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Brauereistreik

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Kuddel:

--- Zitat ---Scherdel: Streik spitzt sich zu

Der Streik bei der Brauerei Scherdel in Hof spitzt sich zu. Diese Einschätzung trifft die oberfränkische Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, kurz NGG. Hintergrund sei, dass die Arbeitgeberseite eine angebotene Notdienstvereinbarung während des Streiks abgelehnt habe.

Ursprünglich hätten diesbezügliche Verhandlungen am Vormittag geführt werden sollen. Laut Gewerkschaft, sei dieses Treffen jedoch wegen der Scherdel-Geschäftsleitung nicht zustande gekommen. Sollte es nun zu Schäden in der Brauerei kommen, gehe das voll auf die Kappe der Geschäftsleitung, so der Geschäftsführer der NGG-Region Oberfranken Michael Grundl wörtlich.
--- Ende Zitat ---

http://www.kanal8.de/default.aspx?ID=4406&showNews=268360

Abraxas:
ja die brauer die kämpfen (manschmal)
bin mal gespannt was bei der binding abgeht wenn die stadt frankfurt den berg mit nobelwohnungen bepflastert.

ManOfConstantSorrow:
14.01.10 - In Belgien werden bestimmte Biersorten knapp. Seit Tagen streiken Arbeiter des Brauereikonzerns Anheuser-Bush InBev gegen die angekündigte Arbeitsplatzvernichtung. Allein in Westeuropa will der Getränkekonzern 800 Stellen vernichten und begründet dies mit dem sinkenden Bierkonsum. Die Arbeiter blockieren in Belgien zwei Brauereien und haben Anlieferung und Abtransport von Rohstoffen bzw. Bier unterbrochen.

http://www.rf-news.de/2010/kw02/14.01.10-streik-bei-anheuser-bush-inbev

ManOfConstantSorrow:

--- Zitat ---Brauerei-Streik legt Belgien trocken
Von Michael Kieffer
Mit Mauern aus Bierkästen werden die Tore des weltgrößten Bierbrauers blockiert, jetzt wird der Gerstensaft im Supermarkt knapp ...

Protest bei Brauern: Vor dem Eingang des belgischen
Konzerns Anheuser-Busch InBev in Jupille haben
Gewerkschafter eine Mauer aus Bierkästen errichtet.
Grund sind Stellenstreichungen beim weltgrößten
Brauerei-Unternehmen


Brüssel - In den Supermärkten leeren sich die Bierregale, in den Kneipen bleiben immer häufiger die Zapfhähne zu: Für Belgiens Biertrinker sind harte Zeiten angebrochen. Mögen sich Flamen und Wallonen auch oft unversöhnlich gegenüberstehen, eint sie doch ihre Liebe zum heimischen Bier. Seit Tagen legt ein Streik beim Brauereigiganten Anheuser-Busch InBev Produktion und Auslieferung lahm. Die mehr als 2.700 Beschäftigten in Belgien protestieren gegen Sparpläne - fast jede zehnte Stelle soll wegfallen.

Und auch in Deutschland, wo Marken wie Beck's, Hasseröder oder Franziskaner zu dem belgischen Unternehmen gehören, setzt InBev den Rotstift an: 386 von rund 3000 Stellen sind bedroht.

Schuld an den Kürzungen sei der „anhaltend rückläufige Biermarkt“, argumentiert der Konzern. Tatsächlich geht der Durst seit Jahren zurück: In Deutschland beispielsweise lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch vor zwei Jahren bei 111 Litern - nach Angaben des Deutschen Brauer-Bunds waren es 1976 noch 151 Liter. Am Sitz von Beck's in Bremen machen die Beschäftigten ihrem Ärger bisher vor allem mit Worten Luft. „Wir werden diese Pläne nicht hinnehmen“, sagt ein Gewerkschafter.

Blockaden mit Mauern aus Bierkästen

Die Kollegen in Belgien greifen zu drastischeren Methoden: Seit zwei Wochen sind die Werkstore der InBev-Brauereien in Löwen und Lüttich blockiert - teils mit Mauern aus Bierkästen, berichten belgische Medien. Vor einer Woche machten auch die Mitarbeiter im flämischen Hoegaarden die Einfahrt dicht.

„Die Lagerhallen sind voller Bier, aber die Brauereien können nicht ausliefern“, beschreibt InBev die Lage. Deshalb wird Bier allmählich in den großen Lebensmittelketten knapp. „Ihnen gehen die Marken Stella, Jupiler, Hoegaarden und Leffe aus“, bestätigt eine Sprecherin des belgischen Handelsverbands Fedis. Auch in Gaststätten gehen die Vorräte zu Ende, wie es beim Brüsseler Berufsverband HoReCa heißt. Entsprechend groß ist derzeit das Aufsehen in Belgien, wo die InBev-Biere nach Unternehmensangaben 57 Prozent des Marktes abdecken.

Bier gehört zu Belgien wie das Manneken Pis zur Hauptstadt Brüssel. Laut einer Studie für den Verband „The Brewers of Europe“ (Die europäischen Brauer) gibt es 135 Brauereien in Belgien. Die Zahl fällt zwar deutlich kleiner aus als in Deutschland, wo an gut 1300 Stätten Bier gebraut wird. Trotzdem folgt Belgien beim Bierexport in Europa schon auf Platz zwei. Und im Hintergrund gehören die Belgier auf den weltweiten Biermärkten schon längst zu den Strippenziehern.

Die weiten Kreise von InBev

Obwohl Deutschland auch gemessen an der Jahresproduktion von rund 100 Millionen Hektoliter Bier noch immer die Brauereination Nummer Eins ist, gehört kein einziger deutscher Bierbrauer zu den großen internationalen Herstellern. Das Sagen haben Konzerne wie Carlsberg aus Dänemark, Heineken aus den Niederlanden, SABMiller aus Großbritannien - und eben Anheuser-Busch InBev aus Belgien, mit weltweit mehr als 200 Marken und einer 644-jährigen Geschichte.

Wenn Münchner im Biergarten ein „Helles“ der Marke Spaten oder Löwenbräu ordern, Bremer ein Pils aus dem Hause Beck genießen und Altbier-Trinker am Niederrhein zu einem Diebels greifen - immer steckt InBev dahinter. Das Unternehmen belegt Rang zwei unter den Brauereikonzernen in Deutschland. Immerhin: Ganz vorne liegt nach Auskunft des Deutschen Brauer-Bunds ein deutscher Konzern - die Radeberger Gruppe in Frankfurt (Radeberger, Jever, Schöfferhofer Weizen). Auf dem zersplitterten deutschen Biermarkt mit vielen kleinen Brauereien reicht dazu ein Marktanteil von rund 15 Prozent.

Bei InBev wollen sich Vertreter von Unternehmen und Gewerkschaften an diesem Freitag zusammensetzen, um nach einer Lösung zu suchen. Die belgischen Bierliebhaber hoffen auf eine schnelle Lösung. (dpa)
--- Ende Zitat ---
http://www.sz-online.de/nachrichten/fotos.asp?artikel=2367626

ManOfConstantSorrow:
23.01.10 - Heute morgen traten die Beschäftigten der dänischen Brauerei Carlsberg in Fredericia und Kopenhagen in einen selbständigen Streik. Der Grund ist, dass das Unternehmen jedem Arbeiter in einem Brief mitgeteilt hatte, dass es im Jahr 2010 keine Lohnerhöhung gebe. Daraufhin entschieden die Arbeiter gemeinsam, wieder nach Hause zu gehen, "um den Brief zu lesen". Zur Zeit laufen Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag.
http://www.rf-news.de/2010/kw03/23.01.10-selbstaendiger-streik-von-daenischen-bierbrauern

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