Autor Thema: Gemeinsam sind wir stärker  (Gelesen 80885 mal)

schwarzrot

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #45 am: 13:47:59 So. 27.April 2008 »
Zitat
matten:

so gibt es schon Erfahrung..mit Begleitung zum Amt
Habe sehr gute erfahrung damit gemacht!

Es kommt u.u. immer etwas darauf an, wie die person ist, die dich begleitet.
Du musst der arge/amt nicht mitteilen woher deine begleitung kommt: Auf nachfrage klarmachen, dass die begleitung nicht mit dir verwandt/bedarftsgemeinschaft ist, erhöht die unsicherheit der/des betroffenen SB's.
Wenn die begleitung nicht ein(e) expertin der örtlichen erwerbslosenini ist, reicht es, wenn die begleitung konsequent schweigt aber notizen macht.
Auch deine eigene sicherheit steigt bei begleitung, vor allem wenn du merkst, dass dein(e) SB nun plötzlich ganz vorsichtig ist.

-Immer (scheiss-)freundlich bleiben.
-eine ablehnung deiner begleitung ist theoretisch in ausnahmefällen möglich, muss aber dann schriftlich begründet werden (diese schreibarbeit wird kein(e) SB gern machen).
-Alles was deine begleitung sagt gilt als hättest du es gesagt, also ist es taktisch besser du führst das gespräch und lässt dir es von der SB auch nicht abnehmen.
-es ist besser die SB redet als ihr, gezielt nachfragen wenn schonmal deine zeugen dabei sind!
"In der bürgerlichen Gesellschaft kriegen manche Gruppen dick in die Fresse. Damit aber nicht genug, man wirft ihnen auch noch vor, dass ihr Gesicht hässlich sei." aus: Mizu no Oto

Wieder aktuell: Bertolt Brecht

flipper

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #46 am: 15:27:03 Do. 01.Mai 2008 »
schlage vor, das forum so umzubennen. der bisherige forumsname trifft die militanz und unzivilisiertheit der ARGE-staatsterroristen gegen erwerbslose nicht und einige hilfesuchende könnten die intention derart missverstehen, dass sie auf fast immer dem amt zuarbeitende sozialarbeiter oder 1€-caritas und ähnliche dödel als "begleitpersonen" vertrauen. und ich weiss nicht ob so ein dissidentenforum wie das hier worte und begriffe aus dem BRD-unrecht "SGB" übernehmen sollte  8) diese worte (sprachbegriffe) haben schlaue köpfe des gegners erfunden, eingeführt und beinhalten genau die vorstehend kritisierte intention. der sprachhoheit sollten wir nicht folgen. sonst kommt das dabei raus:
http://www.chefduzen.de/thread.php?postid=135363#post135363
http://www.chefduzen.de/thread.php?postid=135368#post135368

ich finde die gefahr sollten wir ausschliessen. verwendet ein hilfesuchender beim rumtelefonieren das wort "geleitschutz" dann sortieren sich derartige, unfähige und möglicherweise gefährliche "begleiter" gleich selbst aus ;)

wenns zu militärisch klingt... "Begleitschutz" ?
"Voting did not bring us further, so we're done voting" (The "Caprica Six" Cylon Model, BSG)

hanni

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #47 am: 15:56:04 Do. 01.Mai 2008 »
Pullerwurscht, wie wir es nennen, Hauptsache, es geht sich irgendwas zusammen =)

"Geleitschutz" klingt so,
als ob man Mr. Kamov und Mrs. Katjuscha dabeihätte ;),
was meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig wäre :)

beppo

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #48 am: 16:48:59 Sa. 10.Mai 2008 »
Bin in Heidelberg/Mannheim als Beistand dabei bzw. könnte vielleicht mal jemand als solchen brauchen.

Sektsauferle

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #49 am: 14:30:49 Fr. 23.Mai 2008 »
ich habe jemand, der dringend ne hilfe/begleitung zum amt bräuchte, und zwar raum ludwigsburg.
haben wir da jemand?

ich werde den sprit nicht haben, ist n bißchen weit und ich weiß noch nicht, ob ich nächste woche wieder arbeite und zeit habe.


hilfeeeeeeee :(
In Memory of Menschenrechte !!!

milly

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #50 am: 13:25:15 Sa. 24.Mai 2008 »
bin auch dabei und biete meine Begleitung in Hamburg an - gegen Fahrtkosten.

lg
milly

deutscher Michel

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #51 am: 18:38:31 Sa. 24.Mai 2008 »
Zitat
»Mit Begleitschutz verlaufen Gespräche entspannter«

Hartz-IV-Empfängern soll für Behördenbesuche Unterstützung angeboten werden. Eine bundesweite Kampagne. Ein Gespräch mit Pia Witte
Interview: Gitta Düperthal

Pia Witte ist Sprecherin der AG »soziale Politik« in der Linkspartei Leipzig


Das Aktionsbündnis Sozialproteste (ABSP) hat gemeinsam mit anderen Erwerbsloseninitiativen eine bundesweite Kampagne »Begleitschutz« ins Leben gerufen. Kein Betroffener soll Termine bei den diversen Ämtern mehr allein durchstehen müssen. Der Begleitschutz wird in Leipzig mit Unterstützung der Linken umgesetzt. Warum ist das notwendig?

Viele bekommen Angstzustände, Schweißausbrüche und weiche Knie, wenn sie eine Einladung zum persönlichen Gespräch von ihrem Arbeitsvermittler oder der Leistungsabteilung im Briefkasten finden. Die Erfahrung zeigt: Die Gespräche verlaufen entspannter und enden oft mit einem besseren Ergebnis, wenn ein neutraler Dritter zwischen Sachbearbeiter und Bürger moderiert. Zudem ist die Begleitschutzkampagne eine Gelegenheit für linke Politiker, sich konkret und sichtbar um die Sorgen sozial benachteiligter Menschen zu kümmern. Ich leite hier in Leipzig eine Beratungsstelle im Zentrum für Integration e.V. Bereits vor Hartz IV haben wir Betroffene begleitet – zu Zeiten, als es die Sozialhilfe noch gab. Unsere Erfahrung ist, daß sie so besser zu ihrem Recht kommen. Auch die Sachbearbeiter sind oft froh, wenn wir dabei sind, weil Konflikte so einfacher zu lösen sind.


Welche Kommunikationsschwierigkeiten gibt es?

Arbeitsentgeld-II-Empfänger, die viele Erniedrigungen erleben mußten, sehen in dem Sachbearbeiter den Vertreter des Staates, der sie über die Hartz-IV-Gesetze in die Bredouille gebracht hat. Die Mitarbeiter versuchen indes klarzustellen: Wir haben die Gesetze ja nicht gemacht, wir setzen sie nur um und machen bloß unseren Job. Zwischen diesen Spannungspolen kann keine problemorientierte Lösung stattfinden. Ständig wird aneinander vorbeigeredet. Mit einem kompetenten Moderator kann es gelingen, diese aufgeladene Situation sachlich zu gestalten.


Wie setzen Sie das Konzept zusammen mit der Linken in Leipzig konkret um?

Die Linke kommt mit ins Boot, weil ich nicht nur beim Aktionsbündnis Sozialproteste engagiert, sondern auch eine der beiden Sprecherinnen der AG Soziale Politik der Linken bin. Deshalb gibt es über den kleinen Dienstweg materielle, personelle und ideelle Unterstützung. Wir verteilen Flugblätter, Mitglieder der Linken tragen die Aufbauarbeit mit. Ziel ist aber, eine Erwerbslosenselbsthilfe-Organisation ins Leben zu rufen, die als außerparlamentarische Bewegung die Linke befruchtet. Wir werden Erwerbslose schulen, damit sie die Moderation bei der ARGE kompetent wahrnehmen können.


Nennen Sie bitte ein krasses Beispiel für Amtsmißbrauch …

Eine alleinerziehende Mutter hatte zwei Monate keine Leistungen erhalten. Ihr Fortzahlungsantrag war vom Amt offenbar verschlampt worden. Drei Tage vor Weihnachten 2007 hatte sie immer noch kein Geld. Bei Nachfragen wurde sie bereits am Empfangstresen der ARGE abgewimmelt. Als ich dabei war, gelang es, direkt zur Leistungsabteilung vorzudringen und eine sofortige Barauszahlung zu erreichen. Der Knackpunkt: Wenn wir diese Probleme solidarisch angehen, zahlt es sich aus.


Klappt das immer?

Kann das Anliegen mit Beistand nicht durchgesetzt werden, tritt die zweite Stufe in Aktion. Dann kommt die Begleitschutztruppe: acht bis zehn Beistände, möglichst mit der Presse. Wir machen deutlich, daß wir nicht hinnehmen werden, daß gesetzlich zustehende Leistungen rechtswidrig vorenthalten werden. Es ist wichtig, die ARGEN wieder zum angstfreien Raum zu machen. Damit die Gespräche nicht mehr anonym im stillen Kämmerlein stattfinden, sondern Öffentlichkeit geschaffen wird.

http://www.jungewelt.de/2008/05-24/042.php
"Unsichtbar macht sich die Dummheit
indem sie massenhaft auftritt"

Bertolt Brecht

Laverlaver66

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #52 am: 18:40:17 Mo. 26.Mai 2008 »
Bin nu hier und ich möchte mich als Begleiter zum Amt im Raum Backnang/Waiblingen melden.



@sektsauferle: dein H-Ruf wurde soeben erhört


Lg LL
Könntest du schwimmen, dann wärst "ned ersoffen" Der Spruch macht MUT

hanni

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #53 am: 11:11:00 Mi. 28.Mai 2008 »
Ich bräuchte für eine Bekannte jemanden aus dem Bereich Hamm

Sektsauferle

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #54 am: 12:46:11 Mi. 28.Mai 2008 »
Zitat
Original von Laverlaver66
Bin nu hier und ich möchte mich als Begleiter zum Amt im Raum Backnang/Waiblingen melden.



@sektsauferle: dein H-Ruf wurde soeben erhört


Lg LL

habs vernommen, danke :froehlich>

hat sich aber leider seither nicht gemeldet, ich geb bescheid :(
In Memory of Menschenrechte !!!

Agent0815

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #55 am: 11:09:27 Mo. 16.Juni 2008 »
Ich geh gern mit.. in DO!

Gästin

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #56 am: 15:57:00 Mo. 16.Juni 2008 »
Im ELO-Forum gibt es eine sehr kompetente
Frau aus Ludwigsburg, die auch unter dem Namen
Ludwigsburg schreibt. Sie könnte sicher helfen.

ProgressiveProletarian

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #57 am: 15:37:25 Do. 19.Juni 2008 »
Ich könnte Begleitung und Unterstützung im Süden Berlins und in Potsdam anbieten.

Ich bin kein Kenner des SGB II, würde mir aber Kenntnisse anlesen, sofern das nötig ist.

Hilfe in der Region gibt es unter Anderem auch hier:

Hartz IV Betroffene e.V.
IOPS ist eine klassenlose, globale Graswurzelbewegung auf Basis selbstverwalteter, lokaler Gruppen.

http://www.iopsociety.org/de

Irrlichtprojektor

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #58 am: 05:10:43 So. 29.Juni 2008 »
Begleitung zum Amt wird auch in Glauchau/Sachsen (Anmerkung: Die Arbeitsloseninitiative ist unter den Rufnummern 03763 788934 und 0152 07089994 erreichbar) angeboten. Die Truppe besteht wohl aus ca. 20 Mitgliedern und machen einen sehr kämpferisch entschlossenen Eindruck wie dieser Bericht " Arge Bedrohung" recht gut veranschaulicht.

gruß irrlicht

sedanon

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Gemeinsam sind wir stärker
« Antwort #59 am: 11:20:01 So. 29.Juni 2008 »
Biete Begleitung für ARGEn in Stuttgart und LK-Ludwigsburg im Rahmen meiner Möglichkeiten und Erstattung der S-Bahn-Fahrkarte.
Ich bin kein Experte, lese mich aber gerne in Themen ein. Soll heißen, da wo ein Fachmann notwendig ist, sollte man sich auch an einen wenden.
Franz Josef Strauß :

“Everybody’s Darling is Everybody’s Depp”