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Tarifsituation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

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Fritz Linow:

--- Zitat ---10.11.21
Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) beteiligt sich ab 1. Januar 2022 am ÖPNV-Jobticket der NAH.SH. Damit können die rund 15.000 Mitarbeiter vergünstigt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren. Das UKSH bezuschusst das Jobticket mit einem steuer- und sozialversicherungsfreien Arbeitgeberzuschuss in Höhe von monatlich 30 Euro – der höchsten Rabattstufe, die hier möglich ist. Die NAH.SH gewährt einen zusätzlichen Rabatt von 20 Euro monatlich.
--- Ende Zitat ---
https://www.hl-live.de/text.php?id=148009

Angenehmes Greenwashing und gut für das Image. Verkehrswendeaktivisten freuen sich, dass das Gegenargument vom notwendigen Privat-PKW für Pflegekräfte nun wegfällt.

Trotzdem wird nun auch am UKSH Kiel gewarnstreikt und am 16.11., 10:00 Uhr Gewerkschaftshaus, gibt es Demo zum Landtag.

Kuddel:
Ich habe von Intensivbettenschwindel im großen Stil am UKSH gehört.
Ich habe bisher eher windige Quellen dazu gefunden.
Weiß jemand mehr?


Fritz Linow:
Ich halte das für Blödsinn, passt aber natürlich so schön.


--- Zitat ---6.7.21
(...)
Die meisten Zuschüsse bundesweit erhielten das Klinikum Stuttgart und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), die beide jeweils 11,7 Millionen Euro für den Aufbau von 234 Intensivbetten erhielten. Tatsächlich gab es vor der Pandemie am UKSH 172 Intensivbetten, derzeit werden 240 Betten betrieben, wie das Klinikum mitteilt. Die übrigen 166 Betten seien als "Reserve" zu verstehen. Allerdings sei man in der Lage, die hohe Zahl "notfalls innerhalb weniger Tage zu betreiben".
(...)
--- Ende Zitat ---
https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/intensivbetten-113.html

Scholz persönlich:


--- Zitat ---7.12.21
UKSH-Chef Jens Scholz: Manche Corona-Patienten lügen uns an

Ungeimpfte Schwerstkranke auf der Intensivstation des Uniklinikums, eine hohe Dauerbelastung für Ärzte und Pflegekräfte und finanzielle Verluste: Die Pandemie hat das UKSH auch am Ende von Jahr zwei fest im Griff. Warum es trotzdem auch Lichtblicke gibt, erklärt Prof. Jens Scholz im KN-Interview.

(...)

Wie steht das UKSH derzeit finanziell da, sind die Einbußen durch die Pandemie so groß wie befürchtet?

Jein. Zunächst hat Jens Spahn ja jedem Krankenhaus pauschal 560 Euro für ein Bett gezahlt, das für Corona-Patienten freigehalten wird. Das war falsch, und manche Krankenhäuser haben dadurch richtig Geld verdient, weil dort der Leerstand lukrativer war, als Patienten zu behandeln. Dann wurde das System modifiziert, und es gab je nach Umständen 360 bis 760 Euro. Das war schon besser, aber für Unikliniken müssten es 800 bis 900 Euro sein, denn es geht ja nicht nur um die leer stehenden Betten, sondern auch um wegbleibende ambulante Patienten, leere Parkhäuser und vieles mehr. Nehmen Sie nur unseren Sicherheitsdienst, der kostet zehn Millionen Euro im Jahr. Darum gab es für das vergangene Jahr 46,8 Millionen Euro vom Land für die Corona-Verluste, und es ist besprochen, dass auch für dieses und nächstes Jahr das Land einspringt, wenn es nötig wird.

(...)
(Schranke)
--- Ende Zitat ---
https://www.kn-online.de/Nachrichten/Schleswig-Holstein/UKSH-Chef-Jens-Scholz-Manche-Corona-Patienten-luegen-uns-an

Es bleibt das Problem, die Reserve an Intensivbetten überhaupt betreiben zu können. Das funktioniert nur mit Schulungen des Personals und Freihaltung von normalen Betten. Vetternwirtschaft beim UKSH sehe ich eher bei anderen Sachen, als dass der Olaf seinem kleinen Bruder heimlich etwas zusteckt.

Fritz Linow:

--- Zitat ---Kundgebung und Demonstration_UKSH-Tochtergesellschaft Service Stern Nord am 07.05.2022 in Kiel

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft am 07.Mai 2022 zu einer Kundgebung und Demonstration in Kiel unter dem Motto: „Ein Betrieb - eine Belegschaft- ein Tarifvertrag - Schluss mit der ‚Zwei-Klassen-Gesellschaft‘ am UKSH“ auf.

Die Kundgebung findet um 11.00 Uhr in Kiel, Platz der Kieler Matrosen, statt. Die Demonstration verläuft durch die Kieler Innenstadt.
Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der UKSH-Tochtergesellschaft Service Stern Nord die Anwendung des Tarifvertrags der Länder (TVL) und damit die Gleichstellung aller UKSH-Beschäftigten im UKSH-Konzern. ver.di hatte das UKSH bereits 2020 zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die Gewerkschaft sieht die Landespolitik gefordert, denn das UKSH ist in der öffentlichen Hand des Landes Schleswig-Holstein.

(…)
--- Ende Zitat ---
https://kiel-ploen.verdi.de/branchen-und-berufe/fachbereich-c-gesundheit-soziale-dienste-bildung-und-wissenschaft/++co++0460eeb8-cd15-11ec-8b18-001a4a160100

Kann man machen, wirkt aber etwas überraschend. Letztes Jahr hatten die Beschäftigten schließlich recht laut und lebendig mit der Gewerkschaft der Servicekräfte (GdS) gestreikt.

Fritz Linow:

--- Zitat ---3.6.22
UKSH-Ärzte schlagen Alarm: 90 Stellen in Gefahr

An den Unikliniken in Schleswig-Holstein hat sich ein Millionendefizit aufgetürmt. Jetzt schlägt die Ärzteschaft Alarm: Ausgerechnet in ihren Reihen sollen 90 Stellen eingespart werden. Eine solche Maßnahme würde die Patientenversorgung akut gefährden.

(click to show/hide)Mediziner des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) haben einen Brandbrief an Landtagsfraktionen und Ministerien geschickt.Darin warnen sie: An den Standorten in Kiel und Lübeck sollen 90 von knapp 1700 ärztlichen Vollzeitstellen gestrichen werden.Während der Corona-Pandemie sei ein millionenschweres Defizit weiter angeschwollen und solle nun durch massiven Personalabbau verringert werden, so der Vorwurf. Mit dem Brief wehren sich die Mediziner gegen Forderungen, die der Wirtschaftsausschuss des UKSH-Aufsichtsrats zu Jahresbeginn erhoben hatte. Aufgrund des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes könne beim Pflegepersonal nicht mehr ohne Weiteres gekürzt werden, daher rückten offenbar ärztliche Stellen ins Visier. „Die Ärzteschaft des UKSH ist nicht bereit, eine solche Entwicklung widerspruchslos hinzunehmen“, heißt es in dem vierseitigen Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt. „Aus den verschiedenen Abteilungen unseres Klinikums erreichen uns bereits Berichte, dass offene Stellen nicht nachbesetzt oder bereits zugesagte Stellen nun doch nicht bewilligt werden.“ Auch im medizinisch-technischen Dienst würden freiwerdende Stellen einfach wegfallen. „Wir rechnen unter diesen Umständen mit gravierenden Folgen sowohl für unsere tägliche Arbeitsbelastung (...) als auch die Leistungsfähigkeit der universitären Krankenversorgung“, heißt es weiter. „Dabei wäre in letzter Konsequenz auch die Sicherheit der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten gefährdet.“ Die Landespolitik sei in der Pflicht, ihrer Verantwortung für die Krankenhausplanung nachzukommen. UKSH-Sprecher Oliver Grieve bestätigte, dass es einen entsprechenden Vorschlag des Ausschusses gebe. Würde dieser tatsächlich umgesetzt, gäbe es durch Personalkürzung ein Einsparungspotenzial von 9,2 Millionen Euro. Grieve schränkte sofort ein: „Vermutlich basiert dies auf der Annahme, dass ein aufgrund des Pflegekräftemangels eingeschränkter stationärer Leistungsbetrieb weniger Ärztinnen und Ärzte erfordert.“ Diese Annahme sei aber falsch: „Ökonomische Einsparpotenziale von Einzelmaßnahmen in dieser Größenordnung zögen unmittelbar erhebliche Nachteile für Patientinnen und Patienten sowie für die Maximalversorgung in Schleswig-Holstein nach sich.“ Der Brief platzt mitten in die schwarz-grünen Koalitionsverhandlungen hinein. Sowohl Vertreter von CDU als auch Grünen sicherten den UKSH-Medizinern volle Unterstützung zu. „Es gibt keine Notwendigkeit des Personalabbaus“, heißt es von der Union. „Wir müssen vielmehr Anreize schaffen, damit uns gut qualifiziertes medizinisches Fachpersonal in Schleswig-Holstein erhalten bleibt.“ Das formulieren die Grünen ähnlich. Personalabbau halte man für den falschen Weg. „Wir Grüne fordern stattdessen ethische statt ökonomischer Grundwerte im Gesundheitswesen“ – und einen kompletten Neustart der Krankenhausfinanzierung.
--- Ende Zitat ---
https://www.kn-online.de/schleswig-holstein/uksh-aerzte-schlagen-alarm-90-stellen-in-gefahr-PLK2WU4PHIBJH3QEUBXVI7NQSM.html

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