Autor Thema: Die Kirche als Arbeitgeber  (Gelesen 45645 mal)

Efeu

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #15 am: 20:58:25 Fr. 13.Juli 2007 »
Zitat
Original von geschfreak

Leider ist es bei der Kirche mit am schlimmsten siehe EEJ

 :aggressiv>

Wundert mich kein bisschen. Erinnert mich an frühere Zeiten, als die dem hungernden Volk die "Nächstenliebe" predigten und selbst Wein aus goldenen Kelchen soffen. Die Kirche ist einfach nur scheinheilig und falsch -spart sie euch.


ManOfConstantSorrow

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ManOfConstantSorrow

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #17 am: 13:09:50 Mi. 13.Februar 2008 »
Kapitalistische Diakonie

„Die Namen sind wohlklingend: "Bolero", "Auxilia", "Parat" oder "Dia Logistik". Es sind Leiharbeitsfirmen, mit denen gemeinnützige Unternehmen aus dem diakonischen Bereich ihre Lohnkosten um zehn Prozent und mehr drücken. Jetzt hat die Mitarbeitervertretung der Bremer Stiftung "Friedehorst" sich mit einer Petition an den Bundestag gewand und um Abhilfe gebeten…“
http://www.taz.de/regional/nord/bremen/artikel/?dig=2008%2F02%2F08%2Fa0266&src=UA&cHash=e10a48f80b


Kirchliche Sozialwerke am Scheideweg: McPflege auf evangelisch?

Jeder, der Familienangehörigen in Pflegeeinrichtungen unterbringen muss, stöhnt über die hohen Kosten. "McPflege" findet in der Realität statt, nur sagt es niemand so offen, weil das pietätslos wäre.
http://www.taz.de/regional/nord/bremen/artikel/?dig=2008%2F02%2F08%2Fa0269&src=UA&cHash=114f827e5a
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Die Diakonie steht auf - Kundgebung am 6. Mai 2009 in Bielefeld
« Antwort #18 am: 18:47:11 Di. 05.Mai 2009 »
„…Anstatt sich für eine faire Bezahlung einzusetzen verhindern die kirchlichen Arbeitgeber in den Arbeitsrechtlichen Kommissionen die Lohnerhöhungen, die in anderen Branchen und im öffentlichen Dienst schon längst gezahlt werden. Zur Erinnerung: Für die Arbeitsvertragsrichtlinien des Diakonischen Werkes der EKD gab es die letzte Lohnerhöhung im Juli 2004. In 2007 ist das Entgelt sogar im Rahmen der „Novellierung“ noch weiter abgesenkt worden, viele Kolleginnen und Kollegen bekommen heute noch eine Ausgleichszahlung (Besitzstand). Weitere Verschlechterungen können wir uns nicht leisten – ES REICHT! Wir brauchen eine kräftige Einkommensverbesserung! Wir brauchen endlich einen Tarifvertrag! Wir sind mehr wert! Kommt zur Kundgebung in die selbst ernannte „Hauptstadt der Diakonie“! Kundgebung am Mittwoch, den 6. Mai 2009, 12 bis 13 Uhr u.a. mit dem ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske vor dem Johanneswerk, Bielefeld-Schildesche“

http://www.labournet.de/news/2009/dienstag0505.html
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ManOfConstantSorrow

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Re: Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #19 am: 18:43:50 Do. 16.Juli 2009 »
In Hannover sollen verschuldete katholische Seniorenheime vom evangelischen Johannesstift übernommen und dabei die Löhne auf Ostniveau gesenkt werden. Nun ist die Aufregung groß. Artikel von Michael Quasthoff in der Taz-Hamburg vom 13.07.2009. Aus dem Text:
Zitat
Konfessionelle Übernahmen sind in Deutschland eher selten, doch das soll sich ändern. Wenn alles läuft wie geplant, werden im Spätsommer fünf defizitäre Heime plus eine ambulante Pflegestation der Caritas-Seniorendienste-Hannover gGmbH (katholisch) in den Besitz des Berliner Johannesstiftes (evangelisch) übergehen. Betroffen sind 580 Mitarbeiter und 530 Senioren. Die Protagonisten streiten heftig, ob es sich dabei um ein Schurkenstück oder eine ökumenische Romanze in Moll handelt. ..
http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/?dig=2009/07/13/a0109&cHash=fa78baab1e
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Re:Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #20 am: 17:43:11 Mo. 03.August 2009 »
Zitat
Kirche unterbietet KircheWarum in der Pflege noch immer keine gerechten Löhne bezahlt werden

In der Politik, im Sport, in der Wirtschaft – da wird mit harten Bandagen gekämpft, und wenn es nach Recht und Gesetz geht, kann man schwer etwas dagegen sagen. Aber in der Kirche, so die Hoffnung vieler, da geht es anders zu. Begriffe wie Lohndumping haben in dieser Welt nichts verloren, oder etwa doch?

In Hannover tobt zur Zeit ein Streit um fünf katholische Altenheime. Und nicht nur die Landesbischöfin Käßmann befürchtet, dass am Ende die kirchliche Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleiben könnte. Gottlob Schober berichtet.
http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=4965150/2hqfci/index.html
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Re:Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #21 am: 12:53:40 Di. 11.August 2009 »
Zitat
„Der Druck ist kaum auszuhalten!“

„Wie bereits berichtet, sollen die fünf Altenheime und der Ambulante Pflegedienst der Caritas Seniorendienste Hannover an das evangelische Johannesstift Berlin übergehen. Bevor dies geschieht, sollen mindestens 90 Prozent der Beschäftigten freiwillig auf 13 Prozent Gehalt verzichten – erst dann will das Johannesstift endgültig entscheiden, ob sie in Hannover einsteigen oder nicht. Die Methoden, mit denen die Chefs der Caritas Seniorendienste Hannover diese „freiwilligen“ Unterschriften der Beschäftigten unter neue abgesenkte Arbeitsverträge erreichen wollen, hat nichts mehr mit christlicher Ethik zu tun. „Die Stimmung und das Klima sind miserabel, es herrscht eine Angstkultur. Beschäftigte wagen nicht mehr an das Telefon zu gehen. Die Methoden, mit denen Druck ausgeübt wird sind unvorstellbar. Bis vor 4 Wochen hätten wir uns nicht vorstellen können, dass so mit Beschäftigten in einer katholischen Einrichtung umgegangen wird", so eine Mitarbeiterin, die ungenannt bleiben möchte…“
https://gesundheit-soziales.verdi.de/branchenpolitik/pflegeeinrichtungen
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ManOfConstantSorrow

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Beschäftigte des ev. Johanneswerkes kämpfen für höhere Löhne
« Antwort #22 am: 20:46:59 Mi. 19.August 2009 »
"Wir tanzen nicht nach Eurer Pfeife"


Rund 40 Beschäftigte mehrerer Einrichtungen des Evangelischen
Johanneswerks in Lüdenscheid und Umgebung sind gestern erneut
für mehr Lohn auf die Straße gegangen.


Wie schon Anfang Mai trafen sich die Mitarbeiter vor den Toren der Märkischen Werkstätten am Freisenberg. Regnete es damals noch in Strömen, lachte den Beschäftigten gestern die Sonne vom Himmel. Gleichwohl ist ihnen weiterhin nicht zum Lachen zumute.

Verhandlungen festgefahren

Denn: Schon seit dem vergangenen Jahr seien Verhandlungen über eine an sich längst überfällige Lohnerhöhung „festgefahren”, bedauerte Michael Pottgießer von der Verdi-Betriebsgruppe des Johanneswerks gestern vor Ort. Während die Löhne für soziale Arbeit anderswo in der Branche bereits deutlich gestiegen seien, weigerten sich die Arbeitgeber in der diakonischen Kommission derzeit beharrlich, Angebote vorzulegen, die mit den Vergütungen im Öffentlichen Dienst oder der Caritas vergleichbar wären.

War es im Mai noch ein handfester Streik, organisiert von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, kamen die Beschäftigten gestern alternativ zu einer „Aktiven Mittagspause” zusammen. Sie protestierten also außerhalb ihrer Arbeitszeit.

Immerhin: Der Streik vom Mai habe trotz entsprechender Drohnungen seitens der Arbeitgeber „bislang noch keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen” gehabt, berichtet Pottgießer. Faktisch habe man das Streikrecht also durchgesetzt. Und die Proteste sollen weitergehen - voraussichtlich Ende September, dann wieder als richtiger Verdi-Streik.

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/luedenscheid/2009/8/19/news-129857191/detail.html
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diakoniearbeiter

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Re:Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #23 am: 20:42:41 Fr. 11.September 2009 »
Die Diakonie hat nach 5 Jahren (!) endlich beschlossen, ihren Mitarbeitern eine Lohnerhöhung von 4 % zu gewähren. Grund dafür dürft nicht zuletzt die Warnstreiks u. die erneuten Aktionen während der Aktionswoche ab 22.09 sein, wo wieder gestreikt wird. Damit soll den Mitarbeitervertretern und der Gewerkschaft wohl der Wind aus den Segeln genommen werden. Allerdings sind wir auch nach dieser Erhöhung immernoch weit hinter dem öffentlichen Dienst u. anderen Wohlfahrtsverbänden. Mehr dazu findet Ihr unter dem folgenden link: http://gesundheit-soziales.verdi.de/kirchen_diakonie_caritas?searchBr=&x=18&y=9&branchenlist=0301
In Bielefeld findet am 23.09. eine Demo auf dem zentral gelegenen Jahnplatz statt. Wenn ich die Uhrzeit weiß, melde ich mich wieder.

diakoniearbeiter

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Re:Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #24 am: 20:53:49 Fr. 11.September 2009 »
......und noch ein kurzer Nachtrag: die Arbeitsgemeischaft der Mitarbeitervertretung sieht in der einseitig durch den Arbeitgeber beschlossenen Lohnerhöhung sogar einen "Generalangriff auf die Rechte der Diakoniebeschäftigten" nach "Gutsherrenart". Den sehr lesenswerten Artikel findet ihr hier:
http://www.ag-mav.de/cweb/home/index.html

Kuddel

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Re:Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #25 am: 19:03:24 Fr. 25.Juni 2010 »
Zitat
Arbeitgeber Kirche
Bei Kirchenaustritt Kündigung


Wenn Religion mehr als Privatsache ist: Nicht nur Pfleger und Erzieher im Dienste der Kirche riskieren ihren Job, wenn sie gegen die christlichen Grundsätze verstoßen.
http://www.sueddeutsche.de/karriere/arbeitgeber-kirche-bei-kirchenaustritt-kuendigung-1.963628

Strombolli

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Re:Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #26 am: 10:55:02 So. 27.Juni 2010 »
Ich glaube an eine gerechtere Welt. Etliches von dem was einem Mann namens Jesus oder ähnlich, in Sachen menschenwürdiges Leben umtrieb, kann ich nachvollziehen und unterstütze dies.

Dies machen viele. Viele schlossen sich zu einer sogenannten Kirche zusammen. Das erforderte Verwaltung ... Geld. Und schon hatten sie letztlich gegen die Überlieferungen ihrer Bibel (Moses, Jesus) verstoßen. Sie zogen in Kriege andere zu bekehren, logen um ihres eigenen irdischen Status willen, behinderten Kultur und Wissenschaft, mordeten und folterten um ihre Macht zu erhalten. Mit ihrem über Jahrhunderte bewahrten Bildungsmonopol legten sie für viele Generationen Verhaltensregen fest, die sich ins Unterbewusste einfraßen. Stets schlossen die Kirchoberen Frieden mit denen, die an der Macht waren. Natürlich gab es auch Menschen in der Kirche, die es für überaus fragwürdig hielten, sich von Sünden loskaufen zu können. Aber letztlich war es schon längst zum "Sündenfall" gekommen. Der eigentliche Gott hieß längst Geld und Macht.

Sind Katholiken deshalb so gut drauf und sorglos rotzig frech im Leben (jede Regel hat Ausnahmen!), weil sie daran glauben, sich von ihren Sünden loskaufen zu können?

Egal. - Jedenfalls haben die Kirchenverwalter längst mit ihrem ursprünglichen Gott gebrochen, leben nicht die überlieferten Tugenden von Moses und Jesus, sondern ergeben sich freudig dem Gott Mammon=Geld.

Und so erklärt sich auch das Verhalten aller kirchlicher Derivate, die von den oberen, irdischen Verwaltungsebenen kommen.
Natürlich sollte man sich aus einer solchen Kirche der Heuchelei und Lüge verabschieden, also austreten.

Aber den Glauben an eine bessere Gesellschaft, verbunden mit einem Leben wo genau daran im Realen, greifbar gearbeitet wird, das erscheint mir OK. Man kann sich auch Christ nennen. Ob man nun herauskehrt an einen anderen Gott zu glauben, als an Geld, ist erstmal egal.

Einen Gott zu personifizieren, ihm ein Bild zu geben, ist (abgesehen vom damit schon gemachten Verstoß gegen seine Regeln!) nur für einfache Menschen von vor zweitausend bis zur industriellen Revolution nachzuvollziehen.

Gott kann auch das Synonym für den Urknall sein oder für den unterschwelligen Konsens der Menschheit nach einem vernünftigen, erfüllten Leben oder für Fantasien des Zusammenhangs von Kosmos und Mikrokosmos ... wie auch immer.

Wichtig ist doch: Menschen sollten ohne anderes auszubeuten, vernünftig und erfüllt leben können! Das sollten sie eigentlich lernen. Die breite Masse sollte intellektuell endlich den Sprung von der vorindustriellen Feudalgesellschaft zur Infomationsgesellschaft mit viel weniger händischer Arbeit zur Kopfarbeit schaffen. Und damit natürlich auch ihre gesamte, bisherige Bewertung von Arbeit über Bord werfen und neu ausrichten.

Mit dieser Vision lebe ich, werde täglich aufs Neue enttäuscht ... als unbedeutendes, im allgemeinen Strom beengtes Sandkorn in der Wüste. Aber wer sagt, das diese Vision nicht eines fernen Tages zu irgendeiner positiv bewertbaren Wirklichkeit wird?   



 
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Ratrace

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Re:Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #27 am: 15:18:23 So. 27.Juni 2010 »
Wer aus der Kirche austritt, soll diesen Schritt eben überlegen, was ist denn daran so schwer? Diese ganzen Pappmaché-Agnostiker, die aus dem Laden austreten, weil sie es hip finden und in der Antifa neben dem Pali-Tuch auch die Konfessionslosigkeit zur Peergroup-Duftmarke gehört oder weil es später dann als Halbintellektueller chic und en vogue ist, sagen zu können, man sei konfessionslos, die dann aber rumnölen, weil sie keinen Job im Pflegebereich finden, haben dann eben Pech gehabt.

Wer als Konfessionsloser in einem kirchlichen Verein arbeiten will, ist sowieso schlecht beraten. Laßt die Toten ihre Toten begraben, laßt die Pharisäer unter sich sein. Ein bißchen Stolz und Attitüde darf man doch wohl von jemandem erwarten, der sich beispielsweise auch die Möglichkeit genommen hat, in der Stunde des Todes nach dem Pfaffen zu heulen. Natürlich geht das auch, aber eben das soll ja durchdacht werden. Leute, die ihre Einstellung zu grundsätzlichen Themen nach dem Wind drehen, sind mir zuwider.

Das Problem, daß zu viele soziale Einrichtungen unter der Fuchtel der Kirche sind, steht wieder auf einem anderen Blatt.
Das einzig Freie im Westen sind die Märkte.

Strombolli

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Re:Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #28 am: 15:34:35 So. 27.Juni 2010 »
Der Argumentation kann ich durchaus folgen, jedoch hat meine Frau es durch für diese Menschen zu arbeiten. Dabei ist zu 90% zu sagen, dass sie nichts mehr mit dem eigentlichen christlichen Gedanken zutun haben. Einen Pfarrer, wie ich ihn in der DDR (!) noch kennenlernen durfte, habe ich in den letzten Jahren vergeblich gesucht. Heuchler und Opportunisten, die ihre Berufung als Job sehen.

In meiner letzten Stunde, werde ich für minimale Zeit wahrscheinlich vor mir selbst stehen und mich fragen: Was hast du aus deinem Leben nun gemacht?
Familienvermögen an betrügerische Drecksäcke verloren, insgesamt zu gutgläubig für diese Welt gewesen, 2 Kinder in die Welt gesetzt, mehr als 25 Jahre mit ner Frau zusammengeblieben, nie in den "Westen" (also über Deutschland hinaus) gekommen [na und?], unzähligen Menschen seit 35 Jahren eine angenehme Zeit beschert, etlichen fiesen Menschen in die Suppe gespuckt ... usw. usw. - Da brauche ich eigentlich keinen Notkonfirmanden als Pfarrer, der eh nicht das ausdrückt was mich bewegt und was ich meiner Familie sagen würde. Wahrscheinlich nehme ich es vorher auf einen Datenträger auf, was ich über mich gesagt haben möchte.

Kirche als Arbeitgeber: Ein ganz böses Kapitel! - Auch sie haben es vergeigt.
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Re:Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #29 am: 15:53:03 So. 27.Juni 2010 »
Ich will Dir nicht zu tief reinkriechen, Strombolli, aber ich glaube, Du hast Dir auf dem Sterbebett nix vorzuwerfen, echt nicht. Jedenfalls nicht nach dem zu urteilen, was ich hier von dir bislang gelesen habe und zu kennen glaube.

Mein Ressentiment richtet sich klar gegen Kirchenaustreter, die es unüberlegt tun und auch nicht die Konsequenzen bedenken, die das hat. In meiner Jugend sind die Leute reihenweise ausgetreten, nur um dann, wenn es an einen Job ging, wieder einzutreten. Das finde ich erbärmlich.

Was mein Ableben angeht, so wünsche ich mir nur eines: Wenig Qual, viel Morphium und eine ausgefeilte, gut weiterentwickelte Palliativmedizin. Meine Verachtung für den Klerus ist, ich bin mir da sehr sicher, so sehr ausgeprägt, daß ich nicht der Versuchung erliegen werde, mir eine letzte Ölung verpassen zu lassen. Nee, ich bin da sehr sicher. Für gute Drogen würde ich aber sofort ein paar Jahre der Quälerei eintauschen.

OT: Ich wünschte mir übrigens gesamtgesellchaftlich mehr Nachdenken über Sachen wie Kirche und Glaube auch und gerade in den Momenten, wo plötzlich wieder diese grotesken Massenevents aufgeblasen werden, bei denen dann doch wieder jeder mitmacht. Wenn der Pope wieder mal irgendwo zu einem dieser Jugendtage kommt oder sonst etwas passiert, wo das Event total verschleiert, WER da eigentlich feiert und worum es geht. Zum damaligen Jugend-Kirchentag vor ein paar Jahren, wo Ratzinger anwesend war, möchte ich einfach mal wetten, daß die geforderte Keuschheit weniger vorherrschte als vielmehr ordentliches Gevögel, Pille und Kondom, und das ist erst mal gut so. Falls dem aber so gewesen sein sollte - bei tausenden Jugendlichen schwer anders vorstellbar - dann bitte: Wegbleiben, liebe Kinder, von so einem Event, macht lieber eure eigenen Parties, wo euch keiner diktiert, daß Verhütungsmittel vom Teufel seien.
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