Autor Thema: Was kommt raus bei der privatisierten Gesundheitsreform und der Lohnpolitik des Marburger Bundes  (Gelesen 909 mal)

Wilddieb Stuelpner

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Der Marburger Bund vertritt betriebswirtschaftliche Klientel- und gesundheitswirtschaftliche Bankrottpolitik zum alleinigen Vorteil der Ärzteschaft auf Kosten der übrigen Beschäftigten des Gesundheitswesens und auf Kosten der Versicherten, Patienten und Krankenkassen. Der Marburger Bund spielt den Privatisierern des Gesundheitswesens in die Hände. Die privatwirtschaftlich denkende und handelnde Mediziner sind an erster Stelle zu Geschäftsleuten und an zweiter zu Medizinern mit ihren hippokratischen Verpflichtungen mutiert.

Das kommt aus einer Gesundheitsreform der Großen Koalition raus:

Die Ware Gesundheit wird für Otto Normalbürger zum unbezahlbarem Luxus - die Zuzahlungen und Mitgliedsbeiträge steigen ins Uferlose - die Leistungen werden für Kassenpatienten gestrichen und gibt es nur noch auf Privatrechnung. Schön, dass sich Ärzte von den Pharmakonzernen sponsoren und aushalten lassen. Privilegien wie bei Politikern und Beamten.

ARD/NDR, Sendung "Panorama" vom 16.08.2007: Trotz Verbot – Pharmakonzerne manipulieren Ärztefortbildungen

Süddeutsche Zeitung vom 07.03.2008: Pharma-Industrie - "Ärzte brauchen keine Fortbildung auf Kreta"

Süddeutsche Zeitung vom 05.02.2008:Ärzte-Bestechungsskandal - Laptop und Luxus-Reisen

Spiegel-Online vom 28.08.2006: KASSEN-BETRUG - Organisierte Kriminalität auf Rezept

ARD/SR, Sendung "Plusminus" vom 13.05.2008: Hausarztmodell Sparen - Fehlanzeige

Bei plusminus findet man im Archiv noch mehr Kritikwürdiges an der Ärzteschaft und an der Gesundheitsreform.

Und dann noch diese unverschämte Erpressung durch eine Ärztepräsidenten:

Videotextafel 117, MDR, So 18.05.08 18:55:07

Behandlung nicht mehr für alle gleich

Die medizinische Versorgung in Deutschland wird sich nach Ansicht der Ärzteschaft in Zukunft verschlechtern.

Ärztepräsident Hoppe sagte, aus Kostengründen könnten nicht mehr alle Patienten gleich behandelt werden. Wegen der strikten Begrenzung der Ausgaben sei eine umfassende Gesundheitsversorgung für jedermann nicht mehr bezahlbar. Hoppe forderte, dass Patienten künftig mehr Behandlungen selbst zahlen sollen. Als Beispiel nannte er Kuren.

Zudem plädierte Hoppe für einen Gesundheitsrat aus Ärzten und Ökonomen. Er soll die Politik über die wichtigsten medizinischen Versorgungen beraten.

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Und wo bleibt der Verbraucherschutz der Versicherten und Patienten