Autor Thema: Proteste gegen Kohlekraftwerk  (Gelesen 45835 mal)

BGS

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #90 am: 22:59:01 Mo. 15.Oktober 2018 »
Angesichts der heute vorhandenen Technik und Anwendbarkeit regenerativer Energien ist eine weitere Nutzung von Braunkohle ohne Sinn und Verstand.

MfG

BGSn
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Fritz Linow

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #91 am: 13:34:16 Mi. 17.Oktober 2018 »
Psychoterror vor dem Haus von Kohlekommissionsmitglied und Tagebaubetroffener Antje Grothus.
https://twitter.com/stattbraunkohle/status/1052480737478397953

counselor

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #92 am: 19:55:03 Mi. 17.Oktober 2018 »
Zitat
Streit um den Braunkohleabbau: SPD will „Ende Gelände“-Protestcamp verhindern

Niederzier Mit Blick auf das von der Anti-Braunkohle-Bewegung „Ende Gelände“ vom 25. bis 29. Oktober in der Gemeinde Niederzier geplante Protestcamp mit mehr als 2000 Teilnehmern ruft die Niederzierer SPD alle gesellschaftlichen Gruppen zum bürgerlichen Widerstand auf.

Quelle: https://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/spd-ruft-zum-widerstand-gegen-ende-gelaende-camp-auf_aid-33714839
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re:Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #93 am: 08:59:19 Fr. 19.Oktober 2018 »
Initiative “Gewerkschafter*innen für Klimaschutz” zur Blockade der Kraftwerke durch IG BCE Vertrauensleute
Zitat
Zu der Blockade der Kraftwerke durch Vertrauenleute der IG BCE erklärt Helmut Born von der Initiative “Gewerkschafter*innen für Klimaschutz”: “Es bleibt zu hoffen, das die IG BCE einmal eine Forderung an RWE für den Erhalt der Arbeitsplätze stellt und nicht nur gemeinsam mit dem Vorstand von RWE gegen die Klimabewegung und dem durch das Oberverwaltungsgericht Münster verhängten Rodungsstop hetzt, sondern konkrete Forderungen aufstellt, die in der Lage wären, positive Lösungen im Sinne der Beschäftigten zu durchzusetzen. Dazu gehört heute vor allem die nach Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich, zum Erhalt aller Arbeitsplätze. Perspektivisch bedeutet dies, sich um den Strukturwandel im Rheinischen Revier zu kümmern, um für die Beschäftigten Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen. Daran muss auch RWE beteiligt werden, das ja seit Jahrzehnten große Profite durch die Verstromung der Braunkohle erzielt hat. Dies ist keine Aufgabe für den Sankt-Nimmerleins-Tag, sondern für die nächste Zeit, da die Verstromung der Braunkohle schneller zurück gefahren wird, als RWE und IG BCE sich das wünschen. Der Strukturwandel im Revier kann eine große Chance zu einer nachhaltigen und Klima schonenden Entwicklung sein”. “Wichtige Vorraussetzung dafür ist die Beteiligung der ortsansässigen Bevölkerung und der Beschäftigten. Ohne diese Beteiligung wird der Strukturwandel eine Angelegenheit der großen Konzerne und der Landesregierung. Solch ein Konstrukt hat schon aus dem Ruhrgebiert eine Armutsregion gemacht. Dies gilt es im Rheinischen Revier zu verhindern”, erklärt Born abschliessend.
Erklärung vom 16.10.2018

ManOfConstantSorrow

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Re: Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #94 am: 14:04:24 Sa. 02.Februar 2019 »
Das Imperium schlägt zurück:

Zitat
Hambacher Forst
RWE treibt Tagebau voran

Der Kohlekonzern macht in der Region um den Hambacher Forst Tempo.
https://www.fr.de/wirtschaft/hambacher-forst-rwe-tagebau-11651572.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Rudolf Rocker

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Re: Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #95 am: 14:14:47 Sa. 02.Februar 2019 »
Was kostet so eine russische Langstreckenrakete? >:(

Kuddel

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Re: Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #96 am: 13:14:37 So. 10.Februar 2019 »
Zitat
Proteste gegen Kohlekommission im Rheinischen Revier

Seit heute Morgen wird im Rheinischen Braunkohlerevier ein Bagger des Tagebaus Garzweiler II blockiert. Zeitgleich demonstriert etwa ein Dutzend Bewohner*innen aus von der Abbaggerung bedrohten Dörfern mit einer Mahnwache.




Sieben Menschen blockieren seit 6:30 Uhr einen Bagger des Tagebaus Garzweiler II im Rheinischen Braunkohlerevier. Der Bagger, der sich auf Keyenberg zubewegt, musste angehalten werden, teilt das Bündnis ausgeCO2hlt mit. Zeitgleich demonstriert etwa ein Dutzend Bewohner*innen aus von der Abbaggerung bedrohten Dörfern mit einer Mahnwache. Sie ziehen am Grubenrand des Tagebaus eine rote Linie gegen die Zerstörung ihrer Dörfer und des Klimas. Die Klimaaktivist*innen und Bewohner*innen aus Dörfern wie Keyenberg und Berverath protestieren mit den Aktionen gegen die Ergebnisse der Kohlekommission.

„Dieser Kohlebagger frisst sich durch die Landschaft direkt auf mein Zuhause zu. Jede Stunde, die er stillsteht, ist eine gute Stunde“, sagte Andre Brosch aus Berverath. In ihrem Abschlussbericht sagt die Kohlekommission den Energieversorgern Entschädigungen in Milliardenhöhe zu, während Formulierungen zum Schutz der bedrohten Dörfer und des Hambacher Walds schwammig bleiben oder ganz fehlen.

„Ein Ausstiegsdatum 2038 ist kein Konsens, sondern der Totenmarsch für die Pariser Klimaziele. Es ist ein Verbrechen, dass die Bundesregierung das 1,5-Grad-Klimaziel aufgeben will. Das lässt die Bewegung für Klimagerechtigkeit nicht zu! Die Menschen, die den Bagger blockieren, leisten effektiven Klimaschutz“, sagte Daniel Hofinger von der Gruppe ausgeCO2hlt zu den Aktionen.

„Ob Keyenberg oder Dörfer in Kolumbien und Russland – So lange Deutschland Braun- und Steinkohle verfeuert, wird weltweit die Lebensgrundlage von Menschen zerstört. RWE lässt sich den Pseudo-Kohleausstieg vergolden, während die Betroffenen ihre Dörfer verlieren sollen. Das ist ein Skandal“, so Hofinger. Nach den Plänen der Kohlekommission würde Deutschland noch 20 Jahre Steinkohle verstromen, die die Energiekonzerne zu hundert Prozent importieren. In den Abbaugebieten kommt es zu Menschenrechtsverletzungen und zu Umweltzerstörung.


...
Untersuchungshaft nach Baggerblockade in der Lausitz
...
U-Haft-Anhörungen nach Baggerbesetzungen in Cottbus
...
https://anfdeutsch.com/Oekologie/proteste-gegen-kohlekommission-im-rheinischen-revier-9443

ManOfConstantSorrow

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Re: Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #97 am: 08:13:44 Fr. 15.Februar 2019 »
Zitat
Kohle-Proteste: Was ist Hausfriedensbruch?



Das nennt sich wohl repressiver Konsens. Der Konsens der Kohle-Kommission und die Repressionsschraube


Kohlekonsens? Welcher Kohlekonsens? Eher sieht es so aus, als soll die Repressionsschraube noch weiter angezogen werden, damit die Kraftwerksbesitzer und Tagebaubetreiber ungestört weiter machen und sich das Abschalten abgeschriebener Anlagen noch vergolden lassen können.

Die Kampagne "Ende Gelände“ teilt mit, dass drei Aktivisten seit einer Woche in Untersuchungshaft sitzen. Ihnen wird Hausfriedensbruch vorgeworfen. Sie hatten gemeinsam mit anderen, wie berichtet, am Montag vergangener Woche Kohlebagger in der Lausitz und im Leipziger Umland blockiert.
Zitat
U-Haft für den Vorwurf Hausfriedensbruch, das ist völlig überzogen. Das Amtsgericht Cottbus macht sich damit zum verlängerten Arm der Kohleindustrie.
Nike Mahlhaus, Pressesprecherin "Ende Gelände“
https://www.heise.de/tp/news/Kohle-Proteste-Was-ist-Hausfriedensbruch-4308494.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kuddel

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Re: Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #98 am: 11:51:34 Di. 26.Februar 2019 »
Zitat
„Ende Gelände“-Prozess in Cottbus
Haft für Kohlebaggerbesetzer

„Ende Gelände“ vor Gericht in Cottbus: Der Richter sieht beim Eilverfahren gegen drei Klimaaktivisten „honorige Absichten“, aber eine Straftat.


Die drei Besetzer eines Kohlebaggers in der Lausitz sind am Montag im Eilverfahren vom Amtsgericht Cottbus zu zwei Monaten Haft wegen Hausfriedensbruchs verurteilt worden. Richter Georg Kapplinghaus folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft, da eine Geldstrafe gegen nicht identifizierte Personen nicht verhängt werden könne. Die Verteidiger hatten Freispruch verlangt. Der Richter würdigte zwar „honorige Absichten“ der Angeklagten, sprach aber von einer Straftat.
(...)
Die drei Studenten schilderten entwürdigende Behandlungen nach ihrer Festnahme. Polizisten hätten sie schmerzhaft gefesselt, frieren lassen, nackt leibesvisitiert und einem Durchfallkranken fünf Stunden den Toilettengang verweigert. Sie seien als „scheiß Schwuchteln“ beschimpft worden, und für die Haft habe man ihnen eine Vergewaltigung gewünscht.

Das Urteil ist auch für die übrigen zehn Besetzer des Welzower Abraumbaggers von Bedeutung, die ihre Personalien angegeben hatten und vorerst freikamen. Auf sie könnten Schadensersatzforderungen der LEAG zukommen.
http://www.taz.de/Ende-Gelaende-Prozess-in-Cottbus/!5572393/

Klassenjustiz.

counselor

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Re: Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #99 am: 00:17:52 So. 10.März 2019 »
Zitat
RWE-Hetze gegen Hambach-Besetzer - „Schädel einschlagen und Ruhe ist“

RWE-MitarbeiterInnen hetzen in einer geschlossenen Facebook-Gruppe gegen BesetzerInnen des Hambacher Walds – bis hin zu Mordaufrufen.

Quelle: https://www.taz.de/RWE-Hetze-gegen-Hambach-Besetzer/!5577428/
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Rudolf Rocker

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Re: Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #100 am: 16:48:12 Di. 19.März 2019 »
#alledörferbleiben

23.03.2019
Sternmarsch im Rheinland

https://www.alle-doerfer-bleiben.de/aktionen/sternmarsch/

Kuddel

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Re: Proteste gegen Kohlekraftwerk
« Antwort #101 am: 11:40:29 Sa. 23.März 2019 »
Die fünf Ortschaften Keyenberg, Kuckum, Berverath, Ober- und Unterwestrich sollen dem Tagebau Garzweiler II weichen. Die Umsiedlung der rund 1.500 Menschen ist in vollem Gange. Doch seit dem Berliner Kohlekompromiss ist die Unsicherheit in den Ortschaften groß.

Proteste gehen weiter


Wer geglaubt hat, dass der Berliner Kohlekompromiss für Klarheit und Ruhe im Rheinischen Revier sorgen würde, hat sich getäuscht. Die Proteste gehen weiter. Nach dem Hambacher Forst jetzt auch in den Umsiedlungsdörfern.

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/sternenmarsch-alle-doerfer-bleiben-100.html