Autor Thema: Die Kirche als Arbeitgeber  (Gelesen 45618 mal)

JohannesPaul

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Die Kirche als Arbeitgeber
« am: 19:19:47 Fr. 23.Mai 2003 »
Lohndumping mit Gottes Gnade
Vier amtierende und drei ehemalige Verfassungsrichter diskutieren über die Kirchen als rechtsfreie Räume

BERLIN taz  Es klingt nach Bananenrepublik, es passiert in Deutschland. Der zweitgrößte Arbeitgeber (nach dem Staat) muss sich nicht an das allgemeine Arbeitsrecht halten, ja nicht einmal die Grundrechte seiner Beschäftigten beachten: die Kirchen. In ihren Diensten stehen rund 1,3 Millionen Menschen - ohne Streikrecht, ohne Betriebsräte und mit ungewöhnlichen Loyalitätspflichten. Der Ex-Bundesverfassungsrichter Jürgen Kühling will das ändern.

Als Vorstand der Humanistischen Union, einer altehrwürdigen, aber auch etwas kirchenkritischen Bürgerrechtsorganisation, hat Kühling am Wochenende zum ersten Mal die "Berliner Gespräche zu Staat, Religion und Weltanschauung" organisiert - zur Kirche und ihrem Arbeitsrecht. Bisher haben Gesetzgeber und Gerichte das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen fast stets höher gewertet als entgegenstehende Rechte anderer. So darf die Kirche Beschäftigte entlassen, wenn sie aus der Kirche austreten, homosexuell sind, einen Geschiedenen heiraten oder Leserbriefe schreiben, die mit der kirchlichen Abtreibungspolitik nicht konform gehen.

Wenn es nach Axel von Campenhausen, dem führenden deutschen Staatskirchenrechtler, geht, soll sich der Staat auch künftig aus den inneren Angelegenheiten der Kirche heraushalten. "Wer Frauen als Priester will, soll evangelisch werden - aber nicht das bewährte Verhältnis von Staat und Kirche in Frage stellen", sagte er in Berlin.

Der Streit entzündete sich allerdings weniger an den rund 36.000 Geistlichen in Deutschland, sondern vielmehr an den über eine Million Beschäftigten in den Sozialeinrichtungen von Diakonie und Caritas. Hier könnten die Kirchen sicher eher abweichendes Verhalten akzeptieren, ohne dass ihre Glaubwürdigkeit leidet. "Die Gerichte haben bisher allerdings gegenüber den Grundrechten dieser Beschäftigten eine gewisse Blindheit an den Tag gelegt", kritisiert Kühling. Und Dieter Grimm, ebenfalls Exverfassungsrichter, schlägt vor, künftig die Rechte von Kirche und Beschäftigten im Einzelfall "abzuwägen". Derzeit gilt allenfalls eine Kontrolle auf grobe Willkür, wie der kirchennahe Arbeitsrechtler Gregor Thüsing erläuterte.

Sonderregeln gelten für die Kirche bisher auch im kollektiven Arbeitsrecht. Es sei mit dem kirchlichen Verständnis einer "Dienstgemeinschaft" nicht zu vereinbaren, so heißt es, Druck auf den Arbeitgeber auszuüben - weshalb kirchlich Bedienstete nicht streiken dürfen. Jetzt hat der Sparzwang auch die Kirchen erreicht. "Das Fehlen von Druckmitteln führt nun faktisch zu Lohndumping", kritisierte der Rechtsanwalt Bernhard Baumann-Czichon. Das Dumping strahle auf die ganze Sozialbranche aus, schließlich beträgt der "Marktanteil" kirchlicher Einrichtungen in der freien Wohlfahrtspflege rund 80 Prozent.

"Darf der Staat mit seinem Geld überhaupt Institutionen unterstützen, die die Grundrechte zurückdrängen?", fragte die amtierende Verfassungsrichterin Renate Jaeger provokant. Sie erinnerte daran, dass die öffentliche Hand den Kirchen rund 90 Prozent der Kosten ihrer Sozialeinrichtungen erstattet und nur ein kleiner Rest von ihnen selbst finanziert wird. Doch statt seinen Einfluss zu nutzen, reduziert auch der Staat lieber Kosten - und überlässt den günstigen kirchlichen Anbietern immer öfter das Feld. Veränderung, glaubt Kühling, wird darum erst eine Veränderung der Rechtsprechung bringen. " CHRISTIAN RATH (taz)

ManOfConstantSorrow

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #1 am: 00:22:12 Di. 30.März 2004 »
Zitat
Katholische Kirche in Hamburg will Millionen sparen

Hamburg (dpa/lno) - Die katholische Kirche im Erzbistum Hamburg will mit einem radikalen Sparprogramm ihre jährlichen Ausgaben um elf Millionen Euro senken. Das hat Erzbischof Werner Thissen nach einem Bericht des "Hamburger Abendblattes" (Dienstagausgabe) beschlossen. Allein die jährlichen Personalausgaben sollen um sieben Millionen Euro verringert werden. Dazu will die Kirche Fremdfirmen beschäftigen oder Ehrenamtliche zu kostenlosen Arbeiten - wie dem Säubern von Kirchen - heranziehen.

dpa/regioline vom 29.03.2004


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ManOfConstantSorrow

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #2 am: 17:31:33 Di. 23.August 2005 »
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg will Personalkosten sparen. Bisherige Anlehnung an öffentlichen Dienst nicht mehr erwünscht.
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ManOfConstantSorrow

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #3 am: 19:54:11 Mo. 19.September 2005 »
Große Unruhe unter den Friedehorster Beschäftigten - Friedehorst gründet Verleiharbeitsfirma „parat“
„Parat“ heisst die Leiharbeitsfirma, die Friedehorst – größter diakonischer Arbeitgeber in Bremen - im Juli als Mehrheitsgesellschafter zusammen mit kleineren diakonischen Einrichtungen gegründet hat. Die Geschäftsleitung begründet ihren Schritt mit der dringenden Notwendigkeit, Personalkosten einsparen zu müssen. Ursprünglich sollten über die Personalservice-Agentur kurzfristige Personalbedarfe in Friedehorst ausgeglichen werden. Jetzt wird die Einstellung bei „parat“ zum Regelfall, Einstellungen bei Friedehorst zur Ausnahme…“ Presseerklärung von verdi-Bremen vom 16.09.2005(pdf).
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ManOfConstantSorrow

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #4 am: 19:46:47 Fr. 25.November 2005 »
25.11.05
Allein in Niedersachsen will die größte evangelische Landeskirche von rund 20.000 Stellen über 6.500 streichen. Zahlreiche Bildungseinrichtungen, Kindergärten und Diakoniestationen sollen geschlossen werden. Kündigungen seien nicht ausgeschlossen. Auch die hessische Landeskirche will ihre Stellen um sieben Prozent kürzen. Anfang der Woche protestierten 700 Angestellte der evangelischen Landeskirche in Bayern gegen die dortige Stellenstreichung.
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ManOfConstantSorrow

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #5 am: 14:51:47 Mo. 22.Mai 2006 »
„…Die Diakonie ist damit nicht nur einer der größten Arbeitgeber überhaupt, sondern auch einer der größten Niedriglohn-Arbeitgeber. Für Arbeitsplätze in den W-Gruppen dürfte es jetzt schon so sein, daß das Netto-Gehalt kaum attraktiver ist als SGB-II-Leistungen. Fachkräfte wie Krankenschwestern, Altenpflegerinnen oder Erzieherinnen werden zwar noch relativ gut bezahlt im diakonischen Dienst. Aber auch für sie ist in allen Ländern eine Diskussion über die Absenkung der kirchlichen Tarifgehälter im Gange, im Bereich der Landeskirche Hessen-Nassau wurde sie schon umgesetzt. Deshalb könnte die Befürchtung schon zutreffen, daß man bald keine motivierten Bewerber mehr finden kann, falls die Hartz-IV-Leistungen nicht deutlich gesenkt werden…“

http://www.tacheles-sozialhilfe.de/forum/thread.asp?FacId=429230
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Magnus

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #6 am: 21:06:01 Sa. 27.Mai 2006 »
Ich habe den nicht ganz unbegründeten Verdacht, dass die Kirche Arbeitsleistung am liebsten als Spende entgegennehmen würde.
Und auch die Vermögensverhältnisse der Kirche gehen sowieso niemanden was an...
Wieso eigentlich nicht? ?(

ManOfConstantSorrow

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #7 am: 12:15:20 So. 18.März 2007 »
"An die Synodalen: Denkt daran, der liebe Gott sieht alles!"

So stand auf einem Transparent der 4500 Demonstrationsteilnehmer, die sich gestern in Stuttgart trafen, um gegen einen geplanten Lohnraub der evangelischen Diakonie zu protestieren. Mit der Übernahme der Bundes-Arbeitsvertragsrichtlinien soll eine Öffnung geschaffen werden, um die Löhne und Gehälter der Angestellten zu senken. Es war eine tolle Stimmung unter den Demonstranten. Die Teilnehmer waren aus ganz Württemberg gekommen. So wird von der evangelischen Kirche angestrebt, nicht mehr entsprechend der Ausbildung zu bezahlen, sondern nur noch nach Tätigkeitsmerkmalen. Ähnlich wie bei ERA in den Metallbetrieben. Neuregelung auch beim Weihnachts- und Urlaubsgeld. 50% sollen im November ausbezahlt werden, der Rest im Juli. Aber nur, wenn das Betriebsergebnis positiv ist. Nach Angaben der AG Mitarbeitervertretung sind Lohnkürzungen bis 400,00 Euro monatlich im Gespräch. Besonders betroffen sind v.a. die weniger qualifizierten Berufe: Küche, Putzfrauen usw. Aufruf einer Rednerin: "Nicht schlucken, Feuer spucken" .

(rf-news)
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Strombolli

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #8 am: 14:24:24 Di. 27.März 2007 »
Meine Frau ist seit Sept 06 arbeitslos. Ehemals Gemeindepädagogin.
Ihre Arbeit wird mehr schlecht als recht von einer oftmals kranken ehemaligen Kollegin übernommen.
Sparzwang, Mobbing und Einbeziehung der Pfarrersfrauen führten zur "betriebsbedingten Kündigung".
Resultat: Umzug, Trennung von den Kindern, Sozialtransfer, Ärger...

Wohin ich auch sehe. Immer wieder die gleichen Muster: Sparzwang, Entlassung, Verlagerung der Erarbeitung des Unterhaltes zu Sozialtransfer,
Verwaltung bleibt weitestgehend bestehen Unternehmen wird insgesamt als erfolgreich hingestellt und die kleinen Mitarbeiter fallen hinten herunter.

Das (eigentlich) unternehmerische Risiko wird an den Staat weitergereicht, dem man dann selbst auch weniger Steuern zahlen will.

Das kann alles auf Dauer nicht gut gehen!
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Kater

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #9 am: 14:19:24 Sa. 31.März 2007 »
lese gerade einen Artikel über das Mitbestimmungsrecht von Personalräten bei der Einstellung von Ein-Euro-Jobbern und stoße dabei auf folgende Institution  8o (lese ja viel, aber davon habe ich noch nie was gehört):

Zitat
im November hatte der katholische Arbeitsgerichtshof der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn ein Mitbestimmungsrecht für Ein-Euro-Jobber bei der katholischen Kirche und der Caritas abgelehnt.

Strombolli

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #10 am: 16:15:00 Sa. 31.März 2007 »
Es verwundert mich immer wieder, wieviele "Schreibtische" mit bezahlten Tätern dahinter in D so existieren.

Damit bestätigt sich die Aussage, dass wir viel zu viel Verwaltung haben, die Regeln absondert, welche ihre eigene Existenz rechtfertigen.

Ich glaube nicht, dass IM ERNSTFALL viel Recht für den kleinen Mitarbeiter bleibt. Weder bei den Evangelen, wie bei meiner Frau, noch bei den Katholen.
Schade eigentlich. Die 10 Gebote lehren etwas anderes!

Aber schon bspw. "Du sollst nicht begehren, Deines Nachbarn Hof... usw"
steht im krassen Gegensatz zu unserer Wirtschaftsordnung und ist deshalb eigentlich unvereinbar.

Deshalb ist auch der überwiegende Teil der CSU/CDU Polemik blanke Heuchelei und Doppelmoral.
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CiÄsEy

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #11 am: 15:28:11 Do. 07.Juni 2007 »
ich möchte doch auch einmal zu dem ersten Posting was sagen. In einem anderen Thread hab ich ja schon geschrieben, dass ich kirchlich sehr aktiv bin. Und zwar in der kath. Jugendarbeit. Ich bin ein Ehrenamtlicher der Kirche und ab und zu kriege ich etwas mit, von denen, die dort arbeiten.

Und ich kann nur sagen, dass es in den unteren Führungsbereichen ähnlich ist, wie in einem kleinen Handwerksbetrieb, wo der Chef meint, er sei der allmächtige Herrscher. "MAV (Mitarbeitervertretung=Betriebs-/Personalrat) braucht man nicht" und die Arbeit wird zum Teil genau so behindert, wie in großen Konzernen auch.
Der weitere Fehler: Laien werden zu Chefs gemacht. So ist der Kirchenvorstand zwar gewählt, setzt sich aber zusammen aus allen möglichen Bereichen. So fängt unten die Frustration an.

Und woran liegt das? An den Gesetzen. Wie im Ausgangsposting ja schon geschrieben wurde, macht Kirchens seine Gesetze selber. Kein parlamentarisches Gremium mit Oppositionen und großer Öffentlichkeit stimmt über die Gesetze ab. So werden die MAV'en immer noch schlechter gestellt, als die "normalen" Betriebsräte. Ein großer Sprung war es vor einigen Jahren, dass die Arbeit der MAV endlich als Arbeitszeit angerechnet wurde, sofern sie außerhalb der "normalen" Dienstzeit erfolgt. Was blieb einer MAV denn auch anderes übrig, als sich am Abend mit den MAV der anderen Gemeinden mal zu treffen? Hätten sie es während der Dienstzeit getan, hätten sie sich den Spott und Unmut der Chefin aussetzen müssen.
Auch das neue AGG (Gleichbehandlungs Gesetz) ist für die Kirchenmitarbeiter kein großer Wurf. So ist mal wieder Diskriminierung wegen der Religionszugehörigkeit erlaubt worden (§9 AGG).

Und warum? ich sehe ein, dass ein evangelischer Christ kaum katholischer Pfarrer werden kann. Auch gibt es bei leitenden Posten durchaus eine gewisse Loyalität, die es einzuhalten gilt und die man auch verlangen kann. Aber was ist ein Problem daran, wenn eine evangelische Erzieherin in einem katholischen Kindergarten arbeitet? Das einzige Problem kommt doch wohl nur dann auf, wenn die Kinder fragen, woher die Menschen kommen und man wider seines Gewissens die darwinistische Lehre verleugnen muss und mit Adam und Eva beginnen soll. Aber sonst? Gute Pädagogen kann man nicht am Glauben festmachen - jedenfalls nicht zwischen evangelisch und katholisch.

Schließlich macht man ja schon Ausnahmen, auch wenn sie total schräg klingen: Eine evangelische Erzieherin darf für ein Jahr in einem kath. Kindergarten arbeiten. Mehr nicht, da ist dann der Chef dagegen.

Ein Vorschlag wäre doch, ein Arbeitsgesetz für alle! Also wirklich ALLE. Und da darf man sich das beste von allen zusammenschreiben. Zum Teil sind die "Landespersonalvertretungs Gesetze" (noch) besser als das BetrVG. Natürlich nur, wenn unser NRW-Innenminister sie nicht wieder abschaffen oder auswaschen will ;-)
Die MAVO (MAV-Ordnung) sind dagegen ein Witz, also weg damit. Die Kirche muss sparen? Dann kann sie hier gleich anfangen. Sie spart sich damit einen ganzen Verwaltungsapparat und damit hat der Bischof dann auch mehr Zeit, weil er nicht in Konferenzen irgendwelche Gesetze ausknobeln muss. Und endlich dürfen auch die Geschiedenen wieder in der Kirche arbeiten. Und der arbeitslose evangelische Handwerker darf endlich den Hausmeister-Job in der St. Sowieso Gemeinde annehmen, für den sich gerade kein katholischer findet. Und die lesbische Reinigungsfrau auch.
"Wenn man schon auf der Titanic fährt, sollte man zumindest Hein Blöd nicht ans Ruder lassen" Aus: Stromberg
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"Man muss doch ein auch ein Unternehmen führen können ohne zu einem Arschloch zu mutieren" ("Julian Herzog", RTL-Serie "Alles was zählt")

Schraubenwelle

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« Antwort #12 am: 18:39:14 Do. 07.Juni 2007 »
Amen

Efeu

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #13 am: 18:56:30 Mi. 11.Juli 2007 »
Was haltet ihr von der ACK-Klausel?

"Die ACK-Klausel gilt bindend für leitende Mitarbeiter/innen und Mitarbeiter/innen die in die Mitarbeitervertretungen gewählt werden wollen/sollen, ansonsten gilt sie als Zielvorstellung. Darüberhinaus gilt Sie aber noch weiter: Sie gilt auch für Mitarbeiter/innen, die (bei der Einstellung) einer ACK-Kirche angehörten, diese aber später aus welchen Gründen auch immer verlassen möchte. Ein solcher Austritt wird als grobe Dienstpflichtverletzung gesehen und kann zur fristlosen Kündigung führen." (Zitat von hier.)

Für mich ein grober Verstoß gegen das Antidiskriminierungsgesetz. Zugehörigkeit zu irgendeiner Religion sollte in keinem Fall Kriterium für einen Arbeitsplatz sein.
Finde es ohnehin unmöglich, dass man z. B. in einem sozialen Beruf fast immer gezwungen ist, in der Kirche zu bleiben (sehr viele Krankenhäuser sind z. B. "christlich" geführt). Und das obwohl so viele Verbrechen auf das Konto der Kirchen gehen (http://www.kirchenopfer.de) -hiervon ganz zu schweigen...

geschfreak

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Die Kirche als Arbeitgeber
« Antwort #14 am: 21:56:39 Mi. 11.Juli 2007 »
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Zitat
Katholische Kirche in Hamburg will Millionen sparen

Hamburg (dpa/lno) - Die katholische Kirche im Erzbistum Hamburg will mit einem radikalen Sparprogramm ihre jährlichen Ausgaben um elf Millionen Euro senken. Das hat Erzbischof Werner Thissen nach einem Bericht des "Hamburger Abendblattes" (Dienstagausgabe) beschlossen. Allein die jährlichen Personalausgaben sollen um sieben Millionen Euro verringert werden. Dazu will die Kirche Fremdfirmen beschäftigen oder Ehrenamtliche zu kostenlosen Arbeiten - wie dem Säubern von Kirchen - heranziehen.

dpa/regioline vom 29.03.2004

Kommentar erübrigt sich.

Leider ist es bei der Kirche mit am schlimmsten siehe EEJ

 :aggressiv>
MFG

geschfreak