Autor Thema: Diskriminierung + Globalisierung:  (Gelesen 1940 mal)

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Diskriminierung + Globalisierung:
« am: 12:31:16 So. 05.Dezember 2004 »
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Kann das sein?



Anmeldungsdatum: 08.11.2004
Beiträge: 3

 Verfasst am: 11.11.04 um 14:01    Titel: Diskriminierung + Globalisierung:  

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Es gehört zwar nicht ganz hierher, aber ich fand das wieder so toll, dass ich es mangels geeigneterer Rubrik hier rein bringen möchte:


Am Dienstag, d. 09.11.2004 im ZDF ab 21.00 Uhr in der Sendung Frontal21:

Moslems lauschen, vom ZDF live gefilmt mit Originalton, der Haßpredigt ihres Vorbeters in der Berliner Kreuzberger Mevlana-Moschee: Hauptthema Diskriminierung und Hetze gegen deutsche Bürger.

Der Hodscha erklärt seinen Zuhörern in der Moschee:
"Es gibt Deutsche, die auch gut sind. Aber sie sind und bleiben doch Atheisten. Wozu nutzen sie also? Haben wir jemals einen Nutzen von ihnen gehabt? Auf der ganzen Welt noch nicht. Weil Gott mit ihnen Mitleid hatte, gab er ihnen Freuden im Diesseits. Aber im Jenseits kann der Deutsche wegen seiner Ungläubigkeit nur das Höllenfeuer erwarten."

"Diese Atheisten" - mit diesem Ausspruch werden deutsche Bürger pauschal diskriminiert und schlecht gemacht - folgender Wortlaut kam: "Als wir nach Deutschland kamen gab es bei diesen Deutschen es keine Toiletten.(...). In den Wohnungen waren keine Toiletten, als wir hierher kamen. Man musste vom fünften Stock bis in den letzten hinab, dort war aus vier oder fünf Brettern eine Toilette gezimmert, für die gesamte Familie. Sie verrichtete ihre Notdurft auf einem Eimer."

Und weiter spricht der Hodscha: "Diese Deutschen, diese Atheisten, rasieren sich nicht unter den Armen. Ihr Schweiß verbreitet einen üblen Geruch und sie stinken. Sie benutzen daher Parfum und haben deshalb eine ganze Parfumindustrie aufgebaut." Und weiter: "Aber im Jenseits kann der Deutsche wegen seiner Ungläubigkeit nur das Höllenfeuer erwarten."

Ganz schnell muss hier ein Antidiskrimierungsgesetz für ALLE her ... und wer solch üble Nachrede verbreitet, der sollte ganz schnell wieder schauen, ob er daheim bessere Lebensverhältnisse in seinem Heimatland vorfindet.

Das z. B. sind doch Diskriminierungen, die man ganz schnell und wirkungsstark abstellen muss.
 
 
 
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Horch



Anmeldungsdatum: 23.09.2004
Beiträge: 74
Wohnort: NRW
 Verfasst am: 11.11.04 um 14:47    Titel: Re: Diskriminierung + Globalisierung:  

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Auch wenn man immer fairerweise darauf hinweisen sollte, dass hier auch Moslems diskriminiert werden, hast Du Recht. Viel zu lange, ist falsche Toleranz gepredigt worden.
Ich selber bezeichne mich absolut nicht als Atheist, obwohl ich auch nicht gerade tiefgläubig bin, ich will mich da gar nicht einordnen. Nur der Ausdruck "Atheisten" ist hier zwar als Diskriminierung gemeint, aber ich sehe das nicht als eine solche. Selbstverständlich muß man auch das Recht haben, nicht an Gott zu glauben.

Und die Vorstellung von einem Gott, der Menschen in der Hölle schmoren läßt, fand ich schon immer ziemlich "unreligiös".
 

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Galenit



Anmeldungsdatum: 19.04.2004
Beiträge: 31

 Verfasst am: 11.11.04 um 16:04    Titel: Re: Diskriminierung + Globalisierung:  

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Kann das sein? hat folgendes geschrieben::

Der Hodscha erklärt seinen Zuhörern in der Moschee:
"Es gibt Deutsche, die auch gut sind. Aber sie sind und bleiben doch Atheisten. Wozu nutzen sie also? Haben wir jemals einen Nutzen von ihnen gehabt? Auf der ganzen Welt noch nicht. Weil Gott mit ihnen Mitleid hatte, gab er ihnen Freuden im Diesseits. Aber im Jenseits kann der Deutsche wegen seiner Ungläubigkeit nur das Höllenfeuer erwarten."

"Diese Atheisten" - mit diesem Ausspruch werden deutsche Bürger pauschal diskriminiert und schlecht gemacht - folgender Wortlaut kam: "Als wir nach Deutschland kamen gab es bei diesen Deutschen es keine Toiletten.(...). In den Wohnungen waren keine Toiletten, als wir hierher kamen. Man musste vom fünften Stock bis in den letzten hinab, dort war aus vier oder fünf Brettern eine Toilette gezimmert, für die gesamte Familie. Sie verrichtete ihre Notdurft auf einem Eimer."

Und weiter spricht der Hodscha: "Diese Deutschen, diese Atheisten, rasieren sich nicht unter den Armen. Ihr Schweiß verbreitet einen üblen Geruch und sie stinken. Sie benutzen daher Parfum und haben deshalb eine ganze Parfumindustrie aufgebaut." Und weiter: "Aber im Jenseits kann der Deutsche wegen seiner Ungläubigkeit nur das Höllenfeuer erwarten."

Ganz schnell muss hier ein Antidiskrimierungsgesetz für ALLE her ... und wer solch üble Nachrede verbreitet, der sollte ganz schnell wieder schauen, ob er daheim bessere Lebensverhältnisse in seinem Heimatland vorfindet.

Das z. B. sind doch Diskriminierungen, die man ganz schnell und wirkungsstark abstellen muss.  


als die fremdarbeiter nach deutschland geholt wurden gab es in vielen häusern noch etagen oder hofklos, die aussage ist also richtig.
ja ich bin ein atheist, ich folge weder dem islam noch einer christlichen religion, was ist daran diskriminierend?
aus der sicht eines christen sind muslime auch atheisten...
ich finds viel schlimmer wenn eine religion andersgläubige verbrennt (mal an die christlichen traditionen denk) oder pauschal menschen als entartet (homosexuelle) darstellt, wie es polen paule neulich erst wieder getarn hat und ihm dafür millionen menschen weltweit zujubeln.
und ich kenne eine menge frauen die sich rasieren (nichtnur unter den achseln) und trotzdem parfuem nutzen.

es ist immer das selbe,
irgendwelche vorbeter (religiös oder politisch) stellen thesen auf und geben dem "volk" ein feindbild, das an allem übel schuld ist und stellt ihnen ein besseres leben in aussicht (meist nach dem tod, so das es niemand nachprüfen kann.).

und dann kommen noch solche wie du daher und behaupten mal ebend, das alle muslime bei uns ausländer sind, du diskriminierst also alle deutschen, die diesem glauben folgen und implizierst, das sie in diesem lande nicht zu suchen haben. kurz um, du bist genauso schlimm wie der hodscha, nur das du deine parolen, diskriminierungen und angriffe unter einem christlichen-gutmenschen-deckmäntelchen versteckst.
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edit:
ein paar gedanken zum thema:

"du sollst keinen anderen gott neben mir haben", "der einzige gott" diese thesen behaupten das es nur 1 gott gibt, also sind alle nichtchristen atheisten.

was ist schlimmer: nach seinem tod in der hölle schmoren weil ich nicht an den richtigen gott glaube oder lebendig verbrannt werden weil ich nicht an den richtigen gott glaube?

deutsche stinke weil sie sich nicht die achseln rasieren, muslime weil sie den ganzen tag knoblauch fressen?

homosexuelle wiedersprechen dem göttlichen plan für die menschheit!
ist eine diskriminierung die man ganz schnell und wirkungsstark abstellen muss, also keine übertragungen mehr von papstreden im tv und auch keine anderen öffentlichen äusserungen mehr von vertretern der katholischen kirche und vorallem streichung der kirchensteuer, die diese diskriminierende organisation fördert! (oder hab ich deine vorderung nach der wirkungsvollen bekämpfung von diskriminierung falsch verstanden?)
 

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Farnmausi



Anmeldungsdatum: 04.04.2004
Beiträge: 49
Wohnort: Berg. Land
 Verfasst am: 12.11.04 um 02:51    Titel: Ich glaube es nicht  

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Also das Ausgangsposting ist mir zu simpel;
Der Papst hetzt gegen Empfängnisverhütung mittels Kondom und kann nicht mal eie Kaffetasse selber halten; Millionen folgen und jubeln im zu - ungesicht´s der verhungerndern Menschen, Kindern und elend verreckenden Aidskranken. Fundamentalisten jeder Religion schlachten tagtäglich unschiuldige Menschen ab; errichten ihr geheiligten Glauben als den richtigen und kennen nicht mal den eigenen Grundfosten ihrer vermeintlichen Religion.  Leute es ist immer wieder das gleiche; auch Fanatismus; sei es in einem angelbich christlichen, muslemischen, budistischen, isrealischen oder wie auch immer - Kleid - es geht um Macht und Recht haben- der erste Schritt zur Macht. Na da hat ein Islamist gemeckert; ungerecht aber aus seiner Wahrnehmung; geht am Sonntag mal in eine Kirche; der ähnliche Mist wird verzapft;

Als Geschichtshobbyist fällt mir dazu einiges ein; Religion brachte entgegen ihrer "Werbung" Tod, Verderben und Krieg und dies weltweit. Wir wollen ihnen zum ewigen Seelenheil erhelfen - war und ist auch noch heute der Deckmantel (siehe Zeugen Jehovas - ein Beispiel von vielen) von Macht- und Profitgier. Unterdrückte Völker bleiben nicht immer dumm und beginnen zu durchschauen und sich gegen "Knechtschaft und Fremdbestimmung " zu wehren ...da liegt meines Erachtens nach die Ursache jeglichen "sogenannten" Terrorismusses ... Farnmausi
 

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mousekiller



Anmeldungsdatum: 22.03.2004
Beiträge: 148
Wohnort: ein Haus
 Verfasst am: 12.11.04 um 08:42    Titel: Re: Ich glaube es nicht  

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Farnmausi hat folgendes geschrieben::
angelbich christlichen, muslemischen, budistischen, isrealischen oder wie auch immer -  


Sry, wenn ich dich da mal verbessere - im Buddhismus sind Gewalt und Fanatismus IMHO nicht zu finden. Warum "knallt" es denn - geschichtlich gesehen - immer in Europa, Vorderasien oder Afrika? Weil dort zwei Weltreligionen aufeinandertreffen, die für sich in Anspruch nehmen, die allein seligmachende zu sein. Zugegebenermaßen, in Asien gibt es kleinere Scharmützel, dann aber ist eine Partei immer der Islam oder das Christentum - die sich meistens auch noch als Angreifer herausstellen.
Der Buddhismus ist - nach dem, was ich bisher lernen konnte - die toleranteste und friedlichste der Weltreligionen.
 

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Horch



Anmeldungsdatum: 23.09.2004
Beiträge: 74
Wohnort: NRW
 Verfasst am: 12.11.04 um 09:28    Titel: Re: Diskriminierung + Globalisierung:  

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Zitat:
aus der sicht eines christen sind muslime auch atheisten...


Nicht aus der Sicht aller Christen!

Zitat:
ich finds viel schlimmer wenn eine religion andersgläubige verbrennt (mal an die christlichen traditionen denk) oder pauschal menschen als entartet (homosexuelle) darstellt, wie es polen paule neulich erst wieder getarn hat und ihm dafür millionen menschen weltweit zujubeln.


Was hat das mit dem Eingangsposting zu tun?
Homosexuelle werden im Christentum diskriminiert, das ist richtig und verurteilenswert. Aber schlimmer ist es selbstverständlich, dass heute noch auf Homosexualität in einigen islamischen Staaten die Todesstrafe steht. Wer das heutige Christentum als schlimmer darstellt, wie den aktuellen Islam, sorry, der ist verblendet.

Zitat:
und dann kommen noch solche wie du daher und behaupten mal ebend, das alle muslime bei uns ausländer sind, du diskriminierst also alle deutschen, die diesem glauben folgen und implizierst, das sie in diesem lande nicht zu suchen haben. kurz um, du bist genauso schlimm wie der hodscha, nur das du deine parolen, diskriminierungen und angriffe unter einem christlichen-gutmenschen-deckmäntelchen versteckst.


Bevor Du solch einen Schwachsinn schreibst, solltest Du Dir erst mal die Postings durchlesen. Das hat "Kann das sein" eben nicht behauptet.
Außerdem sind mir Gutmenschen lieber als Schlechtmenschen.

Zitat:
"du sollst keinen anderen gott neben mir haben", "der einzige gott" diese thesen behaupten das es nur 1 gott gibt, also sind alle nichtchristen atheisten.


Auch das ist Unsinn. Es gibt genügend Christen die behaupten, dass Moslems an den selben Gott glauben. Das gilt umgekehrt genau so.

Zitat:
was ist schlimmer: nach seinem tod in der hölle schmoren weil ich nicht an den richtigen gott glaube oder lebendig verbrannt werden weil ich nicht an den richtigen gott glaube?


Nach dem Tod in der Hölle schmoren, da dies ewig wäre.

Zitat:
homosexuelle wiedersprechen dem göttlichen plan für die menschheit!
ist eine diskriminierung die man ganz schnell und wirkungsstark abstellen muss, also keine übertragungen mehr von papstreden im tv und auch keine anderen öffentlichen äusserungen mehr von vertretern der katholischen kirche und vorallem streichung der kirchensteuer, die diese diskriminierende organisation fördert! (oder hab ich deine vorderung nach der wirkungsvollen bekämpfung von diskriminierung falsch verstanden?)


Auch hier wird pauschal über Christen hergezogen. Das ist genau so falsch, als wenn man über alle Moslems bzw. Atheisten herzieht.

Im Übrigen: In einigen islamischen Ländern werden heute noch Menschen gesteinigt, ausgepeitscht und ihnen Gliedmaßen abgehackt. Und es ist zum Kotzen: Wenn man das, was man zum Beispiel bei Amnesty nachlesen kann behauptet, kommt garantiert irgendein A... und versucht das in die rechte Ecke zu stellen.
 

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Galenit



Anmeldungsdatum: 19.04.2004
Beiträge: 31

 Verfasst am: 12.11.04 um 11:02    Titel: Re: Diskriminierung + Globalisierung:  

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Horch hat folgendes geschrieben::

Zitat:
homosexuelle wiedersprechen dem göttlichen plan für die menschheit!
ist eine diskriminierung die man ganz schnell und wirkungsstark abstellen muss, also keine übertragungen mehr von papstreden im tv und auch keine anderen öffentlichen äusserungen mehr von vertretern der katholischen kirche und vorallem streichung der kirchensteuer, die diese diskriminierende organisation fördert! (oder hab ich deine vorderung nach der wirkungsvollen bekämpfung von diskriminierung falsch verstanden?)


Auch hier wird pauschal über Christen hergezogen. Das ist genau so falsch, als wenn man über alle Moslems bzw. Atheisten herzieht.
 


ich habe mit diesem punkt nicht pauschal über christen hergezogen, ich habe das oberhaupt der katholischen kirche, den stellvertreter christi auf erden zitiert, der in seiner letzten bulle (oder wie auch immer man seine anleitung für den christen nenne mag) genau diesen satz verwendet hat.
danach habe ich bloss die forderung des eingangspostigs aufgenommen und dieser zugestimmt. oder ist es was anderes, wenn es dabei um christen geht?
 

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Galenit



Anmeldungsdatum: 19.04.2004
Beiträge: 31

 Verfasst am: 12.11.04 um 11:03    Titel: Re: Diskriminierung + Globalisierung:  

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sorry, doppelpost
 

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Horch



Anmeldungsdatum: 23.09.2004
Beiträge: 74
Wohnort: NRW
 Verfasst am: 12.11.04 um 11:19    Titel: Re: Diskriminierung + Globalisierung:  

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Zitat:
Auch hier wird pauschal über Christen hergezogen. Das ist genau so falsch, als wenn man über alle Moslems bzw. Atheisten herzieht.


Zitat:
ich habe mit diesem punkt nicht pauschal über christen hergezogen, ich habe das oberhaupt der katholischen kirche, den stellvertreter christi auf erden zitiert, der in seiner letzten bulle (oder wie auch immer man seine anleitung für den christen nenne mag) genau diesen satz verwendet hat.
danach habe ich bloss die forderung des eingangspostigs aufgenommen und dieser zugestimmt.  


Du hattest pauschal von einer "diskriminierenden Organisation" geschrieben.
Ich kenne viele Gläubige, die Homosexuelle genau so akzeptieren, wie nichtehelichen Sex.

Zitat:
oder ist es was anderes, wenn es dabei um christen geht?


Nein, ist es nicht.
 

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DeppVomDienst



Anmeldungsdatum: 08.01.2003
Beiträge: 539
Wohnort: Kiel
 Verfasst am: 12.11.04 um 14:17    Titel:    

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Sorry, ich finde die Diskussion hier teilweise leider recht oberflächlich, wenn auch das Thema äußerst interessant.
Ich finde es wirklich abwegig, irgendeine Weltreligion "an sich" als friedfertiger, gewalttätiger, intoleranter, toleranter oder wie auch immer zu bezeichnen.
Fakt ist, dass Religion immer wieder als Herrschaftinstrument ge- und missbraucht wurde. Fakt ist auch, dass wirklich in jeder Weltreligion überhaupt keine Klarheit besteht, wer ein "wahrer" Christ, Moslem, Jude, Buddhist, Hindu usw. ist und sowohl liberale, tolerante Auslegungen bestehen, als auch die sogenannten fundamentalistischen Auslegungen, sei es nun im Todesstrafen-Land Texas oder in Saudi-Arabien.

Ich persönlich war hoch erfreut, als die Iranerin Shirin Ebadi letztes Jahr als erste Muslimin den Friedensnobelpreis verliehen bekommen hat. Nicht nur, weil es eine gehörige Ohrfeige für das repressive Männer-Regime im Iran war, sondern auch eine gehörige Ohrfeige für solche Medien hierzulande, die einen intellektuell verbrämten Kulturkampf für die angeblichen Werte des Abendlandes führen (der SPIEGEL an vorderster Front!) und den Islam "an sich" als frauenfeindlich, anti-demokratisch und gewalttätig hinstellen. Es war sehr amüsant, wie dürr die Berichterstattung des SPIEGEL über die Nobelpreisverleihung war, nachdem einige Zeit vorher eine flammende Titelgeschichte über die Verteidigung der westlichen Werte gegenüber "dem" Islam erschienen war. In ein solches Weltbild passt es nun einmal nicht, dass es selbstbewusste und emanzipierte muslimische Frauen gibt.

Abschließend: Ich glaube nicht an den lieben Gott wie andere halt an Gott glauben. Würde eines merkwürdigen Tages die Existenz bewiesen werden, würde ich mich zwar gewaltig wundern, würde aber nichts für mich ändern. Im übrigen hätte ich nichts dagegen, wenn 99% der deutschen Bevölkerung zum Islam konvertieren würde, Türkisch und Arabisch als zusätzliche Amtssprachen eingeführt werden, solange ich Atheist bleiben kann und weiterhin in meiner Lieblingssprache meckern darf ...

Katholisch getauft:
DvD

P.S.: @Mousekiller
Sorry, dort wo der Buddhismus Staatsrelegion ist, siehts auch nicht wirklich prickelnd aus. Die einzige Buddhistin, die ich hier in Kiel kenne, drischt teilweise Sprüche auf NPD-Niveau und reagiert äußerst gereizt, wenn man mal die Frage stellt, warum der jeweilige Lama immer wieder als Mann geboren wird und worin da der Unterschied zum (männlichen) Papsttum besteht. Was aber nichts darn ändert, dass von buddhistischer oder auch taoistischer Seite auch interessante philosophische Ansätze bestehen. Das gilt aber auch für die restlichen Religionen ...
 

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Horch



Anmeldungsdatum: 23.09.2004
Beiträge: 74
Wohnort: NRW
 Verfasst am: 12.11.04 um 16:09    Titel:    

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Zitat:
In ein solches Weltbild passt es nun einmal nicht, dass es selbstbewusste und emanzipierte muslimische Frauen gibt.


Aus Zeitgründen ganz kurz: Du hast selbstverständlich Recht, dass diese Diskussion etwas oberflächlich ist. Bei der Breite des Themas ist das aber nicht verwunderlich.
Aber: Auch die emanzipierten, muslimischen Frauen haben meines Wissens noch nie gegen die Diskriminierungen von Homosexuellen oder gegen das Verbot vor- oder gar außerehelicher sexueller Selbstbestimmung geklagt. Es sei dahin gestellt, ob das freiwillig geschieht oder unter Zwang (ich vermute Beides). Es gibt aber sehr wohl ChristInnen die sich für eine sexuelle Selbstbestimmung stark machen.
Und es sollte schon erlaubt sein, darauf hinzuweisen. Damit verurteile ich weder den Islam an sich, noch möchte ich hier sogenannte Werte des Abendlandes und schon gar nicht den Spiegel verteidigen.
 

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DeppVomDienst



Anmeldungsdatum: 08.01.2003
Beiträge: 539
Wohnort: Kiel
 Verfasst am: 12.11.04 um 18:07    Titel:    

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Horch hat folgendes geschrieben::
Zitat:
In ein solches Weltbild passt es nun einmal nicht, dass es selbstbewusste und emanzipierte muslimische Frauen gibt.

Aber: Auch die emanzipierten, muslimischen Frauen haben meines Wissens noch nie gegen die Diskriminierungen von Homosexuellen oder gegen das Verbot vor- oder gar außerehelicher sexueller Selbstbestimmung geklagt. Es sei dahin gestellt, ob das freiwillig geschieht oder unter Zwang (ich vermute Beides). Es gibt aber sehr wohl ChristInnen die sich für eine sexuelle Selbstbestimmung stark machen.
Und es sollte schon erlaubt sein, darauf hinzuweisen. Damit verurteile ich weder den Islam an sich, noch möchte ich hier sogenannte Werte des Abendlandes und schon gar nicht den Spiegel verteidigen.


Das grundsätzliche Problem besteht doch in der Verquickung von Staat und Religion (Egal welche Konfession!). Und das betrifft selbstverständlich einige US-Bundesstaaten mit einer bizarren Gesetzgebung (Verbot der Masturbation, vorehelicher Geschlechtsverkehr etc. pp.), die Bundesrepublik, in der der sogenannte "Schwulenparagraph" (§175 StGB) erst 1969 abgeschafft wurde und bayrische Klassenzimmer immer noch (trotz Urteil) eine Hinrichtungszene ziert. Ich habe hier natürlich bewusst ein paar "christliche" Beispiele genannt.

Ich stecke jetzt nicht so stark in der Materie drin, so dass ich nicht aus dem Stehgreif beantworten könnte, wie die Positionierung der angesprochenen Musliminnen explizit hinsichtlich vorehelichem GV oder Homosexualität aussieht, allerdings habe habe ich da auf jeden Fall einen anderen Eindruck als Du. Aber andersherum können von mir aus auch Katholiken eine bizarre Sexualmoral predigen und praktizieren , solange sie anderen nicht per Strafrecht o.ä. aufgezwungen wird.

Wie gesagt, ich sehe eigentlich überall das gleiche Prinzip am Werke. Das Problem sind nicht die Religionen "an sich", sondern deren Instrumentalisierung durch die jeweiligen Machteleliten in Verquickung mit dem Staat. Und historisch gesehen wurde mit Sicherheit die christliche Religion am häufigsten zur Rechtfertigung von Völkermord, Folter und Krieg missbraucht. Und selbst aktuell nimmt sich das nicht viel, siehe den von amerikanischen Fundies aus der Bush-Sippe angezettelten Irak-Kreuzzug ...
 

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Re:Diskriminierung + Globalisierung:
« Antwort #1 am: 00:12:58 Di. 28.August 2012 »
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Quelle: SPON
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