Autor Thema: Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück  (Gelesen 8544 mal)

Eivisskat

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Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« am: 11:16:48 Mi. 06.Mai 2009 »
Zitat
Nix mehr mit Bye Bye Deutschland: Immer mehr deutsche Auswanderer kehren offenbar zurück in ihre Heimat. Und das nicht freiwillig, sondern aufgrund der weltweiten Krise.

Immer mehr Auswanderer aus Deutschland kehren in ihre Heimat zurück. «Wir haben mindestens doppelt so viele Anfragen von potenziellen Rückkehrern wie sonst», sagte die Emigrationsexpertin Monika Schneid vom Raphaels-Werk, Deutschlands größter Beratungseinrichtung für Auswanderer, der «Wirtschaftswoche».

Ein Grund ist nach ihrer Einschätzung die Wirtschaftskrise: «Deutsche haben im Ausland oft befristete Verträge, so dass sie in der Regel die Ersten sind, die ihren Arbeitsplatz nun räumen müssen.» Nach vorläufigen Zahlen wanderten dem Bericht zufolge im ersten Quartal des vergangenen Jahres noch 38.996 Deutsche aus, aber bereits 23.828 kehrten zurück. Im zweiten Quartal verließen 38.626 ihre Heimat, aber es kamen bereits 26.902 Bürger wieder in die Bundesrepublik zurück.

Im dritten Quartal wanderten 54.907 Deutsche aus, 32.722 kehrten zurück. Zahlen für das vierte Quartal 2008 liegen noch nicht vor. Voll niederschlagen dürfte sich die Trendwende erst in den offiziellen Statistiken für 2009. (AP

http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1344099.html


Ich weiss von den Balearen und der span. Mittelmeer-Küste, dass wegen der hohen Arbeitslosigkeit und Krise viele Deutsche (die oft jahrzehntelang gern dort lebten) nun nach D. zurück müssen.
Auch Südamerikanische Migranten fliehen von dort zu Hunderten in ihre Ursprungsländer, für die ist es besonders schwer...[/size]

gutenachtdeutschland

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Re: Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« Antwort #1 am: 22:00:48 Sa. 09.Mai 2009 »
Also bin noch hier im Nachbarländle und bekomme Stellenangebote per SMS und bei einer erfolgreichen Vermittlung eines Facharbeiters gibt es sogar eine Prämie.Nun habe ich dieses im Freundeskreis geäussert, nur sie bekommen den Arsch nicht hoch, wie sagt man immer: " Wer nicht wagt der nicht gewinnt." Es gibt doch noch Menschen , die auf Schikane stehen!!!
Die Medienlutschis haben den Arsch auf, die kannste für nix gebrauchen, immer schön negativ.... aber jetzt ist Wahlkampf :o

Alex22

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Re: Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« Antwort #2 am: 23:35:37 Sa. 09.Mai 2009 »
Gleich nach der Ausbildung bin ich zwei Jahre durch Europa und USA gewandert.
ich bin wie man so schö sagt "flexibel". Jetzt auch endlich wieder sowas wie gesund.
Wer seinen Arsch nicht hoch bekommt und immer nur Ausreden findet, der verpennt sein Leben. Es gibt sehr wahrscheinlich nur ein Leben auf dieser Welt. Schade um jeden verlorenen Tag.
Ihr Sesselpenner könnt Euch nicht vorstellen wie wenig man braucht um viel zu bekommen.
Mit Sesselpenner sind wirklich nur die Typen gemeint, die könnten und nicht wollen.
Also sollte sich nicht jeder diesen "Schuh" anziehen.  ;D
Ich kenne genug Leute, die jammern und nicht unternehmen. Sind halt feige oder bequem oder ???? was

Und wenn hier die Erde wackelt. ich komme nicht mehr zurück!
Hugh! Ich habe gesprochen.
 :D

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Re: Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« Antwort #3 am: 02:37:50 So. 10.Mai 2009 »
...wie man so schö sagt "flexibel". ...

HARZ IVler sollen ja auch flexibel, ortsungebunden und eigenverantwortlich sein - kurz obdachlos.
Wer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen.

klaus72

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Re: Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« Antwort #4 am: 10:25:28 So. 10.Mai 2009 »
Zitat
HARZ IVler sollen ja auch flexibel, ortsungebunden und eigenverantwortlich sein - kurz obdachlos.
von Geneigter Leser

Ist denfinitiv, dass manche Deutsche Rückkehrer in Deutschland obdachlos sind !



Frogsta

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Re: Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« Antwort #5 am: 22:31:07 Fr. 15.Mai 2009 »
Also, ich lebe in den USA und kann nur bestaetigen das sehr viele deutsche zurueck gehen.
hier liegt die Quote bei 14% - und es ist NICHT Michigan...

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Alex22

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Re: Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« Antwort #6 am: 21:53:37 Sa. 16.Mai 2009 »
Ich bin hier in Kalabrien.
Mich bekommt man nicht mehr nach D zurück.
Hier auf dem Land muss keiner Hungern, wenn es so weit ist.
Die Städter aus dem Norden schaffen es nicht bis hier unten.
Also Krise in "weiter" Ferne.
Schlecht für Familien, die brauchen etwas mehr als meiner einer.

Überigens kommen viele Kalabresen aus Deutschland zurück.
Es ist nicht mehr auszuhalten dort. Sie sagen es aber sehr höflich.

Frogsta

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Re: Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« Antwort #7 am: 18:04:19 Fr. 29.Mai 2009 »
UPDATE:
die meisten deutschen die jetzt dei USA verlassen haben, gingen aus VISA technischen Problemen oder weil der AG zu zurueck beordert hat.
Die eigendlichen "Auswanderer" , sprich Leute mit Greencard, gehen im leben nicht zurueck nach Deutschland.

freiwillig geht keiner......  :)
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pit

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Re:Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« Antwort #8 am: 14:42:36 Di. 01.Juni 2010 »
Diese Statistik kann nur eine Finte sein. Ihr glaubt doch selbst nicht das jemand der es einmal geschafft hat hier rauszukommen
nachher wieder bettelt ob er zurückkommen kann. Immerhin blüht uns im Ausland zwischen 100 bis 1000 % mehr Sonnenschein,
1000 - 10000 % Prozent weniger Bürokratie.Das allein bedeutet allein schon 100000 bis 1000000 % mehr Lebensfreude. Wer mehr
Sonne im Herzen hat, hat auch mehr Spaß am Sex. Außerdem wachsem einem in allen südlichen Ländern die  Melonen
direkt vor die Nase dieses Geheimnis soll doch nur gehütet werden. Wer ernährungsbewußt länger genüsslich leben will der kann doch
nur Deutschland den Rücken zu drehen.

Sicher kann sein das manche Leute kein Bein im Ausland auf den Boden kriegen weil Sie eh schon immer auf Looser gemacht haben,
aber wer im  Ausland ein kleines Geschäftchen gründet oder eine kleine Finca sein Eigen nennt der kommt doch nie wieder freiwillig nach Deutschland zurück. Die deutsche Schaffermentalität wird im Ausland immer noch bewundert und geschätzt. Deutsche sind im Ausland willkommen.

Ganz sicher auch die Antwort die jeder Gastarbeiter oder Emigrant hier in peto hat :

" Hier in Deutschland kann man nur Arbeiten, wenn ich ein bischen Kohle zusammen habe gehe ich wieder zurück in meine Heimat "

oder

" Hier in Deutschland wird man schnell alt, das taugt nur zum Geldverdienen "


Ich halte diese Meldung von Rückwanderern für eine Manipulation zur Steuerung der Auswandererströme. Dies zumal Deutschland immer

unschöner wird. Überall zerschneiden die Autobahnen die Reste der Natur und seit der Wiedervereinigung stinken auch im Westen die neuen

Agrargroßindustriebauern die Landschaft  ständig  mit Gülle zu so das einem die Freizeit auch noch vermiest wird.
 
Deutschland ist echt am loosen. Auswandern wird meinerachtens erst noch richtig in Mode kommen, das ist erst der Anfang.

Beste Grüße

Pit ;D


Sir Vival

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Re:Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« Antwort #9 am: 15:07:38 Di. 01.Juni 2010 »
Ausserdem sollte man bei dem ganzen "...back to Germany...." auch bedenken:
So einfach geht das nicht, wenn man längere Zeit weg war, die deutsche Staatsbürgerschaft abgegeben hat usw. und jetzt einfach so wieder "nach Hause" möchte.
Da gibt´s ordentlich Hürden.
Der Tod stellte seine Sense in die Ecke und bestieg den Mähdrescher, denn es ward Krieg!
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Re:Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« Antwort #10 am: 18:22:26 Mi. 02.Juni 2010 »
Die Staatsbürgerschaft abgeben?
Wer ist denn so einfältig?

Ich habe nun mal diese "Sendungen" über Auswanderer gesehen. Das ist ja übel.
Aber die Mitteilung ist einfach zu verstehen. "Es verlassen nur die Taugenichtse das Land!"

Dem ist aber meist nicht so, denn diese kommen auch nicht in einer anderen Stadt innerhalb D zurecht.

Es stimmt schon in D gibt es noch mehr Sicherheit als in vielen anderen Ländern, aber ich will frei und mündig leben!
Dennoch schmeiße ich nicht Möglichkeiten aus Sturrheit fort. Man muss sehen wie man zurecht kommt.
Italien ist auch kein Paradies, aber es gibt die Möglichkeit sich ein kleines Paradies zu finden oder zu schaffen.
Wer hier wieder mit dem Maßstab Geld den Erfolg misst, hat nichts verstanden.
Geld stinkt und zu viel macht wie zu wenig Krank.

Europa ist groß und bietet mehr Möglichkeiten und Rechtssicherheit als so manch anderes Land.

BGS

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Re:Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« Antwort #11 am: 01:00:37 Sa. 04.September 2010 »
Blödsinn u. reine Propaganda,

denn wer es erst einmal schafft, das sinkende Schiff "Deutschland" nach den Erfahrungen der letzten Jahre zu verlassen, wird nie wieder zurückkehren! Wozu auch? Man braucht wirklich nicht viel, um woanders viel besser zu leben.

MfG ;)
BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Sir Vival

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Re:Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« Antwort #12 am: 08:40:16 Sa. 04.September 2010 »
Ja, da musst du aber dann ein wenig weiter als ins D-nahe Ausland gehen.
Dort ist es leichter, sich ein Leben aufzubauen.
Man ist aber auch auf dem Arbeitsmarkt Freiwild. Mehr als in D.

In USA, Kanahier-Kanada usw. kannst du dir mir ein "wenig" Geld ein Stück Land kaufen, ein Haus bauen und wenn du relativ nah an der "Wildnis" wohnst, sogar dein Essen selber besorgen. Ohne Probleme.
Es ist etwas unkomplizierter als hier.

Wo in D kann man noch ein Grundstück besitzen, das dann DIR gehört und du kannst tun und lassen, was du willst? Nirgendwo!
Wo kann ich ungestört einen Fisch angeln oder ´nen Hasen schiessen (Stichwort Schusswaffen!)? Nirgendwo! (Pfeil und Bogen gelten ja genauso als Schusswaffen)
Man kann gar nicht mehr "unabhängig" leben, d.h., bei evtl. Arbeitslosigkeit statt Burger und Pommes eben mal nen Hirsch schiessen oder auch nur nen Fisch anglen. Nee, immer schön abhängig vom Staat. Immer hat der Staat mit seinen Gesetzen und Verordnungen ein Auge darauf. Und wehe, man hält sich nicht daran.

Genau DAS (Selbstversorgung) suchen dann die Abenteurer, die ins Ausland (USA, Kanada, Asien) wollen. Die kommen nicht so schnell zurück, weil´s dort soweit noch funktioniert.

Da kam vor Wochen eine 2-Teiler-Doku über Kanada. Sehr interessant. Da wären bei uns die Leute schon längst verhungert.
Dort tötest du dein Essen noch selber......bist aber auch total auf dich gestellt.
z.B.: deutsche Familie mit 2 Kindern wohnen in der Wildnis. Hütte selber gebaut, Unterricht wird von den Eltern gemanagt, dann pro Monat eine gewisse Zeit in die Schule und gut is. Boot am Steg, Holz für den Winter bunkern, usw. Eine totale Umstellung auf Selbstversorgung. Das bissl Geld, was die brauchen, wird über Tauschgeschäfte oder Verkauf von anderen Sachen "erwirtschaftet". Ist schwer, aber eine Herausforderung.

Dass aber der Arbeitsmarkt auf der ganzen Welt im Tiefflug ist, sollte man wissen.
Die Leute, die da zurückkommen, sind Leute, die evtl. zu viel vom Ausland erwarten.

Deshalb richtig: Alles Propaganda!
Die Medien wollen/müssen aussagen: Seht ihr? Woanders isses auch nicht besser. Bleibt lieber hier und gebt in D euer nicht vorhandenes Geld aus!
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Re:Krise zwingt deutsche Auswanderer zurück
« Antwort #13 am: 18:23:25 So. 26.Dezember 2010 »
Hallo in die freundliche Runde,

erstens mal sehe ich nicht, daß "die Krise" "deutsche Auswanderer" "zurückzwingt". Ich war in den letzten Jahren im Urlaub immer in Südostasien und habe dort etliche Auswanderer kennengelernt. Und ich habe mich sehr mit dem Thema beschäftigt, denn ich bin selbst derzeit im westlich benachbarten EU-Ausland, und dies schon seit etlichen Jahren! Zurück will ich keinesfalls.

 ;D

Gründe? Hier habe ich Arbeit und damit Lohn und Brot. Belgistan kennt den gesetzlichen Mindestlohn und weiß ihn zu schätzen, Lohnsenkungen sind gesetzlich verboten. Und wenn es mal dazu kommt, daß unsereins hier die Regierung an die Rente geht, wie vor 3 Jahren bei der Erhöhung des Vorruhestandsalters ("brugpensioen") von 58 auf 60, dann sind wir ganz rasch und ganz massenhaft auf der Straße. Genau das gefällt mir. (Und genau das läuft ja in Germanistan gaaanz anders ... ein Arbeitsvolk von Schleimern und Katzbucklern grüßte da den Rest der Welt und mutierte zum Paradebeispiel für das, was sich aus menschlichen Wesen herausquetschen läßt, wenn sie es zulassen.)

 ;D

In Südostasien verschlug es mich im Urlaub vor Jahren in die Philippinen. Dort logierte ich recht preisgünstig bei einem alten Abenteurer, der auch Südamerikas Tropen gut kennt und seit drei Jahrzehnten in den Philippinen sein Hotelgewerbe betrieb. Wobei ihm als Ausländer in den Philippinen nichts gehörte! Er hatte eingeheiratet und versucht, sich mit diversen Verträgen eigentumsrechtlich irgendwie abzusichern ... aber die Philippinen sind kein "Rechtsstaat" ... sein Anwalt nahm die Kohle natürlich gerne! Seine Gattin stammte aus armen Verhältnissen und brachte es zur besten Golfspielerin im Lion's Club vor Ort! Es kam dann zum Ehekrach. Schon im Rentenalter legte sich der Gute eine neue Freundin auf der Nachbarinsel zu. Während er mit ihr zwei Kinder zeugte, verbrachte er seine drei Söhne nach Berlin in die Jugend-Notaufnahme. Seine deutsche Rente war so klein, daß er Grundversorgung beantragen mußte. Aufgrund der vielen Kinder erhielt er eine Wohnung und soviel finanzielle Zuwendung, daß er locker mit Frau und nun schon 3 Kleinkindern in den Philippinen Urlaub machen konnte. Er wohnt ansonsten ganz zentral in Berlin und gilt als Rückkehrer nach ca. 45 Jahren Auslandsleben! Kürzlich verkündete er, nun insgesamt Papa von 10 Kindern zu sein (einige wohnen in Südamerika ...).

 ;D

Dieser alte Haudegen ist übrigens nicht ohne! Viele "alte Böcke" in den Philippinen würden ganz gerne mit ihren jugendlichen Gattinnen nach Germanistan rückwandern ... denn man stirbt ruhiger dort, wo man ursprünglich hergekommen ist! (So deren Worte.) Natürlich gibt es da arge Visumprobleme. Die Holden müssen erst mal die deutsche Sprache lernen, die Ehe muß in Germanistan anerkannt sein, usw.

 ::)

Der alte Haudegen hatte den Bogen allerdings raus und zeigte, daß er Eier hat!!! Die germanistanische Botschaft in Manila verwehrte seiner Freundin und Mutter der damals zwei gemeinsamen Kinder das Visum. (Scheidung gibt es in den Philippinen nicht, so daß unser Held mit seiner Exfrau weiterhin als verheiratet nach philippinischem Recht galt ... nur die Kinder hatten Anspruch auf auch den germanistanischen Paß! Folglich konnte er seine neue Freundin zwar schwängern, aber nicht heiraten ... .)

 ::)

Aber er packte es an! Er flog kurzerhand mit den beiden Klieinkindern nach Berlin zu seinen ehelichen Söhnen, regelte dort alles mit der Grundversorgung und Wohnung ... was zügig binnen wenigen Wochen ging. Da die germanistanische Botschaft immer noch zickte und kein Visum rausrücken wollte, verklagte er diesen Diplomatenstadl kurzerhand beim germanistanischen Beamtenstadl in Berlin, beim Familiengericht. Der Familienrichter konnte kaum glauben, daß der Alte mit den beiden Kleinkindern nun da stand und die Kindesmutter nicht zu ihren germanistanischen Kindern gelassen wurde von germanistanischen Behörden! Es gab einen Eilbeschluß, 4 Wochen später war die Kindesmutter in Berlin! (Ohne Deutschkenntnisse, ohne anwaltliche Überprüfung ihrer Familienverhältnisse durch einen teuren Vertragsanwalt der germanistanischen Botschaft in Manila, ohne OKAY einer minderbemittelten Stempelbeamten usw.)

 ;D

Ich wünsche dem glücklichen Paar in Berlin weiterhin viele Kinder! Der fleißige Zeuger mailte mir vor kurzem, ob ich nicht einen günstigen Flug nach Manila wüßte. Sie wollen nochmal in die Philippinen für einige Wochen, bevor das erste Kind zur Schule kommt ... .

 ;D

Fazit: Ihn trieb seine eigenen Familien- und Eigentumskrise zurück nach Germanistan, nicht aber die kapitalistische Weltwirtschaftskrise!

 ;D

Aus jener Zeit meiner ersten Reisen dorthin kenne ich noch einen weiteren "Rückwanderer". Mittlerweile 76, Gattin 26. Er war mal Postbote und nebenher Schlagzeuger, so daß es ihm recht gut in Germanistan erging: 1500 Euronen Altersrente!

 ;D

Er machte in den Philippinen eine Bar auf und mußte sie wieder schließen. Seine jetzige Gattin lachte er sich ausgerechnet im Clan seiner damaligen philippinischen Noch-Gattin an. Die Noch-Gattin verfügte über Verwandtschaft in Germanistan! So kam es, daß unser Held "sein" bzw. das Haus seiner Noch-Gattin in den Philippinen ebenso verlor wie zahlreiche Musikinstrumente (keyboard, Schlagzeug usw.). Und obendrein erlegte ihm das germanistanische Familiengericht 500 Euro monatliche Unterhaltszahlung an die getrennt lebende philippinische Frau auf. Sein junges Liebchen kostete ihn also eine ganze Menge!

 ::)

Er spielte aber weiter auf Expat-Abenden in den Philippinen und führte dort ein auskömmliches Leben mit Haus und PKW und der Freundin, war geachtet von den Expats und Nachbarn. Als er auf die 75 zuging und die Alterszipperlein sich mehrten, beschloß er, doch wieder nach Deutschland zu ziehen. Ihm gelang es, seinen dortigen Töchtern Verständnis für seine junge Liebe zu entlocken. Es gab ziemliche Turbulenzen, die Scheidung mit seiner Nochgattin durchzusetzen, denn diese hatte ihm verständlicherweise ewige Rache geschworen und wollte den Geldautomaten äh Nochgatten nicht ungeschoren sausen lassen. Schließlich war er endlich geschieden, seine junge Liebe absolvierte den Deutschkurs am Goethe-Institut in Manila, sie kehrten vor gut eineinhalb Jahren nach Germanistan zurück.

 ::)

Was soll ich hier sagen? Er beklagt sich seitdem ständig und will wieder zurück in die Philippinen. Seine Musik, für die er sehr geachtet war vor Ort in den Philippinen, will in Deutschland niemand hören. Er kommt weder mit den Leuten noch mit den Preisen klar. Er mailt mir immer, wie bitter er bereut, nach Deutschland zurückgekehrt zu sein.

 ;D

Das waren die beiden Rückwanderer-Fälle, die ich kenne.

 ;)

Von den insgesamt 17 germanistanischen Kollegen, die ich in meinem Arbeitsleben in Benelux in den letzten 10 Jahren kennengelernt habe, gingen nur drei aus familiären Gründen zurück, weil die Frauen mit den Kindern jeden Nachzug verweigerten und nur mit der Rückkehr nach Germanistan die Familie erhalten werden konnte.

 ::)

Alle 14 anderen germanistanischen Kollegen sind im Ausland verblieben. Fast alle von ihnen äußern immer wieder mal, daß keine zehn Pferde sie nach Germanistan zurückbekommen würden.

 ::)

Einige kommen aus Call Centern in Germanistan, wo sie mit 900 Euro netto für Vollzeitarbeit abgespeist wurden. In Benelux läuft da nichts unter 1300 Euro netto. Andere kamen mit Eurokraten (EU-Beamten) hierher Richtung Brüssel. Ich höre nirgendwo, daß jemand Heimweh nach Germanistan hätte!

 ;D

Ich fahre gelegentlich zum Einkaufen nach Aachen. Und anschließend weiter zu einstigen Kollegen und jetzt immer noch guten Freunden in die Niederlande. Dort sitzen wir dann um das Faß und erzählen uns, wie die Welt sich verändert. Vor 30 Jahren fuhren viele aus Benelux rüber nach Germanistan, in das Hochlohn-Paradies (DAMALS!!!). Heute "überfallen die Moffen Holland", wie es dort immer wieder spöttisch für die schubweise einsickernden germanistanischen Arbeitsexilanten heißt.

 ;D

Aber noch ist Platz hier, liebe Arbeitssuchenden in Germanistan! Wer einigermaßen deutsch lesen und schreiben kann und sogar imstande ist, einen PC und ein Telefon zu bedienen ... es gibt viel viel üblere Jobs auf dieser Welt!

 ;)

goodie

WER SICH NICHT WEHRT, DER LEBT VERKEHRT++