Autor Thema: Berlin - Hooligans in Uniform  (Gelesen 87349 mal)

Sir Vival

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #30 am: 10:43:09 Mo. 31.Mai 2010 »
Ich könnte ja jetzt in meiner Wut ob der obigen Videos was schreiben. Aber dann würde ich wohl wg. Aufhetzung gegen die "Staatsmacht" von irgend einem Schwuchtel-Maulwurf hier angemacht werden.
Das wird ja immer schlimmer hier in Deutschland.
Scheiss Faschistenpack in grün!
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Stundenzettelsammler

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #31 am: 07:58:46 Do. 03.Juni 2010 »
Wäre ich Polizist... und müsste ich mir jeden Tag insgeheim so nette Kosenamen  wie "Bulle", "Nazischwein", "Drecksbulle", womöglich noch mit baltischen oder anatolischem Dialekt anhören, mich jeden Tag mit einer Ausrüstung abgeben, die unter aller Sau ist, mich von jedem dahergelaufenen Junkie anmachen lassen... ich würde irgendwann auch mal zulangen, würde mir warscheinlich dann auch einen schnappen, der mich im vorbeigehen als weissderfuchswas tituliert und Ihn "massregeln". Warscheinlich hätte ich den Jungen mit seinem Adolf T-Shirt und seinen Jungs den Platz verwiesen... neben der nächstgrössten Grillvereinigung der anatolischen Ghettogemeinde, da wäre ich kreativ gewesen, glaubt mir, kein Thema. Und ja, warscheinlich wäre ich dann auch frustriert, wenn  man auf einer Demo steht und irgendwein rechtsradikales Pack mit NPD Fahne  gegen Übergriffe schützen muss... denn das ist mein Befehl. Vor allem, wenn mich der zigste linke ungewaschene gegendemonstrant als Faschistenarsch tituliert... dann, genau dann würde ich auch dem Typen meinen Handschuh ins Gesicht drücken und Ihm seine Dreadlocks einzeln rausreissen.

Aber wenn man dan selber auf die Fresse bekommt von irgendwelchen Vollspaten, dann ist die Polizei wieder gut genug, oder? Seid nicht so verlogen.



Denn alle Polizisten sind Korrupt und Gewaltbereit,  Leiharbeiter sind ja alles Totalversager, die nix können und Hartz4 Bezieher sind alle arbeitsfaule Säcke, die unnötig kosten.

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #32 am: 11:36:59 Do. 03.Juni 2010 »
Stundenzettelsammler, ich habe bei Dir bisher Dinge durchgehen lassen, mit denen jeder andere sich eine Sperre einfangen hätten. Du bist nicht dumm und zuweilen auch kämpferisch. Doch Grips schützt offenbsichtlich nicht vor falschen Schlüssen.
Zitat
womöglich noch mit baltischen oder anatolischem Dialekt
Tschüß, Stundensammler, Rassisten haben hier kein Forum.

kellerkind

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #33 am: 12:02:22 Do. 03.Juni 2010 »
Zitat
Aber wenn man dan selber auf die Fresse bekommt von irgendwelchen Vollspaten, dann ist die Polizei wieder gut genug, oder? Seid nicht so verlogen.
Finde ich persönlich immer wieder erquickend, wenn man darauf hingewiwesen wird, daß man im Notfall ja doch die Polizei ruft. Mal eine blöde Frage: GIbt es denn eine Alternative? Außer Selbstjustiz, meine ich? Hat der Staat auch so etwas wie eine "alternative" Polizei?

Das Argument von Stundenzettelsammler ist in etwa so, als würde man einem Gefangenen, der jeden Tag Brot und Wasser bekommt, vorwerfen, daß er das auch ißt bzw. trinkt, wenn er sich über den Speiseplan beschwert. DAS ist verlogen.

Außerdem: Der Staat sollte absolut froh sein, so lange sein Gewaltmonopol noch irgendwie akzeptiert wird. Wenn man nämlich die Bullen nicht mehr ruft, weil man sich besser selbst helfen kann und zu genau dieser Selbsthilfe dann auch greift, sieht vieles schon anders aus. Den "bösen Krawallmachern" also vorzuwerfen, sie würden sich im Notfalle an die Polizei wenden, ist also doppelt bescheuert.

Nebenbei bemerkt kenne ich mittlerweile einige Leute, die auf die Grünweißen keinen Bock mehr haben und diese erst dann rufen würden, wenn es wirklich nicht mehr anders geht. Eben, weil sie den Bullen keinen Meter mehr trauen. An dieser Stelle kann man sich mal fragen, wie sinnvoll die Polizei als Institution noch ist, wenn so eine Resignation um sich greift. Und man kann sich ebenfalls fragen, woher diese Resignation kommt.

Im Übrigen gibt Stundenzettelsammler ein gutes Beispiel für genau den mehr oder weniger latenten Rassismus ab, den man oft bei den lieben Herren und Damen Ordnungshütern findet. "Angepöbelt werden, na ja, aber das dann auch noch von irgendwelchen Muchels, also nee, dann gibt's den Handschuh..."

Sir Vival

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #34 am: 13:42:39 Do. 03.Juni 2010 »
Ich wusste auch gar nicht, was Stundenzettelsammler mit seinem Schreiben da aussagen wollte. (Natürlich weiss ich es schon, abe ich musste es 2x lesen, weil ich beim ersten mal gar nicht verstand, worauf er hinaus will!)
Denn es hat ja auch mit den Aktionen der Polizei in den Videos gar nix zu tun  ::) ::)
tststs.....

Naja, so nebenbei: Nicht alle Polizisten sind "Scheiss Faschistenpack in grün"
Aber die da in den Videos schon. Wie die abgehen.

Und dann!!!! Auch wenn ich so viel aushalten muss, wie er oben beschrieben hat, muss ich es trotzdem aushalten, denn dafür ist man Polizist. Kann man das nicht und kann keinen Abstand finden, ist es der falsche Beruf. Ganz einfach.
Polizei = Staatsmacht.
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Alex22

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #35 am: 20:56:56 Fr. 04.Juni 2010 »
Ein Polizist, der sich provozieren lässt, taugt nichts!
 ;D

besorgter bürger

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #36 am: 19:06:56 Fr. 02.Juli 2010 »
Zitat
Der langjährige Bundespolizist stöhnte: „Nur selten gab es gute und sinnvolle Einsätze.“ Er habe sich einerseits „ungebraucht“, andererseits überfordert gefühlt. „Man will helfen, was Gutes tun...

...und raubt dann Vietnamesen aus.  ::)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/polizisten-raubten-aus-frust/1873234.html

Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

Sir Vival

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #37 am: 20:44:31 Sa. 03.Juli 2010 »
".........Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt."

Mal sehen. Im Vergleich zu den 3 (?) Jahren auf Bewährung wg. "Totschuss", äähh, Totschlags in dem anderen Fall.....schätze ich so um 1 Jahr auf Bewährung. (Sarkasmuns an) Er bewährt sich sicherlich! So etwas macht der bestimmt nicht mehr! (Sarkasmus aus)
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Senor_Ding-Dong

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #38 am: 16:40:18 Di. 06.Juli 2010 »
Zitat
Urteil
Bundespolizisten wegen Raubes verurteilt

Sie kontrollierten ohne Grund Vietnamesen und nahmen ihnen Geld ab, einen Mann setzten sie sogar im Berliner Umland aus. Jetzt wurden die beiden Bundespolizisten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Die 32. Große Strafkammer des Landgerichts Berlin verurteilte den 27-jährigen Angeklagten zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten, der 42 Jahre alte Angeklagte muss für vier Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Beide Polizisten waren im Prozess geständig. Der Vorsitzende Richter sagte bei der Urteilsverkündung, die Angeklagten hätten ihr Amt missbraucht. Durch die Straftaten im Dienst hätten sie dem Ansehen der Polizei schweren Schaden zugefügt.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/bundespolizisten-wegen-raubes-verurteilt/1876716.html

Senor_Ding-Dong

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #39 am: 22:39:23 Fr. 09.Juli 2010 »
Zitat
Der Videobeweis
Von Polizisten misshandelt
 
von Andreas Förster

Berlin - Das Video vom 19. August 2006 zeigt Aufnahmen einer Demonstration gegen einen Neonaziaufmarsch in der Wisbyer Straße in Pankow. Plötzlich ist zu sehen, wie Unruhe entsteht, ein Trupp behelmter Polizisten in dicken Schutzanzügen stürmt durch die Menge, stürzt sich auf einen jungen Mann. Ein Beamter packt ihn am Hals, zwei weitere halten ihn fest. Der junge Mann wehrt sich nicht, kann sich nicht bewegen, trotzdem schlägt ihm ein Polizist die Faust ins Gesicht. Dann wird der Mann zu Boden gedrückt, ein Polizist kniet auf seinem Oberkörper. Als die Kamera näher herangeht, sieht man Blut auf dem Straßenpflaster. Im Krankenhaus wird ein Schädelbruch bei dem Festgenommenen diagnostiziert, noch heute trägt er Implantate im Gesichtsbereich.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Der junge Mann in dem Video ist Paul B., Biophysiker. Vor vier Jahren war der heute 31-Jährige noch Student, im letzten Jahr hat er sein Diplom gemacht. B. hat die drei Polizisten auf dem Video jetzt angezeigt. Wegen Falschaussage. Sie hatten vor Gericht behauptet, er sei vermummt gewesen, habe einen Stein in der Hand gehabt und sich bei der Festnahme heftig gewehrt. Ganz anders also, als es auf dem Video zu sehen ist. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Ermittlungen aufgenommen.

Paul B. wurde bei der Gerichtsverhandlung im Juli 2007 wegen besonders schwerem Landfriedensbruch und versuchter Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und fünf Monaten verurteilt. In der Verhandlung wurde ein Polizeivideo von der Demo gezeigt. Auch darauf sieht man den losstürmenden Polizeitrupp von der 12. Berliner Einsatzhundertschaft auf der Wisbyer Straße. Zur Festnahme schwenkt die Kamera aber nicht. Erst als Paul B. am Boden festgehalten wird, geht der Kameramann zu ihm hin. Ob der Student vorher einen Stein in der Hand hatte oder sich zur Wehr setzte, ist auf dem Video nicht zu erkennen.

Das zweite Video mit der eingangs beschriebenen Szene von B.s Festnahme ist vor einigen Wochen im linken Internetportal Indymedia aufgetaucht. Ein Journalist, der anonym bleiben will, hatte damals die Anti-NPD-Demo gefilmt und dabei eine ganze Reihe von polizeilichen Übergriffen dokumentiert. Zu sehen ist etwa, wie Beamte einem Demonstranten in den Unterleib treten, wie Sitzblockierer an den Ohren von der Straße gezogen werden, wie Polizisten Mund und Nase von Festgenommenen zudrücken, so dass diese keine Luft bekommen. Zu sehen ist auch Paul B. auf der Wisbyer Straße. Er ist nicht vermummt, hat keinen Stein in der Hand, und er wehrt sich nicht, als sich die Beamten auf ihn stürzen.

Das Video, auf das der Rechtsanwalt Sebastian Scharmer im Internet gestoßen ist, belegt B.s Aussagen vor Gericht. Und widerlegt die Angaben der Beamten von der Einsatzhundertschaft. Dabei waren selbst die Zeugenaussagen damals widersprüchlich. Zwei Zivilbeamte, die das Geschehen auf der Wisbyer Straße beobachteten, sagten aus, sie hätten bei B. keinen Stein gesehen. Die drei Beamten, die den Studenten überwältigten, blieben jedoch bei ihrer Aussage. Das Gericht hielt sie für glaubwürdiger, weil sie keinen Grund hätten, so der Richter, die Unwahrheit zu sagen.

Einen Grund hatten sie aber schon, denn auch B. hatte damals Anzeige erstattet wegen Körperverletzung. Das Verfahren wurde eingestellt. Als sich Paul B. in einem Brief hilfesuchend an die Senatsjustizverwaltung wandte, antwortete ihm Wochen später die Staatsanwaltschaft. Es gebe „erhebliche Zweifel“ an seiner Darstellung, stand in dem Brief, und der Satz: „Ich darf Sie vorsorglich darauf hinweisen, dass auch die falsche Verdächtigung von Polizeibeamten eine Straftat und auch einen Bewährungsbruch darstellen kann.“
Er habe das als Drohung empfunden, die Sache endlich ruhen zu lassen, sagt Paul B. heute. „Ich hatte Angst, ich muss ins Gefängnis, wenn ich weiter um mein Recht kämpfe.“ Erst als das Video im Internet auftauchte, habe er Mut gefasst, die Anzeige zu erstatten.

Aus Sicht von Anwalt Scharmer ist das, was seinem Mandanten widerfahren ist, kein Einzelfall. „Es gibt immer wieder Polizeigewalt, die aus Korpsgeist von Beamten vertuscht werden“, sagt er. Das zeige auch der jetzt veröffentlichte Untersuchungsbericht von amnesty international. „Der eigentliche Skandal aber ist, und das zeigt sich auch bei Paul B., wie die Justiz damit umgeht“, sagt Scharmer. „Es wird nur in eine Richtung ermittelt. Den Beamten wird mehr geglaubt als dem Opfer, auch wenn sie ganz offensichtlich eigenes Tatverhalten vertuschen wollen.“

Berliner Zeitung, 10.07.2010
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/302526/302527.php

Sir Vival

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #40 am: 09:04:27 Sa. 10.Juli 2010 »
also ich hab´ das Dingens auf der Startseite unterschrieben und an andere geschickt.
Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und bestieg den Mähdrescher, denn es ward Krieg!
Politiker sind wie Tauben. Sind sie unten, fressen sie dir aus der Hand. Sind sie oben, wirst du beschissen
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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #41 am: 22:30:13 Mo. 19.Juli 2010 »
Zitat
...

"Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte"

Die zweite Neuigkeit gab es in der letzten Woche zu einem Vorfall, der sich am 12. September 2009 auf der Demonstration "Freiheit statt Angst" ereignete. Bei dieser Veranstaltung hatten mehrere Teilnehmer gefilmt, wie zwei Polizisten einen Fahrradfahrer in einem blauen T-Shirt, der sich Notizen zu machte, festhielten, direkt ins Gesicht schlugen und so gewaltsam zu Boden zwangen, dass auch Umstehende blutige Verwundungen abbekamen.

Nachdem der Radfahrer die Polizisten anzeigte, reagierten diese mit einer Gegenanzeige wegen "Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte", die erst jetzt, nach neunmonatiger Prüfung, eingestellt wurde. In ihrer Abschlusserklärung dazu hielt die Staatsanwaltschaft nicht nur fest, dass ein "aktiver Widerstand, den die vernommenen Beamten lediglich pauschal behaupten", nicht vorliegt, sondern auch, dass es "für den Faustschlag in das Gesicht des Radfahrers keinen Grund" gab, weshalb er "sich insoweit dieser Maßnahme im Weiteren auch (straflos) widersetzen [hätte] dürfen".

Fraglich ist, ob dieses Verfahren auch mit solch einer klaren Begründung eingestellt worden wäre, wenn Rechtsanwalt Johannes Eisenberg nicht mit Hilfe von vier Amateurvideos den Vorfall aus mehreren Perspektiven präsentieren hätte können. Immerhin gibt es trotz dieser recht eindeutigen Beweislage noch keinen Strafbefehl und kein Urteil gegen die Beamten, die an dem Vorfall beteiligt waren.

...

Auch aus der vom Berliner Polizeipräsidenten Glietsch im letztes Jahr als Konsequenz aus den Videos angekündigten Kennzeichnung von Polizisten ist bisher nichts geworden. Widerstand dagegen leisten unter anderem Polizeigewerkschaftsfunktionäre, die Medien gegenüber stets beteuern, bei den bekannt gewordenen Übergriffen handele es sich um "Einzelfälle", welche keine solche Maßnahme für alle Polizisten rechtfertigen würden. Was genau Polizisten, die (um in der Sprache zu bleiben, die sonst von Polizeigewerkschaftern gerne verwendet wird) "nichts zu verbergen haben", eigentlich gegen eine gut sichtbar an der Uniform angebrachte Nummer haben, bleibt dabei allerdings so unklar, dass sich mittlerweile sogar die Brandenburger CDU für solch eine vom Chaos Computer Club bis hin zu Amnesty International geforderte Kennzeichnungspflicht ausspricht und damit die SPD in Zugzwang bringt.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32979/1.html

Alex22

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #42 am: 10:50:16 Di. 20.Juli 2010 »
Wen der Staat so "undiszipliniert" mit seinem Gewaltmonopol umgeht, werden Bürger die "Schadstellen" entfernen müssen.
Ob das Dulden von Straftaten durch die Polizei ein Instrument zur Herrschaft oder zum Umbau der Gesellschaft ist, kann ich nicht erkennen.
Sie zersetzt jedoch mit anderen bedenklichen Erscheinungen die Demokratie.

MizuNoOto

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #43 am: 02:12:47 Fr. 30.Juli 2010 »
Mein Gott, als Polizist hat man es auch nicht leicht. Erst muss man sich von linken Gewalttätern verprügeln lassen und dann auch noch das.

Zitat
Berlin: Katze beißt Polizisten dienstunfähig

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Mit einem eher ungewöhnlichen Angreifer musste sich am Mittwochabend ein Berliner Polizist auseinandersetzen. Die Beamten waren gegen 21:30 Uhr von der Feuerwehr um Unterstützung gebeten worden, weil die Rettungskräfte eine verwirrte 66-Jährige in ein Krankenhaus bringen mussten. Probleme machte bei dem Einsatz allerdings nicht die Frau, sondern deren aggressive Katze. Bei dem Versuch, das Tier aus der Wohnung zu holen, biss es einem der Polizisten in den rechten Unterarm. Die eigentlich eher harmlose Verletzung war aber so stark, dass der Beamte nach der Behandlung im Krankenhaus seinen Dienst beenden musste. Die Katze wurde schließlich dem Tierfang übergeben und in ein Tierheim gebracht.

http://www.duckhome.de/tb/archives/8278-Berlin-Katze-beisst-Polizisten-dienstunfaehig.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Duckhome+%28Duckhome%29

MizuNoOto

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #44 am: 02:28:16 Fr. 30.Juli 2010 »
Was hier noch fehlte:

Zitat
Fall Dennis J.
Bewährungsstrafe für Polizisten wegen Todesschuss
...
Mit der Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe wurde dem Angeklagten zugute gehalten, dass er bisher ein unbescholtener Bürger gewesen sei und die Schüsse in einer aufgeheizten Stimmung gefallen seien. Wegner sprach von einer falschen Entscheidung, die der Polizist binnen weniger Sekunden aus seiner subjektiven Sicht von Angst, Schrecken und akuter Gefahr getroffen habe. Gleichwohl habe der Mann eine "große Schuld auf sich geladen".

Auch der Polizistenstatus sei strafmildernd berücksichtigt worden, sagte der Richter in der Urteilsbegründung. Als Polizist sei er "extrem haftempfindlich", im Falle einer Inhaftierung hätte er sich "unter jenen einordnen müssen, die er sonst verfolgt hat". Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre und sechs Monate Haft gefordert. Bei dieser Strafe hätte der Mann auch seinen Beamtenstatus verloren.

Die beiden mitangeklagten Polizisten wurden zu Geldstrafen von 120 Tagessätzen verurteilt. Sie hatten behauptet, von den Schüssen des Kollegen nichts mitbekommen zu haben. Zeugen hatten jedoch ausgesagt, die Schüsse als solche erkannt zu haben. "Es herrschte nicht der kriegsähnliche Zustand mit Böllern in der Feldahornstraße, wie die Angeklagten behaupteten", sagte der Richter. Nach dessen Ansicht hatten es die Angeklagten von Anfang an vermieden, Aussagen zu machen, um ihren Kollegen so "vor der gerechten Bestrafung zu schützen", kritisierte der Richter. Die Entscheidung zur Verurteilung sei der Kammer daher "nicht schwergefallen".

Hohe Haftstrafen lösen keine Probleme. Aber wenn der Angeschuldigte homosexueller (haftempfindlich) Araber aus der Unterschicht gewesen wäre, der in einem Streit (Angst und Schrecken) zu einer Waffe gegriffen hätte (nur Sekunden, um zu entscheiden), dann hätte es lebenslänglich gegeben.

Politisches Urteil, weil ein Freispruch diesmal nicht möglich war.

Die Polizisten, die nichts gesehen haben, dürfen Polizisten bleiben und auch in Zukunft nichts sehen.