Autor Thema: Gegen Privatisierung!  (Gelesen 57580 mal)

ManOfConstantSorrow

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Gegen Privatisierung!
« Antwort #15 am: 12:03:22 Mi. 26.Oktober 2005 »
Rhön-Klinikum steigert Gewinn

Bad Neustadt (dpa) - Der Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum hat im dritten Quartal 2005 seinen Gewinn gesteigert. Der Konzerngewinn sei nach Anteilen Dritter von 19,4 auf 21,8 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen in Bad Neustadt an der Saale mit.


Der Umsatz kletterte von 275,4 auf 356,4 Millionen Euro und blieb damit hinter den Erwartungen zurück, die bei 367,1 Millionen Euro gelegen hatten. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 11,8 Prozent auf 50,4 Millionen Euro.

dpa/ecoline vom 26.10.2005
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Spätlese

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Tatü-Tata: Privatisierung des Unfall- bzw. Notfall-Rettungsdienstes
« Antwort #16 am: 12:05:01 Di. 15.November 2005 »
ARD, Bericht Sendung FAKT vom 14. November 2005:

Eine neue kranke Idee (hinter der sich sicherlich wieder Kostensteigerungen verbergen) zeichnet sich ab bzw. ist im Gespräch:

Die Wochenarbeitszeit von Klinikärzten soll bekanntlich demnächst auf 48 Wochenstunden begrenzt werden. Viele Klinikärzte sind angeblich hiermit NICHT einverstanden, da diese Arbeitszeitreduzierung rund 30% Einkommensverlust bedeuten würde, da u. a. die Bereitschaftsschichten z. B. als Notrettungsarzt im Rettungsdienstwesen wegfallen.

Man überlegt daher Wege, wie man dieses Gesetz umgehen kann und die Ärzte keine Gehaltseinbußen haben. So lautet der Vorschlag: Notärzte und Notfallpersonal könnten sich ggf. (als dienstleistende Subunternehmer) selbständig machen und dann nach normalem Dienstschluss in der Klinik zusätzlich bzw. selbstständig als Notarzt tätig sein. Abrechnen sollen diese dann direkt mit Krankenkassen, Patienten usw.. (Also sollen die dann den kompletten Verwaltungspapier- und Abrechnungswust selbst erledigen, dass möglichst noch weniger Personal für Noteinsätze zur Verfügung steht - und ... das möglichst die Kosten wieder steigen.)

Geprüft wird derzeit, ob diese "Gesetzesumgehung" mit dem EU-Recht vereinbar ist, wenn hier keine Hinderungsgründe bestehen will man dieses System schritt- bzw. testweise einführen.

---
:-)
In ein paar Jahren ist es bestimmt so weit:
Ehemann hatte Herzinfarkt: Ehefrau muss erst mal per Telefon, E-Mail oder Fax Angebote einholen "welcher privatisierte Rettungsdienst zu welchem Preis in welcher Abholzeit" Ihren Mann abholen kann und ob überhaupt ein Rettungsteam z. B. in Lübeck verfügbar ist um die Rettung in Hamburg durchzuführen.

Denn - zurück zur Realität - wie wurde vor kurzem aus einem Großklinikum berichtet?: Notfallrettungen sind Dank der Gesundheitsreform und der Budgetkürzungen für die Kliniken pro 1 Patient mit ca. 4500 Euro Minusgeschäft behaftet - man reisst sich im Zeitalter der Kommerzialisierung nicht um Notfallpatienten, was bereits heute dazu führt, dass Notfallpatienten erst mal 50 oder 80 km im Rettungswagen zu irgend einer Klinik über Land geschaukelt werden.

Anmerkung:
Da steckt im Verborgenen bestimmt schon die Erwartung dahinter: "Hoffentlich kratzt dieser Minuspatient unterwegs ab, sonst hängen wir unserer Wirtschaftlichkeitsberechnung bzw. Planerfüllung hinterher."
Alle von mir getätigten Aussagen/Antworten/Kommentare entsprechen lediglich meiner persönlichen Meinung und stellen keinerlei Rechtsberatung dar.

Carsten König

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #17 am: 22:33:35 Sa. 17.Dezember 2005 »
Zitat
Hessen verkauft Uniklinik an Rhön-Konzern    Umstrittene Entscheidung der hessischen Landesregierung: Zum ersten Mal wird in der Bundesrepublik ein Uni-Klinikum privatisiert. Der Käufer, die börsennotierte Rhön-Klinikum AG, zahlt eine dreistellige Millionensumme.

Quelle: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,391074,00.html

Zitat
Ministerpräsident Koch und Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU) betonten heute noch einmal die "Vorreiterrolle" des Landes. Bei Experten und Betroffenen stößt der Verkauf aber auf Bedenken.

Nicht ohne Grund wie man berechtigt ist, anzunehmen. Abbau der sozialen Rechte, Profitdruck, Gesundheitsfabriken...etc

Zitat
und gewährleiste gleichzeitig "Krankenversorgung auf Spitzenniveau".

das heißt: Klassenmedizin mit anderen Worten.

ManOfConstantSorrow

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #18 am: 23:32:01 Mi. 29.März 2006 »
Mit den chronischen Haushaltskrisen der Länder und Kommunen werden auch die öffentlichen Krankenhäuser in Zukunft neue Geldquellen suchen müssen. Die Banken schätzen, dass diese Krankenhäuser eine Investitionssumme von 20 bis 30 Mrd. Euro sich durch Kredite finanzieren müssen. Bislang wurde diese Möglichkeit noch kaum genutzt, aber die Branchen- und Risikomanagerin der HypoVereinsBank München, Susanne Bitz, ist sicher, dass sich dies bald ändern wird. Bei der Kreditvergabe soll neben Eigenmittel, Liquidität und Ertrag der Krankenhäuser auch überprüft werden, ob diese eine gute Patientenwerbung machen und ob die Kapazität richtig ausgelastet ist. "Nach einer ordentlichen Behandlung muss der Patient entlassen und das Bett sofort mit einem neuen Patienten besetzt werden", sagt der Commerzbank-Experte Wedel.

rf-news
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ManOfConstantSorrow

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Gegen Privatisierung!
« Antwort #19 am: 00:49:00 Mi. 12.April 2006 »
Ein Streik der Krankenhausärzte in der Slowakei hat sich diese Woche auf fast alle größeren Krankenhäuser des Landes ausgeweitet. Die Ärzte fordern 25 Prozent mehr Gehalt und den Stopp der Privatisierung der Krankenhäuser. Verschiedene Krankenhausverwaltungen versuchen, den Streik durch ein Gerichtsurteil zu stoppen.
rf-news 11.04.06
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ManOfConstantSorrow

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Gegen Privatisierung!
« Antwort #20 am: 12:42:01 Do. 20.April 2006 »
"Deutsche Banken wittern ein neues Geschäftspotenzial", so leitet die Financial Times Deutschland eine Untersuchung ein, in der unter anderem festgestellt wird, dass "viele" Kommunen die Zuschüsse für ihre Krankenhäuser kürzen müssten. Etwa 680 Häuser in der Trägerschaft von Städten, Gemeinden und Landkreisen könnten die mit 20 bis 30 Mrd. Euro bezifferten notwendigen Investitionen künftig nur "an den Märkten", sprich über direkte Bankkredite, besorgen. Offenbar ist die gezielte Verschuldung bei den Banken auch als weiterer Schritt zur Privatisierung der Krankenhäuser insgesamt gedacht.
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Wilddieb Stuelpner

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Gegen Privatisierung!
« Antwort #21 am: 13:01:10 Do. 20.April 2006 »
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
... Offenbar ist die gezielte Verschuldung bei den Banken auch als weiterer Schritt zur Privatisierung der Krankenhäuser insgesamt gedacht.

... weil immer noch der verblödete Bürger, der treu und brav seine Steuern zahlt, quasi als Bürge für die Kommune im Profitinteresse der Banken zur Verfügung steht und in Haftung genommen wird. Die kommune, das Bundesland und die Bundesrepublik erledigen dieses Finanzproblem mit Steuererhöhungen.

Magnus

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Gegen Privatisierung!
« Antwort #22 am: 13:55:08 Do. 20.April 2006 »
Staatliche Kliniken machen Verlust - deshalb wollen die staatlichen Betreiber diese tendenziell lieber loswerden (und eine schöne Einmalzahlung zur kurzfristigen Sanierung des Haushalts einstreichen).

Die privatisierten Krankenhäuser machen Gewinn - natürlich auch auf Kosten der Patienten und des Personals.

Vielleicht sollten Städte, die ihre Karnkenhäuser im öffentlichen Interesse selbst betreiben wollen mal versuchen, im Endergebnis wenigstens auf 0 zu kommen - das sollte bei Tagessätzen bei um die 150,- € im Mehrbettzimmer doch irgendwie möglich sein.

Bestimmt lässt sich ohne Abstriche beim Pflegepersonal und in der Patrientenversorgung einiges in der Krankenhausverwaltung einsparen. Da sitzen aber wohl zu viele Amigos der Stadtfürsten. X(

ManOfConstantSorrow

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Gegen Privatisierung!
« Antwort #23 am: 17:55:40 Do. 20.April 2006 »
Solidarität statt Fallpauschalen! Warum die Arbeitskämpfe in den Krankenhäusern uns alle angehen!

„…Dieses System ist nicht irgendeine der vielen „Reformen“ der damaligen rot-grünen Koalition, sondern es ist das folgenreichste Element der Umstrukturierung des Gesundheitswesens. Es ist das Kernstück der Vermarktwirtschaftlichung der Krankenhausversorgung, sprich der Privatisierungspolitik und Ausrichtung einer bislang gesellschaftlich-sozialen Infrastruktur auf Profitmaximierung…“

Das Flugblatt als pdf Datei
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Wilddieb Stuelpner

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Privatisierungswahn in Sachsen
« Antwort #24 am: 20:18:35 Do. 11.Mai 2006 »
SO! Die Zeitung der Linken in Sachsen: Privatisierungswahn in Sachsen

In diesem Artikel wird die Privatisierung des Gesundheitswesens im Landkreis Meißen behandelt.

ManOfConstantSorrow

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #25 am: 17:31:13 Mi. 24.Mai 2006 »
Privatsache Uniklinik

Länder prüfen Public-Private-Modelle

 
Hessen hat gerade als erstes Bundesland ein Universitätsklinikum an ein Unternehmen verkauft. In fünf Jahren werden teilweise oder komplette Privatisierungen Gang und Gäbe sein, meinen Fachleute.

http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=90803&IDC=3




Zitat
Zitat des Tages
„Im Krankenhaus vollzieht sich derzeit wegen zunehmender Privatisierung ein Paradigmenwechsel von der Mildtätigkeit zum knallharten Kommerz in rasantem Tempo.“
http://www.bundesaerztekammer.de/30/Aerztetag/109_DAET/30Eroeffnung.html
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Magnus

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #26 am: 21:26:46 Mi. 24.Mai 2006 »
Zitat
..."Nach einer ordentlichen Behandlung muss der Patient entlassen und das Bett sofort mit einem neuen Patienten besetzt werden", sagt der Commerzbank-Experte Wedel.

Und wenn´s keinen gibt, muss eben einer geschaffen werden????

Sorry - aber so kanns wohl nicht gehen.

In den Krankenhäusern können die Betten keinesfalls "just in time" zur Verfügung stehen, da sonst bei aussergewöhnlichen Ereignissen keine Kapazitäten frei wären.

Feuerwehren und Krankenwagen fahren auch nicht permanent Einsätze nur weil´s billiger ist denn wenn gleichzeitig an 2 Orten was passiert, hätte eben einer gelitten.

Es ist daher m.E. auf jeden Fall eine gewisse Leerstandquote von einem Korridor von um die 10-20%  bei Krankenhausbetten unabdingbar.

Das müsste sogar ein Herr Wedel einsehen, denn wenn er einen Autounfall mit der ganzen Familie hat wäre er froh, wenn alle Verletzten noch ein Bett im Krankenhaus bekämen.

ManOfConstantSorrow

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #27 am: 17:41:47 Do. 01.Juni 2006 »
Ja, "wirtschaftlich" kalkulieren heißt die Devise.

Dazu gehören so vielversprechende Strategien, wie Leiharbeiter im OP!

http://www.info-zeitarbeit.de/news_2006/News_2006_91.htm
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Wilddieb Stuelpner

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Privatisierung von Kliniken
« Antwort #28 am: 12:31:45 Mo. 24.Juli 2006 »
Sächsische Zeitung, Ausgabe Meißen, vom 22. Juli 2006

Begehren gegen Klinik-Verkauf gestartet

Landkreis Meißen. Die Unterschriften-Sammlung für einen Bürgerentscheid gegen den mehrheitlichen Verkauf der Elblandkliniken ist gestartet. „Die Listen werden bei Ärzten, in Geschäften und in einigen Rathäusern ausliegen. Außerdem werden die Beteiligten auf der Straße und bei Bekannten um Unterschriften werben“, sagte gestern Rudolf Haas, Sprecher der Bündnisgrünen im Kreis und einer der Initiatoren des Begehrens. Unterstützt und durchgeführt wird die Sammlung von einem Bündnis aus PDS.Die Linkspartei, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, dem Kreisverband der DSU, der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie unabhängigen Persönlichkeiten. „Unterschriftsberechtigt ist, wer im Landkreis Meißen wahlberechtigt ist“, erklärte Rudolf Haas das Verfahren.

Knapp 19 000 Unterzeichner würden gesucht. Bis 11. September sollten die Unterschriften zusammen sein. Dann könnte ein Bürgerentscheid folgen. Dort will das Bündnis die Frage stellen: Sollen die Elblandkliniken Meißen-Radebeul im mehrheitlichen Eigentum des Kreises Meißen bleiben?

(SZ/pa) Mehr dazu lesen Sie am Dienstag.

Sächsische Zeitung, Ausgabe Meißen, vom 15. Juli 2006

PDS will für die Kliniken Klinken putzen - Auch nach dem Kreistagsbeschluss zum Verkauf geht der Streit weiter.

Von J. Müller und P. Anderson

Gisela Leuthold, die Fraktionsvorsitzende der Linken.PDS, gibt sich kampfentschlossen: „Wir werden von Haus zu Haus gehen, um Unterschriften für das Bürgerbegehren zu sammeln.“ In dieser Form der direkten Demokratie sieht sie die einzige Chance, die Elblandkliniken in Trägerschaft des Landkreises zu halten. „Ich werde den Eindruck nicht los, dass der Landrat von Anfang an den Verkauf geplant hatte und Alternativen wie Kooperationen nur nach außen hin als Beruhigungspillen verstreut wurden“, so Leuthold.

Müntjes: Das Volk fragen

Viele Kreisräte seien diszipliniert worden, er kenne diese Strategie, sagt Manfred Müntjes, Fraktionschef der SPD. „Ein Bürgerbegehren ist die einzige Chance, das Volk zu fragen, was es in Sachen Klinikverkauf denkt“, sagt er.

Müntjes hofft, dass dieses Bürgerbegehren nicht blockiert wird: „Das wäre nicht fair.“ Für unlauter hält Müntjes den Zeitpunkt für die Abstimmung im Kreistag so kurz vor den Sommerferien. So müsse in der Urlaubszeit das Bürgerbegehren durchgeführt werden. „Der Zeitpunkt wurde geschickt gelegt.“ Für den „größten Unfug, den man machen kann“, bezeichnet Andreas Timmler von der FDP-Fraktion ein Bürgerbegehren. Man könne nicht immer alle mitschwätzen lassen. Der Kreistag sei schließlich ein demokratisch gewähltes Forum. „Wenn die Leute mit unserer Arbeit nicht einverstanden sind, müssen sie anders wählen“, so Timmler. Energisch wendet er sich gegen den Vorwurf, von der CDU beeinflusst worden zu sein. „Das lassen wir uns nicht unterstellen. Wir haben uns unseren Standpunkt unabhängig gebildet.“ Der FDP-Fraktionschef sieht dem Bürgerbegehren gelassen entgegen. „Ich wäre aber traurig, wenn es erfolgreich verliefe. Das böse Erwachen kommt erst in ein paar Jahren. Vor allem die Radebeuler Patrioten werden dann zusehen müssen, wie ihr Haus in die Knie geht.“

Reusch: Die Wogen glätten

Ulrich Reusch, der Vorsitzende der CDU/DSU-Fraktion, sieht in dem Bürgerbegehren keinen Hinderungsgrund, den angschobenen Wettbewerb um das beste Zukunftskonzept für die Klinik fortzusetzen. „Ich rechne nicht damit, dass PDS, SPD und Grüne versuchen werden, diesen Prozess mit irgendwelchen Tricks zu stören oder zu verzögern“, so Reusch gestern auf SZ-Nachfrage.

Jetzt gehe der Kreistag erst einmal in die Sommerpause. Dies könne zusätzlich dazu beitragen, die Wogen etwas zu glätten.

Für die nächste Phase des Konzeptwettbewerbes wünscht sich Reusch, dass der Betriebsrat möglichst eng mitarbeiten sollte. „Je geschlossener der Kreis und die Elblandkliniken später bei den Vertragsverhandlungen auftreten, um so besser wird das Ergebnis ausfallen“, sagte Reusch.

Wilddieb Stuelpner

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Privatisierung von Kliniken
« Antwort #29 am: 21:05:21 Di. 12.September 2006 »
Pressedienst 108/2006 der Linksfraktion.PDS Sachsen vom 12. September 2006

Hertlein: Erfolgreiches Bürgerbegehren zum Erhalt der Elblandkliniken Meissen

Zum erfolgreichen Bürgerbegehren zum Erhalt der Elblandkliniken in kommunaler Trägerschaft erklärt die stellvertretende Landesvorsitzende der Linkspartei.PDS Sachsen und Mitinitiatorin des Bürgerbegehrens Claudia Hertlein:

„Ein breites Bündnis aus Linkspartei.PDS, SPD, Bündnis90/Grüne, ver.di., DGB und DSU hat mit diesem Begehren das erste erfolgreiche Bürgerbegehren nach 15 gescheiterten durchgeführt. Wir haben es geschafft und heute 33268 Unterschriften übergeben, das sind 26,8 Prozent der Wahlberechtigten. Das ist ein Riesenerfolg und eine Sternstunde der direkten Bürgerdemokratie.

Landrat Steinbach steht jetzt im Zugzwang, politisch klug könnte er eigentlich nur agieren, wenn er im Kreistag den Antrag einbringt den Privatisierungsbeschluss zurückzunehmen. Es zeichnet sich klar ab, dass auch ein Bürgerentscheid erfolgreich ist. Wenn sich der Landrat diesem Votum widersetzt, käme es zu einem politischen Erdrutsch für CDU und FDP.

Der erfolgreiche Bürgerentscheid zeigt eindrucksvoll die Kampagnenfähigkeit der Linkspartei.PDS. Trotz aller Schwierigkeiten, die von Landrat und CDU in den Weg gelegt hatten, ist dieser Erfolg in nur sechs Wochen inmitten der Ferienzeit erreicht worden!“

33268 Unterschriften wurden heute übergeben. Das sind 26,8 Prozent der Wahlberechtigten, davon wurden 26391 bereits bestätigt.

Für Nachfragen Claudia Hertlein 0172 9442287

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