Autor Thema: Berlin - Hooligans in Uniform  (Gelesen 97634 mal)

Senor_Ding-Dong

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #45 am: 20:46:01 Fr. 30.Juli 2010 »
Zitat
Berlin: Katze beißt Polizisten dienstunfähig
:D
Falls der Wundbrand es zuläßt, wird das diesem Tierliebhaber in Uniform bestimmt eine Lehre sein. Beim nächsten Einsatz wird wie sonst üblich wieder scharf geschossen...

Zitat
...
Passanten alarmierten gegen 12 Uhr 30 einen Rettungswagen zur Paul-Grasse-Straße, weil dort ein Mann dem Anschein nach bewusstlos am Boden lag. Als die Sanitäter eintrafen, verhinderte der nicht angeleinte Bullterrier die Hilfeleistung. Nachdem das Gesicht des Hilflosen bereits rot angelaufen war und eine Reanimation dringend geboten schien, gaben ebenfalls alarmierte Polizisten einen Schuss auf den Hund ab, der nun auf die Beamten zulief. Vier weitere Schüsse, durch die niemand sonst gefährdet wurde, stoppten das Tier, das später dem Tierfang übergeben und operiert wurde. Als sich die Helfer nun dem 31-Jährigen näherten, stand dieser plötzlich auf und wollte sich entfernen. Bei dem Mann stellten die Polizisten einen Atemalkoholwert von 2,98 Promille fest. Der Betrunkene, der angab, nichts mitbekommen zu haben, durfte seinen Weg nach Feststellung der Personalien fortsetzen.
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/303972/index.html

Senor_Ding-Dong

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #46 am: 01:27:31 Mo. 02.August 2010 »
OT: Ts, ts, ts...Hooligans in Uniform leider nicht nur in Berlin

Zitat
Keine Anzeigen nach Polizei-Trinkgelage in Hotel

...
 
Das Trinkgelage von Polizisten aus Sachsen-Anhalt in einem noblen Hamburger Golfhotel hat vorerst kein strafrechtliches Nachspiel. Bisher liege keine Strafanzeige vor, sagte ein Polizeisprecher in der Hansestadt.

Betrunkene Beamte der Landesbereitschaftspolizei aus Sachsen-Anhalt waren am vergangenen Wochenende in dem Vier-Sterne-Hotel grölend durch die Flure gelaufen und hatten Gäste angepöbelt. Ob Disziplinarverfahren eingeleitet werden, blieb auch am Freitag offen.

Dass Sachsen-Anhalt nach den peinlichen Vorfällen die Kosten für den Hotelaufenthalt übernehmen soll, sei bisher kein Thema, sagte der Sprecher. Berichte, dass die Hamburger Polizei künftig keine Beamten aus Sachsen-Anhalt mehr zur Unterstützung anfordern wolle, wies er zurück: „Das wäre Quatsch. Nur weil eine Handvoll Leute aus dieser Hundertschaft Mist machen, heißt das ja nicht, dass wir die Polizei in Sachsen-Anhalt pauschal verurteilten.“

Die Polizisten waren nach Hamburg gekommen, um ihre Kollegen bei einer Demonstration im Schanzenviertel zu unterstützen. Dort hatten am Samstag rund 800 Menschen gegen Polizeigewalt protestiert. Nach dem Ende ihres Einsatzes gegen 23.00 Uhr waren Beamte nach Polizeiangaben biertrinkend durch die Hotelflure getaumelt, hatten eine Hochzeitsgesellschaft gestört und Angestellte verbal attackiert.

Ein betrunkener Polizist soll sich sogar übergeben haben. Die Leitung der Bereitschaftspolizei in Magdeburg hat sich in einem Brief an die Hamburger Polizei entschuldigt.

Der CDU-Innenpolitiker Holger Stahlknecht aus Sachsen-Anhalt nahm die pöbelnden Polizisten in Schutz. Er verwies am Freitag auf die hohe Belastung der Bereitschaftspolizisten. „Sie stehen nach solchen Einsätzen, mit zum Teil kriegsähnlichen Zuständen, unter höchster Anspannung.

"Der Adrenalinspiegel ist hoch“, sagte der Vize- Fraktionschef. Er forderte eine Entschuldigung, bemängelte aber auch, dass die Polizisten in einem Hotel mit anderen Gästen untergebracht worden seien.
dpa/cor
http://www.welt.de/vermischtes/article8729239/Keine-Anzeigen-nach-Polizei-Trinkgelage-in-Hotel.html

KasparHauser

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #47 am: 22:10:17 Di. 10.August 2010 »
Hier spricht KasparHauser

Ich wurde von Polizisten in Zivil, die nicht gekennzeichnet waren, völlig zu Unrecht
angegriffen und zum Krüppel gemacht, siehe meinen Blog
Polizeigewalt.blogger.de
Ganz unten stehen die Schriften meines Anwaltes und die Reaktion der Staatsanwaltschaft
sowie Kammergericht Berlin.

Ich habe mich an alle möglichen Medien gewandt.
Niemanden interessierte es.
Petition wurde abgewiesen.
Politiker aller Parteien versprachen Hilfe - und nichts geschah.

AI ist informiert und hat es leider nicht in der Broschüre verarbeitet.
Naja, waren noch andere Fälle, die aber wohl weniger kraß sind.
Denn ich bin gehunfähig mein Leben lang.

Der Polizeipräsident ist durch den Grünen Abgeordneten Benedikt Lux informiert.
Und nichts passiert, sogar die Opferrente wurde abgelehnt.
Naja, ist ja vieles in dem Blog mit Beweisen zu finden.
KH

Senor_Ding-Dong

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Wasserwerfer Wawe 10 000
« Antwort #48 am: 21:22:09 Di. 24.August 2010 »
Zitat
Mit 1200 Liter pro Minute gegen Demonstranten

von Andreas Kopietz und Lutz Schnedelbach

Berlin - Zehntausend Liter Wasser im Tank, 408 PS unter der Motorhaube und voll mit Elektronik: Mit derartigen Gefährten will die Berliner Polizei randalierenden Demonstranten das Fürchten lehren. Voraussichtlich im nächsten Frühjahr wird die Polizei den ersten neuen Wasserwerfer „WaWe 10 000“ erhalten. Polizeisprecher Thomas Neuendorf bestätigte am Freitag entsprechende Informationen der Berliner Zeitung: „Die Technik wird nächstes Jahr geliefert“, sagte er.

Das Fahrzeug wird vom Bund bezahlt. Er hat 78 Millionen Euro für bundesweit 75 Wasserwerfer veranschlagt. Auf Beschluss der Innenministerkonferenz sollen bis zum Jahr 2019 die jetzt schon teils 25 Jahre alten Wasserwerfer ausgetauscht werden. Der älteste in Berlin stammt von 1986. Insgesamt gibt es fünf Wasserwerfer in Berlin, die nun Stück für Stück durch neue ersetzt werden. Die Bereitschaftspolizeien in Berlin, Hamburg und Sachsen werden als erste mit den neuen Fahrzeugen ausgestattet.

Den „Wawe 10 000“ stellt die Firma Rosenbauer International AG in Österreich her. Sie hat die europaweite Ausschreibung gewonnen. Fahrgestell und Motor liefert Mercedes Benz. Das Design des fast zehn Meter langen und 3,60 Meter hohen Nassmachers ist kantig, alle Flächen sind schräg. Dadurch soll verhindert werden, dass ein Brandsatz auf dem Fahrzeug liegen bleibt. Sollte es dennoch Feuer geben, kann die Besatzung eine Löschanlage betätigen.

Auf dem Dach der Aluminiumkarosse sind vorn zwei Wasserkanonen montiert. Eine weitere ist im Heck. Fünf-Mann-Besatzung haben im Cockpit Platz, von wo aus die Wasserdüsen mit Joysticks bedient werden. Drei Videokameras liefern die Bilder für die Monitore, die auch aufgezeichnet werden können.

Bis zu 1 200 Liter werden pro Minute durch jedes der vorderen Rohre gepumpt. 900 Liter sind es am Heck. Bei Tests konnte die Wasserkanone vorn 65 Meter weit spritzen. Die hintere schaffte 50 Meter. Mit den Strahldüsen können die Polizisten auch so genannte „Wasserwände“ setzen, hinter denen zu Fuß vorrückende Beamte trocken bleiben. Sie können auch feinen Wassernebel versprühen, die den Aufenthalt in der Umgebung unangenehm machen.

Als besonders sicher gelten die Scheiben des Cockpits. Sie sind aus Polycarbonat-Glas. Innen sorgt eine Klimaanlage für angenehme Temperaturen und ein Kühlfach für kalte Getränke.

Nachdem der Prototyp bereits jeweils drei Wochen in Hamburg und in Sachsen getestet worden war, durften Berlins Bereitschaftspolizisten ihn im April auf dem Polizeigelände an der Kruppstraße ausprobieren.Eine Million Liter Wasser spie der Werfer im Dauerbetrieb. Auch Feuer wurde unter dem Fahrzeug gelegt, um zu schauen, wie die Löschanlage funktioniert. Die Flammen erloschen, dennoch sammelten die Beamten genug Punkte für eine lange Beanstandungsliste. Unter anderem fielen mehrfach die Kameras aus.

Außerdem wurde bemängelt, dass die Sicht durchs Armaturenbrett beeinträchtigt ist. Außerdem sei die Karosserie nicht überall ganz wasserdicht gewesen. Diese Probleme sollen demnächst in Gesprächen mit dem Hersteller erörtert und auf Besserung gedrängt werden. Experten schätzen, dass nach den Endverhandlungen der Preis pro Fahrzeug von ursprünglich rund 900 000 Euro auf über die Million steigen werde.

Nicht bei allen sorgt der neue Wasserwerfer für Hochstimmung. Weil das Gerät hochtechnisiert sei, könne es auch leichter ausfallen, heißt es aus den Reihen der Bundespolizei. Die alte Technik sei robuster und zuverlässiger.

---------

Gewärmt und mit Tränengas versetzt

In dem Wawe 10 000 können bis zu fünf Polizisten arbeiten. Er ist ausgelegt für einen Kommandanten, den Fahrer, einen Beobachter und zwei Beamte, die die Werfer bedienen.

Der Werfer hat vier Metall-Türen, die zentral verriegelt werden.

Spezialglas schützt vor Brandsätzen, vor Steinen, Geschossen und vor Stichwaffen. Der Laster verfügt außerdem über eine Klimaanlage, Standheizung und zwei Notausstiege.

Der Wassertank des neuen Werfers fasst 10 000 Liter und ist beheizbar, damit er im Winter nicht einfriert. Dem Wasser kann Tränengas beigemischt werden.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/307234/307235.php

Senor_Ding-Dong

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Nach Datenschutz-Demo (2009) stehen weitere Polizisten vor Gericht
« Antwort #49 am: 13:07:37 So. 12.September 2010 »
Zitat
...

Nach Informationen der Berliner Zeitung haben inzwischen zwei weitere Beamte richterliche Strafbefehle erhalten. Den Angehörigen der 22. Einsatzhundertschaft wird Körperverletzung im Amt vorgeworfen. Sie sollen eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen (drei Netto-Monatsgehälter) zahlen. Im Fall dieser Beamten liegt diese bei 7 000 und 10 000 Euro. Die Beamten sollen am 12. September Demonstranten mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Die Polizisten legten gegen die Strafbefehle Einspruch ein. Im Oktober soll es deshalb zur Gerichtsverhandlung kommen.

Wegen Körperverletzung im Amt wird bereits gegen zwei andere Polizisten ermittelt, die bei der Demonstration am 12. September einen Radfahrer verprügelt haben sollen. Diese Übergriffe wurden von anderen Teilnehmern gefilmt und im Internet veröffentlicht. Gegen den attackierten Radfahrer, der von den Beamten wiederum wegen „Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte“ beschuldigt wurde, ist das Verfahren inzwischen eingestellt.

Warum die Verfahren gegen die beiden Polizisten sich noch immer hinziehen, versucht Martin Steltner, Sprecher der Staatsanwaltschaft, zu erklären: „Es ist ein sehr komplexes Verfahren, bei dem sehr viele Zeugen gehört werden müssen. Die Ermittlungsakten wurden den Verteidigern zur Akteneinsicht versandt.“ Das passierte nach den Worten von Rechtsanwalt Johannes Eisenberg, der den Radfahrer vertritt, bereits im Januar. „Ich kenne keinen Tatverdächtigen, bei dem der Verteidiger so viel Zeit zur Stellungnahme hat“, sagte er gestern.

...
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/309772/309773.php?ycl=rss


Senor_Ding-Dong

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #50 am: 21:00:50 Sa. 18.September 2010 »
KONTRASTE Donnerstag 16.09.2010:
Zitat
Missbrauch des Gewaltmonopols - wenn Polizisten prügeln

Jahrelang war er bekannt, sogar das Landesparlament befasste sich mit dem Fall: In Berlin ist ein Hundertschaftsführer der Polizei nicht behelligt, sondern sogar befördert worden, obwohl er mehrfach ausrastete und Menschen schlug. KONTRASTE fragt nach: Wie kann es sein, dass der Staat sein Gewaltmonopol sträflich missbrauchen lässt?

...

Ein prügelnder Polizist. Wie aus dem Nichts schlägt er zu: Olaf H., Erster Polizeihauptkommissar. Chef einer Berliner Einsatzhundertschaft. Ein Polizist, dem die Hand ausrutscht. Körperverletzung im Dienst.

Die Opfer der Schläge. Torsten Niewzella und Daniel Berte, Geschäftspartner und Fans des BFC Dynamo. Im Dezember 2008 sind sie dabei, als ihre Mannschaft im Berliner Mommsenstadion spielt.

...

Oktober 1998: Anti-Nazi-Demonstration in Königs Wusterhausen, südlich von Berlin. Olaf H. ist als Zugführer dabei. Später wirft er diesem Demonstranten vor Gericht vor, er habe Gewalt angewendet - gegen ihn und andere Kollegen. Mitten in die Gerichtsverhandlung sendet Spiegel-TV diese Bilder: In Zeitlupe ist hier zu erkennen: Das Basecap wird dem angeklagten Demonstranten vom Kopf geschlagen und dann tritt Olaf H. ihn offenbar in den Unterleib.

Das Amtsgericht Königs Wusterhausen stellt zweifelsfrei fest, dass dem Angeklagten

Zitat
„…seitens des Polizisten das Knie in den Unterleib gerammt wurde.“

Freispruch für den von Olaf H. beschuldigten Demonstranten.

März 1998: Einsatz von Berliner Einheiten beim Castor-Transport im nordrhein-westfälischen Ahaus. Die Beamten aus Berlin fallen durch ihre ruppige Gangart auf, werden im Nachhinein von Demonstranten und sogar von ihren Kollegen aus Nordrhein-Westfalen schwer belastet. Der Vorgang wird im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses aufgearbeitet. Der grüne Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wieland stellt damals eine parlamentarische Anfrage. Wieland will von der Berliner Polizeiführung wissen, ob Maßnahmen gegen den Polizeihauptkommissar H. eingeleitet wurden, der

Zitat
„…unkontrolliert, unbeherrscht und von blindem Aktionismus geprägt…",

unter anderem eine Bahnschranke beschädigt haben soll.

...

Diese Konsequenz wird nicht gezogen, obwohl Olaf H. in der Folgezeit wieder im Dienst auffällig wird. Im Jahr 2004 wird er von seinen Vorgesetzten zum Hundertschaftsführer ernannt.

...

Haben die Vorgesetzten wirklich nichts gegen Olaf H. unternommen? Wir fragen nochmals nach. Doch die Polizeiführung gibt uns keine Auskunft. Sie beruft sich auf Fristen, nach denen bestimmte disziplinarische Maßnahmen aus den Personalakten getilgt werden müssen - zum Schutz der Beamten.

Zitat
„Insofern kann und darf zu Vorkommnissen, die länger als sieben Jahre zurückliegen, keine Aussage getroffen werden. Der Beamte war aufgrund dieser Vorschrift disziplinarisch nicht belastet.“

Egal, ob es ein Disziplinarverfahren gegeben hat oder nicht: Rechtsexperte Weiß ist der Ansicht, dass die Berliner Polizeiführung in Fällen wie Olaf H. längst hätte handeln müssen. Ganz einfach nach Maßstäben einer vernünftigen Personalführung.

...

Erst in diesem Jahr wurde Olaf H. wegen der Schläge im Berliner Mommsenstadion rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten und einer Geldstrafe verurteilt. Und erst nach diesen Vorfällen wurde er von seinem Dienstherrn in den Innendienst versetzt. Für die beiden Opfer seiner Schläge kommt dies zu spät.

...
http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_16_09/missbrauch_des_gewaltmonopols.html

Siehe auch: http://www.chefduzen.de/index.php/topic,17285.msg155270.html#msg155270

Nebenbei:
Zitat
...

Olaf H. ist allerdings auch in der Szene kein Unbekannter. Als stellvertretender Leiter der 23. Einsatzhunderschaft will er sich, nach eigenen Angaben während eines Verfahrens gegen Demonstrant_innen, zur gleichen Zeit an mehreren Orten befunden haben. Außerdem erlangte er nach dem vermeintlichen Anschlag auf Berliner Polizist_innen während der Krisendemo eine zwiespältige Berühmtheit. Er soll durch den Böller so schwer verletzt worden sein, daß er gegenüber der B.Z. damals behauptete die Täter_innen hätten den Tod in Kauf genommen.

Wenn der Sprengkörper ein paar Sekunden eher detoniert wäre, hätte ich tot sein können. Mein Schutzhelm rettete mir das Leben. Diese Leute haben unseren Tod in Kauf genommen.

Zunächst war alles friedlich, bis immer mehr Halbvermummte in schwarzer Kleidung auftauchten. Sie bildeten eine Menschenkette, trugen Plakate mit Aufschriften wie ,,Bullen-Staat’. Dann gab es provokante Rufe und es wurde immer enger. Man hatte kaum noch Platz zum Atmen. Es gab erste Attacken mit Holzlatten. Deshalb setzte ich meinen Helm auf. Noch beim Zubinden knallte es plötzlich zwischen meinen Beinen.


Meine Hose war völlig zerfetzt. An beiden Beine erlitt ich Fleischwunden, trotz Sicherheitsstoff und Schützern.


...
http://aka.blogsport.de/2010/09/17/urteil-gegen-chef-der-23-berliner-einsatzhundertschaft/

Senor_Ding-Dong

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1. Polizist nach Angriff während Datenschutz-Demo 2009 verurteilt
« Antwort #51 am: 23:03:54 Mi. 06.Oktober 2010 »
Zitat
Im ersten Prozess um Gewalt von Polizisten gegen Teilnehmer der Demonstration "Freiheit statt Angst" im vergangenen Jahr ist ein Beamter am Montag zu 4800 Euro Geldstrafe (nach Angaben von Prozessbeobachtern 80 Tagessätze à 60 Euro) verurteilt worden. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sah es als erwiesen an, dass der 30-jährige Polizist am 12. September 2009 einem Angestellten mit der Faust in den Rücken schlug. Der Mann hatte zwei am Boden liegenden Personen aufgeholfen. Der Polizist hatte den Vorwurf der Körperverletzung im Amt bestritten. Eigenen Angaben nach hatte er einen Angriff befürchtet und den Mann zur Abwehr von sich weggestoßen.

Bei der Demonstration für Bürgerrechte und Datenschutz hatte ein Übergriff zwei anderer Polizisten für Empörung gesorgt, die einen Radfahrer verprügelt haben sollen. Das rabiate Vorgehen der Beamten gegenüber dem 37-jährigen Mann wurde gefilmt und im Internet veröffentlicht. Die Ermittlungen gegen die beiden Beamten stehen nach Angaben von Staatsanwalt Michael von Hagen kurz vor dem Abschluss.

Nach der Festnahme des Radfahrers war die Stimmung aufgeheizt. Der 30-jährige Angeklagte in dem nun vor dem Amtsgericht verhandelten Verfahren hatte das spätere Opfer, den heute 23-jährigen Angestellten, mehrfach des Einsatzortes verwiesen. Danach hätte sich der Helfer nicht dort aufhalten dürfen. Der Schlag des Beamten, der sich möglicherweise provoziert fühlte, sei aber nicht verhältnismäßig gewesen, urteilte das Gericht. Die erhöhte Stresssituation nach der Festnahme des Radfahreres wertete die Richterin strafmildernd.

Oliver Feldhaus, Referent der Bundestagsfraktion der Grünen, war einer der beiden Männer, denen der Angestellte aufhalf. Er selber sei von Polizisten völlig ohne Grund angegriffen und zu Boden gebracht worden, sagte der Referent am Rande des Prozesses. Feldhaus bezeichnete die Reaktion der Polizei als "absolut überzogen". (dpa)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Polizist-nach-Angriff-waehrend-Datenschutz-Demo-verurteilt-1101091.html

Antimilitarist

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #52 am: 13:08:53 Fr. 08.Oktober 2010 »
Ich könnte jetzt etliche Anekdoten zur Polizeigewalt auf Demo`s ind GESA`s etc. schreiben, aber die meißten kennen`s ja ohnehin...

Was mich vielmehr interessiert.. In unserem "Rechtssystem" ist es ja so..

"Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut eine Tat begeht, um die Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen, namentlich der betroffenen Rechtsgüter und des Grades der ihnen drohenden Gefahren, das geschützte Interesse das beeinträchtigte wesentlich überwiegt. Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist, die Gefahr abzuwenden."

nur, wenn man einen Rechtswiedrigen Übergriff z.B. auf einer Demo sieht, und was dagegen machen will, wäre es nicht gerechtfertigt...

wie heißt es so schön... der Staat hat das Recht auf das Gewaltmonopol.....  :-X

und da, die Bullen - wie wir ja alle wissen - nur per hundertschaft markiert sind- kann man sie nicht mehr ermitteln. fast nicht...

mein Tipp: Fotografieren (Gesicht deutlich erkennbar) sammeln, einprägen, und wer weiß... vielleicht sitzt der nette Herr schon an nächsten Samstag Abend besoffen in der S-Bahn nach Steglitz...  >:D

"Terrorismus ist die Zerstörung von Versorgungseinrichtungen, also Deichen, Wasserwerken, Krankenhäusern, Kraftwerken, eben alles das worauf die amerikanischen Bombenangriffe [...] systematisch abzielten"

Kuddel

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #53 am: 12:58:21 Sa. 23.Oktober 2010 »

jensen-ex

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So it goes.

Kurt Vonnegut

besorgter bürger

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #55 am: 15:11:54 Sa. 25.Dezember 2010 »
  ::)

Zitat
Zwei Polizeibeamte wurden
...
mit Schneebällen beworfen.
...
Die Polizisten stiegen daraufhin aus ihrem Fahrzeug
...
plötzlich
...
Schneebälle
...
Einsatz von Pfefferspray angedroht und dieses schließlich auch eingesetzt
...
Zur Unterstützung angeforderte Polizeibeamte einer Einsatzhundertschaft
...
Die Polizeibeamten leiteten Strafermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs und Beleidigung ein. Verletzt wurde niemand.

http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/324266/index.html
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

Senor_Ding-Dong

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #56 am: 17:57:56 Do. 03.März 2011 »
Die Polizei: Dein Freund und Totschläger:
Zitat
Spandau - Ein 65-jähriger Mann ist am Mittwoch in einem Backshop in Spandau vom Tresenhocker gefallen und hat sich dabei schwer am Kopf verletzt. Nach Angaben der Polizei stürzte der Mann im Beisein von Polizisten, die von einem Sicherheitsdienst alarmiert worden waren. Der Mann soll sich geweigert haben, den Laden zu verlassen, obwohl er bereits Hausverbot hatte. Er trank weiter Wein. Im Polizeibericht heißt es, «nach kurzem Hin- und Herziehen» habe der Mann das Gleichgewicht verloren und sei rückwärts vom Hocker gefallen. Wegen einer schweren Kopfverletzung musste er zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Kuddel

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #57 am: 17:54:59 Di. 08.März 2011 »
450 Menschen versammelten sich heute um 17 Uhr am U-BHF Bülowstrasse, um an den vor einem Jahr von Polizist_innen in Schöneberg ermordeten Slieman H. zu erinnern und gegen Polizeigewalt zu protestieren. Aufgerufen zu dem Protestumzug hatten Angehörige des Ermordeten, das Bündnis "No Justice - No Peace"



http://de.indymedia.org/2011/03/301872.shtml


 http://www.flickr.com/photos/boeseraltermannberlin/sets/72157626077408935/



Schöneberg
Linken-Demo mit Beistand von Rockern

280 Personen haben am Samstagabend in Schöneberg friedlich „Gegen Polizeigewalt“ demonstriert. Linke Szene und Polizei waren überrascht, dass Mitglieder der Rockergruppe Bandidos an der Demo teilnahmen.


Anlass der Demonstration war der erste Todestag des 32-jährigen Slieman Hamade, der vor einem Jahr bei einem Polizeieinsatz starb. Linke Szene und Polizei waren überrascht, dass 15 Mitglieder der Rockergruppe Bandidos zu Beginn an der Demo teilnahmen. Der Hintergrund dieser erstaunlichen Mischung ist unklar.
Slieman Hamade hatte im Drogenrausch in der gemeinsamen Wohnung in der Elßholzstraße zunächst seine Eltern bedroht, worauf die Schwester die Polizei alarmierte. Mit Gewalt war der Mann dann auf die Beamten losgegangen. Diese hatten erfolglos versucht, ihn mit Pfefferspray zu stoppen. Dann stürzte Hamade die Treppe hinab und verletzte sich.

Bevor ein Arzt eintraf, setzte die Atmung aus.
Die Obduktion ergab, dass Hamade an inneren Blutungen starb, die Staatsanwaltschaft stellte deshalb die Ermittlungen gegen die eingesetzten Polizisten ein. Dies nahmen Familie und linksextremistische Szene nicht hin, sie sprechen von „Mord“. Die Demo durch Potsdamer Straße und Hauptstraße wurde von hochrangigen Beamten begleitet, darunter dem neuen Chef der Abteilung Aufklärung im Landeskriminalamt (LKA).

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/linken-demo-mit-beistand-von-rockern/3920202.html

Senor_Ding-Dong

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #58 am: 19:50:07 Di. 19.April 2011 »
Wunderschön! Uniformierter Berliner Hool pfeffert Joachim Haß, dem Leiter der Berliner Versammlungsbehörde, am Rande von NPD-Demo Reizstoff in die häßliche Fresse!  :D

Zitat
Am Rande einer Kundgebung der rechtsextremen NPD in Rudow kam es am Montagabend zu einem bizarren Zwischenfall. Als es auf der Lipschitzallee kurzzeitig zu Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten kam, sprühte ein Bereitschaftspolizist unvermittelt einem vermeintlichen Autonomen Pfefferspray ins Gesicht und wollte ihn festnehmen. Erst durch Hinweise von Journalisten, bemerkte der Polizist, dass es sich bei dem Mann um den in zivil gekleideten Chef der Berliner Versammlungsbehörde, Joachim Haß, handelte. Er war nach Polizeiangaben zuvor von mehreren Linken verfolgt worden und hatte einen der Angreifer mit seinem Schlagstock auf den Oberschenkel geschlagen.

In dieser Situation kam es zu der folgenschweren Verwechslung. Wegen der Pfefferspray-Attacke musste er von Sanitätern behandelt werden. Die Linken konnten in der Zwischenzeit entkommen.

Zuvor hatte Haß zwei Stunden mit gut sichtbarer Polizeiweste am Rande der NPD-Kundgebung gestanden. Ob der Pfefferspray Einsatz gegen seinen Vorgesetzten für den Polizisten dienstrechtliche Konsequenzen haben wird, soll jetzt geprüft werden. Haß geht seit Jahren regelmäßig zu Demonstrationen, um sich selbst ein Bild von den Einsätzen zu machen und wurde dabei noch nie von Linken oder Rechten attackiert.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/polizist-besprueht-seinen-chef-mit-pfefferspray/4079112.html
Zitat
Gegen 19 Uhr verfolgten in der Lipschitzallee mehrere Personen, die offensichtlich dem linken Spektrum zuzuordnen waren, einen Polizeiangehörigen und versuchten, ihn körperlich anzugreifen. Der Beamte zog daraufhin seinen mitgeführten Schlagstock und schlug einem Angreifer damit auf den Oberschenkel. Ein uniformierter Polizist, der den Übergriff beobachtet hatte, eilte hinzu. Beim Einsatz des dienstlich gelieferten Pfeffersprays erlitt der zivile Beamte leichte Augenreizungen, die ambulant behandelt wurden. Die Angreifer flüchteten beim Eintreffen der Uniformierten.
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/341332/index.html





http://media.de.indymedia.org/2011/04/305190.shtml

Senor_Ding-Dong

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Re:Berlin - Hooligans in Uniform
« Antwort #59 am: 19:25:59 Di. 03.Mai 2011 »
Mal was zum schmunzeln bzw. zum nachdenken...:)

Zitat
Pressemeldung
Eingabe: 03.05.2011 - 19:00 Uhr

Polizeibeamte durch Pfefferspray verletzt

# 1569

Zwei Angehörige einer Einsatzhundertschaft der Berliner Polizei haben heute Strafanzeige wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt gegen Angehörige einer anderen Einsatzhundertschaft erstattet. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurden sie am Abend des 1. Mai gegen 22 Uhr 45 in bürgerlicher Kleidung im Bereich des Kottbusser Tores eingesetzt, als sie plötzlich von Pfefferspray getroffen und durch Faustschläge im Gesicht verletzt wurden.
Die beiden Polizisten traten anschließend aufgrund von Augenreizungen und Prellungen vom Dienst ab.
In diesem Zusammenhang sollen weitere sechs Polizeibeamte durch Reizgaseinwirkungen verletzt worden sein. Das Strafermittlungsverfahren wird durch die zuständige Fachdienststelle des Landeskriminalamtes mit Priorität bearbeitet.
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/342962/index.html