Autor Thema: Zumutbarkeit HarzIV  (Gelesen 3941 mal)

Micki

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Zumutbarkeit HarzIV
« am: 09:46:52 Do. 06.Januar 2005 »
Wenn ich es recht im Kopf habe müssen ja Arbeitslose jeden zumutbare Job annehmen.

Das heiß ja alles was nicht sittenwiedrig ist. Daraus ergibt sich für mich die Frage kann man dann ein Bordel mit 1 € Personal aufmachen?

Horch

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Zumutbarkeit HarzIV
« Antwort #1 am: 12:55:02 Do. 06.Januar 2005 »
Nein, für Brodelle gilt die 1 €-Regelung (noch) nicht.
Das liegt aber nicht daran, dass noch ein Stück weit Menschlichkeit bewahrt wurde, sondern weil viele sogenannte Wirtschaftsliberale gesellschaftspolitisch konservativ sind.
Das aber Hartz IV und sonstiger Sozialraub zu einer Zunahme von Prostituion führt ist wahrscheinlich.

Micki

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Zumutbarkeit HarzIV
« Antwort #2 am: 21:09:24 Do. 06.Januar 2005 »
Das mit der Zunahme stimmt leider. Ich beobachte interessehalber ein bestimmtest Segment dieses Business.

Dabei stellt sich raus das immer mehr ältere Personen einsteigen wie auch viel die sich schelles Geld erhoffen.

Leider übersehen viele das auch dieses Business eine gewisse Leistung erfordert und sind dann entäuscht wenn das ganze nicht zum gewünschten finanziellen Erfolg führt.

Horch

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Zumutbarkeit HarzIV
« Antwort #3 am: 12:19:44 Fr. 07.Januar 2005 »
Also grundsätzlich ist Prostitution o.k.
Wer es wirklich freiwillig macht, soll es tun.
Das ist das Hauptgrund.
Der zweite ist, aber im Gegensatz zum ersten nur eine Vermutung:
Bei einem Verbot der Prostitution würden die Straftaten wie Vergewaltigung höchstwahrscheinlich steigen.

Aber zu einer Verniedlichung der Prostitution besteht kein Anlaß:
Viele werden gezwungen durch Zuhälter etc.
Und wie in anderen Jobs auch, arbeiten dort viele aus finanzieller Not.
Und besonders schlimm: Viele Mißbrauchsopfer landen später in die Prostituion. Hier haben auch die Freier eine große Verantwortung.
Außerdem kann es immer nur ein Hilfsmittel sein, zu einer Prostituierten zu gehen.
Eine wirklich erfüllende Sexualität sieht anders aus.

Bandscheibe

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Zumutbarkeit HarzIV
« Antwort #4 am: 13:00:57 Fr. 07.Januar 2005 »
Zitat
Original von Micki
Wenn ich es recht im Kopf habe müssen ja Arbeitslose jeden zumutbare Job annehmen.

Das heiß ja alles was nicht sittenwiedrig ist. Daraus ergibt sich für mich die Frage kann man dann ein Bordel mit 1 € Personal aufmachen?

Arbeitslose wurden tatsächlich schon mal an ein Bordell vermittelt, zwar nicht als 1€ Jober, aber man sieht - nix is unmöglich Arbeitsagentur  -
guckst du mal hier: :D :D :D!!

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/2003/0711/lokales/0029/


 
Zitat

Peinlich: Amt vermittelt Arbeitslose in den Puff

Berlin - Jung und ohne Job: "Dann probieren Sie es doch mal im Bordell", schlug das Arbeitsamt Mitte einer geschockten 25-Jährigen Berlinerin vor.

"Ein Missverständnis", wiegelt jetzt Frank-Michael Süß, Sprecher vom Arbeitsamt Mitte ab. "Unsere Vermittler wussten nur, dass der Massage-Salon "Reni" in Spandau Mitarbeiter sucht, und dass die 25-Jährige gerne in einer Bar arbeiten würde. Sie muss die Arbeit ja nicht annehmen. " Sado-Maso, Massagen und lesbische Spiele werden im "Reni" geboten. "Das konnten wir nicht wissen", sagt Süß. "Wenn ein Massage-Salon Arbeitsplätze anbietet, können wir nicht ahnen, dass es um ein Bordell geht. " Ein Blick auf die "Reni"-Homepage hätte genügt. Und: Die Bundesanstalt für Arbeit hatte angewiesen, Jobs ins Prostituierten-Milieu nicht zu vermitteln.

Die 25-Jährige ist gedemütigt. Als sie sich bei der "Reni"-Chefin meldete, fiel sie aus allen Wolken. "Es ist hart, wenn das Arbeitsamt meint, man solle es im Puff versuchen", wird sie von der "tageszeitung" zitiert.

Eine andere Sicht auf die "Job-Offensive Hure" hat dagegen Felicitas Weigmann, Berlins berühmteste Puff-Chefin ("Psst"): "Bordell-Jobs sollten vom Amt vermittelt werden. Dann haben Prostituierte bessere Chancen. Der Beruf ist schließlich legal. " l BU: Bordell-Chefin Felicitas Weigmann (46).

 ;) ;) ;) ;) ;)

Micki

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Zumutbarkeit HarzIV
« Antwort #5 am: 21:24:10 Fr. 07.Januar 2005 »
Zitat
Original von Horch
Aber zu einer Verniedlichung der Prostitution besteht kein Anlaß:
Viele werden gezwungen durch Zuhälter etc.
Und wie in anderen Jobs auch, arbeiten dort viele aus finanzieller Not.
Und besonders schlimm: Viele Mißbrauchsopfer landen später in die Prostituion. Hier haben auch die Freier eine große Verantwortung.

Ich wollte Prostitution nie verniedlichen! Auch ich sehe das viele es aus Finanzieller Not machen ohne jegliche Affinität. Was aber letztlich auch wieder den finanziellen Erfolg verhindert. Es läuft auch in diesem Gebiet letzlich nach den Gesetzen der freien Marktwirtschaft.

Zitat
Original von Horch
Außerdem kann es immer nur ein Hilfsmittel sein, zu einer Prostituierten zu gehen.
Eine wirklich erfüllende Sexualität sieht anders aus.

Wobei ich denke das es durchwegs Personen gibt für die dies nicht nur ein Hilfsmittel ist, sondern leider die einzige Lösung.