Autor Thema: Gegen Privatisierung!  (Gelesen 57578 mal)

Wilddieb Stuelpner

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Privatisierung von Kliniken
« Antwort #30 am: 21:09:41 Di. 12.September 2006 »
reie Presse, Ausgabe Limbach-Oberfrohna, vom 12. September 2005

"Verwunderung und ernste Fragen" -Limbacher PDS-Stadtrat: Was hat Stadtmission mit Hartmannsdorfer Krankenhaus vor?

Limbach-Oberfrohna/Mittweida/Hartmannsdorf. "Große Verwunderung und ernste Fragen" hat der Beitrag "Gemeinde Hartmannsdorf zieht sich zurück" vom 5. September bei dem PDS-Limbach-Oberfrohnaer Stadtrat Jürgen Blume ausgelöst.

Darin ging es auch darum, dass Hartmannsdorf seine Gesellschafteranteile an der Diakomed gGmbH Hartmannsdorf, die das Diakoniekrankenhaus betreibt, abgibt.

Dazu Blume, der auch PDS-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag ist: "Da wäre zunächst die Frage: ,Betreibt' eine Gemeinde mit fünf Prozent Gesellschafteranteil tatsächlich ein Krankenhaus?" Und er fügt hinzu:

"Richtig ist doch wohl, dass eine Kommune Verantwortung für die Daseinsfürsorge ihrer Bürger trägt." Dazu gehört nach Ansicht von Blume die Gesundheitsfürsorge. "Wenn man ein Krankenhaus direkt am Rande der Stadt hat, sollte man als Kommune schon daran interessiert sein, wie sich das Krankenhaus weiter entwickelt und wie auf Anforderungen reagiert wird. Zumal man als Gruppe der kommunalen Gesellschafter über die Sperrminorität doch Einfluss auf die Gesellschaft hat." Gerade die anvisierte Entwicklung eines Medizinischen Versorgungszentrums ist Blumes Auffassung nach ein Grund, sich als Gesellschafter einzubringen und nicht die Anteile zu verkaufen. "Hier entsteht etwas Neues für die Bürger im Einzugsbereich des Krankenhauses", so der PDS-Stadtrat. "Das kann positive Wirkungen oder vielleicht Probleme bringen." Da sei es doch wichtig, wenn man sich als Gesellschafter aus erster Hand Informationen beschaffen und seine Vorstellungen einbringen kann.

In den Kreisen Mittweida und Chemnitzer Land stehen ebenfalls Diskussionen darüber an, ob die Gesellschafteranteile an der Diakomed gGmbH verkauft werden. Die Mittweidaer Kreisräte beraten morgen über das Thema. Hans-Rudolf Merkel, Direktor der Stadtmission Chemnitz, hatte betont: "Es war Ergebnis einer Gesellschafterversammlung, dass die Kreise und Kommunen jetzt über einen Verkauf ihrer Anteile beraten. Man muss ja fragen: Macht es noch Sinn?". Merkel verwies auf die anstehende Kreisreform, aus der größere Kreise hervorgehen werden. Anderer Auffassung ist man da im Landratsamt Chemnitzer Land: Die Stadtmission als Gesellschafter habe die Anfrage an den Kreis Chemnitzer Land herangetragen, "ob er bereit wäre, seine Beteiligung in Höhe von fünf Prozent an der Diakomed gGmbH Hartmannsdorf zu veräußern", teilte das Landratsamt mit. Eine Veräußerung der Geschäftsanteile durch den Kreis sei derzeit nicht abzusehen.

Dazu noch einmal Blume: "Sehr betroffen macht mich, dass gerade die Stadtmission Chemnitz als Hauptgesellschafter versucht, die kommunalen Gesellschafter herauszudrängen", so der PDS-Stadtrat. "Noch ist das Diakomed Krankenhaus eine gemeinnützige GmbH. Es müsste eigentlich wegen dieser Gemeinnützigkeit ein großes Interesse an der Stärkung der kommunalen Beteiligungen geben", findet Blume und fragt: "Was also hat die Stadtmission mit dem Krankenhaus in Hartmannsdorf vor? Was ist der wirkliche Hintergrund?"

(HH)

Staat bescheissen

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Privatisierung von Kliniken
« Antwort #31 am: 11:56:01 Mi. 13.September 2006 »
und sobald die Privatisierung abgeschlossen ist,
findet man denn das hier an den Strassen:



Der Staat ist der größte Abzocker: Steuern rauf und große Arbeitslosigkeit, und die Politiker zocken groß ab!
WIR WEHREN UNS und schlagen zurück!
http://www.mfbb.net/tricksundtipps
 http://www.staat-bescheissen.info.ms

ManOfConstantSorrow

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #32 am: 17:01:23 Di. 14.November 2006 »
Am Samstag, dem 18.11.2006, findet in Lübeck eine Demo und Kundgebung gegen die Privatisierung des Uniklinikums Schleswig-Holstein statt.
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Wilddieb Stuelpner

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #33 am: 18:20:56 Di. 14.November 2006 »
Die Zukunft in diesem Gaunerladen BRD wird sein, daß privatisierte Krankenhäuser sich Mafiabanden halten werden, die eine Behandlung des Patienten nicht zulassen werden, wenn diese nicht vorher in der Wohnung oder dem Haus des Patienten alle Konten beschlagnahmen und auf den Banken diese Konten nicht abräumen konnten. Gibt es dort nichts zu holen, wird der Patient erschossen.

Das wird die Zukunft einer schönen neuen Gauner-BRD sein, wenn alle Sozialsysteme abgeschafft sind.

Sieg Heil, schwarzbraune CDU-Sippschaft, die alles zur Handelsware erklärt!!!

ManOfConstantSorrow

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #34 am: 19:27:33 Mo. 22.Januar 2007 »
„Mit der Benennung der Käufer von acht psychiatrischen Landeskrankenhäusern (LKH) hat die niedersächsische Landesregierung in dieser Woche eines ihrer am stärksten umstrittenen Vorhaben praktisch zu Ende gebracht. Je zwei Kliniken gehen demnach an die privaten Konzerne »Ameos« und »Asklepios«, drei an kommunale oder regionale Träger, eine an die Arbeiterwohlfahrt. Vier weitere Standorte, in denen im so genannten Maßregelvollzug ausschließlich psychisch kranke Straftäter behandelt werden, bleiben in der Trägerschaft des Landes. …“

http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=103724&IDC=2
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ManOfConstantSorrow

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #35 am: 21:44:33 Mo. 22.Januar 2007 »
22.01.07
Die Gesundheitsexpertin der Gewerkschaft Verdi in NRW, Sylvia Bühler, wirft der CDU/FDP-Landesregierung vor, ein Gutachten von Roland Berger zur Zukunft der sechs Universitätskliniken geheim zu halten. Das Gutachten soll eine Privatisierung aller sechs Kliniken empfehlen. Verdi lehnt weitere Privatisierungen ab, da nur noch rund 16 Prozent der Krankenhäuser in NRW in öffentlicher Hand sind.
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Wilddieb Stuelpner

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #36 am: 09:47:27 Di. 23.Januar 2007 »
Damit dürfte der Beweis erbracht sein, daß CDU/CSU, gestützt durch krumme Gutachten windiger und krimineller Unternehmensberatungen wie Roland Berger und ihrer Propagandaabt. Bertelsmann die Ausschaltung demokratischer Kontrollen des Volkes, die Profitmaximierung und die Ausplünderung des Volkes im Blickfeld haben.

Die CDU/CSU handeln damit volksfeindlich, sind undemokratisch und gehören vom Verfassungsschutz beschnüffelt und verboten. Von ihnen geht der Terrorismus des Kapitals aus. Sämtliche CDU-/CSU-Funktionäre sind nur auf den privaten Vorteil zum Schaden des eigenen Volkes aus und gehören vor ein Standgericht gestellt, welches das Urteil sofort zu vollstrecken hat.

Diese Unternehmerparteien sind für die repressive Behandlung von Arbeitslosen und sozial Schwachen, für die Zerschlagung der Sozialsysteme und die Ausplünderung öffentlicher Haushalte wie Fördermitteltöpfe durch Unternehmer verantwortlich, haben ihre katholische Soziallehre auf den nächsten bayerischen Misthaufen entsorgt.

Die CDU/CSU-Funktionäre sind verlogene, hinterhältige, zynische und machtgeile Gestalten. Ihnen sollte man nicht über den Weg trauen.

Ihre Losung:

Heute gehört uns Bayern und morgen die ganze Welt! Wie das erreicht werden soll, läßt Merkel schon in Afghanistan, Libanon und andernorts wieder proben. Ihr Vorbild ist ein brauner Führer aus Braunau am Inn, den man zeitweise ins Zuchthaus in Landsberg gesteckt hatte.

Wer CDU/CSU wählt, wählt wieder die Steigbügelhalter von Faschisten, der wählt die Diktatur des Kapitals.

ManOfConstantSorrow

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #37 am: 12:26:35 Di. 23.Januar 2007 »
Zitat
Original von joachimkuehnel
Wer CDU/CSU wählt, wählt wieder die Steigbügelhalter von Faschisten, der wählt die Diktatur des Kapitals.

Nunja, sie mögen sich rechten Vokabulars bedienen und sich geben, wie die Aussenstelle des BDI, aber die Drecksarbeit hat jedoch die rot/grüne Regierung gemacht: Die Möglichkeit Deutsche Truppen in alle Welt zu schicken, die größte Umverteilung in der Geschichte der BRD von Arm zu Reich, alles Verdienste der Schröder/Fischer Regierung.
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ManOfConstantSorrow

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #38 am: 14:00:08 Mo. 05.März 2007 »
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow
Ja, "wirtschaftlich" kalkulieren heißt die Devise.

Dazu gehören so vielversprechende Strategien, wie Leiharbeiter im OP!

http://www.info-zeitarbeit.de/news_2006/News_2006_91.htm

Und weiter geht's:

Leiharbeiter am Uniklinikum Essen

„Monika Häne hat im Uniklinikum Essen eine wichtige Aufgabe: Als Pflegeassistentin entlastet sie die Schwestern und macht die Betten für die Patienten. Diese Arbeit erledigt die 46jährige Frau seit Oktober zu einem Dumpinglohn. Nicht mal acht Euro bekommt sie pro Stunde gut 15 Prozent weniger als die Kolleginnen, die das Gleiche tun und nach Kliniktarif bezahlt werden. Beschweren will sich Monika Häne darüber nicht: Arbeit haben oder nicht haben, nich? Gleiche Arbeit für weniger Geld das gilt nicht nur Monika Häne sondern für alle Mitarbeiter, die seit Oktober neu beim Uni-klinikum angefangen haben: Der Trick: Offiziell ist die Pflege-assistentin an das Krankenhaus nur vermietet. Angestellt ist sie bei einer Zeitarbeitsfirma. Die wiederum gehört dem Klinikum. Die neuen Mitarbeiter scheuen offene Kritik. Die Personalrätin ist deutlicher:…“

http://www.wdr.de/tv/westpol/beitrag/2007/02/20070218_essen.jhtml;jsessionid=FQ3L0OFA2A4GCCQKYRTETIQ
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ManOfConstantSorrow

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #39 am: 11:47:58 So. 13.Mai 2007 »
Was passiert, wenn man das Gesundheitswesen den ökonomischen Interessen unterwirft. Beispiel China:

Früher waren Behandlungen in Krankenhäusern fast kostenlos, heute muß bezahlt werden. Laut WHO liegt China auf Platz 188 von 191, was die Gleichheit vor der Gesundheitsversorgung betrifft. Weil sich jetzt alles ums Geld dreht, werden auch mal Scheinoperationen gemacht oder Kinder auch dann mit Kaiserschnitt geholt, wo das nicht nötig wäre. Pflegekräfte sind unterbezahlt und verlassen die Krankenhäuser: In einer Untersuchung des Gesundheitsministeriums in 400 Häusern stellte sich heraus, daß 95 % der Patienten von Familienangehörigen oder bezahlten Profibetreuern gepflegt werden. Aber auch die Patienten verlangen mehr und äussern auch ihren Unmut. Im letzten Jahr wurden 5500 medizinische Angestellte bei Angriffen unzufriedener Kunden verletzt, dabei entstand Schaden von 200 Millionen Yuan. Viele Krankenhäuser beschäftigen jetzt Sicherheitskräfte; das Ministerium hat die Polizei aufgefordert, mehr zum Schutz der Kliniken zu tun. In der Shanxia- Klinik in Shenzhen tragen die Beschäftigten jetzt Helme - zum Schutz vor wütenden Patienten oder Angehörigen.    

Quelle: Yahoo! News, Guardian Unlimited, 11.5.07
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Eivisskat

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #40 am: 13:06:36 So. 13.Mai 2007 »
Zitat
Aber auch die Patienten verlangen mehr und äussern auch ihren Unmut. Im letzten Jahr wurden 5500 medizinische Angestellte bei Angriffen unzufriedener Kunden verletzt

Vielleicht sollten wir das bei unserer "ärztlichen Versorgung" hier auch einführen...

Eivisskat

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« Antwort #41 am: 20:51:29 Do. 24.Mai 2007 »
Wohin Privatisierung von Kliniken führt
Donnerstag, 24. Mai 2007

http://www.elo-forum.net/soziales/soziales/241-20070524514.html

Profitsteigerung und Bereicherung zu Lasten des Lebens und der Gesundheit von Patienten

Helios-Klinikum Erfurt:
Seit August dieses Jahres sind die so genannten Medizinischen Assistenten für Anästhesie (MAfA) im Helios Klinikum Erfurt im Einsatz und sollen "einfache Narkosen" bei „absehbar risikolosen Patienten" betreuen.“ Das meldet die Berliner Zeitung.
Am Klinikum Erfurt und an den anderen Kliniken der Helios-Gruppe wird auf Teufel-komm-raus rationalisiert, da werden auch schonmal Patienten vom OP-Bereich aus blutend nach Hause geschickt – der Fallpauschale entsprechend Kosten-bewusst und Gewinn-steigernd.

Diese Fresenius gehörende Helios Gruppe startete am Klinikum in Erfurt ein Personalkosten sparendes Pilotprojekt. Anstelle der Anästhesieärzte werden da nur noch Pfleger mit 200-Stunden Crashkurs in Anästhesie eingesetzt, wenn „absehbar risikolose Patienten" auf dem OP-Tisch liegen.

Das soll übrigens eine Vorreiterfunktion haben, das Gesundheitsministerium soll solche „Medizinischen Assistenten für Anästhesie" (MAfA) als Regel vorsehen, Narkoseärzte sollen nicht bei jeder OP dabei sein, sondern einer für mehrere OPs, am OP-Tisch dann nur noch die MAfAs.

Ein „absehbar risikoloser Patient" im Erfurter Helios-Klinikum war der 19-jährige Abiturient Patrick Hoffmann, der sich 2006 im Klinikum Erfurt einer OP an Ohren unterzog. Während der OP kam es zum Herzstillstand, der junge Mann wurde erst nach 15 Minuten reanimiert und ist nun ein Pflegefall auf Lebenszeit.

Hugo van Aken, Chefarzt für Anästhesie an der Uniklinik Münster, sagt dazu: „Wenn ein Anästhestist für drei Operationen zuständig ist und eine Operation von Pflegekräften überwacht wird, dann hat man Qualitätsstandard deutlich gesenkt.“

Recht hat er – aber genau das ist es, was die Bundesregierung plant: billige MAfAs anstelle teurer Ärzte. Hinzu kommt: Von den Narkose-Protokollen und den Aufklärungsbögen gibt es unterschiedliche Versionen. Der Verdacht der Fälschung und Vertuschung liegt also nahe. Das ist ein Beispiel wohin die Gesundheitsreformen der letzten paar Jahre führten und weitere führen werden.

2. Klinikum Fulda:
Die Salmonellen- Epidemie am Klinikum Fulda ist ein weiteres Beispiel. Kostensparen um jeden Preis ist die Devise – wenn es um Leben und Gesundheit der Patienten geht. Diese Kostenverursacher sind lästig, da drückt man auch schon mal ein Auge zu, wenn es um die Hygiene geht, denn Hygiene ist teuer.

Inzwischen hat die Klinikleitung auch die Ursache der Infektionen ermittelt. Sie fand nämlich heraus, dass es an einer Infektion durch – Lebensmittel handelt. Das hätte doch wahrlich keiner vermutet.
Oder werden Salmonellen nicht immer durch Lebensmittel übertragen?

Normalerweise werden Salmonellen durch unsaubere Stellen in den Großküchen auf Lebens-mittel übertragen und kommen so zu den Patienten.

Das Klinikum Fulda wurde durch die Firma Dorfner gereinigt. Zumindest besteht also die Möglichkeit, dass da ein Zusammenhang besteht. Die Klinikleitung aber schloss am 15. Mai die Essensversorgung, das übernahm – die Firma Dorfner.

Geschäftsführer von Dorfner Clinic Care ist der Kliniksprecher Stefan Burkhard und der Vorstandsvorsitzende des Klinikums Fulda, Claus Dieter Schad. In Berlin sagt man bei so was: „Nachtigall ick hör dir trapsen.“


3. Uniklinikum Essen: Erpressung von Todkranken und Organhandel durch Chefarzt?
Gegen den Chefarzt des Uni-Klinikums Essen, Prof. Dr. Broelsch, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Erpressung.

Dieser famose Diener des Aesculap, behängt mit dem Großen Bundesverdienstkreuz, soll Transplantationspatienten genötigt haben, tausende von Euro vor dem Eingriff zu „spenden“. Die Staatsanwaltschaft Essen erklärt, dass zehn Fälle als gesichert gelten könnten, es gäbe aber noch mehr.

So soll der Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes einem Patienten eine „fünfstellige Summe“ abgepresst haben (also mindestens 10.000 €), bevor er die lebenserhaltende Transplantation durchführte. Also lebenserhaltende Organ-Transplantation - sowie Recht auf Leben und gute ärtztliche Behandlung nur für die, die es sich leisten können - die anderen gehen leer aus.

Hatte da nicht kürzlich ein Unions-Politiker die Freigabe des kommerziellen Organhandels gefordert - dann könnten die Hartz IV-Empfänger als lebende Organbanken dienen. International gibt es den Organhandel – z:B. in der 3. Welt, aber auch in Osteuropa – ja schon schon lange, da wird es doch Zeit, damit „das Ansehen der deutschen Medizin auch international ungemein“ zu stärken und dies hier nachzuholen und auch hier einführen.

Armin Kligge

ManOfConstantSorrow

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #42 am: 21:16:22 Mi. 27.Juni 2007 »
Zitat
Im niederrheinischen Wegberg sind innerhalb eines Jahres über zwei Dutzend Menschen gestorben, weil Ärzte falsch, unnötig oder stümperhaft behandelt haben sollen. Der Verdacht: Der neue Chef der privatisierten Klinik habe auf Kosten der Gesundheit seiner Patienten Kasse machen wollen.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,490960,00.html
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ManOfConstantSorrow

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #43 am: 14:36:01 Di. 03.Juli 2007 »
dpa/regioline vom 03.07.2007 11:49
Immer mehr Asklepios-Beschäftigte wollen in den Staatsdienst zurück

Hamburg (dpa/lno) - Immer mehr Beschäftigte der privatisierten Hamburger Krankenhäuser wollen von ihrem Rückkehrrecht Gebrauch machen und in den Staatsdienst zurückkehren. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di vom Dienstag sind es inzwischen mehr als 1800 Mitarbeiter des Klinik-Konzerns Asklepios, darunter rund 400 Ärzte, Schwestern und Pfleger. Die Frist läuft Ende der Woche aus. Wie und zu welchem Zeitpunkt die Stadt die Rückkehrer beschäftigen werde, sei weiter völlig unklar. "Das Personalamt muss die Suppe auslöffeln, die ihr der CDU-Senat durch die Privatisierung eingebrockt hat", sagte ver.di-Chef Wolfang Rose der dpa.
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ManOfConstantSorrow

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Privatisierung ohne Ende
« Antwort #44 am: 14:56:38 Do. 19.Juli 2007 »
Rund 2000 Beschäftigte der privatisierten Hamburger Krankenhäuser wollen zur Stadt zurückkehren. Was sie dort tun sollen, ist unklar.

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