Autor Thema: Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein  (Gelesen 44036 mal)

Kollege1968

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  • Ein Kollege, der die Arbeit haßt und trotzdem derzeit von ihr und mit ihr leben muß, aber gegen die Lohnsklaverei kämpft.
Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« am: 22:11:25 Sa. 15.März 2008 »
Einige Gedanken zur derzeitigen Tarifauseinandersetzung am UK-SH

Das Angebot der "Arbeitgeberseite" (wer gibt hier eigentlich seine Arbeit und wer nimmt sie?) ist ein Hohn: alles wird teurer und zuerst sollten wir auf bis zu 30 % Gehalt verzichten. Ver.di nannte das eine "Provokation", wir halten es für Berechnung. Derzeit hören sich die jetzt angebotenen 2,9 % Gehaltserhöhung (bei Verzicht auf das Urlaubs- und Weihnachtsgeld) schon "besser" an (nach jedem "Horrorszenario" klingt das kleinere "Horrorszenario" angehemr, halt die Logik des "kleineren Übels";). Daß zwar über die finanzielle Seite viel geredet wird, aber wenig über die Arbeitszeiten, den Urlaubsanspruch oder die Arbeitsbedingungen läßt einiges erahnen (auch bei den "Aktiven Mittagspausen" wurde zwar davon geredet, daß ver.di gegen Ausgründungen und Privatisierung, für Beschäftigungssicherung und einen einheitlichen Tarifvertrag sei, aber davon, daß ver.di z.B. für die Beibehaltung der bisherigen Arbeitszeit sei, davon war nie die Rede - so enthielt der Stimmzettel zur Urabstimmung nur die Punkte: gegen Privatisierung, Beschäftigungssicherung und einheitlicher Tarifvertrag).

„Wir können alles Mögliche gebrauchen ...“ ... nur keinen Streik!
Der Vorstand hat sicherlich Angst vor einem Streik. Chef-Sanierer Schleifer (der Name ist Programm!) ließ verlauten: "Ein Streik erschwert nur die an sich wirtschaftlich schwierige Situation des Universitätsklinikums und gefährdet die Sanierung." Ziel der Politik des Vorstandes dürfte sein, das UK S-H auch zukünftig auf Kosten der Belegschaft und der Patientinnen und Patienten zu "sanieren". Am Ende wird die Privatisierung stehen: bis dahin müssen die Personalkosten (also der Preis unserer Arbeitskraft) gesenkt werden und dazu sind die derzeitigen Tarifverhandlungen ein Mittel. Der Stellenabbau und die damit verbundene Arbeitsverdichtung sind uns allen bekannt und Grund zu alltäglichem Frust und Überstunden. Dabei ist klar: nicht unsere Forderungen oder die von ver.di nach mehr Gehalt gefährden das Klinikum, sondern die Politik (Situation der Ungewißheit, mangelnde Informationen, Stellensperre, stets neue "Horrorszenarien", etc.) des Landes und des Vorstandes gefährdet die Patientenversorgung und das reibungslose Funktionieren des Betriebes. Diese Politik geht seit Jahren (u.a. Gehaltsverzicht seit 2004) auf unsere Kosten und gefährdet nicht nur die Gesundheit der Patientinnen, sondern auch die der Kolleginnen und Kollegen (vom "Klima" und den Arbeitsbedingungen ganz zu schweigen). Die Kolleginnen und Kollegen in den Bereichen IT, Beschaffung oder FM wissen ein Lied zu singen von den immer neuen Plänen zu Ausgründung oder Privatisierung.

Vorsicht vor allzuviel Enthusiasmus!
Von Ver.di sind aus dem Mund von ver.di-Verhandlungsführer Stefan Kühhirt markige Worte zu hören (nicht nur auf der Personalversammlung in der MUK). Wir fragen uns aber, ob diese Worte nicht der allgemeinen Stimmung geschuldet sind. Ver.di weiß genau, daß die Stimmung unter den Kolleginnen und Kollegen schlecht ist: an uns allen sind die Preiserhöhungen, seien es die Lebensmittelpreise, die Erhöhungen der Tarife beim Stadtverkehr und bei Energie Wasser (so soll der 1. Preiserhöhung vom August 2007 nun die 2. am 1. April 2008 folgen), die steigenden Heizkosten, ... nicht vorbeigegangen. Die derzeitige Streikforderung, das sich-stark-für-die-Belegschaft-machen ist die beste Werbung für ver.di. So nutzt ver.di die allgemeine Stimmung aus: die Zahl der zahlenden Mitglieder am UK S-H ist sprunghaft angestiegen und hat sich fast verdoppelt (?). Die Stimmung brodelt, aber es könnte beim Dampfablassen bleiben. Kühhirt hatte bereits im Interview mit den Lübecker Nachrichten vom 6. Februar 2008 "Verhandlungsbereitschaft" und Bereitschaft zu Zugeständnissen signalisiert: „Beim Tarifthema ist, glaube ich, eine Lösung möglich. Doch ein Abschluß ist für und nur machbar, wenn wir bei den anderen beiden Themen [gemeint sind hier die Arbeitsplatzsicherung bis 2015 und die Verhinderung der Privatisierung!] Klarheit haben.“

Ver.di war es, die eine Umwandlung in eine GmbH vorgeschlagen hat und hat damit beweisen, daß es enormen Spielraum für Verhandlungen geben kann, wenn ver.di nur mit am Verhandlungstisch sitzt und einen Tarifvertrag mit abschließen darf. Wir halten die Privatisierung auch nicht für eine Alternative zum jetzigen staatlichen Betrieb. Derzeit ist es nicht gut, durch eine Privatisierung wird es für uns nicht besser! Die Alternative liegt jenseits von jetzigem Status Quo und Privatisierung. Wir müssen sehen, daß die Gesundheit längst eine Ware wie die Arbeitskraft oder Zitronen ist. Die Frage ist nur, ob wir dies so wollen und was wir dagegen tun können!

Ver.di will, so Kühhirt, "einen Basistarifvertrag für alle Mitarbeiter aushandeln - und für verschiedene Bereiche gibt es dann unterschiedliche Entgelte" (LN, 6. Februar 2008). Gewerkschaftlich patentiertes Lohndumping und gewerkschaftlich abgesegnete Ungleichbehandlung bedeutet das (wie heißt es da so schön von ver.di "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!"?)! Warum sollten wir dem zustimmen und ein Lohndumping nur deshalb akzeptieren, weil es von ver.di abgesegnet wäre?

Sie haben ihre Sachzwänge, wir haben die unseren!
Wer sich auf die Logik des Vorstandes einläßt, hat schon verloren. Sicher hat das Klinikum Schulden und schreibt rote Zahlen. Diese Schulden haben ihre Ursachen und die roten Zahlen sind - wie wir alle wissen - von der Politik mitverursacht und mitzuverantworten (niedrige schleswig-holsteinische Base-Rate, sinkende Landeszuschüsse, etc.). Unsere Kosten (= unsere "Sachzwänge";) steigen nicht erst seit 2007 und der Euroeinführung 2002! Der Gehaltsverzicht und die "Nullrunden" seit 2004 aufgrund des "Beschäftigungspaktes" haben unsere (persönliche!) Haushaltslage nicht verbessert. Saniert haben sich bisher etliche Beratungsfirmen wie Roland Berger, Deloitte & Touche oder KPMG. Die Ärztinnen und Ärzte am UK-SH haben ab 1. Januar 2008 mittels des Tarifvertrag Land und Ärzte (TV-L und TV-Ä) bis zu 10 % mehr Gehalt bekommen (dies war für den Vorstand kein "Thema";). Hierfür war stets Geld da, wie auch für die "Rettung" der landeseigenen HSH Bank (750 Millionen Euro), den Afghanistan-Krieg oder die Senkung der Spitzensteuersätze ... Die Kassen des Bundes sowie der Krankenkassen sind erstmals seit Jahren wieder voll und es werden Überschüsse erwirtschaftet. Wir sind nicht länger bereit zu verzichten! Die falsche Bescheidenheit muß ein Ende haben! Unsere Vermieterinnen, Bäckerinnen oder Kindergärtnerinnen werden uns die Kosten auch nicht erlassen oder vermindern, nur weil wir weniger verdienen oder beim UK-SH beschäftigt sind!

Lassen wir uns nichts vormachen!
Ver.di wird alles dran setzen, Gesprächspartner des Vorstandes zu bleiben. Verbalem "Radikalismus" (nichts anders ist die Drohung mit dem Streik!) wird schon bald gewerkschaftliche Realpolitik und gewerkschaftspolitischer Realismus folgen: So wie wir den "Beschäftigungspakt" mit seinen finanziellen Einbußen für alle Teile der Belegschaft (welchen "Beitrag" und Verzicht hat eigentlich der Vorstand geleistet?) dem "Verhandlungsgeschick" zu verdanken haben, so haben wir es auch dem "Widerstand" von ver.di zu verdanken, daß es längst erste Ausgründungen gibt: Service GmbH, BIZ, ZIP.

Im 2007 mit dem Vorstand verhandelten Tarifvertrag Uniklinken Nord (TV UK-N) war z.B. die Erhöhung der Arbeitszeit auf 39 Stunden vorgesehen, gebilligt von ver.di. Ansonsten war der TV UK-N am TV-L orientiert, der uns erhebliche Verschlechterungen (nicht nur die Arbeitszeit und Öffnungsklauseln betreffend) bringen würde.

Ver.di zeigt Verhandlungsbereitschaft und Bereitschaft zu Zugeständnissen (siehe oben und auch die möglichen Schlichtungsverhandlungen), wo es unserer Meinung nach keine geben kann und darf! Seien wir auf der Hut: Nicht, daß am Ende ver.dis größte Sorge ist, eine eventuelle (und vom Land sicher geplante und von den Klinikkonzernen Rhön, Asklepios, Sana, etc. sehnlichst erwartete) Privatisierung möglichst "sozial" zu gestalten! Eine Neuauflage des "Beschäftigungspaktes" (egal unter welchem Namen dieser firmieren würde: abgesenkter TV-L, Zugeständnisse, etc.) bereitet diesem Vorhaben auf jeden Fall den Weg! Auch ein von ver.di abgeschlossener und ausgehandelter bescheidener Tarifvertrag bleibt ein bescheidener Tarifvertrag!

Überhaupt, machen wir uns nichts vor: Jedes Prozent, usw., das uns der Vorstand und das Land zugestehen werden, werden sie uns in anderer Variante wieder wegnehmen (sei es mittels Arbeitsverdichtung, evtl. Verlängerung der Arbeitszeiten, Verringerung des Urlaubsanspruches, usw.).

Aber seien wir ehrlich: Nur meckern bringt nichts. Es liegt auch an uns, wenn der Vorstand mit ver.di einen faulen Kompromiß aushandeln kann (aber seien wir mal ehrlich, welcher dieser Kompromisse ist nicht faul?)! Es liegt auch an uns, wenn es nur beim Dampfablassen bleibt! Es liegt auch an uns, wenn wir nur meckern und noch nicht einmal an einer "Aktiven Mittagspause" an einer Protestdemonstration oder an einem Warnstreik teilnehmen. Wenn wir all das zulassen, dürfen wir uns später nicht wundern! Stellen wir Kühhirt unsere, wenn auch unbequemen Fragen, lassen wir ver.di und den Vorstand wissen, daß wir klare Vorstellungen und Forderungen haben und seien wir so selbstbewußt sie auch zu äußern – auch wenn es beiden nicht passen sollte! Lassen wir beide wissen, daß wir zu keinen Zugeständnissen bereit sind und keinen faulen Kompromiß akzeptieren werden!

Vielleicht sollten wir uns auch von dem Konkurrenzdenken (Kiel-Lübeck) verabschieden: die "Sanierung" wird auf unser aller Kosten erfolgen, egal ob Kieler Kollegin oder Lübecker Kollege. Wenn wir uns gegenseitig den "schwarzen Peter" zuschieben, gehen die Energien verloren, die wir gemeinsam für unsere Zukunft besser nutzen könnten!

Verzicht hat stets zu noch mehr Verzicht geführt! Schluß mit der falschen Bescheidenheit! Schenken wird man uns nichts! Je weniger wir fordern, um so weniger werden wir erhalten! Wir kriegen nur, wofür wir kämpfen! Vertrauen wir weder dem vorstand noch ver.di! Vertrauen wir unsrer eigenen Stärke - ohne uns ist das UK-SH, ist auch ver.di nichts!

Staubsaugervertreter verkaufen Staubsauger, Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen, warum sollten ausgerechnet Volks- oder Arbeitervertreter aus der Art schlagen?

Einige kritische Kolleginnen und Kollegen am UK-SH, in- und außerhalb von ver.di
13. März 2008
Kollege1968

Kuddel

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #1 am: 10:27:34 Mo. 17.März 2008 »
Mal ein paar Fragen dazu:

"Einige kritische Kolleginnen und Kollegen am UK-SH, in- und außerhalb von ver.di"

Gibt es da einen Stammtisch oder ist's ein Treffen im eher privaten Rahmen?

Wurde obiger Text als Flugblatt verbreitet oder gibt es ihn nur im Internet?

Kollege1968

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #2 am: 23:49:23 Mi. 19.März 2008 »
Moin Kuddel,

also bisher ist das eher privat und im kleinen Rahmen (Internet und wenige Exemplare), aber denke, da es z. Zt. an allen Ecken und Enden brodelt, wird sich bestimmt einiges tun. Und nur weil dies (noch?) nicht allzu sichtbar ist, heißt das noch lange nicht, daß sich nichts tut ...
Kollege1968

Kuddel

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #3 am: 09:49:13 Do. 20.März 2008 »
Falls Ihr Leute zum Flugblätterverteilen sucht, ließe sich da vielleicht was regeln.

Kuddel

Kuddel

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #4 am: 19:37:29 Mo. 24.März 2008 »
dpa/regioline vom 24.03.2008

Kiel/Lübeck (dpa/lno) - Die Gewerkschaft ver.di hat nach einer Urabstimmung ihrer Mitglieder am Universitätsklinikum Schleswig- Holstein (UK-SH) zu einem unbefristeten Streik aufgerufen. Am Standort Kiel sollen alle Intensivstationen und Operationsräume sowie zentrale Einrichtungen bestreikt werden, teilte ver.di am Montag mit. In Lübeck sollen unter anderem die Beschäftigten in der Anästhesie und der Fahr- und Pflegedienst streiken. An der Urabstimmung hätten sich 82,5 Prozent der ver.di-Mitglieder beteiligt und mit 99,3 Prozent für einen Streik gestimmt. Der Streik richtet sich gegen die Privatisierungspolitik der Landesregierung und des Vorstands.

http://www.kn-online.de/artikel/2328225

Kuddel

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #5 am: 10:45:44 Do. 27.März 2008 »
Kieler Nachrichten vom 27.03.2008

Streik am Uniklinikum Schleswig-Holstein geht weiter

Kiel/Lübeck (dpa/lno) - Der Streik am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel und Lübeck wird heute fortgesetzt. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di werden vor allem Beschäftigte des Pflegedienstes und des Fahrdienstes im Ausstand sein. Am ersten Streiktag am Mittwoch hatten laut Gewerkschaft insgesamt mehr als 500 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Sollte der Vorstand kein neues Angebot vorlegen, werde man den Streik ausweiten, sagte ein ver.di- Sprecher. Die Streikenden fordern eine Sicherung ihrer Arbeitsplätze bis 2015 und den Verzicht auf die Privatisierung von Teilbereichen des Klinikums.

http://www.kn-online.de/artikel/2329879

Kollege1968

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #6 am: 18:22:31 Do. 27.März 2008 »
Moin Kuddel,

was den Text angeht, so steht es jeder/m frei ihn zu verteilen, abzuändern, ihn in Umlauf zu bringen, ihn zu diskutieren, einen neuen zu schreiben. Natürlich würden sich die VerfasserInnen freuen, wenn er in Kiel und Lübeck breitere Verbreitung finden würde und sich daraus vielleicht mehr entwickeln würde. Ansonsten gehört allen streikenden KollegInnen am UK S-H unsere Solidarität.

Kollege
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ManOfConstantSorrow

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #7 am: 20:59:32 Do. 27.März 2008 »
»Lieber kein Tarifvertrag als ein schlechter«
Am Uniklinikum Schleswig-Holstein hat ein Streik gegen Privatisierung und Lohnkürzung begonnen.
 Ein Gespräch mit Steffen Kühhirt

Interview: Daniel Behruzi
Steffen Kühhirt ist Leiter des Fachbereichs Gesundheit im ver.di-Landes bezirk Nord
Seit Mittwoch früh sind am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) an den beiden Standorten Kiel und Lübeck verschiedene Bereiche im Streik. Worum geht es dabei?
Wir haben an unserem ersten Streiktag in Lübeck und Kiel die OP-Pflege, Intensivstationen, Anästhesie sowie die Träger- und Fahrdienste zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Zum einen geht es dabei um die Einführung des bundesweit geltenden Tarifvertrages der Länder (TV-L), über die wir seit gut einem Jahr verhandeln. Zum anderen wollen wir die geplante Teilprivatisierung des Universitätsklinikums abwehren. Drittens fordern wir eine Beschäftigungssicherung bis 2015.
Welcher Tarifvertrag gilt derzeit im UKSH?
Der alte Flächentarif BAT, allerdings wurde dieser in den vergangenen dreieinhalb Jahren im Zuge einer Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung abgesenkt. Unter anderem wurden das Urlaubs- und Weihnachtsgeld gestrichen, die Löhne um 2,5 Prozent gekürzt und die betriebliche Altersversorgung VBL verschlechtert. Jetzt wollen wir, daß im UKSH wie in allen anderen Unikliniken der Flächentarifvertrag der Länder zur Anwendung kommt.

Der TV-L beinhaltet gegenüber dem alten BAT eine Reihe von Verschlechterungen, wie den Wegfall der Sozialzuschläge, eine neue Niedriglohngruppe, keine Anerkennung der Berufserfahrung bei Arbeitgeberwechsel usw. Ist das kein Problem bei der Mobilisierung der Beschäftigten?
Überhaupt nicht, denn für die Kolleginnen und Kollegen im UKSH wäre die Einführung des TV-L eine Verbesserung. Sie haben in den vergangenen Jahren erhebliche Sanierungsbeiträge geleistet, die mit dem TV-L zurückgenommen würden. Zudem existiert der alte BAT in seiner Reinform schlicht nicht mehr.

Warum lehnen Sie die geplante Teilprivatisierung – die Ser vicebereiche sollen ausgegliedert und zu 49 Prozent verkauft werden – ab?
Wir wollen das UKSH als Ganzes erhalten. Die geplante Trennung in einen wissenschaftlichen und einen nichtwissenschaftlichen Bereich und die Zergliederung des nichtwissenschaftlichen Bereichs lehnen wir ab. Wir befürchten, daß die Teilprivatisierung der Einstieg in den Verkauf des gesamten Klinikums wäre.

Warum wäre das so schlimm?
Alle Erfahrungen mit Privatisierung sind die gleichen: Die öffentliche Hand trägt nach wie vor die vollen Kosten der öffentlichen Vorsorge und behält das Risiko im Falle der Insolvenz. Die privaten Klinikbetreiber übernehmen die profitablen Teile und begehen Tarifflucht, es folgen Lohndrückerei und Arbeitsplatzabbau.

Wie stehen die Aussichten, die Ausgliederungen per Streik zu verhindern? Rechtlich darf der Arbeitskampf ja eigentlich nicht gegen Privatisierung geführt werden.
Wir haben die Schutzzusage zur Privatisierung von Anfang an zum Teil eines Tarifpaketes gemacht. Insofern können wir dafür jetzt auch streiken. Wir wissen zwar, daß das eine unternehmerische Entscheidung ist, die man nicht tariflich gestalten kann. Dennoch halte ich es für völlig berechtigt, daß die Beschäftigten dafür kämpfen, daß das UKSH in öffentlicher Hand bleibt. Schließlich gehört es letztlich den Steuerzahlern des Landes Schleswig-Holstein und nicht dem Vorstand oder der Landesregierung, die es an die Privatwirtschaft verkaufen wollen.

Wie groß ist die Resonanz auf ihren Aufruf? Der Klinikvorstand hatte im Vorfeld behauptet, ein Großteil der OPs und Intensivstationen werde weiter besetzt sein.
Wir haben in den vergangenen Wochen sieben Warnstreiks auf die Beine gestellt, an denen insgesamt 6000 Beschäftigte beteiligt waren. Das zeigt die große Kampfbereitschaft. An der Urabstimmung über einen unbefristeten Streik haben 82,5 Prozent der ver.di-Mitglieder am UKSH teilgenommen. 99,3 Prozent von ihnen haben dafür gestimmt. Am Mittwoch haben wir den Ausstand in vier Bereichen begonnen. Wir werden das sukzessive ausweiten. Am Mittwoch hat in der Tat noch die eine oder andere Operation stattgefunden. Mit der Streikausweitung wird es aber zu deutlich mehr Ausfällen kommen.

Bund und Kommunen steuern ebenfalls auf einen Arbeitskampf zu. Im Einzelhandel wird schon seit Monaten gestreikt. Ist es geplant, die Kollegen gemeinsam zu mobilisieren?
Ausschließen möchte ich das nicht, aber es ist noch nichts in dieser Hinsicht geplant. Der Konflikt am UKSH läuft schon lange, und wir sind an einer baldigen Lösung interessiert. Es muß aber eine gute Lösung sein. Bevor wir einen schlechten Tarifvertrag unterschreiben, wollen wir lieber gar keinen.

http://www.jungewelt.de/2008/03-27/058.php
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kollege1968

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #8 am: 21:07:47 Mi. 02.April 2008 »
Minimale 2,9 % mehr Geld (bei einer Inflation von 3,1 % ein Hohn!) und Einmalzahlungen, von denen nichts bei uns ankommen wird außer einigen lausigen Kröten. Das wiegt nicht die Nullrunden seit 2004 auf und bestimmt nicht die derzeitigen Preissteigerungen (sei es Energie, Heizkosten, Mieten, Lebensmittel, etc.). Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld in welcher Höhe? Welcher Tarifvertrag ist Basis (BAT, TV-L, TV-UKN, etc.)? Warum ist von der Arbeitszeit keine Rede? Sollte die Arbeitszeit auf 39 Stunden hochgesetzt werden, wäre das „Ergebnis“ ein noch größerer Witz!

„Beschäftigungssicherung bis 2015“ -  was von solchen „Zugeständnissen“ zu halten ist, dürfte klar sein. Unter anderen Bedingungen (z.B. neuer Druck der Politik, neue „rote“ Zahlen, etc.) wird diese „Zusage“ nichts mehr wert sein, schon gar nicht das Papier, auf dem sie nun steht. Und vor allem „Beschäftigungssicherung“ unter welchen Bedingungen: stärkere Arbeitsverdichtung, längere Arbeitszeiten, schleichender Stellenabbau, etc. ?
„Keine Ausgliederung im Kernbereich des Medizinwesens“ - d.h. Ausgliederungen sind im Rest des UK S-H möglich: z.B. im Bereich Beschaffung, FM, IT, Labore oder in der Verwaltung. Also Ausgliederung mit Segen von ver.di (wie damals Nullrunden dank des von ver.di mitgetragenen „Beschäftigungspaktes“!)?!

Warum wird der Streik gerade da ausgesetzt und warum werden gerade dann Zugeständnisse an den Vorstand gemacht, wo die Streikbereitschaft groß (größer denn je) ist? Es wäre mehr herauszuholen gewesen, wenn ver.di es gewollt hätte. Ein Teil der Kolleginnen und Kollegen hätte es gewollt und will es immer noch. Hat ver.di etwa Angst nicht länger als Verhandlungspartner anerkannt zu sein? Oder hat ver.di etwa Angst vor der wachsenden Courage der Kolleginnen und Kollegen?

Anfänglich hieß es „Was die Lokomotivführer können, können wir auch“ und „Lieber kein Tarifvertrag als ein schlechter“ (Kühhirt am 6. Februar 2008 in der LN). Diesen markigen Worten sind keine ebenbürtigen Taten gefolgt. Im Gegenteil.

Der Gewerkschaftsbonus spaltet die Belegschaft ebenso wie „differenzierte“ Löhne.

Die Sachzwänge des Vorstandes sollen uns den Mund stopfen, aber sie machen uns nicht satt! Eine wirklich günstige Variante für den Vorstand, ein Armutszeugnis für ver.di.
Kollege1968

harry.hacker

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #9 am: 10:10:57 Mi. 09.April 2008 »
Lieber Kollege1968,
ich teile Deinen Unmut über das Tarifergebnis.
Leider bin ich aber auch der Meinung, dass es eben doch genau dieser Abschluss war, für den die Leute gestreikt haben...
Es war von Anfang klar, dass die Forderung nicht komplett zu erreichen waren (auch weil es ver.di primär nicht um die Abwehr von Privatisierungen geht, sondern um den Abschluss von Tarifverträgen schlechthin)...Allein schon die Tatsache, dass die Lohnforderung von der des öffentlichen Dienstes insgesamt abgekoppelt wurde fand ich bedauerlich...
Laut Tairfinfo 12/08 dient als Grundlage für den TV der TV-L. Die 2,9 % werden z. T. kaum ausreichen, die Lohnsenkungen des TV-L aufzufangen...wie sich Euer Gehalt künftig darstellt hat das Netzwerk für eine kämpferische und demokratische Ver.di sehr anschlaulich dargestellt:

http://www.netzwerk-verdi.de/16.0.html

Wäre nett, wenn Du/Ihr wegen einer mgl. Mitarbeit mit mir in Kontakt treten würdest...meine e-mail ist: harry.hacker@freenet.de

Bowie

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #10 am: 17:24:06 Di. 15.April 2008 »
hmmmm, wasndas hier alles?
Ein klassischer Gewerkschaftslinker, der versucht neue Gewerkschaftsmitglieder zu rekrutieren? Nein, ich finde das alles auch nicht so gut, aber mit diesen Kollegen war einfach nicht mehr drin!?! Jetzt werden wir gemeinsam die Gewerkschaft unterwandern und die Kollegen auf den richtigen Kurs bringen und so weiter und so fort....
So klang das schon vor 20 Jahren und so wird das auch in 20 Jahren klingen. Nur ändern wird das nix.

harry.hacker

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #11 am: 08:48:40 Do. 17.April 2008 »
Also, zum einen gibt es durchaus andere Gewerkschaften, als die Bestehenden...der Unterwander-Quatsch ist also gar nicht nötig...
zum anderen wäre es schön, wenn Du mal einen Gegenvorschlag machen könntest...
Die Verhältnisse zu akzeptieren scheint mir auch nicht gerade eine erfolgversprechende Strategie...andererseits zwingt Dich ja auch keiner bei diesen Überlegungen mitzumachen...ziemlich sinnfreier Beitrag insgesamt...

meilenstein

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #12 am: 16:17:03 So. 20.April 2008 »
Der Kollege 1968 hat mit seinen Äußerungen über die Verdi vollkommen recht, aber was bitte soll man jetzt tun???
Ich habe diesen Tarifvertrag jedenfalls nicht gewollt und dagegen gestimmt und ich kenne eigentlich niemanden der ihn wollte. Die Verdi behauptet 80% wären dafür gewesen, dass kann ich mir absolut nicht vorstellen.
Die Abstimmung wurde extra schlecht vorbereitet und am letzten Tag kursierten sogar Gerüchte das die Abstimmung unnötig sei, da die Landesregierung und der Vorstand diesen Vertrag ohnehin nicht unterzeichnen würden. Das stinkt doch alles!!! Auf der letzten Mitgliederversammlung wurden kritische Wortmeldungen unterbrochen, man wurde sogar bedroht. Eine schlecht vorbereitete Versammlung und anschließend sollte gleich abgestimmt werden. Nur über was abgestimmt werden sollte, war niemanden klar. Ich fühle mich durch die Verdi nicht vertreten und vom Personalrat in den Stich gelassen und der Vorstand scheint durch und durch korrupt zu sein.
Wer kontrollierte eigentlich diese Abstimmungen des Verdi? Eines ist klar, es gab nur einen Gewinner und das ist die Gewerkschaft selbst, durch steigende Mitgliederzahlen.
Vielleicht kann diese Seite nützlich sein um korrupte Geschichten an den Pranger zustellen.
Wir brauchen unseren eigenen Berufsverband, die Ärzte haben den Marburger Bund und kassieren ganz gut dabei.
Die Verdi braucht Konkurrenz, vielleicht kann die neu gegründete Komba diesen Part übernehmen.
Die Komba gründet am UK-SH einen eigenen Betriebsverband und wird künftig bei Tarifverhandlungen dabei sein, heißt es jedenfalls. Da sie sich erst in Gründung befindet kann man doch evtl. hoffen einiges mitzugestalten. Beim Verdi war dieses jedenfalls nicht erwünscht! Dort möchte man unter sich bleiben, genauso wie beim Personalrat.
Verdi hat uns nicht nur durch das schlechte Ergebnis geschädigt, mangelnde Information, eine schlechte Streikvorbereitung werden dazu führen das viele austreten. Warum sind wir eigentlich nicht zum Landeshaus gegangen? Nach ein bisschen Demo. Kaffee und belegten Broten sollten dann die Streikenden auf dem Sofa weiterstreiken.  Sicherlich müssen wir uns solidarisieren und vielleicht können wir hier Kontakte knüpfen.
Weiß jemand wie man einen Berufverband gründet?

Kuddel

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #13 am: 16:47:54 Di. 06.Mai 2008 »
Ich hatte schon längst hier etwas schreiben wollen. Wollte noch n Foto reinstellen, aber die Kamera stellt sich quer, na und lauter solcher Ausreden....

Also, wir haben den Text von Kollege1968 genommen, Überschrift fett gemacht, http://www.chefduzen.de untergeschrieben und ausgedruckt. Im Copyshop 40 Plakate von gemacht. Es war nur ein paar Tage nachdem der Text hier im Forum veröffentlicht hat, also brandaktuell. Wir waren dann auf dem Gelände der Kieler Unikliniken und haben zu zweit auf dem gesamten Gelände plakatiert. Hat kaum 20 Minuten gedauert und war ein Mordsspaß. Man kommt an den Plakaten einfach nicht vorbei. Hat wohl mehr gebracht, als ein paartausend Flugblätter zu verteilen. Die Plakate sind wochenlang hängengebleiben. Nur das Plakat vor der Tür vom Personalrat war sofort abgepult worden.

Auf der Maidemo dann nen alten Bekannten getroffen, der damals in der Linken Szene unterwegs war, und sich jetzt bei Verdi an den Unikliniken engagiert. Der war ordentlich gepestet von dem Plakat. Er sagte, die Kollegen wären nach dem Abschluß ziemlich über verdi hergezogen, und sie hätten durchweg argumentiert, wie Kollege1968. Er sagte, es sei halt die einzige Möglichkeit mit einer Gewerkschaft zu kämpfen. Ich erzählte von einem einwöchigen Bummelstreik am Städtischen Krankenhaus Kiel und einer Großdemo des Personals, die völlig an der Gewerkschaft vorbei organisiert waren, un am Ende sorgar erfolgreich.

Das war lange her. "Das waren andere Zeiten!", sagte mein Bekannter. Schon wahr, doch halte ich die Zeiten heute für so etwas keineswegs schlechter. Damals wehte uns auch ein strenger Wind entgegen. Man hielt uns für verrückt, sowas zu versuchen. Der Verdiaktivist will nun zum nächsten Chefduzen Stammtisch kommen.

Kuddel

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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
« Antwort #14 am: 20:01:49 Sa. 17.Mai 2008 »
Der Verdi Kollege ist zum Stammtisch dann doch nicht aufgetaucht. Dafür aber einer aus dem Städtischen Krankenhaus, der bei den gewerkschaftsunabhängigen Aktivitäten, die ich oben erwähnte, sehr aktiv war. Ich muß nochmal einen nachschieben dazu: Es war damals eine andere Zeit, die alles andere, als offen für unsere Pläne war. Man nannte Arbeiter einfach "Zombies", die ja freiwillig ein Leben mit Ausbeutung und Bildzeitung fristeten. "Klassenkampf" gab es angeblich nicht mehr. Deshalb erfanden die Autonomen den Begriff "Politische Klasse". Auf der einen Seite gab es Bonzen, Militärs, Politiker und auf der anderen Seite die Revoluzzer. Ein Proletariat kam in dem Denken einfach nicht vor.

Das sieht heute ganz anders aus. Die soziale Frage stellt sich heute  zwangsläufig, Ausbeutung ist für jeden spürbar und nicht nur etwas aus verstaubten Büchern.

Deshalb erstaunt es wenig, wenn einige Autonome von früher mit etwas Verspätung die "Klasse" wiederentdeckt haben. So hat man sich auch bei AVANTI dem Konflikt bei den Unikliniken SH entdeckt:
http://www.avanti-projekt.de/p_antikap/pdf/UKSH_071123.pdf
Das Flugblatt ist nicht schlecht.
Ihnen waren die Möglichkeiten (bzw. die Erfahrungen) einer unabhängigen Organisation betrieblicher Kämpfe wohl nicht bekannt, so versuchten sie es mit/bei verdi. Sie wunderten sich dann ein wenig von verdi bei den Verhandlungen über den Tisch gezogen worden zu sein. Aber sie machten dann noch ein AVANTI Flugblatt (das nicht auf der Website zu finden ist und ich hab es gerade nicht parat) und sie versuchten den Abschluß darin noch schönzureden. Sorry, das ist wirklich erbärmlich. Ich traf einige Tage später noch einen AVANTI Aktivisten. Mit dem hab ich mich dann auch gleich gestritten. Er sah es als kleinen Sieg, daß man die Privatisierung zurückgeschlagen hat, da muß man die Arbeitszeitverlängerung schon schlucken. Sorry, das ist mir einfach zu doof.
1.) war die Kampfbereitschaft groß und wurde nicht genutzt!
2.) Ist es eine billige Masche von Arbeitgeberseite 2 Schweinerein anzukündigen. Wenn sie eine davon durchsetzen gibt's noch von der Gewerkschaftseite Applaus, weil sie ja die andere glorreich verhindert haben.


Ich werde mich nochmal zum Thema außern, hoffe aber, daß sich zwischendurch auch mal wieder jemand aus den Belegschaften aus Lübeck oder Kiel zu Wort meldet.