Autor Thema: Milch in den Abfluss und keinen interessierts  (Gelesen 21596 mal)

Sobutai

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Milch in den Abfluss und keinen interessierts
« Antwort #30 am: 19:24:50 Fr. 30.Mai 2008 »
Zitat
Original von momo13
einfach so weg zu kippen, finde ich eine Schweinerei!!!!!
Aber einfach aus dem Stall an Menschen verteilen, geht auch nicht. In meinem Landkreis hatte ein Bauer einer Schulklasse, die den Hof besichtigten, Rohmilch von der Kuh gegeben, und alle wurden krank, teilweise mit Krankenhausaufenthalt. Die Milch muß also erst behandelt werden.
Ich meine, das die Bauern kein Recht zu solchen Massnahmen haben, sie bekommen genügend Subventionen, ich habe hier im Umkreis keinen Bauern, der drauf legt. Sie bekommen ja auch Strom und Kraftstoff viel billiger als wir.
Ich weiß wirklich nicht, warum die solch einen Aufstand machen.
Und angesichts der hungernden Menschen in anderen Ländern  eine riesige Schweinerei-------------------haben die denn kein Gewissen?
Ne, wahrscheinlich nicht.
momo13 :aggressiv>

Wir holen seit Jahren frische Milch vom Bauern und hatten nie probleme.
Zitat / Song Frank Zappa:
What I always say is that politics is the entertainment branch of industry.

Kakerlake

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Milch in den Abfluss und keinen interessierts
« Antwort #31 am: 02:20:46 Sa. 31.Mai 2008 »
Solidarität welch ein schönes Wort, aber es sollte eine ehrliche sein und nicht bloß aufgesetzt und schon gar nicht nur eine einseitige.
Ich gehöre zur Fraktion derer, weche differenzieren und da gibt es eben so ne und so ne Bauern.
Die einen, oftmals großen Betriebe, kassieren Subventionen in massen,
 sind mit privilegien ausgestattet wie kein zweiter hier, zerstören fast die Exixtens der kleineren Betriebe und halten sich auch sonst an der Gesellschaft schadlos. Wenn ihnen aber etwas markwirtschaftlicher Wind entgegen bläst, erstarren sie refelexartig in ihre Embryohaltung und tun so als wenn sie jahre lang nicht die besten Preise für ihr Produkt kassierten und jetzt kommt der kleine Bauer ins Spiel.
Vorher nur ein paar Stichworte: Euroumstellung, Lebensmittelverteuerung, Dollar billig, Soja (Tierfutter)  bezahlt mit Dollar.Machts klick?
Jetzt wird der Kleinbauer mobilisiert, (in einer Rentendiskussion isses die Oma mit 400€ Rente) der welche zwar auch privilegien etc. besitzt, aber trotzdem gerade noch so über die Runden kommt und der soll Solidarität in der Bevölkerung erzeugen, was ja auch funktioniert und oftmals sehr berechtigt ist. Wenn die kleinen kaum an die prall gefüllten Subventionstöpfe kommen, muß man eben einen zweiten für die Kleinen aufstellen und mit einem Teil vom anderen Topf füllen.
Besonderst hier in Bayern ist die Bauernlöbby besonderst stark (CSU) und ich glaube die benötigen keine weitere unterstützung und schon gar nicht von den Arbeitslosen indem sie auf ihren Feldern für einen Hungerlohn buckeln und schon fallen mir die z.b. polnischen und russischen Zwangsarbeiter ein, welche gerne zwischen 1940 und 45 von den Bauern genommen wurden. Menno aber auch!
Na gut, die bösen Zeiten sind Gott sei dank vorbei und heute essen wir alle Spargel. gelle?

Kühnel hat doch recht, die Kleinbauern sollten sich genossenschaftlich organisieren, solidarisieren und weniger auf die Subventionstöpfe schauen, das macht frei von Vorgaben der EU, schafft aber möglichkeiten bei der Selbstvermarktung.

Schraubenwelle

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Milch in den Abfluss und keinen interessierts
« Antwort #32 am: 10:02:49 Sa. 31.Mai 2008 »
Zitat
Original von Schraubenwelle
@Joachimkuehnel...die Bauern gerade im Norden sind überwiegent Genossenschaftlich Organisiert.
Trotzdem ist die Bezahlung nicht besser wie anders wo...obwohl die Molkereien in Bauerhand sind.
Die Preise werden von den grossen Handelsketten Gedrückt...so nach dem Motto..gibst du mir nich die Milch für 20 Cent hole ich sie mir von wo anders.


Viele geben für Kippen oder Bier mehr Geld aus als für ein Liter Milch mal 5 oder 10 Cent mehr zahlen zu wollen.


@Kakerlake....ich habe mich mal selbst Zitiert..was ich nicht gern mache..ber lese dir bitte mal auch die Beiträge durch...nur mal genossenschaftlich sich zu Organisieren ...ist auch nicht immer so Klasse !

Wilddieb Stuelpner

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Milch in den Abfluss und keinen interessierts
« Antwort #33 am: 10:41:54 Sa. 31.Mai 2008 »
Alles, was privatwirtschaftlich produziert wird, strotzt nur so von betriebswirtschaftlichem Egoismus. Da rennen diese Eigner ohne Sinn und Verstand mit betriebswirtschaftlichen Scheuklappen durch die Gegend, weil sie nicht nach einem abgestimmten, volkswirtschaftlichem Konzept wirtschaften.

Weil jeder Produzent dem Anderem sein Teufel ist, stehen diese sich gegenseitig im Wege und bieten unnötig Überschüsse auf dem Markt an, die keiner braucht. Mit viel Sinn und Verstand könnte man gemeinschaftlich Arbeitsteilung, Kooperation, Spezialisierung, Standardisierung in der Produktion betreiben - also ein bedarfsgerechtes Produzieren und kein sinnloses Überschussproduzieren. So spart man volkswirtschaftlich Kapazitäten an Arbeitskraft, an Maschinen, Material, Energie, die man aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht verschwendet und vergeudet hat, ohne ein Arbeitsergebnis, ohne einen Absatz erzielt zu haben.

Das ist aber der schizophrene Normalfall der kapitalistischen Produktionsweise, was hirnverbrannt ist, wenn nicht mal ein Stückchen Planwirtschaft zu spüren ist.

Für mich ist eine genossenschaftliche und volkseigene Produktion im gemeinsamen Zusammenhalt und abgestimmter Fertigungs- und Qualitätsverantwortung die bessere Wahl als dieser beschissene Kapitalismus mit seinen idiotischen Hauruckaktionen - wer ist der Schnellere, der Skrupellosere, der Aggressivere auf Kosten der anderen Produzenten.

So was kommt raus, wenn im kapitalistischem Wertesystem das Geld, das Kapital und die Profitmaximierung die zentralen Markierungen sind, um das alles andere herumtanzt. Der Mensch mit seinen Bedürfnissen und tatsächlichem Bedarf wird benutzt und mißbraucht.

--------------------------------------------

Und ein privatwirtschaftlich organisiertes Gesundheits-, Sozial- und Altersversorgungswesen ist eine Perversion, denn da wird der Mensch und seine Arbeitskraft zur Handelsware, deren Wert man beliebig nach unten drückt.

Pervers sind privatwirtschaftlich Ärzte, die den Eid des Hipprokrates tauschen gegen die Schmiergeld- und Bestechungsmöglichkeiten der Pharmaindustrie, wenn also Ärzte zu Monstern mutieren, vom Mediziner zum Geschäftsmann, der seinen schnellen Profit durch Einsatz von teurer Apparatetechnik kommen sieht.

Und wenn ich mir die ständeorientierte, mittelalterliche Interessenvertretung der Ärzte ansehe wie den Marburger Bund unter Montgomery, dann kommen mir die alten Zünfte und Gilden in den Sinn, die andere, artverwandte Berufsgruppen keine Entwicklungs- und Vertretungschance lassen. Solche Misthaufen benehmen sich wie Schmarotzer auf deren Kosten. Das ist wie bei der Gewerkschaft der Lokführer, die als Egoisten nur sich sehen, statt die notwende Existenz der anderen Berufsgruppen der gleichen Branche. Der eine Beruf kann ohne den anderen nicht sein und alle Berufe der gleichen Branche müssen zusammen in einer Gewerkschaft sich vertreten sehen. Wenn jeder seinen Kram für sich macht, dann spaltet man die Arbeiterbewegung und Berufsgruppen und Branchen. So was kann nicht der Weisheit letzter Schluß sein.

Hinsichtlich der Altersversorgung sollten auch alle standesorientierten Versorgungssysteme aufgelöst und in die gesetzliche Krankenversicherung überführt werden, will man eine sozial gerechte Gesundheits- und Altersversorgung erreichen. Ständeorientierte Versorgungssysteme wie private Kranken- und Rentenversicherungen klammern in unsolidarischer Weise Gesellschaftsrisiken aus und igeln sich nach außen hin ein. Auch eine Sozialschmarotzerei.

So lange Ärzte die Rolle von Geschäftsleuten ausüben, habe ich für dieses Gesundheits-, Sozial-, Reha- und Altersversorgungswesen etc. keinerlei Verständnis. Solche Ärzte picken sich die fetten Rosinen heraus und handeln nicht mehr nach ihren Eid. Sie brechen ihn stattdessen täglich. Am schlimmsten ist es, wenn sie eine jahrelange Hochschulausbildung mit steuerlicher Hilfe hinter sich haben und nicht mal den Anstand besitzen, diese von der Gesellschaft erhaltenen Leistungen abzutragen, sondern nur nach lukrativen Privatpatienten schielen, ihre Arbeitsplätze nicht dort ausüben, wo sie volkswirtschaftlich dringend gebraucht werden oder gleich sich ins Ausland verdrücken.

--------------------------------------------

Die Beamten: Der alte Preussenzopf, den man schon abschneiden müsste, weil das alle durchweg machterhaltene Büttel von Ausbeutern und Unterdrückern sind. Und diese Bande schindet das Volk, genießt unendliche Privilegien in Form von Zulagen, Zuschlägen, Beihilfen, Ausgleichsleistungen, bevorzugter Erhalt von Wohnungen etc. und das Allerschärfste. Sie reden der Bevölkerung die Notwendigkeit von Eigen- und Altersvorsorge ein, aber leben in der Beziehung auf Kosten der Steuer- und Beitragszahler, denn die Erzielung von Pensionen als spezielle Altersversorgungsart beruht nicht auf selbst erbrachten Sozialpflichtversicherungsbeiträgen, Beitragszeiten und beitragspflichtigen Bruttoarbeitsverdiensten, sondern allein aus nicht nach dem Leistungsprinzip zusammengesessenen Dienstjahren.

Sie haben noch den Vorteil nie die Armut und das Elend von den Hartzgesetzen kosten zu müssen, die sie am arbeitslosen Bevölkerungsteil durchsetzen und als Patient sind sie ohne erbrachte Versicherungsbeiträge auf Kosten des Steuerzahlers in der bevorzugten medizinischen Behandlung und Versorgung den Privatpatienten gleichgestellt. Auch dafür gibt es spezielle "Beihilfen", wobei Otto Normalverbraucher immer Praxisgebühren zuzahlen muß.

Und dann gibt es noch die schadlose Frühpensionierung über den richtig ausgesuchten Amtsarzt und zwar ohne jegliche Abschläge, im Gegensatz zu den Arbeiter und Angestellten. Dafür gibt es im Internet eine exemplarische Beschreibung, wie sich Beamte mit getürkten "Krankheiten" in den vorzeitigen Ruhestand verdrücken.

Stellvertretend lese man sich diese Postings im Thread noch einmal durch: Telekom - Bizarre Reform

Diese Verdrückaktionen, kommen in jedem Verwaltungsbereich vor, wo Beamte tätig sind. Und da rege sich noch einmal einer über Arbeitslose auf.

Wenn uns denn immer wieder die verbeamteten Pensionäre mit ihren Ruhestandsgeldern finanziell als Volkswirtschaft belasten würden, stellt sich doch die Frage, warum schaffen wir uns diesen mittelalterlichen, reaktionären, machterhaltenen Büttelklotz nicht ab und wandeln sie um für den Rest ihrer "Amts-"zeit in sozialpflichtversicherte Angestellte mit beitragspflichtigem Altersrentenanspruch?

Dann gibt es keine Unterschiede zwischen Rentnern und Pensionären mehr, weil es künftig nur noch Rentner gäbe.

Man hält aber an diesem ollen Zopf fest, weil man privilegierte Leuteschinder braucht, die die Drecksarbeit für die Unternehmer und Politiker machen sollen, damit die als Schreibtischtäter nicht für den Vollzug der Schinderei zur Verantwortung gezogen werden sollen und die Beamten wiederum berufen sich dann auf ihre Amtspflichten und den Befehlsnotstand. So sind beide raus aus den rechtlichen Konsequenzen. Warum wohl hat man bis zum heutigen Tag noch kein Amtshaftungsgesetz eingeführt? Das hat seinen Grund in der soeben beschriebenen Vorgehensweise und amtlichen Unangreifbarkeit von unterdrückenden Bütteln, die man sich als Machtwerkzeuge erhalten will.

Zumindestens zukünftig kann man sich Verbeamtungen mit diesen Privilegien ein für alle mal schenken und nach Schweizer Vorbild die Bürgerversicherung republik- und europaweit durchsetzen, denn uns drückt ja noch der Klotz der unnützen Europabeamten.

Wilddieb Stuelpner

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Milch in den Abfluss und keinen interessierts
« Antwort #34 am: 11:12:36 Sa. 31.Mai 2008 »
Untergang oder Neuanfang – Die absurde Schlacht um EU-Subventionen

NDR - Panorama Nr. 655 vom 23.6.2005: Untergang oder Neuanfang – Die absurde Schlacht um EU-Subventionen

ARD/WDR, Sendung MONITOR Nr. 549 am 15. Juni 2006: Europas Agrarsubventionen - Geldsegen für Großkonzerne

Das Superkonto - Der Griff nach den EU Milliarden

ARD/WDR, Sendereihe "die story": Das Superkonto - Der Griff nach den EU Milliarden

Montag, 22. Januar 2007, 22.30 - 23.15 Uhr

Was passiert eigentlich mit den Steuergeldern, die als Mitgliedsbeiträge von der Bundesregierung auf ein Konto der Europäischen Union überwiesen werden? Im Jahr sind das 22 Milliarden Euro. Allein in Brüssel gibt es über 2.500 Büros, die nur damit beschäftigt sind, Geld von der EU zu erhalten. Konzerne, Lobbyisten, Berater und Politiker haben auf unterschiedliche Weise Zugriff auf das Superkonto mit den Steuermilliarden.

Beispiel Nestlé. Warum kassiert das Schweizer Unternehmen mit einem Jahresgewinn von 8 Milliarden Schweizer Franken über 40 Millionen Euro an EU-Subventionen?
Rheinbraun, heute RWE-Power, bekommt die meisten Argrarsubventionen in NRW; Rechte: WDR/dpa

Beispiel RWE. Warum erhält der Essener Energiekonzern die mit Abstand größten Agrarsubventionen in Nordrhein-Westfalen?

Beispiel Europäische Kommission: Warum besitzt die Europäische Regierung Schwarzkonten mit Millionenbeträgen, von denen keiner weiß wer von ihnen profitiert?

Das Superkonto - eine spannende story über den Griff nach den EU-Milliarden.

Redaktion: Edeltraud Remmel
Autoren: Michael Grytz, Klaus Martens

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Milch in den Abfluss und keinen interessierts
« Antwort #35 am: 13:54:51 Sa. 31.Mai 2008 »
Kühnel hat doch recht, die Kleinbauern sollten sich genossenschaftlich organisieren, solidarisieren und weniger auf die Subventionstöpfe schauen, das macht frei von Vorgaben der EU, schafft aber möglichkeiten bei der Selbstvermarktung.[/quote]

Ich denke die sind doch genossenschaftlich organisiert. Die haben doch alle Anteile an den Molkereien. Sie haben dort bloß nichts mehr zu sagen.
Die Subventionen in dem Bereich Milchwirtschaft sollen nach dem willen der EU
in nächster Zeit auslaufen. Profitieren tun sowieso nur die Großbauern davon.
Was die Selbstvermarktung betrifft, sehe ich auch die größten Chancen für die Landwirtschaft. Auch wir als Verbraucher wüssten endlich wieder wo unsere Lebensmittel herkommen. Bis in die 70er Jahre gab es bei uns im Landkreis noch bis zu 4 selbstständige Molkereien. Sie wurden alle nach und nach geschluckt, von der heute größten Molkerei in RLP, den Hochwaldwerken.

Interessant wäre noch zu erwähnen, dass die von meiner Tochter bevorzugte Land Liebe Milch schon um 7 Cent teurer geworden ist. Wir haben uns dann entschieden Bio Milch zu kaufen.

@joachimkühnel,
zuerst mal danke für die interessanten Links. Ich kann auch deine Sichtweise voll und ganz nachvollziehen. Aber woran liegt es dann, dass es mit der Planwirtschaft in den ehemaligen Sozialistischen Volkswirtschaften nicht geklappt hat?
Meiner bescheidenen Meinung nach liegt es an den Menschen selbst. Solange es Menschen gibt, wird es auch immer die geben die Macht über andere ausüben. Das ist im Sozialismus so und erst recht im Kapitalismus. Deswegen bleibt deine Sichtweise auch immer bloße Theorie. Leider.

ManOfConstantSorrow

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Milch in den Abfluss und keinen interessierts
« Antwort #36 am: 17:02:15 Sa. 31.Mai 2008 »
Zitat
ERFOLGREICHER MILCHBOYKOTT
Edeka und Lidl wollen "faire" Milch verkaufen

Seit vier Tagen streiken die Bauern, und das scheint zu wirken: Die beiden Handelsunternehmen Edeka und Lidl wollen den Landwirten ihre Milch künftig zu fairen Preisen abnehmen - zahlen soll dafür der Verbraucher.


(...)

Auch dänische Bauern wollen mit Hilfe deutscher Kollegen den Import von billiger Milch durch die Supermarktkette Aldi verhindern. Der Verband der Milchhersteller teilte in Kopenhagen mit, dass drei nicht genannte Molkereien in Deutschland blockiert werden sollten, von denen die dänische Aldi-Tochter ihre Milch bezieht.

Bauern in Dänemark gegen Aldi

Die Bauern in Dänemark wollen mit der Aktion gegen eine Billigpreis-Aktion von Aldi protestieren. Das Unternehmen hatte in dieser Woche mit Preissenkungen bei Milch geworben, auf die andere Supermärkte mit ähnlichen Schritten reagierten. Das werde letztlich zu Lasten der Bauern gehen, sagte Verbandssprecher Christian Sievertsen. Er sagte aber auch, dass Boykottaktionen wie in Deutschland "eigentlich nicht unser bevorzugtes Kampfmittel sind".
(...)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,556818,00.html
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Wilddieb Stuelpner

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Milch in den Abfluss und keinen interessierts
« Antwort #37 am: 17:06:40 Sa. 31.Mai 2008 »
Den richtigen Weg in diese Richtung Genossenschaft hat man schon früher begangen:

Stichwort: Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Handelsgenossenschaften von der Belieferung mit Saatgut, Dünger, landwirtschaftlichen Ausrüstungsgegenständen bis hin zur genossenschaftlichen Eigen- Kredit- und Investitionsfinanzierung (In der DDR hießen diese bäuerlichen Versorgungseinrichtungen - Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB) und eben in den Altländern die Raiffeisengeschichte. Dann hatten und haben wir noch die Konsumgenossenschaften, Wohnungsbaugenossenschaften, Genossenschaftsbanken.

Was den Milch-, Obst- Wein- und anderen Bauern auch bei einer Genossenschaftsbildung momentan auf die Füße fallen würde, ist ihre fehlende Basis an rohstoffprodukteverarbeitender Industrie und die davon abgeleitete, mangelnde Angebotsbreite an Fertigproduktsortimenten. Also von der Saatgutbeschaffung, der gemeinsamen Nutzung der Landwirtschaftstechnik, der gemeinsamen Bestellung, Pflege und Ernte der Felder, der gemeinsamen Produktevermarktung, der Finanzierung der Betriebseinrichtungen ist bei diesen "Genossen" alles Hand in Hand zu planen und durchzuführen.

Dann braucht man auch keine fremde Hilfe von Niedriglöhnern, Fremdarbeitern und 1-Euro-Jobbern, sondern von tariflich bezahlten sv-pflichtversicherten Mitgenossen oder Angestellten. Genossenschafter haben auch eine bodenständuige, andere Einstellung zum Wert der Arbeit, zum Sozial- und Gemeinwesen. Sie stehen selbst mittendrin im Feld und den Ställen und machen selbst mit ihren Buckel krumm, was ein Großbauer oder vermarktender Monopolist nicht mehr nötig hat. Der bedient sich der Arbeitskraft seiner Mägde, Knechte und zeitweise beschäftigten Niedriglöhner. Einem Genossenschaftsvorsitzenden kann man die Meinung gemeinsam in der Vollversammlung geigen, einem Unternehmer bestimmt nicht. Da wird der Monatsletzte der entgültige Feierabend werden.

Über die Schiene Genossenschaften könnten auch die Gewerkschaften über Mitbeteiligungen wieder Zulauf an beitragzahlenden und aktiv im eigenen Interesse handelnden Mitgliedern erhalten.

Der Bürger ist durch die Supermärkte und Discounter verwöhnt worden und hat das Tante-Emma-Prinzip verstoßen und im Stich gelassen. Das rächt sich eben am Beispiel der Monopolstellung der Supermärkte und Discounter und internationalen Lebensmittelkonzerne. Die gehen mit ihren Lobbyisten in den Landesregierungen und in der EU über "Leichen" sowohl beim Erzeuger als auch beim Verbraucher.

Das Strickmuster mit den Genossenschaften könnte man auch auf die medizinische, soziale, Pflege- und Altersversorgung ausdehnen, wenn man denn auch wöllte und das Volk tatsächlich politisch wie wirtschaftlich das Sagen hätte.

Der Haken von Genossenschaften:

Genossenschaften haben ihre lokale und regionale Berechtigung, reichen aber nicht für eine landesweite Versorgung und Betreuung aus. Typisches Beispiel Republik Polen mit den zahlreichen Kleinbauern auf ihrer Minischolle. Die werden von den großen Landwirtschaftsunternehmen, Versorgungs- und Discounterketten der EU einfach gnadenlos überrollt und untergepflügt.

In der Summe ist die genossenschaftliche Leistungsfähigkeit und Kapazität immer begrenzt, um aus alleiniger Kraft ein ganz Volk oder einen Kontinent zu versorgen. Laufen diese Betriebe wirtschaftlich und rentabel stabil muß man sie in gesamtgesellschaftliches Eigentum und damit in größere Wirtschaftseinheiten überführen, wo aber immer noch die Belegschaften und die Verbraucher gemeinsam Einfluß nehmen können und müssen, was gebraucht und produziert werden muß. Der Versorgungsbedarf des Volkes muß bestimmen, was in welcher Menge und Qualtät, Territorium und Preis produziert wird und nicht das marktwirtschaftliche Verhältnis von Angebot und Nachfrage, denn beides kann ein marktbeherrschender Monopolist manipulieren, um für sich den Maximalprofit zu Lasten des Volkes zu ziehen. Der Bedarf ist nichts anderes als die zahlungskräftige Nachfrage. Es wird deutlich, dass die Kollektivierung der DDR-Landwirtschaft richtig und nötig war zu größeren, spezialisierten Landwirtschaftsbetrieben für Tier- oder Pflanzenproduktion.

(Was mich aber heute noch irritiert, war die beschissene Leistungsfähigkeit der sowjetischen Landwirtschaft auf ihren großen Schlägen der Kolchosen, Sowchosen und Artele. Bei den von Russlanddeutschen geführten Landwirtschaftsbetrieben in der Sowjetunion im Wolgagebiet, im Ural und Kasachstan waren die Erträge um Einiges höher als bei sowjetischen Bauern, obwohl bei allen gemeinsam die landwirtschaftlichen Nutzflächen von Horizont zu Horizont gingen. Trotzdem importierte die Sowjetunion Brotgetreide aus den USA und Kanada. Das riesengroße, sowjetische Land mit den "endlosen", fruchtbaren Ackerböden und Wiesen reichten nicht aus, um selbstständig sich versorgen zu können.)

Es wird aber auch Ausnahmesituationen geben, wo nötige Erzeuger und Verbraucher subventioniert werden müssen, weil sie nicht kostendeckend produzieren können oder wirtschaftlich nicht in der Lage sind mindestens einen kostendeckenden Preis zu bezahlen.

Was mit den Subventionen vom Grundsatz her aus dem Ruder gelaufen ist, daß diese Mittel profitable Großkonzerne und Großbauern über ihre Lobbyisten abschöpfen statt es diejenigen erhalten, die dringend darauf angewiesen sind.

Subventionierung darf auch kein endloser Dauerzustand sein, sondern eine zeitweise Starthilfe für ein auftstrebendendes junges oder von einem Wiedereinrichter in Gang gesetztes Unternehmen. Diese Betreiber müssen sich aber damit im Klaren sein, daß eine Fördergrenze gesetzt wird und ab diesem Zeitpunkt wirtschaftlich und rentabel gearbeitet werden muß.

Wenn es das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage als preishochschaukelndes Mittel nicht mehr geben soll, dann hat es sich mit einer reißerischen Werbung und Marketing auch erledigt und die Menschen verlieren ihren Jagdtrieb nach den sinnlosen Geiz-ist-geil-Manieren und im anderen Extrem nach Statussymbolen wieder. Es läuft alles wieder viel ruhiger, emotionsloser und mit mehr Verstand und Vernunft ab.

Maßstab darf allein nicht der Preis sein, sondern es müssen sich Gebrauchseigenschaften - Qualität - Menge und Preis in einem annehmbaren Verhältnis zueinander befinden, daß die Produzentenseite sagen kann:

Ich habe das produziert, was notwendig, wirtschaftlich und umweltgerecht hergestellt werden kann und nicht überflüssigerweise erst eine Nachfrage schaffen musste, die es sonst nicht gab.

Und die Verbraucherseite muß diese Arbeitsleistung anerkennend würdigen, indem sie den angemessenen Abnahmepreis zahlt.

In diesem Zustand gegenseitiger Zufriedenheit erhalten wir ein für alle beteiligten Seiten stabiles Versorgungsverhältnis und man hilft sich wieder gegenseitig aus, nimmt Rücksicht aufeinander.

Genossenschaften - ein alter Hut, muß nur wieder neues Leben mit Mitbestimmungsrechten von Produzenten und Verbrauchern eingehaucht werden.

BakuRock

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Milch in den Abfluss und keinen interessierts
« Antwort #38 am: 01:53:21 So. 01.Juni 2008 »
Moin,

@joachimkuehnel - das von dir dargestellte Prinzip der gegenseitigen Versorgung, welches ja auch teilweise in der DDR praktiziert wurde, ist fuer sich selbst gesehen, etwas Gutes. Allerdings kannst du es nicht lassen einen Staat und damit hierarchische Strukturen als Bedingung zum Funktionieren mit einzubauen. Du brauchst offensichtlich Machtstrukturen:

Zitat
............................
In der Summe ist die genossenschaftliche Leistungsfähigkeit und Kapazität immer begrenzt, um aus alleiniger Kraft ein ganz Volk oder einen Kontinent zu versorgen. Laufen diese Betriebe wirtschaftlich und rentabel stabil muß man sie in gesamtgesellschaftliches Eigentum und damit in größere Wirtschaftseinheiten überführen, wo aber immer noch die Belegschaften und die Verbraucher gemeinsam Einfluß nehmen können und müssen, was gebraucht und produziert werden muß. Der Versorgungsbedarf des Volkes muß bestimmen, was in welcher Menge und Qualtät, Territorium und Preis produziert wird und nicht das marktwirtschaftliche Verhältnis von Angebot und Nachfrage, denn beides kann ein marktbeherrschender Monopolist manipulieren, um für sich den Maximalprofit zu Lasten des Volkes zu ziehen. Der Bedarf ist nichts anderes als die zahlungskräftige Nachfrage. Es wird deutlich, dass die Kollektivierung der DDR-Landwirtschaft richtig und nötig war zu größeren, spezialisierten Landwirtschaftsbetrieben für Tier- oder Pflanzenproduktion.
............................

........ und du setzt eine Zuweisung von Wertigkeiten (Geld oder wertig ausgleichender Tausch) voraus - Genau das ist der Denkfehler - erhaelt aber immer wieder, seit Jahrhunderten, einigen Wenigen die Macht. Naemlich die Macht zu lenken und zu steuern und zu verteilen, aber auch einzudaemmen und gesteuert Vorteile oder Nachteile verteilen zu koennen - und somit zu bestrafen oder belobigen zu koennen - also nichts anderes als das Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche.......

Und genau diese Verwerfung gilt es zu ueberwinden. Dann kann Frieden herrschen und Gerechtigkeit. Dann werden Menschen (von dir "das Volk" genannt) gleichberechtigt sich in die Augen schauen koennen - der Eine ist in der Lage mehr, die Andere ist in der Lage nur etwas weniger zum Gemeinwohl beitragen zu koennen. Aber es wird niemensch eine Bewertung der Leistung vornehmen. Das waere der eigentliche revolutionaere Sprung in die Zukunft.

Krank werden tut immer dann ein "System", wenn sich Eliten (mit Macht und Geld und dem richtigen Parteibuch) die "Wahrheit" aneignen. Auch die DDR ist letztlich daran gescheitert. Auch in der DDR (und das sage ich zum ipzigsten Mal) galt leider ein Parteibuch oftmals, aber wirkungsv(erheerend)oll mehr, als eine fachliche Eignung. Das ist das beste Mittel, ArbeiterInnen zu demotivieren.

Ein kluges, nicht zentral gesteuertes, ehrliches Bedarf und Leistung erfassendes Netzwerk von gegenseitig versorgenden selbstverwalteten Erzeugern, kann sehr wohl auch ueberregional und sogar ueber Kontinente hinweg die Zukunft der Menschen sichern.

Alle weiteren Gedanken finden sich im Theoriebereich..........
---
Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es für sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

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momo13

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« Antwort #39 am: 14:44:14 So. 01.Juni 2008 »
Hallo sabutai,
ich hole die Milch auch vom Bauern, aber vom Bio- Bauer,
die schadet mir auch nichts.
Überleg doch bloß mal, was die Kühe beim Bauern so zu fressen bekommen.
Alle Äcker werden gespritzt, mit Unmengen von Gülle behandelt, damit überhaupt noch was wächst, muß jede Menge Kunstdünger her und und und,
und damit die Kuh noch mehr Milch gibt, als so schon, kriegt sie noch Kraftfutter mit irgendwelchen Zusätzen. Manche Kühe können vor lauter Euter garnicht mehr laufen-----------------------------------------
diese Bauern streicheln ihre Kühe sicher nicht! Sie treten sie höchsten in den Allerwertesten, wenn mal ein halber Lieter fehlt.
DIESE MILCH MUß BEHANDELT WERDEN !
Was die Ankaufaktion betrifft:
die Bauern zahlen das nicht, das sieht nur so aus.
Alles Politik.
Sie bekommen das Geld vom Landvolkverband wieder------das ist sowas wie deren Gewerkschaft.


Bei uns gibts einen Spruch:
ein Bauer, der nicht jammert, ist kein Bauer.
momo13

alfred

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« Antwort #40 am: 15:42:51 So. 01.Juni 2008 »
Zitat
Original von momo13
(...) Manche Kühe können vor lauter Euter garnicht mehr laufen (...)

Hallo Momo, die gemeine Milchkuh welche den Großhandel bemilcht sieht eigentlich nie Tageslicht - mir wäre auch neu, das sie laufen müssten bzw. sollen (die paar Schritte zum Abzapfrundell zählt doch nicht als "Laufen")...
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Wilddieb Stuelpner

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« Antwort #41 am: 16:22:28 So. 01.Juni 2008 »
Wie sich herausstellt, hat der Bundesverbrauchsminister Seehofer ein so großes Herz für seine jammernden, einzelbäuerlichen Milchbauern und für die bayerischen sowieso. Er knüpft wieder mal einen Geldsack auf und spendet als "Notopfer" für seine Lieblinge, natürlich nicht aus seiner und seiner Kollegen Tasche, sondern schon wieder vom deutschen und europäischen Steuerzahler eine milde Wirtschaftsverlustsausgleichsgabe. Wer am meisten brüllt, bekommt wahrscheinlich auch am reichlichsten.

Jedem anderem Existenzgründer betet man vor, daß man als Vollkaufmann für sein betriebswirtschaftliches Handeln auch vorsichtig und vorausschauend handeln muß und für Betriebsrisiken auch den eigenen Kopf hinhalten muß. das wäre nunmal so in einer Marktwirtschaft. Aber statt die großen, erpresserischen Molkereien, Discounterhandelsketten und Lebensmittelkonzerne bluten zu lassen, geht dieser Minister wie so viele vor ihm auch den Weg des geringsten Widerstands und schröpft den deutschen Michel gleich mehrfach:

a) über diese Steuerspende und
b) über trotzdem steigende Verbraucherpreise

Der Einzelbauer und die Molkereien, Discounterketten und Lebensmittelkonzerne sind's zufrieden.

Und der blede Michel hat's Maul zu halten, die verschwendeten, ausgegossenen Verluste zu ersetzen und ansonsten wieder zu konsumieren.

Wie singen da die böhmischen Musikanten?



http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/:Preisverfall-Seehofer-Milch-Boykott/621599.html - Stern vom 26.05.2008: Preisverfall - Seehofer unterstützt Milch-Boykott

"... Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) sagte den Milchbauern Solidarität zu. Am Rande eines Treffens der EU-Agrarminister in Maribor sagte er: "Die Bauern haben meine volle politische Unterstützung im Kampf um diesen fairen Preis." Die Forderung nach 40 Cent je Liter sei gerechtfertigt. Der Minister kündigte Widerstand gegen eine Erhöhung der Milchproduktion in der EU an, um einen weiteren Preisverfall zu verhindern. Für Landwirte in schwierigen Lagen will er einen "Milchfonds" aus EU-Mitteln. In Delegationskreisen waren mindestens zwei Milliarden Euro jährlich im Gespräch

Die Bauern fordern die Molkereien auf, ihnen mindestens 40 Cent pro Liter Milch zu zahlen. Nach Angaben des BDM liegt der Milchpreis derzeit bei 27 Cent im Norden Deutschlands und 35 Cent im Süden. ..."

ARD, Tagesschau vom 31.05.2008 05:50 Uhr: Seehofer und Sonnleitner stellen sich hinter die Bauern

Aufpassen!!! Mit BDM ist nicht die Naziorganisation Bund Deutscher Mädchen, sondern Bund Deutscher Milchbauern gemeint.

Was ist sozial an der Marktwirtschaft?

Wenn ein völlig anderer die Chose zahlen muß und man als jammernder Einzelbauer nicht selber blechen muß. Dafür hat man seine Amigo-CDU und -CSU.

Also was soll das ganze Affentheater, wenn wir Bürger sowieso die Zeche zahlen müssen. Einen dummen Esel findet man doch immer, dem man die schweren Säcke aufbuckeln kann.

alfred

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« Antwort #42 am: 16:40:04 So. 01.Juni 2008 »
@Joachim, ich dachte immer nur meine Beiträge wären oftmals schwer zu ertragen! Nun, Deine Beiträge hier sind schlicht unerträglich - aber schön wenn Du so schnell mal einen Bogen um 'böhmische Musikanten' und 'Naziorganisationen' schlagen kannst!  ?(

Vergiss aber bei allem Gelaber nicht, es geht um Milch, deren Herkunft und den Preis dafür...
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Wilddieb Stuelpner

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« Antwort #43 am: 16:59:12 So. 01.Juni 2008 »
Im deutschen Land der Abkürzungen muß man nun mal aufklären, sonst findet man sich nimmer zurecht. BDM und BDM sind zwei paar verschiedene Schuhe. Da muß man schon erklären, was das eine mal war und was die gleiche Abkürzung heute zu bedeuten hat.

Ich erkenne keine Unterschiede zwischen Nazis und CDU/CSU.

Die kommen allesamt aus der gleichen Ecke:

Bourgeoisie - Kapital mibrauchen und nutzen das Volk aus.

Was wird sich ändern an Unterdrückung und Ausbeutung, wenn die eine von der anderen Unternehmerpartei abgelöst wird?

Nichts! Die Schinderei wird nur offen, terroristischer und unerträglicher.

Das gleiche hatten wir in der Weimarer Republik zwischen den damaligen Steigbüghaltern aus der Zentrumspartei, der Deutschnationalen Volkspartei, der liberalen Deutschen Demokratischen Partei und der NSDAP.

In der Zentrumspartei, den Deutschnationalen und Deutschliberalen steckte das Wirtschafts- und Bankenkapital.

Und hinter derheutigen CDU/CSU und den Neofaschischen ist wieder Wirtschafts- und Bankenkapital. Vielen Unternehmen ist das Soziale an der Marktwirtschaft zu lästig. Die wollen eine härte Gangart gegen Arbeitslose, Kranke, Behinderte, gegen berufliche Förderung.

Aktuelles Beispiel: Die Spaßbartei FDP verspricht vor allen sich selbst wieder 30% Unternehmensteuersenkungen!

Und woher will sie die Mittel nehmen? Sie will die Bundesagentur für Arbeit zerschlagen, ausschlachten. In das gleiche Horn tönt der Hundt wieder mal. Niix da mit Arbeitsförderung, mit Aus- und Weiterbildung. Wer einmal in den Klauen der Arbeitslosigkeit festsitzt, soll als Billigst- oder kostenlose Arbeitskraft bis zum völligem Verbrauch verschlissen werden.

Man sollte ihnen ein für allemal mit soviel Steuergeschenken die raffenden Mäuler zustopfen, das sie daran ersticken müssen.

Wozu soll man noch bei Unternehmerparteien da nach dem Muster und Spielarten schlechter Cop - guter Cop differenzieren?

Wenn es gegen das Volk geht, ist sich dieses politische Lager, auch als soziale Klasse völlig einig. Der einzige Unterschied ist die Art und Weise, die Schärfe und Unbarmherzigkeit im Vorgehen gegen das Volk.

alfred

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Milch in den Abfluss und keinen interessierts
« Antwort #44 am: 17:08:07 So. 01.Juni 2008 »
Wie gesagt es geht um Milch und den aktuellen Bauernstreik.

Vielleicht solltest Du auf jegliche Milchprodukte verzichten, um keine Nazis zu unterstützen!?  :P
To be is to do (Socrates), To do is to be (Sartre), Do be do be do (Sinatra)