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USA: Der Untergang

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regenwurm:
Sonntag, 13. Juli 2008

In den USA dreht sich die Abwärtsspirale immer schneller.
Fast alle Banken sind pleite. Die Autokonzerne bankrott. Die Airlines am Ende. Das Öl auf Rekordhoch. Der Dollar auf Rekordtief.  

Die Liste des Schreckens könnte beliebig weiter geführt werden. Doch letztlich hat alles nur einen einzigen Grund: Überschuldung.

In den USA sind seit 2006 über 260 Hypothekenfinanzierer Bankrott gegangen. Letzten Freitag traf es die größte unabhängige Hypothekenbank IndyMac.

Die Kreditkrise löst eine Tsunamiwelle nach der anderen aus. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das US-Finanzsystem kollabiert und das Vertrauen in die US-Staatsschulden schwindet. Immerhin schieben die USA derzeit einen Schuldenberg von ca. 10 Billionen Dollar vor sich her (32000 $ pro Kopf). Und dieser Schuldenberg wird jeden Tag größer, ja er explodiert regelrecht.

Die 10 Billionen Dollar sind allerdings nur die öffentlich sichtbaren Schulden. Kritiker gehen davon aus, dass der tatsächliche Schuldenberg der USA weitaus höher ist. Dieser soll sagenhafte 60 Billionen Dollar betragen. Dieser unsichtbare Teil des Schuldenberges besteht   aus den versteckten Staatsschulden, welche  sich aus der Höhe der zukünftigen Verpflichtungen aus Pensionen für Militär- und Staatsangestellte sowie dem staatlichen Gesundheitsprogramm Medicare ergeben.

Die USA wandelten sich in den letzten Jahrzehnten vom größten Gläubiger zum größten Schuldner der Welt. Die Schulden wurden zum großen Teil von Ausländern finanziert. Jeder Dollar Wirtschaftswachstum wurde in der »stärksten Wirtschaftsmacht der Erde« mit fast fünf Dollar Neuverschuldung erkauft. Wie lange wird das so weiter gehen?

1,7 Milliarden Dollar neue Schulden täglich

Derzeit machen die USA 1,7 Milliarden Dollar neue Staatsschulden pro Tag. Zusammen mit dem Defizit aus der Leistungsbilanz müssen also täglich über vier Milliarden Dollar Kapital angelockt werden, um die Löcher aus diesem Defizit zu stopfen.

Der Chef des US-Rechnungshofes, David M. Walker, stellte bereits 2007 der Bilanz des Staatshaushaltes wegen intransparenter  Daten kein Testat aus. Zudem warnte er  vor dem Bankrott der USA und verglich die aktuelle Situation Washingtons mit dem Niedergang des Römischen Reiches.

Vor diesem Hintergrund ist es ein Wunder, dass überhaupt noch US-Anleihen gekauft werden. Doch die Schuldenlast drückt nicht nur den Staat sondern auch jeden Einzelnen. Das Individuum ist ausgequetscht bis zum letzten Cent. Der private Schuldenberg der US-Konsumenten (Hypotheken, Konsumkredite, Autokredite, Kreditkarten etc.) betrug Ende 2007 sagenhafte 14 Billionen Dollar. Staatliche Schulden und private Schulden zusammengerechnet kommt also jeder US-Bürger auf ca. 70000 Dollar - vom Baby bis zum Greis. Es dürfte jedem klar sein, dass diese Summe niemals zurückgezahlt werden kann.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die Gläubiger  mehr Zinsen sehen wollen, oder gar ganz vom Kauf von US-Anleihen absehen. Eine Tendenz, die derzeit beim Dollar sichtbar wird. Wer sollte auch US-Anleihen kaufen, wenn er allein innerhalb von 24 Stunden 2 Prozent an der Währung verliert? Wer will Dollar kaufen, wenn er zusehen muss, wie Rohstoffe und Edelmetalle von Rekord zu Rekord eilen - sprich die Währung Tag für Tag an Kaufkraft einbüßt?

General Motors - Symbol für die USA

Die desolate Situation des ganzen Landes spiegelt sich in der Verfassung eines Unternehmens wider, welches symbolhaft für Amerika steht: General Motors - einst das größte und mächtigste Industrieunternehmen weltweit. Nicht von Ungefähr hieß es früher: General Motors ist nicht irgendeine Company, General Motors ist Amerika. Die protzigen Autos mit der berühmten Heckflosse waren Symbol und Sinnbild für ein kraftstrotzendes Amerika, dem Land der ungebremsten Möglichkeiten.

Doch von General Motors ist nicht mehr viel übrig. Die Autos stehen mit angezogener Handbremse in den Showrooms, der Verkauf ist zum Erliegen gekommen. Die Börsenkapitalisierung von GM ist in den Bereich des Mikroskopischen abgesunken. Astronomisch dagegen die Schulden des Unternehmens.

Derzeit kostet General Motors nur noch gut 3,5 Milliarden Euro. Die Schulden von GM dagegen werden auf 300 Milliarden geschätzt. Allein die Pensionsverpflichtungen könnten das Unternehmen sekündlich in den Ruin treiben. Nur der Bilanzierungskunst ist es zu verdanken, dass General Motors noch lebt. Aber wie lange noch?

Das Schicksal von GM droht praktisch auch Chrysler und Ford. Autos sind unverkäuflich. Börsenkapitalisierung einstellig. Schuldenlast dreistellig. Man muss kein Mathematiker sein, um hier das Ende nahen zu sehen. Der hohe Ölpreis gibt den Unternehmen genauso wie den Konsumenten den Rest.

Die Autoindustrie ist eine der Grundsäulen der Industrie in den USA. An ihr hängen Millionen direkte und indirekte Arbeitsplätze. Aber dies ist nur die eine Seite.

Bei dem Gedanken, wer die Haupt-Gläubiger der Autoindustrie sind, auf der Konsumenten- genauso wie auf der Unternehmensseite, könnte einem schwarz vor Augen werden. Es sind natürlich die Banken. Diese ersticken durch die Kreditkrise bereits in Problemen. Auch hier ist es ein offenes Geheimnis, dass die Geldhäuser eigentlich pleite sind, wenn sie ihre Bilanzen offenlegten.

Ein Bankrott in der Autoindustrie ist unweigerlich der Todesstoß für die Banken. Ein System, das bereits jetzt nur noch durch künstliche Beatmung am Leben gehalten wird. Ein System, dass auch ohne zusätzliche Probleme bereits wankt. Die beiden größten Hypothekenbanken Freddie Mac und Fannie Mae taumeln an der Börse bereits jetzt der Wertlosigkeit entgegen. Die meisten großen Banken und Investmenthäuser haben in den vergangen zwölf Monaten an der Börse bis zu 90% verloren. Lehman Brothers steht am Abgrund. Die Gerüchteküche brodelt.

Was wird aus Freddie und Fannie?

Sind es in der Autoindustrie „nur" dreistellige Milliardensummen, so geht's bei den großen US-Hypothekenbanken Freddie Mac und Fannie Mae gar in die Billionen!

Die beiden Baufinanzierer haben Schuldverschreibungen im Volumen von insgesamt fünf Billionen Dollar in ihren Büchern, was mehr als einem Drittel des US-Bruttoinlandsprodukts entspricht. Im Falle einer Pleite würde ein völliger Kollaps des US-Immobilienmarktes drohen, weil die beiden Firmen den Markt für Hypotheken nach dem Rückzug vieler Banken derzeit fast allein am Laufen halten.

Autoindustrie wie Banken bemühen sich in eiligen Statements, Kunden und Geschäftspartner zu beruhigen. Doch die Versprechen klingen wie Hohn. Auch Bear Stearns hat 24 Stunden vor dem Untergang noch behauptet, es gebe keine Liquiditätsengpässe.

Allen gegenteiligen Behauptungen zum Trotz: Kurse sagen mehr als 1000 Worte. Und die Kursverläufe von Freddie Mac und Co. Sagen alles aus. Lehman Brothers sind unter die Tiefs von März gerutscht. General Motors bei Sage und Schreibe 9,50$.

Keine Lösung in Sicht

Es ist mir nicht ersichtlich, wie diese Probleme gelöst werden können. Es scheint auch keinen Ausweg zu geben. Natürlich kann die FED Freddie Mac aufkaufen. Sie kann es auch bei Fannie Mae tun. Kostet ja nur ein paar Billionen Dollar. Und wenn man schon mal am drucken ist, fällt es vielleicht nicht weiter auf. Obwohl diese Größenordnung sofort auch negative Auswirkungen auf den Dollar und die Bonds in den USA hätte.

Aber kann die Notenbank auch die Autoindustrie kaufen? Kann sie die Airlines kaufen? Kann sie halb Amerika kaufen? Kann sie die Schulden der Konsumenten übernehmen?

Die Frage beantwortet sich von selbst.

Die USA sind in einer ausweglosen Situation. Die Konsequenzen werden dramatisch ausfallen. Es wird zu Phänomen kommen, die wir sonst nur aus der so genannten Dritten Welt kennen:

 -Drastischer Absturz des Dollars
-Drastische Zinserhöhungen
-Verarmung der Bevölkerung
-Massenarbeitslosigkeit
-Deindustrialisierung
-Währungsreform


Endstation einer Nation, die über ihre Verhältnisse lebt.


Doch wir Europäer haben keinen Grund, auf Amerika herabzuschauen. Die nächsten Bankrotteure sind  Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Irland. Dann wird sich zeigen, ob der Euro hält, was er verspricht. Die reichen Länder werden für die armen Länder zahlen müssen. Das wiederum bedeutet einen Kapitalabfluss aus Deutschland, dank Euro. Ob die EU das überleben wird, wage ich zu bezweifeln. Einziger Trost: bis dahin dauert es noch ein wenig. Übrigens: Die offiziellen Staatschulden von Deutschland betragen derzeit 1,5 Billionen oder gut 18000 Euro pro Kopf.


Quelle des Artikels - MMnews

Jürgen67:
So sieht die Armut in Amerika aus
 Freitag, 15. Juli 2011 , von Freeman um 17:00

Am Donnerstag fand ein Massenansturm in Dallas Texas statt. Früh am Morgen sind Tausende losgerannt, die einen Antrag auf Mietbeihilfe sich ergattern wollten. Behörden sagten, über 5'000 Menschen warteten bereits seit Mitternacht auf der Strasse und als die Türen aufgingen, kam es zu einem Wettlauf, um die seltenen Anträge als erster auszufüllen. Einige der Personen fielen hin und verletzten sich, hatten Glück nicht zertrappelt zu werden. Dieser Ansturm, um staatliche Hilfe für die Miete zu bekommen, zeigt wie schlecht es den Menschen in Amerika geht.

Der Massenandrang, um schnell einen Antrag ausfüllen zu können, bedeutet noch nicht, es wird die Unterstützung auch genehmigt. Die Antragsteller müssen jetzt bis zu zwei Jahre auf eine Entscheidung warten. Bis dahin werden wohl viele auf der Strasse landen, wenn sie ihre Miete nicht mehr bezahlen können.



Was ist aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeit geworden? Ein Armenhaus, wo Menschen sich fast zertrampeln, um staatliche Almosen zu beantragen.

Einerseits herrscht immer mehr Armut in den USA, aber anderseits gibt es immer genug Geld, um die zahlreichen Kriege zu führen, die Billionen kosten. Den Banken und Konzernen wird auch zu ihrer "Rettung" das Geld nachgeschmissen. Es ist schon erstaunlich, dass die amerikanische Bevölkerung sich das gefallen lässt.

Das ist der Grund warum die "Elite" uns wie Vieh ansieht, weil so viele sich wie gefügiges Vieh benehmen. Und so sieht der "Change" aus, den Obama versprochen hat. Was die Leute nicht verstehen, der "Wechsel" war ganz anders gemeint, nämlich das Vermögen von unten nach oben zu wechseln, wie wechselt das Geld aus den Taschen der Massen in den Geldsack der Reichen. Sorry, ihr naiven Amis, wieder verascht!


Quelle: http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/07/so-sieht-die-armut-in-amerika-aus.html

counselor:
AMERIKAS ZUKUNFT IST DER TOD
von Paul Craig Roberts - www.antikrieg.com        23.08.2012
 
„Der Tag, an dem wir die Wahrheit sehen und nicht reden ist der Tag, an dem wir zu sterben beginnen" - Martin Luther King   

 Verschwörungstheorien sind jetzt hochgewuchert zu etwas, was die selbstgefälligen presstituierten Medien als eine „Verschwörungskultur" bezeichnen. Laut den Presstituierten müssen die Amerikaner eine Erklärung finden für ihre Frustrationen und Schwächen, also geben die Amerikaner die Schuld den Bilderbergern, den Rothschilds, der Neuen Weltordnung und so weiter und so fort ...

 Die Leser werden nicht überrascht sein, dass ich anderer Meinung bin als die Presstituierten. Tatsächlich ist die Verschwörungskultur das Ergebnis des Versagens der presstituierten Medien, zu recherchieren und wahrheitsgemäß zu berichten. Ich bin mir sicher, dass die Medien des Westens schlimmer sind als es die sowjetischen Medien waren. Die sowjetischen Medien boten Möglichkeiten, die der Öffentlichkeit halfen, zwischen den Zeilen zu lesen, während die Medien des Westens so stolz darauf sind, ins Vertrauen der Regierung gezogen zu werden, dass sie die Propaganda an die Leser weitergeben ohne irgendwelche Anhaltspunkte dafür, dass es sich um Propaganda handelt ...

Quelle: Linke Zeitung

Troll:

--- Zitat ---Ich bin mir sicher, dass die Medien des Westens schlimmer sind als es die sowjetischen Medien waren. Die sowjetischen Medien boten Möglichkeiten, die der Öffentlichkeit halfen, zwischen den Zeilen zu lesen, während die Medien des Westens so stolz darauf sind, ins Vertrauen der Regierung gezogen zu werden, dass sie die Propaganda an die Leser weitergeben ohne irgendwelche Anhaltspunkte dafür, dass es sich um Propaganda handelt ...
--- Ende Zitat ---

Ob Sowjetunion oder DDR, den Menschen war bewusst was ihnen da als Nachrichten geboten wurde, so gesehen war es ehrlicher, bei uns labern sie von freier Presse, stimmt ja auch, sie könnten wenn sie denn wollten, aber offensichtlich wollen sie nicht. Bei uns zensiert nicht der Staat sondern die Verleger, wobei man eigentlich nicht von Zensur sprechen kann, bestimmte Themen werden von vornherein einfach nicht gedruckt/aufgegriffen, kein Interesse.

jobnomade:

--- Zitat von: Troll am 09:22:51 Fr. 24.August 2012 ---bei uns labern sie von freier Presse, stimmt ja auch, sie könnten wenn sie denn wollten, aber offensichtlich wollen sie nicht. Bei uns zensiert nicht der Staat sondern die Verleger, wobei man eigentlich nicht von Zensur sprechen kann, bestimmte Themen werden von vornherein einfach nicht gedruckt/aufgegriffen, kein Interesse.

--- Ende Zitat ---

Die Zensur erfolgt im Westen umgekehrt, genau wie das Mehrparteiensystem nämlich durch Zuschüttung mittels Überflutung mit dutzenden bürgerlichen Parteien, die sich ausser vom Namen kaum Unterscheiden, und eines ganzen Farbspektrums von "Meinungen" durch das Prisma der Bürgerspresse die sich jedoch alle aus dem weissen Lichtstrahl der gleichen bürgerlichen Ideologie speisen und nur dazu dienen,
die Parteien und Medien, die wirklich die Interessen der armen und arbeitenden Mehrheit vertreten zu verstecken, zu isolieren und von der Macht abzuhalten, die Reichen und die Kirche zu schützen, und immer nur ein Konsensergebnis der bürgerlichen Parteien produzieren. Das ist zweckgemäss so gewollt daher nicht reformierbar.
Die Amerikaner sind da offener und ehrlicher und sagen gleich, dass bei ihnen nur regiert wer Geld hat.

Andererseits funktioniert das zentralistische System wie in China aber auch nicht, zuviel Korruption und schützt auch die neuen Reichen, jedenfalls solange weiter von oben runter regiert wird.
Das wäre aber reformierbar weil der Zweck ja sein soll die arme und arbeitende Mehrheit zu repräsentieren, nur weils Gorbatschow verbockt hat muss den Chinesen das ja nicht auch passieren.
Das müsste aber die Intelligenz der unteren Mittelklasse dort vorsichtig anfangen, frontal so wie die Studenten das versucht haben und die Dissidenten, die von goldenen Dächern im Westen träumen, heute wird das wohl nichts.

Wie entwickelt sich das denn bei den Kubanern? Wenn Fidel sich da nur auf den eigenen Bruder verlassen kann, dann kann das ja auch nicht weit her sein...

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