Autor Thema: MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern  (Gelesen 4464 mal)

Rappelkistenrebell

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MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« am: 14:52:13 Di. 13.Oktober 2009 »
  MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern

Bremen (Korrespondenz), 12.10.09: Kolleginnen und Kollegen des Gesamthafenbetriebsvereins aus den stadtbremischen Häfen in Bremen und Bremerhaven sowie im Logistikcenter haben eine selbständige Initiative gegen Lohnraub und Arbeitsplatzvernichtung, das Komitee "Wir sind der GHB", gegründet. Am Samstag, den 10. Oktober, fand eine Infoveranstaltung des Komitees in Bremen statt, mit der die Initiative über ihre bisherigen Aktivitäten informierte. Die Hafenarbeiter hatten sich vorher schon auch an die MLPD Bremen gewendet und so konnten wir die folgende Solidaritätserklärung vortragen:

"Liebe Kolleginnen und Kollegen!

(...) Ihr habt euch im Komitee 'Wir sind der GHB' zusammengeschlossen, um unabhängig von gewerkschaftlicher Unterstützung selbst den Kampf für eure Arbeitsplätze und gegen Lohnraub aufzunehmen. Damit habt ihr eine sehr gute Grundlage geschaffen, die Hafenarbeiter und die Arbeiter im Logistikbereich zusammen zu fassen, die Spaltung in Arbeiter verschiedener Arbeitsbereiche und Branchen zu überwinden und gewerkschaftlich Organisierten wie Unorganisierten eine Plattform zu geben, ihre Sache in die eigene Hand zu nehmen.

Die MLPD hat viele gewerkschaftliche und selbständige Arbeiterkämpfe unterstützt und dabei reichhaltige Erfahrungen gemacht. (...) Als revolutionäre Arbeiterpartei kämpft sie für den echten Sozialismus, für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung, in der die Arbeiterklasse und die breiten Massen die Macht haben. Wir Bremer Marxisten-Leninisten drücken euch für euren Zusammenschluss und für euren Kampf unsere volle Solidarität aus und werden euren Kampf mit unseren Mitteln bundesweit bekannt machen. (...)"

Außerdem stellte eine ebenfalls eingeladene Vertrauensfrau aus einem anderen Betrieb den 2. internationalen Hafenarbeiter-Erfahrungsaustausch am 7. und 8. November in Rotterdam vor und gewann mehrere Interessenten. Bei den Kollegen war deutlich zu spüren, dass ihnen an Austausch, Beratung und Hilfe von allen Seiten gelegen ist und dass sie keine großen Vorbehalte gegen die Marxisten-Leninisten haben.

Erklärungen zur Solidarität mit dem Kampf der GHB-Kollegen können über die Website www.wirsindderghb.de geschickt werden.
Artikelaktionen

Hier der Link zum GBH Komitee

http://www.wirsindderghb.de/

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LibertärerCommie

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Re:MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« Antwort #1 am: 20:55:52 Di. 13.Oktober 2009 »
die "avantgarde" versucht kapital aus der krise zu schlagen. klar, war auch nicht anders zu erwarten. noch stehen sie auf der seite der arbeiterInnen, aber was werden die stalinisten wohl machen, wenn sie macht haben? wohl eher eine wiederholung von kronstadt 1921.

der spruch von damals bleibt also heute noch aktuell: "ALLE MACHT DEN RÄTEN - KEINE MACHT DER PARTEI"
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schwarzrot

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Re:MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« Antwort #2 am: 21:39:28 Di. 13.Oktober 2009 »
Genau! Ich bin noch immer sauer, wie toll die mlpd im verein mit attack und reformistischen gewerkschaftsbund die damaligen hartzIV proteste klein bekommen hat.
Danke nochmal, genossen!

Nur, so wird das nix mit der revolution, solltet ihr eigentlich bei lenin gelernt haben, dass auch 'revolutionäre' manchmal mit progressiven bürgerlichen zusammenarbeiten müssen. Sollte als 'elite der arbeiterklasse' schon gelegentlich machbar sein.
Aber vielleicht war ja grad die funkverbindung zum 'zentralkomitee' abgerissen.  ;D

Ach ja, bei eurem letzten 'sternmarsch' fand ich auch nett, wie euere lautitante über micro sich versucht hat, bei den berliner schlägerbullen einzuschleimen.
'Liebe kollegen der berliner polizei, wir sind keine steineschmeisser und schwarzkapuzen, sondern arbeiter und 'arbeitslose', es gibt keinen grund gegen uns vorzugehen...
Fanden alle, die zwar schwarze klamotten anhatten, aber aus solidarität zu den montagsdemonstranten mitgegangen sind, ganz prima. Die nazis der 23iger einsatzhundertschaft waren auch schwer beeindruckt von soviel liebe der mlpd-'kommunistenschweine'.

Sorry wegen OffTopic, aber deine werbung für die mlpd ging mir dann doch etwas auf den senkel.
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flocke

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Re:MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« Antwort #3 am: 23:26:01 Di. 13.Oktober 2009 »
Sag mal Schwarzrot,

ist die MLPD nun eine gute oder eine schlechte linke Partei? Ich habe von denen noch nie wirklich was gehört. Was soll ich von denen halten?
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BakuRock

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Re:MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« Antwort #4 am: 02:25:34 Mi. 14.Oktober 2009 »
@flocke schrub hier:

Zitat
.... nun eine gute oder eine schlechte linke Partei? .....

dazu schreibe ich dir: Es gibt keine Partei die gut ist. Parteien sind Vereine. Also Vereinigungen - von Menschen die gleiche, oder annaehernd gleiche - Interessen haben. Es sind also Vereinigungen von Menschen, die ein Ziel haben: Mittels dieser Gemeinsamkeit bilden sie eine Lobby. Es sind also Lobbyisten die das Ziel haben, mit ihrer beharrlichen Sturheit ihr Ziel gegenueber anderen Interessengruppen (Lobbyisten, Vereinen, Parteien) durchzusetzen. Dazu nutzen sie das etablierte politische, wirtschaftliche und mediale System. Dabei spielt es keine Rolle, ob das fuer oder gegen die Interessen Aussenstehender geschieht.

Die Aussenstehenden bilden leider zur Zeit die Mehrheit, koennen sich aber ob ihrer Uneinigkeit und dem fehlenden Vermoegen, sich zu einer (Gegen)Lobbygruppe zusammen zu tun, nicht dagegen wehren.

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schwarzrot

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Re:MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« Antwort #5 am: 09:59:12 Mi. 14.Oktober 2009 »
Zitat
ist die MLPD nun eine gute oder eine schlechte linke Partei? Ich habe von denen noch nie wirklich was gehört.
Immerhin ist sie (im gegensatz zur 'spd') eine linke partei.
Generell seh ich das zwar auch so wie baku, allerdings finde ich auch ok, wenn sie (auch aus eigenem interesse) arbeiter bei arbeitskämpfen unterstützen.
Auch bei hartzprotesten denke ich, dass es darauf ankommt, nicht zersplittert mit getrennten 50-frau/mann demos, sich lächerlich zu machen, also wenn da eine zusammenarbeit möglich ist, warum nicht?

Hier kannst du lesen was die 'TAZ' so über mlpd schreibt (ob du diesem artikel glauben schenken möchtest, bleibt natürlich dir überlassen und die preisfrage dabei: Ist die TAZ eine 'linke zeitung'?):
http://www.taz.de/index.php?id=start&art=2545&id=koepfe-artikel&cHash=e1ec042379
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Rappelkistenrebell

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Re:MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« Antwort #6 am: 13:15:56 Mi. 14.Oktober 2009 »
Man kann jede Partei gut oder schlecht finden.Das muß jeder für sich selbst entscheiden.
Die Ziele und Programmatik der MLPD kann sich jeder auf deren Seite durchlesen und deren Zeitung "Rote Fahne" kann jeder für 4 Wochen kostenlos und verpflichtungsfrei anfordern.
Die MLPD ist eine linke antikapitalistische Partei,die den Sozialismus anstrebt.Seid ihrer Gründung war sie immer auf Seiten der Lohnabhängigen,Sozialbewegungen.Antifabewegung usw.
Kritisieren kann ja jeder,aber besser isses,wenn man selber was macht bzw man was Besseres macht...
Leuet die neunmalklug auf der Couch sitzen und nichts machen und alles und jeden kritisieren,davon gint es leider zu Genüge.Arsch hoch und dem System in den Arsch treten!
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Re:MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« Antwort #7 am: 19:11:35 Mi. 14.Oktober 2009 »
ich lass mir nicht vorwerfen nix zu tun.
so sehr antikapitalistisch kann die gar nicht, wenn sie kritiklos mao und stalin verehren, denn die beiden haben ja brutalen staatsKAPITALISMUS betrieben. Soll ich hier die millionen toden aufzählen, die auf deren konto gehen, oder ist dies nur eine lüge? das behauptet die mlpd.
man kann per parteibeschluss gerne drauf verweisen auf welche seite man steht. aber sind diese mlpd'ler wirklich so großartig in der bewegung drin oder werden sie gern gemieden? in düsseldorf merk ich von diesen maoisten/stalinisten jedenfalls nix.
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Rappelkistenrebell

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Re:MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« Antwort #8 am: 19:54:59 Sa. 31.Oktober 2009 »
GHB-Kollegen organisieren Demo in Bremen

30.10.09 - Kolleginnen und Kollegen des Gesamthafenvetriebsvereins aus den stadtbremischen Häfen in Bremen und Bremerhaven sowie im Logistikcenter haben eine selbständige Initiative gegründet, das Komitee "Wir sind der GHB"
Die Initiative richtet sich gegen Lohnraub und Arbeitsplatzvernichtung - 400 Arbeitsplätze stehen in den Häfen auf der Abschussliste. Jetzt rufen die Kollegen zu einer Demonstration auf unter der Losung "Willkommen in der Armut".

Sie findet statt am 31.10., Treffpunkt ist um 11 Uhr am Paradice, Waller Heerstraße 293 A. in Bremen. Die Bremerhavener Kollegen mit Platz im Auto werden aufgerufen, sich um 9 Uhr vor der Stadthalle in Bremerhaven zu treffen, um anderen Mitfahrgelegenheiten nach Bremen anzubieten.
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Re:MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« Antwort #9 am: 12:04:18 Mi. 04.November 2009 »
Bremen: "Alle Räder stehen will, wenn der Arbeiter es will!"



Bremen (Korrespondenz), 03.11.09: Diese Losung war auf einem der Transparente, die Kollegen vom GHB (Gesamthafenbetriebsverein) Bremen/Bremerhaven bei der Demonstration am Samstag mit sich trugen. Dass es die rund 200 Kolleginnen, Kollegen und Freunde ernst meinten, demonstrierte eine kleine Zwischenkundgebung an einer zentralen Kreuzung in Bremen, da standen dann wirklich für einige Minuten die Räder still.

Solidarisch unterstützt wurde die Demonstration von Kollegen von Daimler, unter anderem vom Betriebsrat, mit der wichtigen Begründung, dass der Rausschmiss der 1.100 Kollegen beim GHB, die Entlassung der Quelle-Kollegen und die zu erwartende Entlassungwelle auch bei Daimler alle gemeinsame Ursachen haben. Auf ihrem Transparent zitierten sie Ernst Thälmann: "Einen Finger bricht man, fünf Finger sind eine Hand!"

Die Empörung der Kollegen richtet sich dagegen, dass man sie raußschmeißt und dann zu Billiglöhnen, von 8 Euro und weniger wieder einstellt. Der Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass in Bremen ein großer Teil der Wagen vom Daimler über See transportiert werden und sich hier der Einbruch auf Grund der Weltwirtschaftskrise sehr deutlich zeigt. Was die Kollegen aber auch empört, ist die Klassenzusammenarbeitspolitik von Verdi-Funktionären in Bremen/Bremerhaven, die diese Verschlechterungen beim Lohn und in den Arbeitsbedingungen noch Anfang des Jahres lobten. Kollegen berichteten lebendig über die Auswirkungen, dass ihr Lohn mehr als halbiert wurde und sie zu Hartz-IV-Aufstockern wurden.

Das Grußwort der Landesleitung Nord-West der MLPD wurde aufmerksam aufgenommen. Darin heißt es: "Zurückstecken, Augen zu und durch und hoffen auf bessere Zeiten...? Nein, Arbeiterinteressen können nur gegen die Profitinteressen und im gemeinsamen Kampf aller Hafen- und Werftarbeiter, zusammen mit den Kollegen in Leiharbeit, befristeten Verträgen und bei sogenannten Fremdfirmen erkämpft werden. Für diesen Weg habt ihr euch entschieden - und das ist auch die einzige Möglichkeit aufrecht, selbstbewusst und unbeugsam gegen drohende Arbeitslosigkeit, Armut und Entrechtung anzugehen." Am Rande der Kundgebung wurden rund 200 Einladungen zum Hafenarbeiter-Erfahrungsaustausch verteilt.
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Abraxas

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Re:MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« Antwort #10 am: 17:40:11 Mi. 04.November 2009 »
MLPD die Zeugen jehovas der Arbeiterklasse.
"es ist eine dumme idee menschen schlecht zu behandeln, die mit deinem essen alleine sind"

ManOfConstantSorrow

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Re:MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« Antwort #11 am: 18:04:13 Do. 26.November 2009 »
die "avantgarde" versucht kapital aus der krise zu schlagen.

Na und? Und warum versuchst du nicht auch (politisches) Kapital aus der Krise zu schlagen? Es bietet sich doch an.

Ja, die MLPD ist eine zweifelhafte Organisation. Und doch hat sie reale Kontakte zu vielen Orten der Ausbeutung, und manchmal mischt man sich dort im Sinne der Ausgebeuteten ein. Mir sind Zeugen Jehovas, die zu Hafenarbeitern gehen lieber als Forenschwätzer.

Ich hörte nix davon, daß Libertäre zu den Hafenarbeitern gehen. Es gibt ein paar libertäre Ansätze von Hafenarbeitern selbst, doch die haben nichts gemein mit den Forenquatschköppen, die allein Interesse an der Zerfleischung der linken Politsekten untereinander haben, statt gemeinsam gegen Ausbeutung und Verarmung zu kämpfen.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Abraxas

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Re:MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« Antwort #12 am: 19:02:52 Do. 26.November 2009 »
da hast du recht. meine einschätzung bleibt aber es ist schon gut daß die mlpd so aktiv ist. ich habe die rote fahne seit langem aboniert und freu mich jeden freitag.
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Rappelkistenrebell

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Re:MLPD Bremen bei den Hafenarbeitern
« Antwort #13 am: 20:31:08 Do. 26.November 2009 »
Die Rote Fahne kann jeder mal für 4 Wochen KOSTENLOS probebeziehen und der Bezug verlängert sich NICHT in ein autoamtisches Abo

Näheres hier

http://www.rotefahne.info/abo-probeabo

Das Jahresabo kostet im Sozialtarif 28,50€ im Jahr.Das ist viel Info für wenig Geld.Es ist schließlich eine Wochenzeitung und für jeden Hartz 4 Opfer des brd Regimes finanzierbar ;)
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