Autor Thema: Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen  (Gelesen 19535 mal)

rosaberlinerin

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 47
Re: Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #15 am: 00:00:43 Mi. 03.Februar 2010 »

Was ich vor allem im Sinn hatte war, deiner kleinen Attacke die Schärfe zu nehmen und das Thema sachlich anzugehen.

Ist auch gut so. Ich selbst habe seit Jahren ueberhaupt keine Geduld mehr, da sind bei mir saemtliche Grenzen ueberschritten (worden) und sachlich zu bleiben faehlt mir manchmal bisschen schwer.

Zitat
Da sind wir beim Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Patriarchat. Die beiden Herrschaftsformen sind miteinander verwoben...

Wobei Patriarchat es auch den im Kapitalismus unterdrueckten Maennern erlaubt, die kleinen Machtspielchen zu spielen. Da werden die ja leichter zu beherrschen, wenn die sich abreagieren.
Da mag dein Anstreicher streichen,
den Riß streicht er uns nicht zu!
Einer bleibt und einer muß weichen,
entweder ich oder du.
Und was immer ich auch noch lerne,
das bleibt das Einmaleins:
Nichts habe ich jemals gemeinsam
der Sache des Klassenfeinds.

Gehtsnoch

  • Sr. Member
  • ****
  • Beiträge: 261
  • Zeitarbeit ist scheisse!
Re:Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #16 am: 18:42:58 Do. 25.Februar 2010 »
Da wird irgendwann eine Massnahme fuer H4ler raus....mal im Ernst...wenn meine Frau sowas aufs Auge gedrueckt bekommen wuerde (rechtens oder nicht)....dann wuerde Gewalt die Antwort sein!

@Admin
sehe meine Reaktion nicht als Extrem an!
Zeitarbeit ist scheisse!

Alan Smithee

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1250
Re:Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #17 am: 10:34:28 Fr. 26.Februar 2010 »
Ich warte darauf, dass die FDP ein Loblied auf das "älteste Gewerbe der Welt" singt:" Das ist doch eine ehrenwerte und krisensichere Arbeit, ansonsten hätte sie sich nicht so lange gehalten."

Vor gar nicht langer Zeit kamen im Fernsehen verdächtig häufig Beiträge über Studentinnen, die sich ihr Studium durch diese Art von "Nebenjob" verdienen. Ich erinnere mich an eine, die gesagt hat, dass sie dadurch viel mehr Geld in viel weniger Zeit verdient, als wie wenn sie kellnert oder putzen geht. So bleibe ihr Zeit zum Lernen...

Eine andere alleinerziehende Mutter arbeitet sogar "gerne" stundenweise nachts in dem Gewerbe, weil sie sich tagsüber um ihr Kind kümmern kann, und abends bringt sie das Kleine zur Oma zum Übernachten...

Wieder eine andere junge Frau hatte Schulden, und Hartz IV reiche ihr vorne und hinten nicht aus, also jobbt sie mehrere Nächte im Monat in verschiedenen Bordellen...

Man zeigt den Frauen also schon Geschäftsmodelle jenseits "normaler" Arbeit, weil es offensichtlich keine andere Alternativen für sie gibt.

Wenn es das Wörtchen "sittenwidrig" in Gesetzen im Bezug auf Sex und Moralvorstellungen in unserer Kultur nicht geben würde, bin ich davon überzeugt, dass die ARGEn die Frauen schon längst in 1-€ Jobs oder in Praktikas in solche "Unternehmen" gezwungen hätte.... :rolleyes:
...still dreaming of electric sheep...

ManOfConstantSorrow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 6630
Re:Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #18 am: 22:46:39 Mi. 10.März 2010 »
Zitat
Organisiert die Sex-Arbeiter!
Der Ruf nach einem Werbeverbot für die Sex-Industrie ist ein unlogischer und kaum praktikabler Angriff auf die Beschäftigten der Branche
http://www.freitag.de/alltag/1009-pornographie-sex-industrie-bareback-kondom-organisieren
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Saturnous

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 22
Re:Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #19 am: 16:38:44 Mi. 24.März 2010 »
Falls das ARGE wirklich anfangen sollte Prostituierte zu zu vermitteln - wäre das dann nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz ? Könnten die nicht die Arbeitgeber dazu verpflichten mit Quote einzustellen. Mir tun Prostituierte erst dann leid wenn Gleichheit zwischen Frauen und Männern - wenn auch Frauen zum gleichen Teil die Kundschaft stellen und mir als Mann das Gewerbe auch offen steht.
"Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit."

Alan Smithee

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1250
Re:Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #20 am: 15:16:02 Do. 25.März 2010 »
Zitat
Könnten die nicht die Arbeitgeber dazu verpflichten mit Quote einzustellen.

lol  :]

Zitat
Mir tun Prostituierte erst dann leid wenn Gleichheit zwischen Frauen und Männern - wenn auch Frauen zum gleichen Teil die Kundschaft stellen und mir als Mann das Gewerbe auch offen steht.

Also dir steht doch als Mann das Gewerbe offen. Tust ja gerade so, als dürftest du als Mann nicht als Prostituierter arbeiten. Da musst du gar nicht erst auf eine Festanstellung mit Pimp als Arbeitgeber warten ;)

Wie sähe dann so ein Arbeitsvertrag aus? "Herr Saturnous verpflichtet sich, mindestens 3 x am Tag Geschlechtsverkehr mit dem ihm zugewiesenen Damen (und Herren ;D) zu vollziehen. Die Sexualpraktiken werden mit dem Kunden vorab vereinbart; Herr Saturnous hat hierbei seine persönlichen Neigungen absolut zu ignorieren. Auch bezüglich der äußeren Erscheinung und Körperhygiene der Kundschaft. Ist Herr Saturnous aus körperlichen Gründen nicht in der Lage den GV für die Kundschaft befriedigend zu vollziehen, mindert eine Reklamation des Kunden den Lohn, bis hin zum völligen Lohnausfall für die nicht erbrachte Leistung.....usw"

Ich habe das Gefühl, da wärste ohne Arbeitgeber und der dir zugefügten Kundschaft um einiges besser dran. Also, Hintern  ;) hoch und ran an den Speck ;D ;D ;D, gleiches Recht für alle  :baby:

Und lass mal schön deine private Fixierung auf Frauen als Kundschaft; da musst du schon flexibel sein, ansonsten ist das äußerst unprofessionell  :baby:

...still dreaming of electric sheep...

Carpe Noctem

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1391
Re:Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #21 am: 17:50:56 Do. 25.März 2010 »
Wie sähe dann so ein Arbeitsvertrag aus? "Herr Saturnous verpflichtet sich, mindestens 3 x am Tag Geschlechtsverkehr mit dem ihm zugewiesenen Damen (und Herren ;D) zu vollziehen. Die Sexualpraktiken werden mit dem Kunden vorab vereinbart; Herr Saturnous hat hierbei seine persönlichen Neigungen absolut zu ignorieren. Auch bezüglich der äußeren Erscheinung und Körperhygiene der Kundschaft. Ist Herr Saturnous aus körperlichen Gründen nicht in der Lage den GV für die Kundschaft befriedigend zu vollziehen, mindert eine Reklamation des Kunden den Lohn, bis hin zum völligen Lohnausfall für die nicht erbrachte Leistung.....usw"

Er kann auch als Aufstocker arbeiten, dann hat er Mitwirkungspflicht. Auserdem sind Viagra und Tadalafil bei dem Job sicher von der Stuer absetzbar ;D

Grüsse - CN
Art. 1 GG: "Die Menschenwürde steht unter Finanzierungsvorbehalt"

Saturnous

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 22
Re:Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #22 am: 13:14:06 Mi. 21.April 2010 »
Ich denke aber das eher die Ansprüche an Damen weit unter denen an Herren liegen - es gibt keine Frau die hässlich genug ist NICHT über den durchschnittlichen Stundenlohn zu kommen. Dabei beschweren sich die Damen über Hygiene - sorry was für Hygiene hat eine Pflegekraft zu ertragen die alten Menschen den Arsch ständig putzen muss und dass für Hungerlöhne.
"Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit."

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12934
  • Fischkopp
Re:Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #23 am: 13:37:06 Mi. 21.April 2010 »
Zitat
Dabei beschweren sich die Damen über Hygiene

Hackt's!?!  >:(

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12934
  • Fischkopp
Re:Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #24 am: 19:54:06 Mi. 06.Februar 2013 »
Zitat
Augsburg
Arbeitsagentur schickt 19-Jährige ins Bordell

Die junge Augsburgerin ist gelernte Hauswirtschafterin und seit Monaten auf der Suche nach einem passenden Job. Die 19-Jährige wendet sich an die Augsburger Arbeitsagentur - und bekommt tatsächlich einen Job vorgeschlagen. Jedoch handelt es sich dabei um eine Anstellung als Servicekraft in einem Bordell. Die junge Frau ist fassungslos.
http://www.stern.de/panorama/augsburg-arbeitsagentur-schickt-19-jaehrige-ins-bordell-1967234.html#utm_source=sternde&utm_medium=zhp&utm_campaign=wm2

Rudolf Rocker

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13420
  • Waldkauz (8>
Re:Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #25 am: 20:31:44 Mi. 06.Februar 2013 »
Zitat
Der Vorfall sei unangenehm, sagte Fürst am Mittwoch der dpa. "Es entsteht der Eindruck, dass wir hier ungefiltert Vermittlungsvorschläge raushauen."

Neeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiin!
Sowas würdet ihr doch nieeeeeeeeeeeeeeeee machen! Nie nicht!! :o

dejavu

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 976
Re:Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #26 am: 23:59:24 Mi. 06.Februar 2013 »
Hier hat der Loddel noch mehr gesagt:
Zitat
"Es tut mir leid. Hier ist uns ein Fehler unterlaufen...
Wärs mein Töchterchen, würde es nicht bei Lippenbekenntnisen bleiben.

Zitat
§ 180a  Förderung der Prostitution
.
.
.
 ...oder

   2. die Prostitutionsausübung durch Maßnahmen gefördert wird, welche über das bloße Gewähren von Wohnung, Unterkunft oder Aufenthalt und die damit üblicherweise verbundenen Nebenleistungen hinausgehen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
.
.
.
Sollte das nicht greifen gibts auch andere Lösungen.

Es ist wohl der Typ ganz rechts...
Leiharbeit und Werkvertragsmißbrauch verbieten! Weg mit dem Dreck!

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12934
  • Fischkopp
Re:Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #27 am: 07:39:42 Fr. 04.Juli 2014 »
Zitat
Arbeitsagentur
Biete Job gegen Sex


Von Tatjana Bojic

Zwei Frauen wollten mit Hilfe der Arbeitsagentur aus der Prostituiertenszene aussteigen. Sie gerieten ausgerechnet an einen Mitarbeiter, der sie im Amt sexuell attackierte.

Ein Arbeitsvermittler in Stuttgart soll zwei Ex-Prostituierten neue Jobs gegen Sex angeboten haben. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart erhob Anklage gegen den 62-Jährigen wegen sexueller Nötigung und Bestechlichkeit, wie die Sprecherin der Anklagebehörde am Dienstag mitteilte.
Dem „langjährigen, engagierten“ Mitarbeiter der Arbeitsagentur sei nach Bekanntwerden der Vorwürfe Anfang Dezember 2013 gekündigt worden, sagte eine Sprecherin der Arbeitsagentur. „Es ist ein Einzelfall“, hieß es von dort.

Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg reagierte empört und warf dem Behördenmitarbeiter Erpressung und Machtmissbrauch vor. „Gerade Prostituierte sind auf gerechte Begegnung und Behandlung angewiesen. Eine Behörde hat eine besondere Schutzfunktion“, sagte die 1. Vorsitzende des Landesfrauenrates, Angelika Klinger. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa war der seit 1990 in der Agentur beschäftigte Mann verantwortlich für ein Sozialprojekt. Dabei sollten früheren Prostituierten und solchen, die aus dem Rotlichtmilieu aussteigen wollten, „normale“ Jobs vermittelt werden. Dies ist in dem im Jahr 2012 eingeführten Prostitutionsgesetz so geregelt.

Tür von innen abgeschlossen

Hauptziel des Gesetzes ist es, die Rechtsposition und die Arbeitsverhältnisse von Prostituierten zu verbessern. Außerdem steht ihnen ein Recht auf Umschulung zu. „Wenn sich Frauen dann um einen anderen Job bemühen, erleben sie eine Katastrophe“, sagte Klinger.

Der 62-Jährige soll die beiden 44 Jahre und 55 Jahre alten Frauen im Oktober 2012 und Oktober 2013 sexuell belästigt, angefasst und anzüglich angesprochen haben. So ließ er sich über die Oberweite aus und steckte einer Frau seine Hand in ihre Hose. Beide Male schloss er von innen die Tür ab, als die Frauen sein Büro betraten. Er forderte Sex von ihnen und masturbierte. Die Frauen lehnten die sexuellen Angebote des Mannes bei jedem Mal ab.

Nach Feierabend rief er die Frauen noch privat an und forderte Sex, ohne Geld dafür bezahlen zu wollen. „Die Frauen waren ihm ausgeliefert“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Angelika Klinger vom Landesfrauenrat betonte: „Solche Dinge zeigen, dass Prostituierte gesellschaftlich nicht anerkannt und als Freiwild betrachtet werden.“

Der frühere Jobvermittler ist indes geständig und nicht vorbestraft. Ein Haftbefehl gegen ihn wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Ein eintägiger Termin für die Hauptverhandlung wurde nach Auskunft des Amtsgerichts für den 20. Oktober anberaumt.
http://www.fr-online.de/arbeit---soziales/arbeitsagentur-biete-job-gegen-sex,1473632,27669500.html

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 12934
  • Fischkopp
Re:Prostitution - Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
« Antwort #28 am: 15:52:42 Mo. 27.Oktober 2014 »
Zitat
Jobs gegen Sex - Arbeitsvermittler erhält Bewährungsstrafe

Wegen sexueller Nötigung im Dienst ist ein 62-jähriger Ex-Jobvermittler zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Zudem muss der Mann 10 000 Euro Strafe zahlen - wegen Bestechlichkeit und Nötigung in besonders schwerem Fall. Der 62-Jährige hatte zwei Ex-Prostituierte in seinem Dienstzimmer unter anderem angefasst und Sex verlangt. Dafür stellte er ihnen Jobs in Aussicht. Der Mann hatte die Taten gestanden und sich bei seinen Opfern entschuldigt.
http://www.fr-online.de/newsticker/jobs-gegen-sex---arbeitsvermittler-erhaelt-bewaehrungsstrafe,26577320,28784698,view,asTicker.html