Autor Thema: Wir haben ein Problem  (Gelesen 7205 mal)

Wilddieb Stuelpner

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Re: Wir haben ein Problem
« Antwort #30 am: 21:04:49 So. 01.März 2009 »
... Obwohl es also bisher kaum Auswirkungen der Finanzkrise auf die Unter/Mittelschicht gab, verzeichnen die alten von Dir verteufelten Gewerkschaften enorme Mitgliederzuwächse. Diese Entwicklung möchte ich zwar nicht schlechtreden, betrachte sie aber durchaus gespalten - allein deswegen, weil mit diesen Mitläufern wohl kein Blumentopf zu gewinnen sein wird...

Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

An der Spaltung der Arbeitnehmerschaft tragen Leute wie Du aber einen nicht zu übersehenden Anteil, dabei bleibe ich! Dafür kann mich das Forum auch zerreißen - ist mir egal, solange Argumente und nicht nur wütende Phrasen kommen!

Ich habe ernsthafte Zweifel, daß die Gewerkschaften wieder Mitglieder gewinnen. Bei der Massenarbeitslosigkeit tritt eher das Gegenteil ein, weil jeder den Groschen dreimal rumdrehen muß und er nicht zum ersten Mal in der Not erleben mußte wie Gewerkschaften einem arbeitslosen Gewerkschafter nicht unterstützen.

Ich teile Deine Meinung, daß wir linke Gewerkschaften und linke Parteien mit wirksamen Programmen zur Verbesserung der sozialen Lage brauchen. Ich bin gegen jegliche Separierung der Arbeiterbewegung in Branchen-, Berufs-, Landes- und Regionalinteressen. Einzelne Finger kann man brechen, eine geschlossene Faust kann man nicht spalten. Also sind mir solche separierenden Berufs- und Standesverbände wie Beamte, Ärzte, wie Lokführer, wie Piloten ein Dorn im Auge. Das ist Arbeits- und Sozialpolitik aus dem Mittelalter, Protektionionismus auf Kosten anderer Branchen-, Berufsverbände, Länder und Regionen. Wenn man Ärzte unterstützen will, dann bitte das gesamte medizinische Personal und nicht nur die Ärzte, dann die gesamten Beschäftigten im Transport-, Logistik-, Vertriebsgewerbe und der Lagerwirtschaft und nicht nur der Lokführer und die Piloten für sich. Die kleinkarierte Schutzfunktion von mittelalterlichen Zünften und Gilden muß aufhören. Und so kann man die Zusammenhänge Stück um Stück in immer größeren Dimensionen zeichnen. Je mächtiger der gesellschaftspolitische Feind auftritt, desto größer auch der erforderliche Widerstand, sonst wird man untergebuttert. Jetzt dürfte auch klar werden, warum ich "Schaum vorm Maul" bekomme, wenn ich Beamte, Ärzte, Lokführer, Piloten etc. attackiere.

Es geht z.B. nicht an, daß AG-Verbände immer ihre Einzelunternehmen anleiten und unterstützen, aber umgekehrt sich die Arbeiterparteien und Gewerkschaften aus betriebspolitischen und -wirtschaftlichen Belangen raushalten sollen. Da soll auf einmal der von AG-Verbänden mitsamt seinen Juristen geschulte und ausstaffierte Unternehmer das dominierende Verhandlungsrecht gegen die sehr schwache, uneinige Belegschaft oder Betriebsrat haben, aber diese nicht ihre Gewerkschaft und Partei zu Rate ziehen dürfen.

Je größer der Klotz, je größer der Keil, desto größer muß auch der Hammer gewählt werden.

Die Gewerkschaften müssen auch begreifen, daß bei imperialen Wirtschafts- und Geschäftsbeziehungen auch eine internationale Zusammenarbeit mit Brudergewerkschaften und -parteien nötig wird, damit die ausländischen Kollegen nicht gegen die inländischen Mitarbeiter ausgespielt werden.

Und wenn es zu Lohn- und Sozialverbesserungen ganzer Branchen und Länder kommt, dann muß man auch deren Auswirkungen auf die Versorgung der Bevölkerung im Blick haben, damit der sozial schwache Teil nicht von den damit verbundenen Endverbraucherpreisen erschlagen wird. Deshalb auch meine Forderung, daß Unternehmer wie Gewerkschaften nicht nur betriebs-, sondern vorrangig volkswirtschaftlich planen und handeln müssen. So verkehrt ist sozialistische Planwirtschaft doch nicht, wenn sie mit vorausschauenden, koordinierenden, Prämissen setzenden Planen und Denken verbunden ist. Es soll eben keiner von der Torte sich das größte und beste Stück rausschneiden dürfen.

Eben - Je größer der Klotz, je größer der Keil, desto größer muß auch der Hammer gewählt werden.

cosa

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Re: Wir haben ein Problem
« Antwort #31 am: 17:31:49 Mo. 02.März 2009 »
stuelpner, in den letzten 100 jahren hat sich einiges verändert. vielleicht solltest du mal neuere literatur zu rate ziehen.

Was ist an den Gesellschaftsanalysen von Marx, Engels und Lenins denn so falsch?

Brauchen wir vielleicht jetzt die Analysen von Kohl, Schröder, Merkel, Bertelsmann-Stiftung, ISNM, der Bankrottbanker und Co., nur weil diese Gauner uns ein X für ein U vormachen?

Statt zu Maulen, hättest Du gleich einen besseren Quellenvorschlag anbieten können. Ich muß Dir ja nicht alles maulgerecht vorsetzen und vielleicht noch ideologisch in richtigen Bissen verdauungsgerecht vorkauen.

einerseits haben sich die sozial- und geisteswissenschaften an sich weiterentwickelt und vorheriges kritisiert, andererseits haben sich die gesellschaften verändert. es gibt eine große bandbreite an denkern, die nach 45, aber auch schon davor, genügend an m, e, l kritisierten, verwarfen oder ergänzten, sodass ich da nicht irgendwelche namen nennen muss. wenn man nur ein wenig unvoreingenommen das orthodoxe ml'er-spektrum verlässt, gibt es viel zu entdecken.

mit deiner kritik an berufsgewerkschaften hast du allerdings recht. nicht jeder arbeitskampf ist an sich zu unterstützen.

ErnstdesLebens

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Re: Wir haben ein Problem
« Antwort #32 am: 22:31:39 Mo. 02.März 2009 »
stuelpner, in den letzten 100 jahren hat sich einiges verändert. vielleicht solltest du mal neuere literatur zu rate ziehen.

Was ist an den Gesellschaftsanalysen von Marx, Engels und Lenins denn so falsch?

Brauchen wir vielleicht jetzt die Analysen von Kohl, Schröder, Merkel, Bertelsmann-Stiftung, ISNM, der Bankrottbanker und Co., nur weil diese Gauner uns ein X für ein U vormachen?

Statt zu Maulen, hättest Du gleich einen besseren Quellenvorschlag anbieten können. Ich muß Dir ja nicht alles maulgerecht vorsetzen und vielleicht noch ideologisch in richtigen Bissen verdauungsgerecht vorkauen.

einerseits haben sich die sozial- und geisteswissenschaften an sich weiterentwickelt und vorheriges kritisiert, andererseits haben sich die gesellschaften verändert. es gibt eine große bandbreite an denkern, die nach 45, aber auch schon davor, genügend an m, e, l kritisierten, verwarfen oder ergänzten, sodass ich da nicht irgendwelche namen nennen muss. wenn man nur ein wenig unvoreingenommen das orthodoxe ml'er-spektrum verlässt, gibt es viel zu entdecken.

mit deiner kritik an berufsgewerkschaften hast du allerdings recht. nicht jeder arbeitskampf ist an sich zu unterstützen.


wie ich bereits in einem anderen Thread angemerkt habe ,
-ich habe nichts gegen diese Ideale/Ideen von Marx ect-
aber in wie weit sind diese in der heutigen vom Internet und Weltweitem-handel
geprägten Globus noch realisierbar... ...??

E i n Land zu (ver) ändern ist schon schwer , nahezu unmöglich (erst recht unser good old germany)
aber die ganze Welt...
zumindenst zu meiner (unsrer) Lebzeit , ein sehr optimistisches Unterfangen..

Ob Marx das (GlobalTrade/Inet/EU/G8/ect) auf dem Zettel hatte..  ??


..so long..

Strombolli

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Re: Wir haben ein Problem
« Antwort #33 am: 23:01:08 Mo. 02.März 2009 »
Es ist einfach lächerlich mitansehen zu müssen, wie krampfhaft nach einem Bibelcode forscht, wenn man dann feststellt das die gewollten Ergebnisse: "Voraussagen der Zukunft" mit fast jedem beliebigen, langen Buch zu erzielen sind.

Was nützt es uns über Marx, Engels und Lenin und die 1:1 Anwendung auf unser heutiges Leben zu hinterfragen? Entscheidend sind die Grundgedanken. Globalisierung hieß bei Marx anders. Umsonst kam nicht der Slogan: Proletarier aller Länder vereinigt Euch!.

Hier kommt nun wieder der innere Schweinehund: Proletarier? Ich will doch kein Proll sein! Zur Beruhigung: Ist man nicht, man ist ein kleinbürgerlicher Spießbürger oder (auf heute) Spass"Burger" ...  ;)
Das Gift der bürgerlichen Medien wirkt und wirkt und wirkt...

Abstraktion heisst das Zauberwort. Meinetwegen auch Fantasie. Gedankliches Hochrechnen, wie könnte sich eine Gesellschaft entwickeln...
Dies ist es doch, was im Kapitalismus vollkommen verloren zu gehen scheint: Die Fähigkeit und die Bereitschaft sich mit einem Zukunftsbild zu befassen, welches vom status quo abweicht. Man würde damit ja zugeben, dass man in einer unvollkommenen Welt dahinlaviert.

Die Angst des Torwarts (und des Schützen) vorm Elfmeter, der Menschen vor dem ersten Mal...

Wir hatten jetzt seit 1945 keinen richtig grossen Krieg. Seither konnte sich eine Gesellschaft entwickeln, Gesetze schaffen, Durchführungsbestimmungen, wusel, knusel, Bestechung, Aussitzen ... intellektuell versumpfen ... here Ziele vergessen...
mit Ötzi vereinfachen und Hausmeister Krause verdummen ... mit freundlich gesteuertem offiziellen Hip-Hop die Wurzeln und Gründe der "Black Music" verraten ... mit Scheindiskussionen die einfache Frage "Wer wen?" verquasseln.

Ich habe jedenfalls den Mut, mir eine andere Gesellschaft zu wünschen. Eine Gesellschaft, die in Ansätzen bei Jules Verne, John Lennon, Martin Luther King, ja, meinetwegen: Star-Trek  ... hin und wieder durchschimmerte. Ob da ein Karl Marx vor 160 Jahren die eine oder andere Neben-These aufgestellt hat, die der heutigen Realität nicht genau entspricht, ist mir schon angesichts einer eingetroffenen "Finanzoligarchie"
relativ wurscht.

Nicht "wurscht" ist mir, dass Marx, E u L teilweise im Netz dazu benutzt werden, LINKE zu spalten, zu verunglimpfen und braunes Gedankengut unter die Leute zu bringen.
(Wer also im Netz sucht: Schaut bitte genau hin, wer hinter der aufgerufenen Seite steckt!)   

Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

ErnstdesLebens

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Re: Wir haben ein Problem
« Antwort #34 am: 23:57:35 Mo. 02.März 2009 »
Das ist es ja gerade was ich meine , zu Marx Zeit konnte man sich das noch unbefangen fragen..

Zitat
wie könnte sich eine Gesellschaft entwickeln... 

Zitat
  mir    eine andere Gesellschaft zu wünschen. Eine     Gesellschaft,     

aber h e u t zutage ist es einfach nicht mehr möglich "nur" (und selbst das ist schon viel)
die eigene Gesellschaft zu verändern.

Sinnvolle Veränderungen können nur mindesten Europäisch oder noch umfassender Global getätigt werden.
Das Leben auf der wirtschaftlichen (marxistischen) Insel eines Landes funktioniert heute nicht mehr.

Selbst wenn Deutschland für sich ein funktionierendes System finden/entwickeln würde ,
heisst das noch lange nicht das dies auf alle Länder anwendbar wäre.
Politischer , wissenschaftlicher und auch wirtschaftlicher Austausch können nicht aufgehalten werden ,
zuu groß die Sucht und das Streben der Menschheit inzwischen geworden ,
zuu groß die Interessen und deren Vertreter.

Wenn man gewisse Gesetzmässigkeiten der Ordnung/Unordnung zugrundelegt
und bedenkt den derzeitigen Stausquo ,
dann kann man sich leicht ausrechnen wieviel "Energie" von Nöten wäre um das Bestehende neu zu Ordnen.

Und diese Menge an notwendiger Energie ,
ist höchstwahrscheinlich nicht von freundlicher Natur..







BakuRock

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Re: Wir haben ein Problem
« Antwort #35 am: 02:52:33 Di. 03.März 2009 »
EdL nun wieder:

Zitat
... Und diese Menge an notwendiger Energie ,
ist höchstwahrscheinlich nicht von freundlicher Natur..

Haetteste wohl gerne......?!

Was haelst du denn von der Energie der Graswurzeln? - Ein Tropfen Wasser (Energie) und ein Keim keimt - dieser  Keim saugt den naechsten Tropfen Wasser in sich rein, und gibt den an den naechsten Keim ab, damit dieser eine Chance hat; dieser saugt den naechsten Tropfen Wasser in sich rein und gibt den an den naechsten Keim weiter usw.

Und so kann ein Netzwerk von unten entstehen. Es ist eine Menge an Keimen, die sich von Energie entwickeln, die hoechstwahrscheinlich doch von freundlicher Natur ist. Und, vor Allem natuerlich.

Graswurzeln entwickeln im Boden eine Kraft (gemeinsam), die selbst von Raketeneinschlaegen oder Panzerdrehungen nicht zermalmt werden kann.

Wir haben nicht nur Probleme - wir koenn(t)en auch Gemeinsamkeiten haben, die unzerstoerbare Lebensformen hervorbringen......
---
Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, gibt es für sie keine Hoffnung. .... A. Einstein

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ErnstdesLebens

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Re: Wir haben ein Problem
« Antwort #36 am: 10:24:19 Di. 03.März 2009 »
Man sollte das pessimistische Schlußwort nicht überbewerten.

Natürlich wünsche ich es mir nicht , hoffe vielmehr das es so laufen könnte wie
du es andeutest. Momentan fehlt mir aber ein wenig der Glaube daran.

Eigentlich wollte ich aber auf Umsetzungsschwierigkeiten von Einzel(land)lösungen
in der heutigen vernetzten Welt hinaus..

mfg

ManOfConstantSorrow

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« Antwort #37 am: 17:45:30 Di. 03.März 2009 »
Ich möchte hier nochmal zum Ausgangspunkt zurückkehren.
Vor vielleicht einem Jahr hatte alfred vorgeschlagen, sich bei chefduzen an Einschätzungen der bedeutenderen Arbeitskämpfe der letzten Zeit heranzumachen. Ich hielt das für eine gute Idee, fand jedoch nicht die Zeit mich da mal ranzusetzen (und auch niemand anderes hat sich an dieses Unterfangen herangemacht). Ich nahm also vor einigen Tagen einen Anlauf und versuchte ersteinmal darauf einzugehen, was ich von dieser Kampfform als solche halte. Dann wollte ich nach und nach etwas zu den verschiedenen Arbeitskämpfen schreiben, die ich in Erinnerung habe. Subjektive Einschätzungen, die zur Diskussion stehen sollten. Und zu Schluß wollte ich sehen, welche Konsequenzen man daraus ziehen kann. Es geht mir ganz konkret darum: Was können wir daraus lernen? Wie können wir uns zu dieser Kampfform verhalten? Sollen und können wir in die Diskussion und in die Kämpfe eingreifen? Kann man Spaltungen wie z.B. zwischen Stammbelegschaften, Subunternehmen und Leiharbeitern überwinden? Können wir Streiks auslösen oder gar allein führen? Können Erwerbslose oder Scheinselbstständige überhaupt streiken oder bei Streiks irgendeine Rolle spielen?

Lauter solche Fragen halte ich für interessant und wichtig.

Leider bin ich schon nach dem ersten Schritt gescheitert. Es waren wohl eher Probleme im zwischenmenschlichen Bereich, denn politische Differenzen, die hier zu einem kleinen Fiasko geführt haben. Ich habe inzwischen mit alfred gesprochen und bin guter Dinge. Es wird schon wieder. Leider fehlt mir die Zeit, jetzt all das zu schreiben, was mir zu diesem Thread einfällt. Aber wir haben es nicht so eilig, hoffe ich....

MOCS
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

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Re: Wir haben ein Problem
« Antwort #38 am: 18:50:59 Di. 03.März 2009 »
Naja, ganz aktuell zu diesem Thema gibt es hier ein Buch. Vielleicht interessiert es ja:


http://zuchthaus.free.de/syndikat-a/?p=productsMore&iProduct=1481&sName=B011-H.Marcks-M.Seiffert--Die-gro%DFen-Streiks
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Re: Wir haben ein Problem
« Antwort #39 am: 22:12:27 Di. 03.März 2009 »
ich denke auch, dass sowas zuerst einer auseinandersetzung mit literatur bedarf und dazu wiederum muss erstmal geschaut werden, was es relevantes in dem bereich gibt.

dazu finde ich z.b. das interessant:

Silver, B.: Forces of Labor

Werden die Arbeiterkämpfe weltweit durch die Globalisierung geschwächt? Verschwindet die Arbeiterklasse mit dem Postfordismus gänzlich von der Bühne? Oder stehen wir vor einem neuen Aufschwung globalisierter Klassenkämpfe, die das kapitalistische Weltsystem erschüttern werden?
"Forces of Labor ist eines der wichtigsten Bücher zur Globalisierung und Arbeiterbewegung, das in den letzten Jahren erschienen ist. Seine Kombination aus historischer Analyse, begrifflicher Strenge und detaillierter Industrieuntersuchung schafft einen neuen erhellenden theoretischen Rahmen für das Nachdenken über die zyklische Dynamik von Arbeiterprotest und kapitalistischer Antwort..." (John Kelly)

http://zuchthaus.free.de/syndikat-a/?p=productsMore&iProduct=77&sName=B846-Silver,-B.-Forces-of-Labor

ManOfConstantSorrow

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Re: Wir haben ein Problem
« Antwort #40 am: 15:27:05 Sa. 07.März 2009 »
Naja, ganz aktuell zu diesem Thema gibt es hier ein Buch...

Wer hat das Buch "Die großen Streiks" denn gelesen und würde sich zutrauen, die verschiedenen Kapitel mal zusammenzufassen? Es wäre ja nicht uninteressant auch verschiedene Einschätzungen der selben Arbeitskämpfe nebeneinander zu stellen...
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Re: Wir haben ein Problem
« Antwort #41 am: 14:52:02 Mi. 18.März 2009 »
das problem ist offensichtlich, dass sich niemand in der richtung engagieren will.