Autor Thema: Unruhige Krankenhäuser?  (Gelesen 275932 mal)

Kuddel

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Re: Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #465 am: 20:27:58 Mi. 12.Mai 2021 »
Der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte heute in Berlin:


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Re: Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #466 am: 22:44:07 Do. 13.Mai 2021 »
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Re: Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #467 am: 21:47:50 So. 16.Mai 2021 »
Zitat
Unterstützt die Servicebeschäftigten am Klinikum: Streikkundgebung am 19.5. vor der Stadtratssitzung

Streik bei der KNSG. 19.05., 11:30 Uhr Streikversammlung am Gewerkschaftshaus am Kornmarkt, 13:00 Uhr Streikdemonstration zur Stadtratssitzung an der Meistersingerhalle, 14:00 Uhr Streikkundgebung vor der Meistersingerhalle.

Die Servicebeschäftigten des Klinikums Nürnberg haben die Schnauze voll von miesen Löhnen für harte Arbeit. Am 18.05 gehen sie für zwei Tage in den Streik, da die Klinikum Nürnberg Servicegesellschaft (KNSG) nur geringfügige Centbeträge angeboten hat. Gefordert werden aber Rückkehr in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD), der für Pflegekräfte und alle anderen ArbeiterInnen am Klinikum gilt. Vor 20 Jahren hatte die Stadt Nürnberg die Servicekräfte in die KNSG outgesourct, um weniger bezahlen zu müssen.

Beim Kampf der KollegInnen von der KNSG geht es um Grundsätzliches. Die Frage ob wir weiter ein profitorientiertes Gesundheitssystem dulden wollen. Die Frage, wie wir solidarisch gegen Ungleichheit kämpfen können. Die Frage, was wir gegen Spaltung tun können. Die Frage, ob der neoliberalen Politik entscheidende Gegenwehr entgegensetzen können.

Die Kämpfe der GesundheitsarbeiterInnen hatten im Herbst auch die Metropolregion erreicht und für einen starken Streik in einem heftigen Arbeitskonflikt gesorgt. Gemeinsam mit Pflegekräften, LabortechnikerInnen, TherapeutInnen und anderen waren aus Solidarität auch die Servicekräfte auf die Straße gegangen, die in der Reinigung, dem Waren-und Patiententransport oder der Küche arbeiten. Dabei war es gar nicht ihre eigene Tarifrunde, um die es ging. „Wir sind ein Team“, wurde im Herbst zum gemeinsamen Motto erhoben. „Gleiche Arbeit, gleicher Lohn“, lautete eine der Parolen.

Der Nürnberger Oberbürgermeister Marcus König hatte im Wahlkampf die Wiedereingliederung der KNSG und damit die Rückkehr in den TVöD versprochen. Nachdem die Stadt sie 20 Jahre lang um ihre Löhne betrogen hat, weist er nun jedoch die Forderungen der KollegInnen mit der Behauptung zurück, es sei kein Geld da. Das ist eine Respektlosigkeit, eine Schweinerei und eine freche Lüge.

„Wir leisten unverzichtbare Arbeit im Klinikum und brauchen dafür auch eine Bezahlung, die es ermöglicht, unsere steigende Mieten zu bezahlen und unsere Kinder zu versorgen. Daher wollen wir nun ein starkes Zeichen setzen. Wir versammeln uns am Dienstagmorgen am Eingang des Klinikum Nürnberg Süd und demonstrieren am Mittwochmittag vom Gewerkschaftshaus am Kornmarkt durch die Südstadt zur Meistersingerhalle. Hier wollen wir die Stadt Nürnberg laut und deutlich in die Pflicht nehmen und OB König an sein Wahlkampfversprechen erinnern. Eine Bezahlung nach TVöD ist keineswegs undenkbar, sondern in vielen kommunalen Kliniken Realität. Wir sind keine Beschäftigten zweiter Klasse. Auch wir sind TVöD wert!“, sagte Karin Reinfelder, Betriebsratsvorsitzende und Mitglied der ver.di-Tarifkommission.

Seit Monaten sind die KNSG-Beschäftigten aktiv, organisieren Kundgebungen, konfrontieren den OB, wo er auch auftaucht. Sie lassen sich nicht mehr abspeisen mit Cent-Beträgen. Selbstbewusst fordern sie Respekt und bessere Bezahlung. Nun ist die SPD auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Von einem Übergangstarifvertrag ist die Rede, doch was heißt das? Bedeutet dies wirklich Unterstützung, oder soll dem Kampf nur der Wind aus den Segeln genommen werden?

Seien wir wachsam. Unterstützen wir die Aktion am Mittwoch und zeigen wir, dass wir voll und ganz hinter den Beschäftigten stehen. Kommt zahlreich mit Transparenten und Schildern. WeMittwoch 19.5.:11:30 Uhr Streikversammlung am Gewerkschaftshaus am Kornmarkt, 13:00 Uhr Streikdemonstration zur Stadtratssitzung an der Meistersingerhalle, 14:00 Uhr Streikkundgebung vor der Stadtratssitzung.

Quelle: https://www.redside.tk/2021/05/16/unterstuetzt-die-servicebeschaeftigten-am-klinikum-streikkundgebung-am-19-5-vor-der-stadtratssitzung/
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Re: Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #468 am: 14:21:25 Mo. 17.Mai 2021 »

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Kuddel

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Re: Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #469 am: 18:00:53 Di. 18.Mai 2021 »
Auch vielversprechend:

Zitat
Charité und Vivantes droht Streik im Sommer
Berliner Pflegekräfte stellen 100-Tage-Ultimatum im Wahlkampf

Am Tag der Pflege protestieren Berliner Klinik-Beschäftigte – und setzen Senatschef Müller unter Druck. In der Vivantes-Reha gibt es einen ersten Ausstand.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/charite-und-vivantes-droht-streik-im-sommer-berliner-pflegekraefte-stellen-100-tage-ultimatum-im-wahlkampf/27181530.html

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Re: Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #470 am: 08:54:52 Do. 20.Mai 2021 »
Zitat
Streik am Klinikum: Beschäftigte sollen wieder in den öffentlichen Dienst

NÜRNBERG - In den Tarifkonflikt um die Beschäftigten der Service-GmbH des Nürnberger Klinikums (KNSG) ist Bewegung gekommen: Oberbürgermeister Marcus König (CSU) und Finanzreferent Harald Riedel (SPD) haben den Reinigungs- und Transportkräften eine Rückführung in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) für den 1. Januar 2024 in Aussicht gestellt.

Quelle: https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/streik-am-klinikum-beschaftigte-sollen-wieder-in-den-offentlichen-dienst-1.11083638
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Fritz Linow

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Re: Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #471 am: 16:36:23 Do. 20.Mai 2021 »
Am Städtischen Krankenhaus Kiel streiken heute die Beschäftigten der ausgegliederten Servicegesellschaft.

Zitat
Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten der Servicegesellschaft das Ende der „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ beim Städtischen Krankenhaus Kiel, also die Tarifbindung des TVÖD auch für die Servicegesellschaft.
https://kiel-ploen.verdi.de/ueber-uns/gesundheit/++co++c5041eb0-b948-11eb-b172-001a4a160100









Die Stadt als Arbeitgeber droht mit Insolvenz. Auch nicht besser als die Situation am UKSH.

Kuddel

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Re: Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #472 am: 09:50:32 Do. 27.Mai 2021 »

Kuddel

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Re: Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #473 am: 20:39:38 Di. 01.Juni 2021 »
Zitat
Asklepios-Mitarbeiter in Brandenburg an der Havel streiken für bessere Bezahlung

Mit einer einstweiligen Verfügung wollte die Geschäftsleitung den Ausstand verhindern. Der Richter am Arbeitsgericht nahm den Antrag auseinander.
https://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Asklepios-Mitarbeiter-in-Brandenburg-an-der-Havel-streiken-fuer-bessere-Bezahlung

Zitat
Kundgebung auf der Moselbrücke in Bernkastel-Kues



Bernkastel-Kues (soa) Es geht ihnen um Wertschätzung und Anerkennung ihrer Arbeit, die den rund 500 nichtärztlichen Beschäftigten der Rehakliniken auf dem Kueser Plateau in Zeiten der Corona-Pandemie besonders viel abverlangt.
https://www.volksfreund.de/region/mosel-wittlich-hunsrueck/streik-bei-den-median-kliniken-kundgebung-auf-der-moselbruecke-in-bernkastel-kues_aid-58795345

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Re: Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #474 am: 10:33:41 Fr. 04.Juni 2021 »
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Kuddel

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Re: Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #475 am: 15:45:14 Mo. 14.Juni 2021 »
Wat is dat schön:



Unterstützer von außen zeigen der Belegschgaft Solidarität!
Stadtteilarbeit mit Hand und Fuß.

Kuddel

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Re: Unruhige Krankenhäuser?
« Antwort #476 am: 10:29:54 Do. 17.Juni 2021 »
Zitat
Fahrrad-Demo in Hamburg gegen Gesundheitspolitik

Unter dem Motto "Wir steigen der Politik aufs Dach!" haben Beschäftigte aus Krankenhäusern, Pflege- und anderen Gesundheitseinrichtungen in Hamburg für bessere Arbeitsbedingungen in der Branche demonstriert.
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Fahrrad-Demo-in-Hamburg-gegen-Gesundheitspolitik,demo3362.html