Autor Thema: polizist macht ernst  (Gelesen 5648 mal)

jobless0815

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Re: polizist macht ernst
« Antwort #15 am: 14:55:50 Mo. 06.Juli 2009 »
Zitat
Hmm, du solltest dich aber da mal im presserecht informieren.
(wie erklärst du dir z.b. sowas wie kriegsberichterstattung. Ohne die opfer zeigen zu dürfen?)

Das ist nicht das Gleiche.

Zitat
Was du meinst, betrifft nämlich nicht das recht zu filmen (da gibt es nur sehr wenige einschränkungen, z.b. militärische anlagen), sondern, wenn überhaupt, das recht zu veröffentlichen. Und selbst hier, kommt es darauf an, ob entsprechende personen teil der zeitgeschichte sind,
oder mehr als drei personen auf dem bild sind.
Presse hat eben genau den verfassungsmässigen auftrag, sich hier nicht durch hergelaufene uniformknallköppe einschränken zu lassen. Mehr noch, eigentlich sollen uniformträger dafür sorgen, das presse ihrer arbeit nachgehen kann!

Soweit ich das mitverfolgt habe, gibt es regelmäßig Disksussionen, wohl auch Gerichstverfahren, inwieweit gefilmt und/oder
veröffentlicht  werden darf. Das Presefreiheit ein hohes Gut ist, bleibt unzweifellhaft. Aber alles dürfen die eben nicht.


Zitat
Eigentlich hat presse genau den auftrag hier nichts zu verschleiern.

Würdest du auch so argumentieren, wenn die Krawallmacher von Hamburg oder Berlin gut zu erkennen wären?
Das wäre dann wenigstens konsequent.

Zitat
Da hast du allerdings recht, der bulle am anfang scheint mir auch eher durch eine stasi/SED ausbildung gelaufen zu sein.

Bei Stasi oder Gestapo wäre die Kamera weg, der Filmende wohl auch ... .

Ich finds seltsam, wenn auf der einen Seite hier auch gerne die Sensationsgeilheit der Medien und deren Vertrter, der Katastrophen-, Mord- undf Totschlagjournalismus gebrandmarkt werden, dann aber großes Pohei stattfindet, wenn angesichts des Filmens eines Unfallopfer dies ein Polizist einschränken  will. Dann ist die Presse auf einmal das unbedingt schützenwswerte Gut. Irgendwie nicht sehr stimmig.

jobless0815

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Re: polizist macht ernst
« Antwort #16 am: 15:00:30 Mo. 06.Juli 2009 »
.... Soweit überhaupt man von einem Video auf die charakterliche Disposition eines Menschen schließen kann.

Eben,genau  das finde ich auch. Ich halte auch nicht jeden, der einen Stein nimmt und in eine Menge einfach für einen Mörder,
obwohl das für mich weit schlimmer ist, als das was der Poliszist in besagter Szene macht.

cyberactivist

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Re: polizist macht ernst
« Antwort #17 am: 15:18:09 Mo. 06.Juli 2009 »
Was ich sagen möchte ist, dass ich es für gefährlich halte, nicht zwischen dem Begriff Faschisten und Nazi zu unterscheiden. Allerdings wenn man nicht zwischen den Begriffen unterscheidet, sollte man nun nicht gerade schreiben, dass der Begriff Nazi zu schnell fällt. Da man ja selbst dann nicht in der Lage ist, mit dem Begriff umzugehen.

In dem Video geht es ja nun wirklich nicht um Sptzfindigkeiten in Gesetzen. Der Polizist hat offensichtlich keine Ahnung von Rechtsprechung oder Gesetzgebung oder sie ist ihm egal. Er macht deutlich, dass sein Gesetz hier gilt. Er konnte dem Journalisten keinerlei Auskünfte darüber geben, weshalb nicht gefilmt werden darf. Der Journalist hat mehrfach danach gefragt. Und ob es ihm hier wirklich darum ging, ein Unfallopfer zu schützen, ist auf dem Video nicht zu erkennen. Es ist also eine reine Spekulation.
Nur Exhibitionisten haben nichts zu verbergen.

jobless0815

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Re: polizist macht ernst
« Antwort #18 am: 15:35:28 Mo. 06.Juli 2009 »
Was ich sagen möchte ist, dass ich es für gefährlich halte, nicht zwischen dem Begriff Faschisten und Nazi zu unterscheiden. Allerdings wenn man nicht zwischen den Begriffen unterscheidet, sollte man nun nicht gerade schreiben, dass der Begriff Nazi zu schnell fällt. Da man ja selbst dann nicht in der Lage ist, mit dem Begriff umzugehen.

In dem Video geht es ja nun wirklich nicht um Sptzfindigkeiten in Gesetzen. Der Polizist hat offensichtlich keine Ahnung von Rechtsprechung oder Gesetzgebung oder sie ist ihm egal. Er macht deutlich, dass sein Gesetz hier gilt. Er konnte dem Journalisten keinerlei Auskünfte darüber geben, weshalb nicht gefilmt werden darf. Der Journalist hat mehrfach danach gefragt. Und ob es ihm hier wirklich darum ging, ein Unfallopfer zu schützen, ist auf dem Video nicht zu erkennen. Es ist also eine reine Spekulation.

Ok, es ist aber nicht auszuschließen, dass er das Unfallopfer schützen wollte, vieleicht bezog er sich auf das Persönlichkeitsrecht,
hatte den Begriff (in dem Moment) nicht drauf, oder war schon so sehr steil gegangen (klar abzulehnen, wie auch die Gewalt),
dass er nicht mehr agumentieren konnte/mochte.
 Er hat sich ja aber lediglich gegen das Filmen der Unfallszene (nicht des Hubschraubers z.B.) gewendet, ich meine auch ganz am Anfang
 (Ton da leider sehr undeutlich) verstanden zu haben, das er das Filmen
des anstehenden Transport oder die Reaninmation/Versorgung  des Verletzten/Toten zum Unfallwagen unterbinden wollte
und dies auch so sagte.

Ob "Nazi", "Faschist " Stasi": tut mir leid, das ist mir angesichts der Szene so oder so allemal eine Nummer zu groß.
Aber unbahängig von dieser Szene, fallen diese Begriffe inflationär schnell, oft nach lediglich einer Äußerung, die sofort mit einer
bestimmten  viel mehr umfassenden Gesinnung kurzgeschlossen wird, ohne mehr von demjenigen zu wissen.

Wie als "Totschlargument

Abraxas

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Re: polizist macht ernst
« Antwort #19 am: 17:38:17 Mo. 06.Juli 2009 »
warum die schmiere so reagiert ist doch wurst. daß sie so reagieren und dan in der regel mit einem blauen auge davon kommen. ein beamter muß doppelt so hoch bestraft werden wie ein normaler mensch. wenn man dem eine gibt wird man ja auch schärfer bestraft als bei einem normalen menschen.
wie soll man bei solchen vorfällen den kindern beibringen in der not zur polizei zu gehen? in mörfelden waldorf geht eine ganze generation nicht mehr zur polizei weil sie gesehen haben wie ihre eltern und großeltern verprügelt wurden.
"es ist eine dumme idee menschen schlecht zu behandeln, die mit deinem essen alleine sind"

Drache

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Re: polizist macht ernst
« Antwort #20 am: 16:33:26 Sa. 08.August 2009 »

Nicht umsonst, faselt der uniformspacko (der übrigens mal wieder vermummt ist: Seit wann sind polizisten denn wie verbrecher vermummt? Und weswegen denn? Haben die angst, dass ev. ihre mutter sie bei ihrem miesem treiben erkennen könnte?!) was von 'behinderung polizeilicher massnahmen'. Also nicht von 'sie sind per gesetz verpflichtet in dieser situation nicht zu filmen.


Ich denke mal es einfach ein Schutzmaske aus Flammhemmenden Material ist für den Fall das er einen Molotow-Cocktail abbekommt.

BakuRock

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Re: polizist macht ernst
« Antwort #21 am: 01:30:43 So. 09.August 2009 »

Nicht umsonst, faselt der uniformspacko (der übrigens mal wieder vermummt ist: Seit wann sind polizisten denn wie verbrecher vermummt? Und weswegen denn? Haben die angst, dass ev. ihre mutter sie bei ihrem miesem treiben erkennen könnte?!) was von 'behinderung polizeilicher massnahmen'. Also nicht von 'sie sind per gesetz verpflichtet in dieser situation nicht zu filmen.


Ich denke mal es einfach ein Schutzmaske aus Flammhemmenden Material ist für den Fall das er einen Molotow-Cocktail abbekommt.

Ja, die Entdeckung der Kernspaltung war zunaechst auch als ein Segen angesehen und verstanden worden...... bis die Entdecker erkennen mussten, dass ihre Entdeckung eben auch gegen die Menschlichkeit benutzt werden kann (Hiroshima und Nagasaki)!

Polizisten sollten sich tatsaechlich praeventive Gedanken darueber machen, warum sie Gefahr laufen koennten mit Mollis beehrt werden zu koennen. Nicht die Schutzmasken muessen entfernt werden, sondern die Gruende, warum Schutzmasken getragen werden (muessen).
---
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Re:polizist macht ernst
« Antwort #22 am: 04:29:33 So. 09.August 2009 »
Zitat
Nicht die Schutzmasken muessen entfernt werden, sondern die Gruende, warum Schutzmasken getragen werden (muessen).
Also am besten gleich alle Demonstranten präventiv erschießen? ;)

Sorry, wenn ich da ein wenig sarkastisch werde. Grundsätzlich hast du natürlich irgendwie recht. Aber für mich gibt es nach wie vor immer noch keinen Grund Mollis zu werfen.
Ganz davon abgesehen, dass man damit, wie auch bspw. angezündeten oder demolierten Autos (bei Krawallen) in der Regel auch eher arme Schlucker trifft und eben nicht Wirtschafts- oder Politik-Bonzen.