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Sabotage und Manipulation als legitimes Gegenmittel

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Fantomas:
Für alle geknechteten und ausgebeuteten die zurückschlagen und Sand in das kapitalistische Getriebe streuen wollen soll dieser Post gewidmet sein. Egal ob Mini-, Midi-, Leiharbeit-, Ein-Euro-Jobber oder Teilnehmer einer Zwangsmaßnahme soll hier eine zentrale Ansammlung von Manipulations- und Sobotagemöglichkeiten entstehen. Mit Sabotage ist NICHT das Zerstören gemeint.

Einen Anfang sei mit folgenden Beiträgen und Artikeln gemacht

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22853/1.html

http://deu.anarchopedia.org/Sabotage

http://laborpedia.immerda.ch/index.php/Kategorie:Sabotage_-_ArbeiterInnen_aus_den_USA_erz%C3%A4hlen

http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/erfahrung/kobel.html

http://www.arbeitsalltag.de/Texte/Broschue/Widerstand.htm

mark2:
roflmao

--- Zitat ---Unser Engagement für die Firma war minimal. Wir waren da, um unsere Gehaltsschecks zu kassieren, und das war's dann auch. Allmählich wurde mir klar, daß alle Abteilungen dieselbe Haltung an den Tag legten. Die Unzufriedenheit begann bei uns im Keller und ging hoch bis zu dem Schreibtisch, an dem die Sekretärin des Herausgebers arbeitete. Die Unzufriedenheit wurde durch ein entsprechendes Ausmaß der Sabotage ausgeglichen. Die Frankiermaschine der Firma, die telefonischen Fernverbindungen und Spesenkonten wurden als Gemeingut betrachtet. Büromaterial konnte nie für länger als ein paar Tage auf Vorrat gehalten werden, Möbelstücke sowie auch einige Computer verschwanden. Die Leute machten lange Mittagspausen und verdrückten sich, wann immer es möglich war. Einige Angestellte fanden eher unübliche Wege, ihre Unzufriedenheit auszudrücken. An einem Morgen, nachdem es sich herumgesprochen hatte, daß die Gehälter möglicherweise gekürzt würden, gab es ein Schaumbad im Bürospringbrunnen. Die Rezeption verschwand in den weißen Blasen. Die meisten von uns versuchten, das Lachen zurückzuhalten, während die Büromanager sich das alles ungläubig ansahen. Wie üblich waren es die Angestellten der Poststelle, die zum aufräumen gerufen wurden.
--- Ende Zitat ---

http://laborpedia.immerda.ch/index.php/Kategorie:Sabotage_-_ArbeiterInnen_aus_den_USA_erz%C3%A4hlen

Danke super link

Pschiu:

--- Zitat ---http://laborpedia.immerda.ch/index.php/Kategorie:Sabotage_-_ArbeiterInnen_aus_den_USA_erz%C3%A4hlen

Danke super link
--- Ende Zitat ---

Kool dass das hier plötzlich auftauch.  :D

Weil an laborpedia hab ich mitgearbeitet. Chefduzen.de hat uns auch dazu inspiriert. Während die Form eines Forums für diskussionen gut ist, kann man in einem wiki einfach schneller "Ergebnisse" oder zusammengefasste Erfahrungen abrufen. Und diese auch mit vielen Querverweisen untereinander verbinden (a la wikipedia).

Das Problem mit dem Projekt war und ist, das sich kaum jemand dem Aufbau der Seite widmen wollte. Das hätte bedeutet: Aufbereitung von Texten über Arbeitssituationen und -kämpfe, Aufschreiben und Sammeln von eigenen Erfahrungen und Geschichten (es hat sicher jeder viele zu erzählen).

Ich finde die Idee aber immer noch sehr gut und falls sich jemand beteiligen möchte: nur zu! Es kann sich dort jeder anmelden und dann Zeug reinstellen. Wer nicht begreift wie man das mach -> PM an mich.

Damit man sieht um was es geht poste ich hier noch das leitbild hin:


--- Zitat ---laborpedia ist ein freies, auf der Wiki Software basierendes, Wissensportal rund um das Thema (Lohn-)Arbeit und Widerstands- und Organisationsformen.

Mit laborpedia wollen wir eine Möglichkeit schaffen, dass Leute, die kämpfen wollen, sich unabhängig von Gewerkschaften organisieren können und nicht auf deren Funktionäre und Infrastruktur angewiesen sind. laborpedia soll Selbstvertrauen schöpfen, auf die eigene Stärke zu bauen und ein Ort sein an dem solche Erfahrungen weitergegeben werden.

Auf laborpedia wollen wir eine möglichst grosse Sammlung an hilfreichem Material zur Selbstorganisierung bereitstellen. Neben Organisationstipps werden auch Informationen über verschiedene Firmen und Branchen und Erfahrungen über erzielte Erfolge aber auch Misserfolge und Fehler im Arbeitskampf gesammelt. Somit werden immer mehr Erfahrungen über Arbeitsbedingungen und Kampfformen in verschiedenen Firmen und Branchen zusammengetragen und können so für weitere Kämpfe helfen.

laborpedia ist ein offenes Projekt. Und es wird umso spannender, je mehr Leute sich beteiligen. Auch Du bist gefragt: Schreib deine aktuelle Situation oder auch Dinge, die du erlebt hast, auf und stelle sie ins Netz. Wenn du Mühe hast einen solchen Text zu schreiben, kannst du dich an unseren Leitfaden halten oder dich an den schon vorhandenen Texten orientieren. Zu deiner und unserer Sicherheit bitten wir dich, unsere rechtlichen Hinweise zu befolgen.

Sobald genügend Inhalt gesammelt ist, wird laborpedia offiziell aufgeschaltet.
--- Ende Zitat ---

Pschiu:
Hier ein anderes Beispiel, das sicher schon viele erlebt haben. Wenn man gemeinsam Feierabend macht, können eh gut Diskussionen enstehen.

--- Zitat ---Einfache Protestaktionen in Gruppen
Gemeinsame Feierabende

Im Zeitalter der Gleitzeitarbeit ist es relativ selten das eine grössere Gruppe an Arbeitnehmern gleichzeitig die Firma verlassen. Sprecht euch in der Gruppe ab wann ihr die Arbeit beginnt und vor allem wann ihr sie beendet. Ein einfacher Trick hilft diese Aktion grösser aussehen zu lassen als sie ist, probiert herauszufinden wann durchschnittlich die meisten Arbeitskollegen am morgen kommen und am Abend gehen. Legt nun die in der Gruppe abgesprochenen Anfangs und Schlusszeiten etwa zur gleichen Zeit an und voila.

Stammtisch / Feierabendbier

Eine gute Sache aus vielen Blickwinkeln in ein regelmässiges gemeinsames Freierabendbier. Um diese Aktionsform bei den Chefs wirken zu lassen müsst ihr alle zusammen gleichzeitig Feierabend machen. Es fällt auf wenn punkt 5 Uhr ArbeiterInnen durch die Gänge gehen und andere Auffordern mit Ihnen Feierabend zu machen und noch ein Bier trinken zu gehen. Beim Feierabendbier schaut einfach darauf, dass das gemütliche beisammen sein im Vordergrund steht. Macht es zu keiner politischen Veranstaltung, es ist viel hilfsreicher wenn ihr gemeinsam so nebenbei über die missstaände am Arbeitsplatz diskutiert. Und schau dann was sich ergibt.
--- Ende Zitat ---

http://laborpedia.immerda.ch/index.php/Tipps_zum_allt%C3%A4glichen_Widerstand


Wer damit Erfahrung hat oder sowas hin und wieder macht könnte ja davon berichten.  ;) :-*

ManOfConstantSorrow:

--- Zitat ---Hacker legte Autos lahm

Ein entlassener Mitarbeiter hat sich bei seinem Chef gerächt und rund 100 Fahrzeuge von Kunden des Händlers ausgebremst oder dauerhaft hupen lassen.

Wie wired.com (http://www.wired.com/threatlevel/2010/03/hacker-bricks-cars/) berichtet, wurde in den Autos eine kleine Box des Herstellers Pay Technologies verbaut. Dank des Systems namens Webtech Plus können Händler über ein Pager-Netzwerk Fahrzeuge abschalten - beispielsweise wenn Kunden Raten nicht bezahlt haben.

Nachdem Omar Ramos-Lopez entlassen worden war, verschaffte er sich Zugang zum System und legte über 100 Wagen von Kunden des Texas Auto Center in Austin lahm oder aktivierte dauerhaftes Hupen - letzteres war nur zwischen 9 und 21 Uhr möglich. Der Autohändler war von empörten Kunden in der letzten Februarwoche auf die Probleme aufmerksam gemacht worden. Fahrzeuglenker hatten unter anderem ihre Batterieverbindungen getrennt, um das Hupen abzuschalten. Gegen den 20-Jährigen Ramos-Lopez wird nun wegen Eindringens in fremde Computer ermittelt.
--- Ende Zitat ---
http://www.20min.ch/digital/hardware/story/Hacker-legte-Autos-lahm-17675320

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