Autor Thema: Postbank  (Gelesen 12256 mal)

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Postbank
« am: 11:14:16 Do. 02.Oktober 2003 »
Hanburger Abendblatt:                             Donnerstag, 2. Oktober 2003
 
 
 
 
Postbank soll an die Börse - und Milliarden bringen
Deutsche Post will im Herbst 2004 ihr Geldinstitut versilbern. Für noch mehr Profit sollen 2500 Stellen abgebaut werden.


Klaus Zumwinkel (59) zählt eigentlich zu den Managern der leisen Töne. Doch wenn er über die Postbank spricht, greift er gerne zu Superlativen: Das Geldinstitut sei ein "schlafender Finanzriese", ein "absolut unterbewertetes Juwel". Jetzt will der Post-Chef seinen Schatz im Unternehmen heben und die Postbank im Herbst 2004 an der Börse platzieren. Für seinen Plan bekam der ehemalige Unternehmensberater und Quelle-Chef auch vom Aufsichtsrat grünes Licht. Dennoch mahnt Zumwinkel zu Bedacht: "Es gibt keinerlei Zeitdruck."

Mit rund zehn Millionen Kunden ist die Deutsche Postbank heute die größte Bank für Privatkunden in Deutschland. Das Institut gilt als hochprofitabel. 2002 erzielte die Bank einen Vorsteuergewinn von 400 Millionen Euro. "Für dieses Jahr rechnen wir mit einer zweistelligen Ergebnissteigerung", kündigte Postbank-Vorstand Wulf von Schimmelmann an. Der 56 Jahre alten Banker lenkt die Postbank seit fast fünf Jahren. Er baute das einst vorrangige Sparinstitut zu einer modernen Bank um, das im Massengeschäft sowie im Telefon- und Onlinebanking als führend gilt. Um den Profit der Bank zu steigern, will der Manager zudem in den nächsten zwei bis drei Jahren die Zahl der Stellen um 2500 auf 7500 reduzieren.
Der Post-Chef selbst verfolgt mit dem Börsengang seiner Tochterfirma vor allem ein Ziel: "Wir wollen damit für unsere Aktionäre den Unternehmenswert der Deutschen Post steigern." Den Wert der Postbank bezifferte Zumwinkel auf mehr als fünf Millionen Euro. Es soll nur knapp die Hälfte der Aktien an der Börse platziert werden. Die Deutsche Post will auch künftig Mehrheitsaktionärin bleiben. Aus dem Erlös von etwa 2,5 Milliarden Euro soll wiederum die Hälfte zur Schuldentilgung bei der Post verwandt werden, um die Kreditwürdigkeit des gelben Riesen zu verbessern.
 

Das Geld, daß den Kunden und der Belegschaft aus der Tasche gezogen wurde soll in zukunft direkt an die Aktionäre gehen.

Mir sind keine Aktionen der Belegschaften oder Gewerkschaften bekannt eine solche Schweinerei zu verhindern.

Wer nichteinmal bereit ist, zu versuchen gegen die Verschlechterung der Lebensbedingungen zu kämfen, soll sich hinterher auch nicht beschweren!



ManOfConstantSorrow

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Postbank
« Antwort #1 am: 18:43:10 Di. 14.März 2006 »
13.03.06 - Rekordgewinn und Arbeitsplatzvernichtung bei der Postbank

Im vergangenen Jahr stieg der Jahresüberschuss der Postbank um 11 Prozent auf 719 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein ausgewiesener Gewinn von 492 Millionen Euro, 13 Prozent mehr als 2004. Gleichzeitig kündigte die Postbank Verhandlungen über Stellenstreichungen an. Sie würden notwendig, weil nach der Übernahme der zweitgrößten deutschen Bausparkasse BHW viele Stellen überflüssig seien. Schon in den letzten zehn Jahren hatte die Postbank rund 10.000 Arbeitsplätze vernichtet.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

ManOfConstantSorrow

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Postbank
« Antwort #2 am: 11:30:10 So. 28.Mai 2006 »
27.05.06 Die Deutsche Postbank hat angekündigt, dass sie im Zuge der Eingliederung des Baufinanziers BHW und der erworbenen Postfilialen 1.200 Arbeitsplätze vernichten will. Die Stellen sollen bis Ende 2007 abgebaut werden, ohne dass es zu offenen Entlassungen kommt. Darauf haben sich Geschäftsleitung und Betriebsrat geeinigt. Die Deutsche Postbank hat insgesamt 23.000 Beschäftigte.
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ManOfConstantSorrow

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Postbank
« Antwort #3 am: 14:34:46 Do. 05.Juni 2008 »
Zitat
Rund 800 Beschäftigte der Postbank sind heute dem Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zu bundesweiten Warnstreiks und Kundgebungen gefolgt. Schwerpunkte der Aktionen waren der Bereich Zahlungsverkehr der Postbank in München und Hamburg. Auch die Beschäftigten des Tochterunternehmens BCB AG (Betriebs Center für Banken) in Frankfurt am Main, Berlin und Dortmund waren in die Warnstreiks einbezogen. „Die Beschäftigten haben mit ihren Aktionen gezeigt, dass sie sich nicht länger hinhalten lassen“, betonte ver.di Bundesvorstandsmitglied Uwe Foullong. Weitere Aktionen seien daher auch vor dem nächsten Verhandlungstermin nicht ausgeschlossen. (…) Die Verhandlungen werden am 4. und 5. Juni in Bad Neuenahr fortgesetzt…
http://presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=8d115e58-30aa-11dd-73d9-0019b9e321cd
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Kuddel

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Re:Postbank
« Antwort #4 am: 18:06:59 Fr. 20.Oktober 2017 »
Zitat
Postbank
Es droht der nächste Streik

Die Bereitschaft zum Arbeitskampf ist groß, beschreibt ein Gewerkschafter die Stimmung unter den 18000 Beschäftigten. Vor einem Streik soll aber noch einmal mit der Konzernmutter Deutsche Bank verhandelt werden, über's Gehalt und den Kündigungsschutz.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/postbank-es-droht-der-naechste-streik-1.3715336

Kuddel

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Re:Postbank
« Antwort #5 am: 17:02:37 Mo. 23.Oktober 2017 »
Zitat
Postbank-Mitarbeiter stimmen für unbefristeten Streik

Eine Welle von Warnstreiks gab es bei der Postbank schon, jetzt drohen bei der Tochter der Deutschen Bank unbefristete Streiks.


Im Tarifstreit für die rund 18.000 Beschäftigten der Postbank drohen nun unbefristete Streiks. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Sonntag mitteile, hätten sich bei der Urabstimmung der Deutschen-Bank-Tochter 97,7 Prozent der Verdi-Mitglieder für einen solchen Schritt gestimmt.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/verdi-abstimmung-postbank-mitarbeiter-stimmen-fuer-unbefristeten-streik/20487164.html