Autor Thema: [Motorola] Flensburger Absturz  (Gelesen 61742 mal)

n.a.

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[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #15 am: 07:34:08 Di. 28.Oktober 2003 »
Für die nicht Insider ...
Man munkelt von Ansageschichten (= zusätzliche Schichten = Mehrarbeit) und ggf. sogar Leiharbeiter im November.   :lol:
(Damit die Kündigungen pünktlich vor Weihnachten verschickt werden können?!)  :lol:

http://www.dilbert.com läßt grüßen  :lol:

ManOfConstantSorrow

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[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #16 am: 11:06:20 Di. 28.Oktober 2003 »
O.K., die andere Seite hat also Pläne!

Und Ihr? Das hypnotisierte Kanninchen, das auf die Schlange starrt?
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

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[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #17 am: 17:32:44 Di. 28.Oktober 2003 »
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow

O.K., die andere Seite hat also Pläne!

Und Ihr? Das hypnotisierte Kanninchen, das auf die Schlange starrt?


Nein, das Kanninchen hat Krebs im Endstadium. Das dreht sich nur
grinsend um und furzt der Schlange ins Gesicht.

ManOfConstantSorrow

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[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #18 am: 18:45:25 Di. 28.Oktober 2003 »
Tja, Motorola ins Gesicht zu furzen find ich in Ordnung!

Aber jetzt kanns doch nur noch darum gehen sich nen möglichst guten Abgang in dem Laden zu verschaffen. Also möglichst hohe Abfindungen rauszuschlagen. Oder????

Keine Vorbereitungen in der Richtung?
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

  • Gast
[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #19 am: 18:42:48 Mi. 29.Oktober 2003 »
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow

Tja, Motorola ins Gesicht zu furzen find ich in Ordnung!

Aber jetzt kanns doch nur noch darum gehen sich nen möglichst guten Abgang in dem Laden zu verschaffen. Also möglichst hohe Abfindungen rauszuschlagen. Oder????

Keine Vorbereitungen in der Richtung?


Ich schätze mal, bei der Abfindung selbst, wird sich nicht viel tun. Es ist schließlich die vierte Runde, da wird man der Einfachheit halber und der Fairnis (gegeüber den schon ausgeschiedenen Kollegen) wegen sich letzten Endes wieder auf die alte, schon dreimal angewandte Formel einigen.
Das Hauptaugenmerk des BR liegt zur Zeit beim Thema Transfergesellschaft und deren finanzielle Ausstattung. M will natürlich die Abfindungen mit anrechnen, also die Kollegen, die in die Transfergesellschaft wechseln, sollen dann keine oder eine geringere Abfindung bekommen. Falls M in diesem Punkt hart bleibt, könnte es eventuell vielleicht ggf. erstmalig richtig Zoff geben.
Und dann sind da noch so Nebensächlichkeiten wie Betriebsrente. Eine nicht unwesentliche Anzahl von Kollegen steht wohl kurz vor der Unverfallbarkeit der Betriebsrente. Da könnte sich auch noch etwas bewegen.

Ansonsten geht alles seinen gewohnt langsamen Gang.

ManOfConstantSorrow

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[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #20 am: 00:44:29 Fr. 31.Oktober 2003 »
Vielleicht komm ich mit meinen Kommentaren als Aussenstehender etwas besserwisserisch rüber....

aaaber ich begreif es nicht!  Wenn der Betriebsrat schon so zahnlos ist, warum tretet Ihr ihn nicht??? Oder stellt unabhängig von der Gewerkschaft etwas auf die Beine (soll schließlich auch in anderen Betrieben schon geklappt haben...)???

MOTOROLA schwimmt doch im Geld (siehe Postings mit den Börsennachrichten) und jetzt ist doch der Moment günstig, wo man auch etwas mehr herausschlagen kann, wo man direkt noch ein Faustpfand hat....

Schlucken das etwa alle einfach so?
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

  • Gast
[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #21 am: 16:27:32 Fr. 31.Oktober 2003 »
Zitat
Original von ManOfConstantSorrow

Vielleicht komm ich mit meinen Kommentaren als Aussenstehender etwas besserwisserisch rüber....

aaaber ich begreif es nicht!  Wenn der Betriebsrat schon so zahnlos ist, warum tretet Ihr ihn nicht??? Oder stellt unabhängig von der Gewerkschaft etwas auf die Beine (soll schließlich auch in anderen Betrieben schon geklappt haben...)???

MOTOROLA schwimmt doch im Geld (siehe Postings mit den Börsennachrichten) und jetzt ist doch der Moment günstig, wo man auch etwas mehr herausschlagen kann, wo man direkt noch ein Faustpfand hat....

Schlucken das etwa alle einfach so?


Nein, das schluckt keiner einfach so. Aber die Lage ist nicht so
rosig, wie die Presseberichte das darstellen. Und dann ist das noch
ein Unterschied Motorola Gesamt, Motorola Deutschland und Motorola
Flensburg.

Man kann das Außenstehenden schwer erklären.

ManOfConstantSorrow

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[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #22 am: 12:06:01 Sa. 01.November 2003 »
Danke für die prompte Antwort!

Auf der Homepage der IGM findet man nur völlig veraltete Infos zum Thema. Dabei ist das, was bei Euch passiert doch interessant für viele. Schließlich scheint das nur ein Dominonostein in einer ganzen Kette zu sein im Laufe der "Globalisierung". Heidelberger, Panasonic, Ihr und jetzt schon Orthopedia in Kiel. Who´s next?

Im schlimmsten Falle kann man aus gemachten Fehlern noch lernen.

Aber ich will mich damit nicht zufriedengeben, daß ich als Außenstehender das alles nicht begreifen kann.

1.) Ich glaube, daß die einzig vernünftige Antwort auf die Globalisierung die ist, daß nicht nur Konzerne über Grenzen hinaus agieren, sondern daß auch die Betroffenen über den nationalen Tellerrand hinaus schauen und auch handeln müssen. Am einfachsten wäre das über die Kontakte der Gewerkschaften, aber die sind ja wenig interessiert. Oder wurde bei der MOTOROLA-Schließung in Schottland ausgiebig darüber informiert und versucht für die Britischen Kollegen Solidarität zu üben?

2.) Die finanzielle Situation von Motorola Flensburg halte ich nur für mäßig interessant. Es ist ein Multi mit genügend Asche, worauf Du einen lassen kannst! Sonst wäre es nicht so einfach ein Werk dichzumachen um es auf einem anderen Kontinet wieder aufzumachen und eine völlig neue Belegschaft einzuarbeiten (was Jahre dauert). Wenn also ein mittleres Management (FL) vielleicht genauso wie Ihr nen Arschritt kriegt (mit ganz anderen Abfindungen und Zukunftschancen als Ihr...), dann sagt das nichts uber den Gesamtkonzern Motorola. Ich halte das alleine für eine Frage des Umgangs mit der Situation. Entweder Ihr macht Druck und versucht gemeinsam so viel wie möglich für Euch herauszuschlagen (Ihr seid in keiner schlechten Situation) oder ihr laßt Euch billig abspeisen.

3.) Daß der 1. Schwung Entlassener verarscht wurde, ist wohl ausser Frage. Aber die Antwort kann doch nicht "Gleiches Unrecht für alle" sein. Hättet Ihr für die ersten 6oo alle die Arbeit niedergelegt, hätte das Werk genauso dicht gemacht, wie es nun passiert, aber man hätte Euch gesagt, es wäre allein ein Folge des Streiks, Ihr hättet den Betrieb nach China gestreikt. Und die meisten von Euch (und die Öffentlickeit) hätten das auch geglaubt. Aber jetz habt Ihr doch nix mehr zu verlieren (im schlimmsten Falle erreicht Ihr nix oder wenig) und die oben genannte Propaganda funktioniert auch nicht mehr...



Oder steckt in meinen Gedanken ein entscheidender Denkfehler?
Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn man alle möglichen News von Euch auch in Zukunft in diesem Forum findet. Wie gesagt, es ist auch für nicht-Motorolaner  interessant.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

DeppVomDienst

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[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #23 am: 18:09:58 So. 09.November 2003 »
Habe gerade ein interessanten Forenbeitrag bei Heise zum Thema Motorola gefunden ...
(bezieht sich auf diese Meldung: http://www.heise.de/newsticker/data/mw-08.11.03-001/)

Zitat
Hallo,

600 MAs hört sich sicherlich erschreckend hoch an. Wenn man sich aber
z. Bsp. das Flensburger Tageblatt vom heutigen Samstag mal zur Hand
nimmt, so kann man dort lesen, dass ca. 200 Studierende "eingeplant"
sind. D.h.: 400 fest Angestellte und 200 Studierende sollen/müssen
gehen. Das Aberwitzige daran: (dazu H. Beger, Perso-Chef Flensburg):
... Motorola wolle auch künftig Studenten beschäftigen. Sie seien
beliebte Kollegen und wichtig für das Unternehmen, weil sie die
Produktion flexibel machten. "Das ist eine Frage der Zeit", meinte
Beger. Er hofft, schon im Dezember zu neuen Entscheidungen zu
kommen...

Also, Ende Dezember gehen Studenten, Anfang kommenden Jahres kommen
neue Studenten. Logisch, oder? Das bittere für die
Ex-Motorola-Studenten, sie haben keine Aussicht auf Wiedereinstellung
(Aussage der Perso-Abt.). Sie sind zwar beliebt, wie Beger oben
sagt/schreibt, nur sind viele von diesen Studenten seit über 2 Jahren
bei Motorola tätig. Wer jetzt einmal in das Teilzeit- und
Befristungsgesetz hineinschaut, wird schnell merken, warum Motorola
hier mit dem Argument betriebsbedingten "Kündigung" die Leute raus
haben will.

Auch ich bin am "Zittern", hoffe aber, dass die Mäuler, die ich
versorgen muß, mir die fehlenden Punkte geben können.

Schönes Wochenende
L-O-L

ManOfConstantSorrow

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[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #24 am: 21:12:14 Fr. 14.November 2003 »
Die einzigen Infos z.Zt. bekommt man aus der Presse. Demnach führte die Gewerkschaft Verhandlungen hinter verschlossenen Türen...
Zitat
Heise Newsticker 8.11.03
Sozialplan bei Motorola Flensburg kurz vor Abschlusszialplan bei Motorola

Im Flensburger Motorola-Werk stehen die Verhandlungen über einen Sozialplan für die 600 zum Jahresende ausscheidenden Arbeitnehmer kurz vor dem Abschluss. Es sei davon auszugehen, dass die Verträge über einen Interessenausgleich an diesem Montag unterschrieben werden, teilte der Vorsitzende der regionalen Industriegewerkschaft Metall, Meinhard Geiken, am Freitagabend mit. Bis dahin sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Belegschaft werde unmittelbar nach der Unterzeichnung informiert.  

Motorola hatte Mitte September angekündigt, ein Drittel der 1800 Stellen zu streichen. Ein wesentlicher Teil der Mobiltelefon-Produktion wird aus Kostengründen nach China verlagert. In Flensburg sollen weiterhin die neuen UMTS-Handys produziert und außerdem ein Zentrum für Distribution, Design und Service installiert werden. Dem Unternehmen droht wegen des Arbeitsplatzabbaus möglicherweise die Rückzahlung öffentlicher Fördermittel in Millionenhöhe an das Land Schleswig-Holstein.

Bei den jüngsten Verhandlungen der Arbeitnehmer und -geberseite ging es bisher auch um die Gründung einer Qualifizierungsgesellschaft. Dabei lehnten es die IG Metall und die Vertreter der Beschäftigten ab, die Abfindungen für die zu kündigenden Mitarbeiter mit der Finanzierung einer Auffanggesellschaft zu verrechnen. Darin sollen nach bisher bekannt gewordenen Plänen die ausscheidenden Mitarbeiter zwei Jahre lang für eine neue berufliche Zukunft qualifiziert werden. (dpa)



Zitat
Sozialplan für 600 Flensburger Motorola-Mitarbeiter vereinbart
Flensburg (dpa/lno) - Für die vom Stellenabbau beim Flensburger Handy-Hersteller Motorola betroffenen 600 Mitarbeiter ist nach Gewerkschafts-Angaben am Montag ein Sozialplan mit einer Abfindungsregelung vereinbart worden. Darüber hinaus erhalten die Betroffenen über eine Transfergesellschaft für maximal zwei Jahre die Möglichkeit, sich weiter zu bilden und nach einem neuen Arbeitsplatz zu suchen. Berechnungen der Gewerkschaft zufolge kosten Motorola die Entlassungen rund 8,5 Millionen Euro.


dpa/regioline vom 10.11.2003


Kann nicht mal ein Motorolaner erzählen, was los ist?
Der Abschluß ging um die 600 Entlassenen. Und was ist ist mit dem Rest der Belegschaft????
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

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[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #25 am: 13:18:36 Mi. 21.Januar 2004 »
Ein EX-Motorolaner berichtet unter "Transfergesellschaft hält nicht, was sie verspricht", wie es dem Flensburger Motorola Personal heute ergeht. Die IG-Metall muß sich vorwerfen lassen sich nicht genug für die Belegschaft eingesetzt zu haben. Etwas nur in Geheimverhandlungen hinter verschlossenen Türen mit dem Mangement auszuhandeln ohne das Druckmittel einer Arbeitsniederlegung einzusetzen ist nur ein schlechter Witz. Es handelte sich schließlich nicht um irgendeinen Pleitebetrieb, bei dem nichts zu holen ist! Mit solchen Gewerkschaften kann der Konzern seinen Profit mal locker verdreifachen:

Zitat
Original von kn-online

Motorola mit sattem Gewinnanstieg
Schaumburg (dpa)- Der amerikanische Mobilfunk-und Chiphersteller Motorola Inc. hat im Schlussquartal 2003 seinen Gewinn nach eigenen Angaben fast verdreifacht. Das Unternehmen verdiente 489 Millionen Dollar (388 Mio Euro) gegenüber nur 174 Millionen Dollar oder acht Cent je Aktie im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Der Quartalsumsatz erhöhte sich auf 8 (Vorjahresvergleichszeit:7,7) Milliarden Dollar.

Der Jahresumsatz fiel auf 27,1 (27,3) Milliarden Dollar. Motorola verdiente im Gesamtjahr 893 Millionen Dollar gegenüber einem Verlust von 2,5 Milliarden Dollar in 2002. Der Gewinn pro Aktie betrug 38 Cent gegenüber einem Minus von 1,09 Dollar je Aktie im vorangegangenen Jahr.

Der langjährige Firmenchef Christopher Galvin war im Januar 2004 von dem neuen Motorola-Chef Ed Zander abgelöst worden. Motorola hatte im Vergleich zum Branchenführer Nokia in den vergangenen Jahren stark an Boden verloren. Es gebe wieder Umsatzwachstum, und es könne eine weitere Gewinnverbesserung erzielt werden, betonte Zander.

Motorola verdiente unter Ausklammerung von Sonderfaktoren im Schlussquartal 409 (291) Millionen Dollar oder 17 (13) Cent je Aktie, während die Analysten nur von 13 Cent je Aktie ausgegangenen waren.

Motorola-Präsident Mike Zafirovski verwies auf den Anstieg des Auftragseingangs in allen Geschäftssparten, der zwischen zwölf und 67 Prozent gelegen habe.

Motorola wies in der Handy-Sparte im vierten Quartal einen Umsatzrückgang von drei Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar aus. Der Auftragseingang habe sich um 64 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar erhöht. Der operative Gewinn fiel auf 127 (294) Millionen Dollar.

Die Halbleitersparte steigerte ihren Quartalsumsatz um zwei Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Der Umsatzrückgang war auf Verzögerungen von mehreren neuen Produkten zurückzuführen. Der operative Gewinn erhöhte sich auf 25 ( 18 ) Millionen Dollar.

In der Telekomsystem-Sparte gab es einen Umsatzanstieg von elf Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Es wurde ein operativer Gewinn von 138 Millionen Dollar verbucht gegenüber roten Zahlen von 22 Millionen Dollar im Schlussquartal 2002.

dpa/ecoline vom 21.01.2004

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[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #26 am: 17:13:49 Mi. 25.Februar 2004 »
Mit dem Kanzler: Rohwer wirbt in USA für Motorola-Standort Flensburg[/size]

Kiel (dpa/lno) - Der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Bernd Rohwer (SPD) will sich in der amerikanischen Motorola-Zentrale für den langfristigen Erhalt des Standortes Flensburg einsetzen. Rohwer werde an diesem Donnerstag mit Bundeskanzler Gerhard Schröder die Motorola-Zentrale in Schaumburg bei Chicago besuchen, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Im Gespräch mit dem Vorstand werde der Kieler Minister auch um Unterstützung für das geplante Kompetenzzentrum für mobile Kommunikation in Flensburg werben.

dpa/regioline vom 25.02.2004

Ex-Danfossianer

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[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #27 am: 12:51:27 So. 29.Februar 2004 »
moin,

habe bei einer telefonanfrage unter flensburger zeitarbeitsfirmen vorletzte woche bei "manpower" angerufen um nach einer arbeitsstelle zu fragen.
sie boten mir an bei motorola arbeiten zu können weil dort dringender bedarf an arbeitskräften herrscht.
mir wurde telefonisch ein stundenlohn von 8,18€ + 4-6€ verpflegungspauschaule (je nach einsatz) angeboten. im grunde ja schon mehr als andere leiharbeiter verdienen.

jetzt zu meiner frage: wird nun entlassen oder eingestellt? oder werden nur feste mitarbeiter entlassen um sie durch leiharbeiter zu ersetzen.
welche rolle spielt dabei das flensburger arbeitsamt? bekommt das arbeitsamt dafür "schmiergelder"?

ich frage mich wohin uns der weg führt. wo stehen wir in 2-5 jahren? sind wir dann alle zeitarbeitsnehmer und damit ohne eine wirkliche zukunftsperspektive? wie können wir uns dagegen wehren. ist ein aufstand bzw. ein bürgerkrieg wirklich die letzte lösung?
wir sind das volk, lasst uns den oberen kräftig in den allerwertesten treten!!!

gruß XXX

p.s.: aus verständlichen gründen bleibe ich lieber unbekannt! ;)

Ex-Danfossianer

  • Gast
[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #28 am: 12:54:44 So. 29.Februar 2004 »
na, der forencode scheint das euro-symbol nicht zu mögen!?

also, der telefonisch genannte lohn war: 8,18euro/std + 4-6euro verpfl./tag.

  • Gast
[Motorola] Flensburger Absturz
« Antwort #29 am: 22:19:42 Mo. 01.März 2004 »
Hallo XXX,

nicht das Flensburger Arbeitsamt bekommt Schmiergelder, sondern der Betriebsrat bei Motorola.
Denn selbst bei der letzten Entlassungswelle wurden so viele Pools gebildet, das Motorola somit den Sozialplan geschickt umgehen konnte. Mit unserem Betriebsrat sind wir verkauft und verraten.

Mister DC