Autor Thema: Demo 1. November in Berlin / Mitfahrgelegenheiten  (Gelesen 3797 mal)

Dauergast

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Demo 1. November in Berlin / Mitfahrgelegenheiten
« am: 19:08:47 So. 26.Oktober 2003 »
Die Kieler Attacies haben ne Rundmail wegen der bundesweiten Demo am 1. November in Berlin rumgeschickt. Ist vor allem wegen der Mitfahrgelegenheiten interessant:

Zitat
Wir rufen alle Mitglieder und Mitstreiter auf am Samstag, dem 1. November in Berlin an der bundesweiten Demonstration gegen den Sozialkahlschlag teilzunehmen.

Von Kiel aus ist es möglich:
- mit den Verdi-Bussen (Unkostenbeitrag für Nichtmitglieder 10 Euro) um 7.30 Uhr vom Gewerkschaftshaus (Legienstraße) mitzufahren (bitte mögl. bei Uwe Stahl Tel.32 80 37 anmelden oder direkt bei Verdi 5195-2100)
- oder mit der Bahn per Wochenendticket (über Daniela Grant unter Tel./Fax 64 75 429 anmelden), um 7 Uhr auf dem Bahnhof treffen.

Bei den geplanten "Reformen" der Bundesregierung handelt es sich um die größten Angriffe auf die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Arbeiter, Erwerbstätigen, Rentner und Arbeitslosen seit dem 2. Weltkrieg. Gleichzeitig ist es verbunden mit dem Ziel der Zerschlagung der Gewerkschaften als Interessenvertretung und Tarifvertragspartei, indem die Gültigkeit der einheitlichen Verträge vom Gesetzgeber ausgehebelt werden sollen. Daher ist es gut, wenn in Kiel Attac, verdi, IG Metall  und andere Organisationen gemeinsam zur Demonstration mobilisieren.

Weitere Infos unter:
www.Demo-gegen-Sozialabbau.de (bundesweiter Aufruf)
www.attac-kiel.de
www.verdi-kiel.de

  • Gast
Demo 1. November in Berlin / Mitfahrgelegenheiten
« Antwort #1 am: 10:47:45 So. 02.November 2003 »
100 000 auf der Demo in Berlin!

Wie es scheint haben wir eine neue Massenbewegung.
Seit dem Golfkrieg in den frühen 90ern hatten wir knapp ein Jahrzehnt keine nennenswerten Großdemos mehr. Es ging erst jetzt mt dem Irakkrieg wieder los.

Den Leuten steht das Wasser bis zm Hals und sie haben eine Stinkewut! Aber letztendlich herrscht eine ziemliche Ratlosigkeit. Letztendlich weiß kaum jemand, was man vor Ort machen kann. Auch unter der Rubrik "Politisches Bewußtsein" wurde festgestellt, daß das Wissen um politische und wirtschaftliche Zusammenhänge gleich Null ist.

Mal schauen inwieweit es demnächst über die Floskel "Smash Capitalism" hinausgeht. Schließlich ist der Angriff auf die Bedingungen der Arbeitslosigkeit gleichzeitig ein Angriff auf das allgemeine Lohnniveau (denn nur so kann man Menschen in Dumpinglohnjobs zwingen). Gemeinsame politische Aktionen von Arbeitslosen und Arbeitenden zum Thema wären ein Novum.

Auch der Begriff "GLOBALISIERUNG" ist sehr wischiwaschi. Schließlich ist nichts dagegen einzuwenden, daß Grenzen für Kommunikation und Reisen immer durchlässiger werden. Das Problem ist doch, daß bisher nur Konzerne, Polizeistrategien und herrschende Politik immer internationaler werden, die GLOBALISIERUNG VON UNTEN aber noch völlig ausgeblieben ist, der Widerstand über nationale Grenzen hinaus muß erstmal begonnen werden.