Autor Thema: Obdachlosigkeit  (Gelesen 33774 mal)

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6959
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #30 am: 08:48:22 Do. 17.Januar 2019 »
Zitat
Realitätsverweigerung an der Elbe
Zahl der Obdachlosen in Hamburg verdoppelt: Senat duckt sich weg



Obdachlose sitzen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zwischen Decken und Matratzen unter einer Brücke an der Helgoländer Allee in Hamburg

 Mit wenig Elan versucht Hamburgs »rot-grüner« Senat seit Jahren, die wachsende Obdach- und Wohnungslosigkeit in den Griff zu bekommen – jetzt platzte den für das Thema Zuständigen bei den Hamburger Wohlfahrtsverbänden der Kragen. »Der Senat darf sich nicht länger vor den Problemen wegducken«, erklärte Stephan Nagel vom Diakonischen Werk am Freitag bei einer Pressekonferenz der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (AGFW). Das »Klein-Klein« müsse ein Ende haben, der Senat müsse »endlich Geld in die Hand nehmen«, um die Zahl der Obdachlosen zu reduzieren.

Auslöser der Kritik ist ein vom Senat am Mittwoch vorgelegter Bericht, der auf knapp 200 Seiten die Ergebnisse einer Befragung der Obdachlosen im März 2018 zusammenfasst. Was Experten lange vermuten, hat die Untersuchung bestätigt: Die Zahl der auf der Straße lebenden Menschen hat sich seit der letzten Befragung 2009 von 1.029 auf 1.910 Personen fast verdoppelt. Zwei Drittel der Obdachlosen haben keine deutsche Staatsangehörigkeit, damit hat sich das Verhältnis zwischen einheimischen und ausländischen Obdachlosen seit 2009 nahezu umgekehrt.

Auch die Zahl der Wohnungslosen – Menschen, die keine eigene Wohnung, aber eine Unterkunft haben – hat sich erhöht: um 78 Prozent auf 5.210. Mit den 15.524 »wohnberechtigten Zuwanderern« gebe es in Hamburg 22.644 Menschen ohne Wohnung. Christine Tügel vom Paritätischen Wohlfahrtsverband verwies darauf, dass laut Untersuchung 71 Prozent der nichtdeutschen Obdachlosen nach Hamburg gekommen sind, um Arbeit zu suchen. Nur 1,5 Prozent hätten sich staatliche Unterstützung erhofft. Tügel: »Das räumt mit dem Vorurteil auf, die kämen nur wegen der sozialen Hängematte.«
Jetzt Abonnieren.

In einer Stellungnahme übte die AGFW massive Kritik an der Sozialbehörde. Bei den Obdachlosen sei von einer höheren Dunkelziffer als 2009 auszugehen – wegen »organisatorischer Mängel« der Befragung. So hätten Dolmetscher gefehlt, Fragebögen seien nicht rechtzeitig angekommen, Interviewer nicht zur vereinbarten Zeit erschienen. In einer Arbeitsgruppe, mit der man die Befragung begleitet habe, sei es nicht gelungen, so AGFW-Geschäftsführerin Sandra Berkling, einen »fachlichen Konsens« herzustellen. Die Schlussfolgerungen, »die die Behörde zu formulieren bereit war«, seien »weit hinter dem Notwendigen zurückgeblieben«. Darum lege man eigene Vorschläge vor.

Der Schlüssel für die Bekämpfung von Obdach- und Wohnungslosigkeit liege in einem besseren Zugang zu erschwinglichem Wohnraum, heißt es in der Stellungnahme. Dabei spiele der städtische Konzern SAGA eine zentrale Rolle.

Ein Beispiel für Realitätsverweigerung lieferte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Sie nahm die geringfügige Abnahme der deutschen Obdachlosen zum Anlass, dem Hamburger Abendblatt am Freitag mitzuteilen: »Unsere jahrelange Präventionsarbeit und die vielen unternommenen Anstrengungen greifen.« Das Problem seien vor allem die aus Osteuropa zugewanderten Obdachlosen.
https://www.jungewelt.de/artikel/347068.intervention-gegen-symbolpolitik-realit%C3%A4tsverweigerung-an-der-elbe.html

Zitat
Vierter toter Obdachlose innerhalb eines Monats
https://www.hinzundkunzt.de/vierter-toter-obdachlose-innerhalb-eines-monats/

Die sozialdemokratische neoliberale Politik geht über Leichen. (in Hamburg regiert ein rot-grüner Senat)
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

dagobert

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5022
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #31 am: 15:34:47 Do. 17.Januar 2019 »
Zitat
Realitätsverweigerung an der Elbe
[...]
Ein Beispiel für Realitätsverweigerung lieferte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Sie nahm die geringfügige Abnahme der deutschen Obdachlosen zum Anlass, dem Hamburger Abendblatt am Freitag mitzuteilen: »Unsere jahrelange Präventionsarbeit und die vielen unternommenen Anstrengungen greifen.« Das Problem seien vor allem die aus Osteuropa zugewanderten Obdachlosen.
https://www.jungewelt.de/artikel/347068.intervention-gegen-symbolpolitik-realit%C3%A4tsverweigerung-an-der-elbe.html

Zitat
Vierter toter Obdachlose innerhalb eines Monats
https://www.hinzundkunzt.de/vierter-toter-obdachlose-innerhalb-eines-monats/

Die sozialdemokratische neoliberale Politik geht über Leichen. (in Hamburg regiert ein rot-grüner Senat)
Die spd schärft ihr soziales Profil.
Hatte Nahles doch angekündigt.
Mir scheint allerdings, sie hätte da ein "a" vergessen.

counselor

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4938
  • Sapere aude!
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #32 am: 05:21:24 So. 17.Februar 2019 »
Zitat
Obdachlosigkeit: Bald könnte es 1,2 Millionen Menschen ohne Wohnung geben

Immer mehr Menschen in Deutschland werden wohnungslos. Doch was heißt das? Wer ist betroffen, warum und was tut die Politik dagegen? Antworten auf die wichtigsten Fragen

Quelle: https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-02/obdachlosigkeit-wohnungslose-sozialpolitik-zuwanderung-wohnungsnot-deutschland-faq
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

dagobert

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5022
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #33 am: 14:41:22 So. 17.Februar 2019 »
Zitat
Obdachlosigkeit: Bald könnte es 1,2 Millionen Menschen ohne Wohnung geben
Das hatte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohungslosenhlfe schon fürs letzte Jahr prognostiziert, aktuellere Zahlen gibt's leider noch nicht.
https://www.bagw.de/de/themen/zahl_der_wohnungslosen/

Zitat
Verhinderung des Wohnungsverlustes ist die beste Hilfe
https://www.bagw.de/de/presse/index~160.html

Zitat
Bereits elf wohnungslose Menschen auf der Straße gestorben

[...]
Berlin, 31.01.2019. Der letzte bekannte und bestätigte Kältetote ist ein 54 jähriger wohnungsloser Mann in Hannover. Er wurde mit starken Erfrierungen in ein Krankenhaus gebracht und verstarb kurze Zeit später. Es ist leider davon auszugehen, dass es nicht der letzte Todesfall in diesem Winter bleibt.

Die BAG W dokumentiert den Kältetod wohnungsloser Menschen auf der Straße anhand einer systematischen Presseauswertung. Bei den Angaben handelt sich um eine Mindestzahl. Nur die Todesfälle, über die in der Presse berichtet wird, werden erfasst.
https://www.bagw.de/de/presse/index~162.html

Tabaluga

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 33
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #34 am: 20:26:55 Di. 26.Februar 2019 »
Eine Heranziehung zur Verantwortung von einen Wohnkonzern oder eines Politikers oder sagen wir Vertreters der Wohnkonzerne könnte dahingehend wunder wirken .....manchmal braucht es radikale Mittel - ich sehe harte Zeiten und es braucht umso mehr eine ausserparlamentarische Oposition !!!

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 14738
  • Fischkopp
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #35 am: 21:07:40 Fr. 29.März 2019 »
Zitat
Räumung ohne Gerichtsbeschluss
Berliner Familie mit vier Kindern auf die Straße gesetzt

Erst war es nur ein Wasserschaden, dann wurde daraus die Kündigung. Eine Räumung in Moabit fand statt, bevor ein Gericht deren Rechtmäßigkeit prüfen konnte.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/raeumung-ohne-gerichtsbeschluss-berliner-familie-mit-vier-kindern-auf-die-strasse-gesetzt/24156878.html

Zitat
Räumung
Obdachlose von der Kennedybrücke sind weg



Zuletzt standen noch drei Zelte unter der Kennedybrücke. Inzwischen sind sie weg. Foto: BELA

Unter der Kennedybrücke waren die Obdachlosen ganz offiziell geduldet. Doch jetzt hat die Polizei sie zur Räumung aufgefordert. Das sagt Bezirksamtsleiter Droßmann zu der Aktion.

Seit Jahren duldet der Bezirk Mitte die Obdachlosen unter der Kennedybrücke an der Alster – mit offiziellem Segen von Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD). Sogar eine Feuerstelle hat er ihnen neben der Brücke errichten lassen. Die Absprache mit den wechselnden Bewohnern war klar: Wenn ihr hier keinen Dreck macht, dürft ihr bleiben.

Doch in der vergangenen Woche bekamen die aktuellen Bewohner der drei Zelte Post, zugestellt vom Polizeikomissariat 11: Aufforderung zur Räumung. Weil sie gegen das Hamburger Wegegesetz verstoßen, sollten sie die Brücke bis vergangenen Freitag verlassen. „Sollten Sie dieser Weisung nicht Folge leisten, werden gegen Sie unverzüglich nach Fristablauf Zwangsmaßnahmen eingeleitet“, steht dort in mehreren Sprachen.

Zwar erschien zum Räumungstermin um 10 Uhr weder Polizei noch Ordnungsamt, doch inzwischen sind alle Zelte weg. Am Dienstag habe die Stadtreinigung zwei zurückgelassene Zelte entfernt, heißt es aus dem Bezirksamt. Wo die Bewohner sind, ist unbekannt. Die Polizei begründet die Räumung mit einem „Generationenwechsel“ unter der Brücke – die Bewohner, mit denen es eine Absprache gab, seien schon lange nicht mehr da. War es das also mit der Platte unter der Kennedybrücke?
Droßmann: „Duldung hat jahrelang gut funktioniert“

Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD) gibt Entwarnung: „Ich sehe keinen Grund, die Duldung zu beenden, wenn die Bewohner sich an den Minimalkonsens halten“, sagt er gegenüber Hinz&Kunzt. „Das hat jahrelang gut funktioniert und wir sind zuversichtlich, dass das auch weiterhin funktioniert.“ Allerdings müsse die Fläche unter der Brücke, auf der die Zelte standen, dringend saniert werden. „Ich hoffe, dass wir das zum Ende des Winternotprogramms hinbekommen“, sagt Droßmann.

Denn Ende des Monats schließen die städtischen Notunterkünfte für Obdachlose wieder. Dann könnte es wieder voll werden unter der Kennedybrücke.
https://www.hinzundkunzt.de/obdachlose-von-der-kennedybruecke-sind-weg/

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 14738
  • Fischkopp
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #36 am: 13:51:33 Di. 23.April 2019 »
"Notre-Dame braucht ein Dach. Wir auch" - mit dieser Forderung protestierten Mitglieder einer Obdachlosenorganisation in der Nähe der ausgebrannten Kathedrale.

Sagenhafte 900 Millionen Euro sollen mittlerweile für den Wiederaufbau zusammengekommen sein, vielleicht schon eine ganze Milliarde. Allein 500 Millionen wollen die französischen Unternehmerfamilien Arnault (Moët, Hennessy, Louis Vuitton), Pinault (Gucci, Yves Saint Laurent, Balenciaga) und Bettencourt-Meyers (L'Oréal) geben, der Mineralölkonzern Total legt noch weitere 100 Millionen drauf. Unfassbar viel Geld.

Es sind dieselben Leute, die sonst über zu hohe Steuern schimpfen, die nun für Notre-Dame gar nicht genug Geld loswerden können.

(aus einer Spiegel-Kolumne)

Onkel Tom

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4293
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #37 am: 09:13:11 Mi. 24.April 2019 »
Für die Selbstdarstellung der Bonzen, das sie angeblich hilfsbereit seien, ganz praktisch
damit im öffentlichem Licht zu stehen.. Jo, Steine scheinen wertvoller wie Menschenleben
mutiert zu sein.  >:(

Ob da jemand die brennende Kerze vom Ständer gefallen ist ? Nö, besser nix verschwören..
Lass Dich nicht verhartzen !

dagobert

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 5022
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #38 am: 23:12:08 Di. 30.April 2019 »
Zitat
Wahl zum 9. Europäischen Parlament am 26.05.2019: Wohnungslose ohne feste Meldeadresse müssen Eintrag in das Wählerverzeichnis jetzt beantragen

Berlin, 15.04.2019. Wohnungslose Bürgerinnen und Bürger ohne feste Meldeadresse besitzen ein Wahlrecht. Um dieses wahrzunehmen, müssen sie aber vorab ihre Eintragung in die Wählerverzeichnisse beantragen. Dabei sollten die geltenden Fristen und Formalitäten beachtet werden – darauf verweist die BAG Wohnungslosenhilfe (BAG W).

Wohnungslose Bürgerinnen und Bürger sind oft nicht im Melderegister und damit auch nicht im Wählerverzeichnis ihrer Kommune verzeichnet. Um dennoch ihr demokratisches Grundrecht wahrnehmen und bei der Wahl zum EU-Parlament abstimmen zu können, müssen sie bis spätestens zum 21. Tag vor Wahlbeginn die Eintragung in ein Wählerverzeichnis schriftlich beantragen. Da diese Frist auf einen Sonntag (05. Mai 2019) fällt, sollte der Antrag zu Sicherheit bis zum 03. Mai 2019 innerhalb der Öffnungszeiten beim zuständigen Wahlamt gestellt werden. Wahlberechtigte Personen ohne festen Wohnsitz wenden sich dafür an das Wahlamt der Gemeinde, in der sie sich gewöhnlich aufhalten. Der formlose Antrag muss den vollen Namen, das Geburtsdatum sowie die persönliche Unterschrift des bzw. der Antragstellenden aufweisen. Anstelle einer persönlichen Postanschrift können Wohnungslose die Anschrift der Gemeindeverwaltung angeben. In den Wahlämtern liegt i. d. R. ein Formblatt aus, das zur Antragsstellung genutzt werden kann. Bei Problemen oder Unsicherheiten mit der Antragsstellung sollte im Wahlamt Unterstützung erfragt werden. „Die Kommunen sollten den wohnungslosen Bürgerinnen und Bürgern ohne feste Meldeadresse den Eintrag in das Wählerverzeichnis komplikationslos ermöglichen und an den Treffpunkten und Anlaufstellen der Wohnungslosen entsprechend informieren.“, erklärte Sabine Bösing, stellvertretende Geschäftsführerin der BAG W.

Vom 06. bis zum 10. Mai 2019 kann die ordentliche Eintragung der Daten im Wahlamt persönlich geprüft werden. Bei fehlerhaften oder unvollständigen Angaben sollte sofort Widerspruch eingelegt werden, da ansonsten die Abstimmung am Wahltag nicht möglich ist.

Sammelanträge stellen

Die BAG W weist daraufhin, dass nach §17 EuWO auch Sammelanträge an das Wahlamt gestellt werden können. Solche Sammelanträge können mit Unterstützung von Beratungsstellen und anderen Hilfeeinrichtungen eingereicht werden. Sie müssen die oben genannten persönlichen Daten enthalten und von allen aufgeführten Wahlberechtigten persönlich und handschriftlich unterzeichnet sein. Es wird empfohlen, den Sammelantrag vor der Abgabe zu kopieren.

Auch wohnungslose EU-Bürgerinnen und EU-Bürger dürfen abstimmen

Eine Besonderheit der Wahl auf europäischer Ebene ist, dass auch wohnungslose, nicht-deutsche EU-Bürgerinnen und EU-Bürger in Deutschland abstimmen dürfen, wenn sie sich – wie es in §17a der Wahlordnung heißt – seit mindestens drei Monaten gewöhnlich in Deutschland aufhalten. Voraussetzung ist, dass sie wahlberechtigt sind und weder in ihrem Herkunftsland wählen noch andernorts in Deutschland für die Wahl registriert sind, was sie eidesstattlich versichern müssen. In den Wahlämtern und auf der Internetseite des Bundeswahlleiters gibt es hierfür einen förmlichen Antrag (amtliches Formblatt) für Unionsbürgerinnen und -bürger auf Eintragung in das Wählerverzeichnis. Auch dieser Antrag muss ausgefüllt und unterschrieben bis spätestens zum 05. Mai 2019 beim Wahlamt im Original eingehen. Sammelanträge sind bei nicht-deutschen EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern unzulässig. Die BAG W bittet die behördlichen Stellen sowie die Einrichtungen und Dienste der Hilfen in Wohnungsnotfällen, auch Wohnungslose aus anderen EU-Staaten zeitnah über ihr Wahlrecht zu informieren und ggf. bei der Antragsstellung zu unterstützen.

Bei Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Sabine Bösing, stellv. Geschäftsführerin BAG Wohnungslosenhilfe
Tel: (030) 2 84 45 37 – 20; Email: sabineboesing@bagw.de
https://www.bagw.de/de/presse/index~164.html

Frauenpower

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 656
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #39 am: 14:00:17 Mi. 22.Mai 2019 »
es gibt ein Projekt, das helfen soll, Obdachlose von der Straße zu holen: Housing first. Also, ohne Umschweife soll eine Wohnung für den Obdachlosen möglich sein, auch wenn er bspw. eine Sucht hat. Nur mit einer Wohnung könne man es schaffen.
Zitat
Housing First, auch „rapid re-housing“ genannt, ist ein relativ neuer Ansatz aus der US-amerikanischen Sozialpolitik beim Umgang mit Obdachlosigkeit und eine Alternative zum herkömmlichen System von Notunterkünften und vorübergehender Unterbringung. Seit einigen Jahren wird der Ansatz auch in Deutschland, Großbritannien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Portugal und Österreich umgesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Housing_First

in einer Fernsehdoku hieß es dann, dass es einen Spareffekt haben könne, wenn auf diese Weise Not- und sonstige Hilfsdienste und Einsätze u.U. nicht in Anspruch genommen werden würden. Aber woher sollen die Wohnungen in einer ohnehin angespannten Wohnungslage kommen?

Leicht ist es für Obdachlose allerdings nicht immer, sich eine auch Wohnung halten zu können oder zu wollen.

milchbrötchen

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 58
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #40 am: 22:25:15 Sa. 25.Mai 2019 »

in Kiel wird es Entlastung geben. Über 1000 Betten kommen hinzu!

Frauenpower

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 656
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #41 am: 16:28:21 Do. 15.August 2019 »
In Berlin-Pankow wurde ein neues Übergangs-Haus für 46 Menschen eröffnet.
Zitat
Das neue Übergangshaus für Wohnungslose ist am Mittwoch in Berlin-Pankow eröffnet worden und ist bezugsfertig. Es bietet Platz für bis zu 46 Menschen. "Ich freue mich sehr, dass dieses Übergangshaus jetzt nach kurzer Bauzeit eröffnen kann", sagte Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) am Mittwoch bei einem Besuch des bezugsfertigen Neubaus. Die Unterbringung in dem Bau werde die Lebenssituation vieler Menschen deutlich verbessern, fügte die Linken-Politikerin hinzu.
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/08/wohnungslose-obdachlose-uebergangshaus-eroeffnung-neubau-unterku.html

Frauenpower

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 656
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #42 am: 15:20:06 So. 25.August 2019 »
Norman Wolf suchte lt. hr-Reportage seinen Vater, der alkoholkrank war als dieser ihn verließ. Und er soll ihn nach zwölf Jahren in der Obdachlosigkeit wiedergefunden haben, darüber soll er ein Buch geschrieben haben:
https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/maintower/sendungen/norman-wolf-hat-seinen-obdachlosen-vater-gesucht,video-99928.html

https://www.buecher.de/shop/deutschland/ich-suche-meinen-papa-er-ist-obdachlos/wolf-norman/products_products/detail/prod_id/54443496/

counselor

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 4938
  • Sapere aude!
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #43 am: 15:31:24 So. 25.August 2019 »
Ja, man kann in diesem Verbrecherstaat noch tiefer fallen, als in H4 und Maßnahmen. Das sollten wir uns immer vor Augen halten.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Frauenpower

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 656
Re: Obdachlosigkeit
« Antwort #44 am: 16:51:37 Sa. 07.September 2019 »
@Counselor: ja

in der Wärmestube in Nürnberg, die von Caritas und Stadtmission betrieben wird, müssesn jetzt Einlass-Grenzen von der Anzahl der Menschen her eingehalten werden, weil es soviele Menschen sind, die die Wärmestube nutzen woll-müssen.
https://www.nordbayern.de/region/nuernberg/grenzen-erreicht-warmestube-fuhrt-obergrenze-ein-1.9290712
Zitat
NÜRNBERG - Die Ökumenische Wärmestube, wichtige Anlaufstelle für Wohnungslose in Nürnberg, kann den Ansturm nicht mehr bewältigen. Der Zugang wird nun begrenzt - auf 140 Personen pro Tag.

tja, CSU-und Freie Wähler - Land Bayern - was gedenkt ihr nun zu tun?