Autor Thema: Taxi  (Gelesen 4276 mal)

verdifreundin

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Taxi
« am: 07:10:05 Fr. 01.Februar 2008 »
ich habe vor einiger Zeit einen Job in einem Taxi Unternehmen angeboten bekommen.Man sagte mir dort,das es Gehalt in dem Sinne nicht gibt.Sondern nur auf Erfolgsbasis gezahlt würde.was ist da dran,und wieviel  verdinet man denn da tatsächlich???Ich  möchte es im nachhinein nur aus reiner Neugier wissen.Ist taxi fahren ein Knochenjob wie man so sagt,oder was kann man darüber schreiben???

verdifreundin

regenwurm

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Taxi
« Antwort #1 am: 08:40:05 Fr. 01.Februar 2008 »
Zitat
Original verdifreundin
Ist taxi fahren ein Knochenjob wie man so sagt,oder was kann man darüber schreiben???  
Mir fällt nur Negatives ein:
Wenig Lohn auf der Kralle, Gefährlicher Job (Überfall, Ansteckungsgefahr, Arbeitszeiten, vorwiegend sitzende Tätigkeit (Rückenunfreundlich), ewige Warterei und muß Mensch sich die Sorgen der Leute anhören (obwohl für einige Super um Land und Leute kennen zu lernen).

Das Taxi-Portal
Das System macht keine Fehler, es ist der Fehler.

verdifreundin

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Taxi
« Antwort #2 am: 11:05:01 Fr. 01.Februar 2008 »
Ach du je!ich denke ein Taxi Fahrer weiß dann auch nie was er im Monat so haben wird???Kein Fixum??

verdifreundin

SyndikalistHB

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Taxi
« Antwort #3 am: 15:55:01 Sa. 02.Februar 2008 »
TaxifahrerInnen werden sehr schlecht bezahlt oder fahren für eine miese Provision, ca 40 %. Das ist der Grund, warum viele Taxifahrer nicht gut drauf sind, wenn sie am Bahnhof stundenlang warten und der Fahrgast dann nur eine kurze Strecke fährt...Rechnet man dies in Stundenlöhne um, dann kommen etwa 5 bis 7 Euro Brutto die Stunde bei raus. Wird nach Stundenlohn bezahlt, dann kommt ungefähr der selbe Betrag bei raus, aber nach Stundelohn fahren ist viel stressfreier! In größeren Städten aber leider unwahrscheinlich. Auf Provision fahren heißt auch mehr Risiko im Strassenverkehr, da du quasi deinem Lohnanteil hinterherjagst.  :evil:
Wenn du es irgendwie mit dem Rücken hast, vergiß es! Spätestens nach ein paar Jahren hast du die Taxifahrerkrankheit: Beim Aussteigen die ersten Schritte im Wackelgang zurücklegen...Wenn du sportlich bist, ist es kein Problem.
Eine erste große Hürde ist jedoch der Preis des Taxenscheins, den du brauchst, der liegt bei mehreren 100 Euro. Du mußt einen Idiotentest über dich ergehen lassen, Blut und Urin abgeben - ist also auch nicht gerade würdevoll. X(
Im Taxenbereich gibt es so gut wie keine ArbeiterInnenorgansiation, und die Chefs regieren oft wie Fürsten. Das hat auch zur Folge, dass die Löhne den steigenden Lebenshaltungskosten nicht angepasst werden! Der Reallohn sinkt dadurch ständig, wie wir alle in den letzten Wochen anhand der Preissteigerungen bei den Lebensmitteln wieder vor Augen geführt bekommen haben. :aggressiv>

Die Kundschaft ist sehr unterschiedlich, du lernst alles mögliche an Leuten kennen. Meistens ist es freundlich, aber manche benutzen dich als Mülleimer für ihren Rededrang: Du bist schließlich NUR eine Taxifahrerin, da denken viele, sie dürfen das! Aber das hängt auch stark davon ab, wo du fährst.
Die Trinkgelder sind seit Einführung des Euro stark zurückgegangen - es ist wirklich nicht mehr viel.

Vorteile: :)

Wenn du gerne Auto fährst ist es klasse.
Du kannst dich u.U. häuslich einrichten: Musik, Essen, Lesen, Laptop, kleines Fernsehgerät...
Wenn du gerne liest, vergeudest du für dich persönlich nicht alle Zeit, wenn du mit deinem Taxi stehst (Gilt aber eher für Stundelohn - für Studies ist es klasse)
Du kommst wirklich rum, und der Arbeitsplatz samt Aussicht wird nicht langweilig.
Du lernst viele Lebens- und Arbeitsbereiche etwas von innen kennen: Krankenhaus, Dialyse, Schulen, Kindergärten uam.
Es ist nicht wirklich Schwerstarbeit, besser als am Band zu stehen oder zu kellnern.

Als Frau kannst du Pech haben, und bist vor Diskriminierung kaum geschützt, aber das ist sehr unterschiedlich. Solltest du nachts fahren, solltest du selbstbewußt, mental robust und verbal schlagfertig sein!
Die Kollegenschaft kann von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich sein. Als Frau bist du aber meist in der Minderheit.

Wenn du auf Provision fährst, kannst du nur auf Erfahrungswerte rechnen, wieviel du im Monat so einfährst. Und auch das kann dauern, einen Gesamtwert zu ermitteln, da es saisonale Unterschiede gibt. ?(

Ich hoffe, dir ist mit diesem Überblick einigermaßen geholfen.

ManOfConstantSorrow

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Taxi
« Antwort #4 am: 13:27:03 Mi. 13.Februar 2008 »
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

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Re: Taxi
« Antwort #5 am: 19:01:31 Di. 13.Januar 2009 »
Taxler-Streik wird verschoben

10.01.09

München - Der geplante Taxler-Streik am Flughafen fällt aus! Viele Taxler wollten eigentlich am Montag keinen Finger rühren.

Der Grund: Die ihrer Meinung nach „viel zu hohen Stellgebühren“ der Betreiberfirma Isarfunk. Was aber nicht bedacht wurde: Genau zu diesem Zeitpunkt findet die Baumesse in München statt. „Daher haben wir uns entschieden, den Streik zu verschieben“, erklärt Taxler Mehdi Schahrki. Es sei nicht fair, nun ausgerechnet die Gäste aus aller Welt, die zur Baumesse wollen, am Flughafen stehen zu lassen. Der Streik sei aber nicht vom Tisch. „Wir werden uns dieses Wochenende treffen und einen neuen Termin festlegen“, so Schahrki.

Die Taxler müssen am Flughafen unter anderem 243,95 Euro monatlich an Standgebühr zahlen, um auf Gäste warten zu dürfen.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

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Re: Taxi
« Antwort #6 am: 10:00:17 Di. 31.März 2009 »
Zitat
Johannesburg
Taxifahrer in WM-Land Südafrika streiken
Ein Streik hat die Strassen in Südafrikas Wirtschaftszentrum um Johannesburg am Morgen über mehrere Stunden weitgehend lahmgelegt. Im Township Soweto kam es am Rande des Streiks der Sammeltaxi-Fahrer zu Schiessereien und anderen Gewalttaten.

Mindestens ein Busfahrer wurde verwundet, als er Passagiere aufnehmen wollte. Zudem wurde nach Polizeiangaben auf Pendler geschossen, die in einen Zug steigen wollten. Auch Steine flogen gegen die Passagiere.


Ein Streik hat die Strassen in Südafrikas Wirtschaftszentrum um Johannesburg am Morgen über mehrere Stunden weitgehend lahmgelegt. Im Township Soweto kam es am Rande des Streiks der Sammeltaxi-Fahrer zu Schiessereien und anderen Gewalttaten.
Mindestens ein Busfahrer wurde verwundet, als er Passagiere aufnehmen wollte. Zudem wurde nach Polizeiangaben auf Pendler geschossen, die in einen Zug steigen wollten. Auch Steine flogen gegen die Passagiere.
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Zahlreiche Schulen und Läden blieben aus Furcht vor Übergriffen geschlossen. Tausende Pendler kamen zu spät zur Arbeit. Die Polizei war mit 600 Beamten im Einsatz und setzte auch Gummi-Geschosse ein, um blockierte Knotenpunkte für den Verkehr zu öffnen.

Der Streik der Sammeltaxi-Fahrer richtete sich gegen die Konkurrenz durch ein neues Bussystem, das im Vorfeld der Fussball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr eingerichtet werden soll. Die Mini-Busse stellen bisher das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs in Südafrika dar. (sda)
http://www.azonline.ch/pages/index.cfm?dom=113&rub=100004699&arub=100211487&orub=100211474&osrub=100211487&Artikel_ID=102064937
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ManOfConstantSorrow

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Re: Taxi
« Antwort #7 am: 10:04:01 Di. 31.März 2009 »
Zitat
Flughafen Tegel
Taxifahrer drohen mit Streik gegen Qualitätszuschlag

Dienstag, 24. März 2009 00:01  - Von Markus Falkner

Taxifahrer, die am Flughafen Tegel Gäste mitnehmen wollen, müssen künftig mehr dafür bezahlen.
Taxifahrten vom Flughafen Tegel sollen für Fahrgäste vom 1. Juli an um 50 Cent teurer werden. Das Geld fließt jedoch nicht in die Kassen der Taxifahrer. Mit den zusätzlichen Einnahmen werden nach derzeitigen Planungen sechs Arbeitsplätze finanziert. Die Mitarbeiter sollen die Einhaltung verschärfter Qualitätsstandards kontrollieren, auf die sich die Innung des Berliner Taxigewerbes, der Taxi Verband Berlin-Brandenburg (TVB) und die Flughafengesellschaft verständigt haben. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung befürwortet die Pläne. Unter anderem geht es um Sauberkeit, Fahrzeugausstattung, aber auch Sprachkenntnisse. Der Taxiplatz-Betreiber Q-Park hat bereits alle laufenden Verträge gekündigt. Wer nach dem 1. Juli in Tegel Fahrgäste aufnehmen will, muss sich vom 1. April an neu registrieren lassen.


Mehr Qualität zum vergleichsweise kleinen Preis – alles bestens also für Fahrgäste und Taxifahrer? „Nein“, sagt jetzt die dritte Branchenvereinigung, der Landesverband des Vereins TaxiDeutschland. Vorsitzender Stephan Berndt spricht von „Abzocke“. Statt derzeit 70 Euro jährlich verlange der Q-Park künftig 50 Cent bei jeder Zufahrt zum Flughafen. Dadurch würden die Kosten für die Unternehmen im Schnitt um das Zehnfache steigen. Berndt fordert die Taxifahrer in Tegel zum Boykott der neuen Regelungen auf, droht sogar mit Streik am Flughafen. Nach eigenen Angaben könnte sich der Konflikt auch auf andere deutsche Airports ausweiten. TaxiDeutschland habe bereits erste Informationen erhalten, dass auch die Unternehmer in anderen Städten bereit sind, solidarisch zu streiken, weil sie befürchten, dass eine solche Kostenerhöhung Signalwirkung für andere Flughafengesellschaften hat.
Ein Hintergrund des Streits der Branchenvertreter: Seit Jahren sind die verschiedenen Verbände des Taxigewerbes zerstritten. Zum Zeitpunkt der Verhandlungen über die Gebühr in Tegel befand sich TaxiDeutschland gerade in einer Neugründungsphase und saß nicht mit am Tisch. Später eingereichte Vorschläge seines Vereins seien nicht berücksichtigt worden, kritisiert Berndt und fordert Nachverhandlungen mit dem Senat.
Für TVB-Geschäftsführer Detlev Freutel ist das Säbelrasseln des Konkurrenzverbandes keine Überraschung. Berndts Rechnung hält er für blanken Populismus. Von steigenden Kosten könne keine Rede sein, wenn die Fahrer 50 Cent bei der Zufahrt bezahlen und 50 Cent vom Fahrgast bekommen. Freutel befürwortet ausdrücklich härtere Qualitätsstandards, auch um schwarzen Schafen in der Branche den Boden zu entziehen. So sollen alle Taxifahrer in Tegel unter anderem verpflichtet sein, jede Fahrt – also auch kürzere Touren – anzunehmen. Derzeit würden viele Fahrer nicht lukrative Fahrten ablehnen und die ankommenden Berlin-Besucher damit vor den Kopf stoßen, kritisiert Freutel. Zudem soll in allen Flughafentaxis bargeldlos bezahlt werden können. Fahrer, die sich nicht an diese Regeln halten, sollen zumindest zeitweise vom Flughafenverkehr ausgeschlossen werden können.

 
http://www.morgenpost.de/berlin/article1060297/Taixfahrer_drohen_mit_Streik_gegen_Qualitaetszuschlag.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!