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Paukenschlag bei Opel

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besorgter bürger:

--- Zitat ---Der monatelange Poker um den angeschlagenen deutschen Autobauer Opel endet mit einem Paukenschlag: Der Verwaltungsrat des US-Autokonzerns General Motors hat in einer Sitzung am Dienstag entschieden, das deutsche Tochterunternehmen doch zu behalten. Als Gründe nannte der Konzern in einer Erklärung das sich seit Monaten "verbessernde Geschäftsumfeld" für GM und die Bedeutung der beiden europäischen GM-Töchter Opel und Vauxhall für die "globale Strategie" des Unternehmens. Ursprünglich sollte der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna die Mehrheit an Opel übernehmen.
--- Ende Zitat ---

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,659113,00.html

hoessi666:
War zu erwarten...
Opel ist das Tor GMs zum europäischen Markt und zukunftsweisender Technik, die GM selbst nicht auf die Kette kriegt. Und nach der "erfolgreichen" Insolvenz des Mutterkonzerns in den US konnte man davon ausgehen, dass GM Opel nicht hergibt...

Interessanter ist dabei, dass ein US-Korrespondent von NTV heute morgen nebenbei erwähnte, dass ihm hinter vorgehaltener HAnd schon vor Wochen von GM-Internen mitgeteilt wurde, dass man Opel wohl nicht verkaufen werde. Amtlich wirds dann abererst kurz nach der Wahl ... Ein SChelm ,der Böses dabei denkt, denn zusätzliche Arbeitslose, die jetzt  im Vergleich zum Magna-Verkauf zu erwarten sind, würden wohl eher Links ihre Stimme abgegeben haben...

Zum Ausgelich für das gute Timing von GM gibts dann ein paar Milliarden oben drauf: Im Zuge der Gleichstellung aller Firmen zur Opel-Rettung kann man ja nicht Magna die Kohle anbieten und GM leer ausgehen lassen...  ::)

Kater:

--- Zitat ---Linke wirft Bundesregierung Versagen bei Opel vor

Berlin (ddp). Die Linke im Bundestag wirft der Bundesregierung wegen des geplatzten Opel-Verkaufs Versagen «auf ganzer Linie» vor. «Während die Kanzlerin vom US-Kongress beklatscht wird, zieht sie der staatseigene GM-Konzern am Nasenring durch die Manege», kritisierte Gysi am Mittwoch in Berlin. «Wie viel ist eine solche transatlantische Partnerschaft eigentlich wert, wenn sie ausgerechnet beim Kampf um die Erhaltung von Arbeitsplätzen scheitert», fragte der Linkepolitiker.

Die Anfang Mai von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem damaligen Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) verkündete Rettung von Opel durch den Verkauf an Magna seien «reine Sprechblasen vor der Wahl» gewesen, die nun geplatzt seien, sagte Gysi weiter. Die Opelaner seien wie die Wähler «wohl getäuscht» worden. Es sei ein schwerer Fehler gewesen, 4,5 Milliarden Euro an Bürgschaften zuzusagen, ohne sich im Gegenzug weitreichende Eigentums- und Mitspracherechte zu sichern. Damit laufe die Bundesregierung nun Gefahr, den Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen auch noch mit Milliarden an öffentlichen Geldern zu subventionieren.

Gysi forderte die Bundesregierung auf, sofort Verhandlungen mit der US-Regierung aufzunehmen. Schließlich sei General Motors mehrheitlich in Staatshand. Mit den europäischen Wirtschaftsministern müsse zudem endlich eine gemeinsame Strategie für die Opel-Standorte gefunden werden.
--- Ende Zitat ---

http://de.news.yahoo.com/17/20091104/tde-linke-wirft-bundesregierung-versagen-75240f8.html

Workless:
Mann, Mann... Was die sich wieder aufregen. Wir leben schließlich in einer globalisierten Welt.
Da kann man auch schon mal fremde Firmen in fremden Ländern mit ein paar Milliarden unterstützen.

Ok - ich gebs ja zu. Ich finde schon, dass man für 4,5 Milliarden € GM die Merkel gleich mit aufs Auge hätte drücken können.

ernesto:
Die Opelaner werden sich mit GM wohl wieder arrangieren (müssen) denn trotz evt.geforderten Lohnverzichts gehts ihnen dann immer noch viel besser als der breiten Arbeitnehmermasse.
Schließlich werden die nach Tarif entlohnt wo gibts das noch:-)
Und Spielraum gibts nicht wirklich, der Automarkt ist übersättigt und die Wahl ist vorbei.

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