Autor Thema: Krankengeld für Selbstständige  (Gelesen 1645 mal)

Kater

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Krankengeld für Selbstständige
« am: 11:59:59 Mo. 14.September 2009 »
Zitat
Krankengeld für Selbstständige
Der Gesetzgeber reagiert auf Proteste gegen die Neuregelung
Michael Schmatz

Seit 1. Januar 2009 gibt es für kurzfristig und nicht ständig Beschäftigte sowie freiwillig krankenversicherte Selbstständige keinen ermäßigten Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung mehr. Um Krankengeld zu bekommen, mussten Selbstständige und kurzfristig Beschäftigte seither bei ihrer gesetzlichen Krankenkasse einen teuren Wahltarif buchen. Nach der Gesetzesänderung gab es heftige Proteste. Die Betroffenen sahen nicht ein, dass sie zur Absicherung ihres Krankengeldanspruches einen Zusatzbeitrag entrichten sollten. Zudem entstand bei den gesetzlichen Krankenkassen ein höherer Verwaltungsaufwand. Jetzt hat der Gesetzgeber überraschend schnell reagiert: Seit dem 1. August 2009 besteht auch für nicht ständig Beschäftigte und Selbstständige wieder ein Krankengeldanspruch.

Freiwillig krankenversicherte Selbstständige haben ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit einen Krankengeldanspruch, wenn sie den Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung nach dem allgemeinen Beitragssatz in Höhe von 14,9 Prozent entrichten. Sie müssen die Wahlerklärung bis zum 30. September 2009 mit Wirkung zum 1. August 2009 abgeben. Bei unständig und kurzfristig Beschäftigten muss der Arbeitnehmer 7,9 Prozent (einschließlich des Sonderbeitrages in Höhe von 0,9 Prozent, den der Beschäftigte alleine zahlen muss) und der Arbeitgeber 7 Prozent des Beitrages begleichen. Der höhere Beitragssatz kann sich lohnen, weil die Differenz zwischen dem ermäßigten und allgemeinen Beitragssatz in Höhe von 0,6 Prozent oft niedriger ausfällt, als die Prämie aus dem Krankengeld-Wahltarif. Hat sich der Versicherte für den höheren allgemeinen Beitragssatz entschieden, ist er daran für mindestens drei Jahre gebunden. Damit will der Gesetzgeber verhindern, dass betroffene Personen nach Inanspruchnahme von Leistungen wieder wechseln.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0909/rechtundfinanzen/0080/index.html

Feierabend

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Re:Krankengeld für Selbstständige
« Antwort #1 am: 02:52:29 Di. 22.September 2009 »
Danke für den Artikel.

 :)

leithestrasse

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Re:Krankengeld für Selbstständige
« Antwort #2 am: 19:04:17 Fr. 27.November 2009 »
Zitat
Krankengeld für Selbstständige
Seit 1. Januar 2009 gibt es für kurzfristig und nicht ständig Beschäftigte sowie freiwillig krankenversicherte Selbstständige keinen ermäßigten Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung mehr.

...
Freiwillig krankenversicherte Selbstständige haben ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit einen Krankengeldanspruch, wenn sie den Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung nach dem allgemeinen Beitragssatz in Höhe von 14,9 Prozent entrichten.

Die Eingangsbehauptung ist schlicht und ergreifend falsch. Der ermäßigte Beitragssatz beträgt 14,3 Prozent und es ist der Beitragssatz der angewendet wird, wenn man eben keinen Anspruch auf Krankengeld hat. Ich weiß nicht, wie der Autor des Artikels auf so einen Blödsinn kommt. Meine Krankenkasse wendet den ermäßigten Beitragssatz jedenfalls korrekt an.

Siehe auch hier: http://www.tk-online.de/tk/versicherung-und-tarife/beitraege/beitragssaetze/19398 und hier: http://www.tk-online.de/tk/versicherung-und-tarife/beitraege/beitraege-fuer-selbststaendige/19380