über 100.000 Landesbeschäftigte im Warnstreik

27.02.09 - Heute beteiligten sich wieder Zehntausende von Beschäftigten der Länder Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Saarland an Warnstreiks, Demonstrationen und Kundgebungen, um ihren Tarifforderungen Nachdruck zu verleihen: 8 Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr Lohn bei einer Laufzeit von 12 Monaten, und 120 Euro für Azubis sowie deren vollständige Übernahme. Schon am Mittwoch und Donnerstag waren bundesweit 65.000 Angestellte der Länder auf der Straße. In Hessen legte am Mittwoch ein Warnstreik Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen in größeren Städten wie Frankfurt/Main und Kassel lahm. Zu der größten landesweiten Kundgebung kamen am Donnerstag in Magdeburg 15.000 Beschäftigte, darunter 13 000 Lehrer, Erzieher und Hochschulangehörige.

Über die Demonstration in Dresden berichtet ein Korrespondent: "Laut Veranstalter betrug die Teilnehmerzahl 16.000 Leute, darunter hauptsächlich Lehrer, aber auch Polizisten und andere Angestellte des öffentlichen Dienstes.(...)

Viele empört, dass eine neu eingestellte Vollzeitangestellte mit zwei Kindern heute über 1.000 Euro netto weniger verdient als bisher ein verbeamteter Kollege. Rund 10.000 Teilnehmer zogen in Düsseldorf bei der zentralen Demonstration des DGB und des Beamtenbundes durch die Straßen.
(...)
Am morgigen Samstag wird in Potsdam für die 700.000 Angestellten der Länder weiter verhandelt. Die "Dienstherren" - die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) – hatten bei der letzten Verhandlungsrunde am 14. Februar von Juli an 4,2 Prozent mehr für 24 Monate geboten. Tatsächlich würde die Laufzeit dabei sogar 27 Monate betragen. Diese Lohnerhöhung würde nicht einmal die Inflation ausgleichen.

http://www.rf-news.de/2009/kw09/ueber-100.000-landesbeschaeftigte-im-warnstreik
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Tarifrunde 2009
« Antwort #22 am: 18:15:03 Di. 03.März 2009 »
Am Sonntag vereinbarten die Verhandlungsführer der Bundesländer und die Verdi-Führung eine Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst der Länder. Was der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) als "fairen Kompromiss" bezeichnet, wäre in Wirklichkeit ein fauler Tarifabschluss, der ohne den vollen Einsatz der gewerkschaftliche Kampfkraft zustande kam.

Allerdings mussten die Landesregierungen aufgrund der kämpferischen Initiativen der Verdi-Basis auch Zugeständnisse gegenüber den zunächst beabsichtigten minimalen Lohnsteigerungen machen. Das zeigt auch die Angst der Regierung vor harten Kämpfen im Wahljahr und in der Wirtschaftskrise.

Statt der geforderten Lohnerhöhung von 8 Prozent und mindestens 200 Euro im Monat bei einer Laufzeit von 12 Monaten sieht die getroffene Einigung lediglich eine dreiprozentige Erhöhung plus 40 Euro Sockelbetrag ab dem 1. März 2009 sowie eine weitere Erhöhung von 1,2 Prozent ab 1. März 2010 vor. Dafür entfällt allerdings künftig das Leistungsentgelt. Für die Monate Januar und Februar 2009 gibt es zusammen eine Einmalzahlung von gerade mal 40 Euro. Auszubildende erhalten 60 Euro ab 1. März 2009 und noch einmal 1,2 Prozent mehr ab 1. März 2010. Die längst fällige Anpassung der Löhne im Osten soll erneut auf den 1. Januar 2010 verschoben werden.
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ManOfConstantSorrow

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Re: Tarifrunde 2008
« Antwort #23 am: 12:53:50 Di. 10.März 2009 »
 "Die Gewerkschaftsbasis ist inzwischen daran gewöhnt, dass Gewerkschaftsspitze und Apparat Tarifabschlüsse schönrechnen und Niederlagen als Erfolg zu verkaufen. Aber die Art und Weise wie dieser Abschluss verkauft wird, enthält ein neues Maß an Dreistigkeit?"

http://www.netzwerk-verdi.de/fileadmin/Material/NwTVLEinigung2009-03-08.pdf
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ManOfConstantSorrow

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Öffentlicher Dienst: Beamtenbund streikbereit
« Antwort #24 am: 19:45:40 Di. 22.Dezember 2009 »
Zitat
Dresden — Drei Wochen vor Beginn der Tarifrunde im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen hat der Beamtenbund seine Streikbereitschaft bekräftigt. "Der Beamtenbund und die Gewerkschaft Verdi ziehen hier an einem Strang", sagte der Vorsitzende der Organisation, Peter Heesen, der "Sächsischen Zeitung". "Wir sind auf Streiks vorbereitet." Die Gewerkschaften gehen mit einer Forderung nach fünf Prozent mehr Gehalt in die Tarifverhandlungen, die am 13. Januar in Potsdam beginnen.

Heesen warnte die Arbeitgeber vor einem Ausstand unter anderem der Straßenwärter. "Auch die Krankenhäuser werden wir von einem Streik nicht verschonen, wenn es zur Sache geht. Und im öffentlichen Personennahverkehr sind wir ebenfalls gut aufgestellt." Vor allem vom Pflegepersonal der Krankenhäuser gebe es viele Klagen. "Die Arbeit dort ist wirklich zu einem Stressjob ausgeartet, weil die Belastung zu groß ist und ständig Stellen abgebaut wurden."
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hXzLhgiFklEFk3O48lPR5Jo6bYMQ

Wäre ja interessant, wenn eine solche Organisation zum Gesetzesbruch bereit wäre...
Beamte haben kein Streikrecht.
Mal sehen... wahrscheinlich eher heiße Luft...
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ManOfConstantSorrow

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Re:Tarifrunde
« Antwort #25 am: 13:40:59 Di. 26.Januar 2010 »
Streikankündigung in Stuttgart
Ein Tag ohne Bus und Bahn


Stuttgart - Reinhold Bauer, der Vorstandssprecher der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB), war am Donnerstag recht entspannt - trotz der Nachricht, dass Verdi am übernächsten Mittwoch, 3.Februar, einen ganztägigen Warnstreik im öffentlichen Dienst plant. Er gehe zwar davon aus, dass die SSB am Streiktag "den Verkehr vollkommen einstellen wird", ließ Reinhold Bauer gestern OB Wolfgang Schuster wissen. Seine Ruhe bezieht Bauer aber aus den Erfahrungen der vergangenen Streiks.

Bei der Tarifauseinandersetzung vor zwei Jahren hatte es mehrere Warnstreiks gegeben, an denen sich große Teile der städtischen Betriebe beteiligt hatten. Die SSB hatte damals an zwei Tagen ihre 164 Stadtbahnen und 270 Busse in den Depots lassen müssen. Das Chaos war weitgehend ausgeblieben, weil die meisten Bürger sich rechtzeitig auf den Streik eingestellt hatten. Die Menschen tun gut daran, jetzt wieder auf das Auto umzusteigen oder einen freien Tag zu nehmen. Immerhin die S-Bahnen dürften am Mittwoch fahren.

Die Beteiligung der Beschäftigten könnte dieses Mal sehr hoch sein. Denn jetzt bildet Stuttgart neben Bayern den bundesweiten Auftakt der Warnstreik-Woche. Da Verdi-Chef Frank Bsirske in Stuttgart sprechen wird, richtet sich die ganze Aufmerksamkeit wohl auf Stuttgart.

Noch ist offen, was bestreikt wird



Grundsätzlich könnten alle Bereiche der städtischen Verwaltung und der Tochterbetriebe betroffen sein, zum Beispiel auch die städtischen Pflegeheime oder das Jobcenter. "Wir haben noch keine Informationen, wer streiken wird", sagte Personalbürgermeister Klaus-Peter Murawski (Grüne) gestern: "Wir müssen aber vorbereitet sein, dass alle Bereiche dabei sein werden." Daneben müssen auch die Bürger in den Landkreisen Böblingen, Ludwigsburg und im Rems-Murr-Kreis mit Problemen rechnen. Näheres wollte Verdi-Bezirkschef Bernd Riexinger nicht sagen: Man habe die Beschäftigten bisher nur informiert und noch nicht offiziell zum Streik aufgerufen. In vielen Gemeinden dieser Landkreise und auch auf den Landratsämtern könnte es aber Probleme geben.

Unter Murawskis Vorsitz hat sich jetzt ein Streikteam gebildet, das dafür sorgen soll, zumindest die notwendigen Dienste aufrechtzuerhalten. Das Team habe leider, so Murawski, aufgrund der Streiks der vergangenen Jahre genügend Übung. Im Rathaus und in den Bezirksämtern werde es sicherlich Einschränkungen geben, doch in vielen Verwaltungsgebieten arbeiteten bei der Stadt noch viele Beamte, so dass Kunden nicht nur leere Amtsstuben vorfinden werden. Dennoch: "Wer nicht unbedingt muss, sollte nicht am Mittwoch ins Rathaus kommen", so der Rat Murawskis.

Eltern sollen vor Kita-Streik informiert werden



Bruno Pfeifle, der Leiter des Jugendamtes, kann bisher nicht sagen, welche Kindertagesstätten am kommenden Mittwoch geöffnet haben: "Ich habe keinerlei Einflussmöglichkeiten - wo die Beschäftigten streiken, wird die Kita zu sein." Das Jugendamt wolle aber dafür sorgen, dass die Eltern rechtzeitig von den Betreuerinnen informiert werden: "Es wäre verheerend, wenn ein Kind alleine in die Kita käme, und die Türen sind zu", so Pfeifle. Insgesamt ist der Amtsleiter entsetzt über die Ankündigung von Verdi. In den Kindertagesstätten war zuletzt im Frühjahr 2009 gestreikt worden. Damals waren Einrichtungen unterm Strich neun Wochen lang geschlossen: "Die Eltern waren extrem belastet", so Pfeifle.

Am Klinikum Stuttgart würden im Streikfall Notfällpläne vorbereitet; planbare Operationen könnten verschoben werden, die Notfallversorgung bleibt auf jeden Fall gesichert. Klaus-Peter Murawski hat aber noch keine Kenntnis, ob sich das Klinikum überhaupt am Streik beteiligt.

Abfuhr der Mülltonnen könnte verschoben werden



Beim Abfallwirtschaftsbetrieb Stuttgart (AWS) schließt die Sprecherin Annette Hasselwander derzeit nicht aus, dass die Abfuhr der Mülltonnen ausfällt. Da der Warnstreik aber nur einen Tag dauern soll, werde in diesem Fall die übliche Feiertagsregelung greifen: Die Abfuhr verschiebt sich dann in jener Woche um einen Tag.

Insgesamt arbeiten bei der Stadt Stuttgart und den Tochterbetrieben rund 19.000 Menschen - darunter 2700 bei den SSB, 5000 im Klinikum, 3800 im Jugendamt und 800 beim Abfallwirtschaftsbetrieb Stuttgart (AWS). Beim letzten Warnstreik im März 2008 hatten sich nach Angaben der Stadtverwaltung rund 2550 Beschäftigte am Warnstreik beteiligt.

Die Demonstration der streikenden Beschäftigten beginnt am 3.Februar um 11 Uhr und führt durch die Stuttgarter Innenstadt. Der Protestzug endet um 12 Uhr mit einer Kundgebung.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2357620_0_9223_-streikankuendigung-in-stuttgart-ein-tag-ohne-bus-und-bahn.html


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Kuddel

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Re:Tarifrunde
« Antwort #26 am: 10:51:36 Mo. 22.Februar 2010 »
Zitat
Schlichtung ist kein Hebel sondern Knebel

Das "Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di"  ist gegen eine Schlichtung von Tarifkämpfen, weil es Kompromissfähígkeit durch "unabhängige Schlichter" vorgaukelt. Aufgrund des unversöhnlichen Interessengegensatzes von Arbeitgebern und Arbeitnehmern kann es keine unabhängigen Schlichter geben.
Für die ver.di-Führung gehört das von ihr vereinbarte Schlichtungsabkommen mitsamt dem Einlassungszwang, der Geheimhaltungs- und Friedenspflicht zu ihrer undemokratischen Politik. Über den undemokratischen Charakter und knebelnden Charakters des Schlichtungsabkommens gbit der Originaltext des Abkommens Aufschluss
 
www.netzwerk-verdi.de/fileadmin/Material/Schlichtungsabkommen_2002_Material.pdf
 
Wir erinnern daran, dass ver.di in die Tarifrunde 2008 mit einer Forderung von 8% und mindestens 200 Euro mehr im Monat für alle gegangen ist. Der Schlichterspruch von Lothar Späth hat unsere Forderung halbiert auf 7,9% auf zwei Jahre (3,1% 2008 und 2,8% in 2009). Statt mindestens 200 mehr für alle, gab es nur 50 Euro. Die Arbeitszeit wurde um eine halbe Stunde erhöht, was einer Lohnsenkung um 1,2% entsprach.
Eine ausführliche Stellungnahme zum Schlichterspruch und zum Abschluss 2008 ist zu finden unter
 
www.netzwerk-verdi.de/81.0.html
 
Der Gipfel ist dass ver.di den früheren Oberbürgermeister von Hannover und Ehrenpräsident des Herbert Schmalstieg, also einen Vertreter des Arbeitgeberlagers, erneut zum Schlichter der Gewerkschaften ernennt. Späth und Schmalstieg haben uns 2008 den miserablen Schlichterspruch eingebrockt. Die enorme Kampfbereitschaft für einen besseren Abschluss blieb damals ungenutzt.
Das Netzwerk hat sich 2008 in einem Flugblatt gegen einen "Ausverkauf durch Schlichterspruch" gewandt und in diesem Flugblatt seine grundsätzliche und immer noch gültige Ablehnung von Schlichtungsverfahren in Tarifrunden erklärt. Nachzulesen unter
 
www.netzwerk-verdi.de/fileadmin/Material/NwFaltblattStgtSchlichtung200803.pdf
 
http://www.netzwerk-verdi.de/143.0.html#c1292

Kuddel

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Lachnummer!
« Antwort #27 am: 19:48:39 Do. 25.Februar 2010 »
Aussichtsreiche Schlichtung im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes: Die Angestellten bei Bund und Kommunen sollen rückwirkend zum 1. Januar 1,2 Prozent mehr Lohn erhalten. In den folgenden Jahren kommen kleinere Erhöhungen hinzu.

http://www.stern.de/wirtschaft/news/schlichterspruch-12-prozent-mehr-lohn-im-oeffentlichen-dienst-1546543.html

Kuddel

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Sie lachen...
« Antwort #28 am: 10:21:09 So. 28.Februar 2010 »

...weil sie die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes
in die Pfanne gehauen haben!