Autor Thema: Paukenschlag bei Opel  (Gelesen 60271 mal)

Strombolli

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Re:Paukenschlag bei Opel
« Antwort #15 am: 18:12:49 Do. 05.November 2009 »
.... Die Lohnkürzungen haben sich nicht gelohnt. ....

Die lohnten sich bisher in den seltensten Fällen. Im Kleinen bei mir und im Großen für die Arbeiter oder auch Angestellten.

.... Trotzdem fordert GM weitere Zugeständnisse der Arbeitnehmer. Am Ende werden sie die bekommen. ...

Hoffentlich nicht! Das Prinzip Hoffnung. "Wenns dem Betrieb gut geht, gehts auch uns gut" Diese Mär ist die absolute Ausnahme und gehört zum Rhetorikrepertoire der Neoliberalen. Verdient haben sie ne Klatsche auf ihr Lügenmaul!
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Ratrace

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Re:Paukenschlag bei Opel
« Antwort #16 am: 06:34:12 Fr. 06.November 2009 »
@strombolli, Verzeihung, da etwas OT:
Zitat
Diese Aussage schliesst ein, alle Besitzer alter Autos und Leute die sich aufgrund fehlender Bonität keinen Kredit und neues Auto leisten zu können, von vornherein "vom Markt" zu nehmen und gemäß des Zeitgeistes auszugrenzen. Danke dafür!
Du fühlst Dich durch das Nichtkaufenkönnen eines Autos ausgegrenzt? Weißt Du was, man kann das auch anders sehen: Dann ist eben die allerorten eingeforderte Flexibilität nicht da, man ist dann eben auf Schusters Rappen oder den ÖPNV angewiesen. Das Ganze hat viele Vorteile: Ohne Karre biste für die meisten ZA-Firmen außen vor. Und wenn Du, so wie ich, seit Jahren keine Fahrpraxis mehr hast und selber deswegen nicht mehr fahren willst bzw. kannst, erst recht. Drauf geschissen! Obendrein hat man auch keinen Berufsverkehr mehr zu erleiden, verpestet nicht die Umwelt mit dem Scheißdreck, spart Geld, Zeit und Nerven. Schon mal im Sommer die hochroten Köpfe der Idioten in den rollenden Blechsärgen gesehen, wie sie - natürlich jeder alleine in seiner Kiste - zur Arbeit und zurück gondeln und sich aufregen über die anderen? Herrlich!

Und man muß sich nicht mehr von irgendwelchen bauernschlauen Werkstattgierhälsen über den Tisch ziehen lassen, die einem für "einmal Motorhaube aufmachen" eine angefangene Arbeitsstunde berechnen.

Ich hatte mal ein Auto. Und eines muß ich klar sagen: Seit ich es in die Schrottpresse geschoben habe (war übrigens ironischerweise ein Opel), geht es mir besser, und ich vermisse nichts. Das einzige, was man braucht, ist eine halbwegs fußwegfreundliche Wohnlage. Das heißt also: Lebensmittelläden in der zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichenden Nähe. Dann tut man auch gleichzeitig etwas für die Gesundheit. Dafür kann man sogar einen Umzug inkauf nehmen. Rentiert sich nach ein, zwei Jahren, wenn man die Kosten, die ein scheiß Auto verursacht, gegenrechnet.

Falls man mal ein Auto braucht (Umzug oder so), kann man sich eines leihen. Immer noch billiger, als sich so einen Schrottkarren (was auch neue Autos meint) mit allen Reparaturen, Unterhaltskosten und Versicherungen etcpp. selbst vor die Tür zu stellen. Spritpreise? Mir egal. Na ja, nicht ganz, man muß ja auch die Wohnung heizen, und wer mit Öl heizt, den interessieren die Preise dieses Rohstoffes leider immer noch, aber in einen Ottomotor stecke ich keinen Cent mehr rein.

Ich hatte mein Auto abgeschafft, als ich noch nicht erwerbslos war, also mir durchaus noch eines hätte leisten können - es war ein Befreiungsschlag. Und falls man dann mal einen Kumpel anhauen muß wegen Fahrdiensten: Die retourniert man dann in Form bargeldloser Gegenleistungen, z. B. Computersupport in meinem Falle. Es können auch handwerkliche Leistungen sein, oder Babysitten, oderoder... jeder kann etwas, jeder braucht etwas. Klappt alles bei mir seit Jahren wunderbar.

Also: Scheiß auf's Auto! Und vor allem: Lache über die, die eines brauchen, um sich als vollwertiges Mitglied von irgend etwas zu fühlen. Vollwertiges Mitglied dieser Gesellschaft? Hört sich in meinen Ohren eher nach Drohung denn nach Heilsversprechen an.
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Strombolli

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Re:Paukenschlag bei Opel
« Antwort #17 am: 07:18:16 Fr. 06.November 2009 »
Ratrace, ich gebe dir recht. Allein zwei Gegenargumente: Meine KommunalKombi ist im Nachbardorf und ist hin- und wieder eine recht impulsiv-ortsflexible Angelegenheit die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar sind. Mein genehmigter Nebenverdienst erfordert ebenfalls, das ich immer mal ca. 150 km um den Kirchturm, gelegentlich auch weiter fahre. Auch hier wäre das, da ich Arbeitsmittel mitschleppen muß, recht beschwerlich.

Zusätzlich gebe ich dir recht, indem ich gestehe: Der ganze Aufwand lohnt in der BRD nicht. "Betriebswirtschaftlich" wäre das Zuhausebleiben anzuraten. Wie Du schon richtig sagst, Steuern, Reparaturen, Betriebsmittel, Versicherung usw. rechnen sich nicht hinten und vorne.
Deshalb spreche ich hin und wieder von einem Hamsterrad aus dem ich schon gerne heraushopsen würde.
Wenn man aber sein bisheriges Leben genau so geführt hat (und die Kohle eigentlich reichte) fällt es schwer mit ALGII auf komplett ausgegrenzt umzuschalten. Und sei es auch eine selbstbewusste/-bestimmte Ausgrenzung.

Wie ich es auch drehe, immer wird irgendwie das (ja, jetzt passt es mal andersrum) Verbrechersystem anerkannt. Entweder als Opfer/Hamster/Kämpfer oder als lethargisch resignierter alter Mann...

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Auszug Wiki: Lethargie aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Als Lethargie wird in der medizinischen Fachsprache eine Form der Bewusstseinsstörung bezeichnet, die mit Schläfrigkeit und einer Erhöhung der Reizschwelle einhergeht.
Die Lethargie ist das Kernsymptom einer Encephalitis lethargica, kommt aber auch bei anderen Ursachen eines gesteigerten Hirndrucks vor.
Der Begriff wird oft auch im übertragenen Sinne verwendet, um eine durch unangenehme oder tragische Ereignisse erzeugte Teilnahmslosigkeit und Unwilligkeit bzw. Unfähigkeit zu Veränderungen auszudrücken.
Auch Situationen können von einer Lethargie beherrscht sein, wenn Untätigkeit und extreme Zurückhaltung vorherrschen.

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Untätigkeit und extreme Zurückhaltung ist aber nicht mein Ding! Das bringt nichts!
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Eivisskat

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Re:Paukenschlag bei Opel
« Antwort #18 am: 08:40:09 Fr. 06.November 2009 »
Gerade wenn mensch auf dem Land wohnt, wird es immer schwieriger ohne Auto, es wird uns nicht leicht gemacht.

Der ÖNVP wird immer mehr eingeschränkt, Busverbindungen gestrichen, Bahnverbindungen gekürzt, ganze Bahnhöfe geschlossen...nur damit noch mehr Autos gekauft werden.

Ich spreche aus Erfahrung, hatte noch nie ein Auto und habe lange auf dem Land gelebt, bin jetzt immer noch in einem Aussenbezirk und habe immer alles zu Fuß/per Bus/Fahrrad erledigt, Einkäufe angeschleppt, zur Arbeit gefahren, selten dass ich Freunde bemüht habe um mich zu fahren.

Der Aufwand ist groß, aber die Freiheit ohne Auto ist noch größer!

Diese Auto-Krise wäre eine gute Chance von diesen schrecklichen, großen, schnellen Schrottkisten wegzukommen und endlich eine ganz neue Art von mobilem, günstigem Fortbewegungsmittel für Alle herzustellen (Ideen & Pläne gibts genug) und den ÖPV wieder auszubauen, damit die Menschen sich bewegen können.


besorgter bürger

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Re:Paukenschlag bei Opel
« Antwort #19 am: 09:24:14 Fr. 06.November 2009 »
;D darauf muss man erstmal kommen:

Zitat
Er forderte eine Beteiligung der Regierung am Sanierungsplan von GM. Opel sei ein deutsches Unternehmen mit ausländischem Eigentümer. Er sehe keinen Grund, warum der Autobauer mit GM als Mutter keine Staatshilfe bekommen solle.

http://wirtschaft.t-online.de/general-motors-droht-opel-belegschaft-und-bundesregierung/id_20442246/index

man sollte die Regierung an ihre eigenen Prinzipien erinnern:

"Wie verhandeln nicht mit Terroristen!"
Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.

Workless

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Re:Paukenschlag bei Opel
« Antwort #20 am: 09:34:01 Fr. 06.November 2009 »
Wo bleibt mein Manager-Gehalt? Auf die Idee, dass der deutsche Steuerzahler gefälligst ausländische Firmen zu subventionieren hat, bin ich schon längst gekommen.

Ratrace

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Re:Paukenschlag bei Opel
« Antwort #21 am: 10:43:54 Fr. 06.November 2009 »
Zitat
Er forderte eine Beteiligung der Regierung am Sanierungsplan von GM. Opel sei ein deutsches Unternehmen mit ausländischem Eigentümer. Er sehe keinen Grund, warum der Autobauer mit GM als Mutter keine Staatshilfe bekommen solle.
Hat sich wahrscheinlich auch bis nach Amiland herumgesprochen, daß Merkel so viel politisches Rückgrat wie eine Salatschnecke hat. Die wird sich mit Sicherheit den Forderungen des GM-Oberarsches beugen.
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Strombolli

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Re:Paukenschlag bei Opel
« Antwort #22 am: 12:24:53 Fr. 06.November 2009 »
.... so viel politisches Rückgrat wie eine Salatschnecke hat. ...

Endlich sprichts mal einer unverblümt aus. Nur deshalb hält sie sich.
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Re:Paukenschlag bei Opel
« Antwort #23 am: 13:04:06 Fr. 06.November 2009 »
Wow, und nun kriegen die Opelaner hier auch noch einen Arbeitsplatz-Vernichter par excellence vor die Nase gesetzt:
Zitat
GM-Europa-Chef Forster macht Platz für harten Sanierer

Von Dietmar Hawranek

Auf die Opel-Beschäftigten kommen harte Zeiten zu: Carl-Peter Forster, Europa-Chef von General Motors, verlässt den Konzern. Sanierungsbeauftragter wird nach SPIEGEL-Informationen der US-Manager Nick Reilly. Dessen Ernennung dürften die Arbeitnehmer in Deutschland als Provokation ansehen.
[...]
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,659690,00.html

Wie oft müssen wir eigentlich noch von Banken und Großkonzernen gefickt werden, bis das System "Kapitalismus" (denn es gibt ja derzeit nix Besseres, wie alle Profiteure dieser Barbarei immer wieder gerne sagen) mal infrage gestellt wird?
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Just B U

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Re:Paukenschlag bei Opel
« Antwort #24 am: 13:11:53 Fr. 06.November 2009 »
Hallo Alle,

...mal kurz OT:

Zitat
Diese Auto-Krise wäre eine gute Chance von diesen schrecklichen, großen, schnellen Schrottkisten wegzukommen und endlich eine ganz neue Art von mobilem, günstigem Fortbewegungsmittel für Alle herzustellen (Ideen & Pläne gibts genug) und den ÖPV wieder auszubauen, damit die Menschen sich bewegen können.

...und ihn vor allem (auch wieder) für ALLE bezahlbar machen!!!   ...damit sie sich BEWEGEN können!

Und nicht ständig die Preise für Busse und Bahnen erhöhen und sich gleichzeitig über den vielen Verkehr und den damit - um nur Eines zu nennen - einhergehenden Schadtstoffausstoß (zumindest alibimäßig) aufzuregen!!!


 >:(

B U
Die Dummheit der Einen ist die Macht der Anderen.
Je dümmer u. desinteressierter die Einen desto mächtiger die Anderen.

Hätte man den christlichen Klerus mit der gleichen Vehemenz verteidigt, wie Teile der Linken das heute mit dem islamischen tun, hätte die Aufklärung nie stattgefunden.
Seyran

sandraschulze81

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Re:Paukenschlag bei Opel
« Antwort #25 am: 13:04:02 Sa. 07.November 2009 »
das was bei Opel abgeht ist ne Riesensauerei.Unsere Regierung hat das Spiel bewusst mitgespielt,konnte sie auch gar nicht anders kurz vor den Wahlen.Das Ganze musste bis bzw. nach den wahlen hingehalten werden.Jetzt tut man so als ob man betroffen ist,und es könne ja keine Steuergelder geben da man sich betrogen fühlt usw.......es war von Anfang an von GM geplant Opel sterben zu lassen,doch dies konnte nur nach den wahlen geschehen,deshalb grosszügige Überbrückungskredite.Jetzt sagt man oh ihr habt uns an der Nase herumgeführt es gibt kein Geld mehr bzw. Kredit zurück.GM sagt:kein Problem,war ja so gedacht,uns gehts ja wieder etwas besser.Kredit also zurück.....Sanierungskonzept möglichst erst im März nächsten Jahres vorlegen,zwecks Zeit verstreichen lassen,Grass drüber wachsen lassen,Europa-Chef absetzen,den anderen Typ ins Amt und los geht das platt machen und kaputt sparen von Opel.

Alles abgemachte Sache......Lügner sind das-das es zum himmel stinkt

Opel hat und hatte nie eine Chance

Strombolli

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Re:Paukenschlag bei Opel
« Antwort #26 am: 13:33:16 Sa. 07.November 2009 »
Wann begreift der Rest der Menschheit endlich meinen Spruch unten? (Ist natürlich scherzhaft verbittert gemeint!)

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Rappelkistenrebell

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Opel-Kollegen lehnen "freiwillige" Kündigung ab
« Antwort #27 am: 19:07:59 Mi. 17.August 2011 »
Opel-Kollegen lehnen "freiwillige" Kündigung ab
17.08.11: Mitte Juli, kurz vor ihrem Urlaub, wurden 155 Kolleginnen und Kollegen von Opel Bochum schriftlich aufgefordert, "freiwillig" eine Kündigung anzunehmen, 102 davon wurde ein Wechsel nach Rüsselsheim "angeboten", versüßt mit einer sogenannten "Mobilitätsprämie".

Doch bis zum Ablauf des Opel-Ultimatums am Montag um 24 Uhr haben nur 28 Opelaner dem Verlust ihres Arbeitsplatzes in Bochum zugestimmt, ein Großteil der Kollegen ließ die Frist verstreichen. Die Geschäftsleitung hatte angedroht, in diesem Fall unmittelbar Kündigungsbriefe zu verschicken und die Leute von der Arbeit freizustellen. Doch angesichts der breiten Diskussion im ganzen Ruhrgebiet und der Stimmung in der Belegschaft hat sie diesen Schritt, den Tabubruch "betriebsbedingter Kündigungen" verschoben: Jetzt heißt es, Kündigungsschreiben würden erst zum Monatsende verschickt ... Der Opel-Vertrauensmann der IG Metall Paul Fröhlich äußerte heute gegenüber rf-news: " Dass die Kollegen den Weg gehen, um ihre Arbeitsplätze zu kämpfen, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Das Konzept der Geschäftsleitung ist nicht aufgegangen, dass die  Arbeitsplatzvernichtung kampflos über die Bühne geht. Sehr wichtig ist die Solidarität, die die Kollegen sowohl im Betrieb erfahren als auch von außerhalb. Es geht aber um mehr als um die Arbeitsplätze. Viele sagen 'da stimmt bei uns grundsätzlich was nicht.' Diese Haltung entwickelt sich und es wird jetzt viel mehr politisch diskutiert."
Wir werden morgen in rf-news ausführlich berichten.



www.rf-news.de

Gegen System und Kapital!


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Strombolli

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Re: Paukenschlag bei Opel - Trommelwirbel in Eisenach
« Antwort #28 am: 19:37:15 Mi. 17.August 2011 »
Zitate:

Rüsselsheim/Eisenach. Opel hat entschieden, seinen neuen Kleinwagen am thüringischen Standort Eisenach zu bauen. Das moderne und umweltschonende Automobil zielt auf das Segment unterhalb des Corsa.

„Das ist ein weiterer Meilenstein in unserem Zukunftsplan“, sagte Opel-Chef Nick Reilly heute bei einer Pressekonferenz in Eisenach. „Die 90-Millionen Euro-Investition wird die Rolle von Eisenach in unserem europäischen Fertigungsverbund deutlich stärken. Und wir werden den Kunden ein attraktives Auto präsentieren können, das mit innovativer Technologie und ausdrucksstarkem Design beeindruckt.“

Das Eisenacher Werk, so Reilly, werde mit zusätzlicher Flexibilität und modernster Technologie ausgestattet, sodass der neue Kleinwagen hocheffizient auf der existierenden Produktionslinie gebaut werden kann. Dank der Investitionen können die Eisenacher Arbeitsplätze für die kommenden Jahre als gesichert gelten, fügte Reilly hinzu.

aus: http://www.opel.de/ueber-opel/aktuell/2010/september/eisenach.html

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Das Eisenacher Werk des Autokonzerns wird für den Start der neuen Kleinwagenserie in anderthalb Jahren erweitert. Neben dem Bau einer neuen Fabrikhalle werden Lackiererei und Karosserierohbau komplett erneuert.
Eisenach. In den Werksferien wird im Opel-Werk normalerweise ein Gang zurückgeschaltet. Doch anders in diesem Jahr. Ein halbes Dutzend Bagger wühlt sich durch das Erdreich auf einer Fläche von drei Fußballfeldern. Sie bereiten den Grund für die neue Fabrikhalle vor, die Opel-intern "E100" genannt wird. Gleichzeitig werden die Lackiererei und der Karosserierohbau komplett überholt. 190 Millionen Euro investiert der Autohersteller in Eisenach. Bauarbeiter und Techniker stehen unter großem Zeitdruck. Mit der Nachtschicht am Sonntag endet die dreiwöchige Sommerpause. Die Produktion des Corsas muss wieder voll anlaufen.

"Wir liegen gut im Soll, sowohl beim Umbau der Fertigung, als auch beim Bau des neuen Gebäudes", sagt Werkleiter Stefan Fesser. Im Januar 2013 soll der erste Mini-Opel aus dem Werkstor rollen. Bisher wird er "Junior" genannt. Der Name geht zurück auf ein Konzeptauto der Rüsselsheimer aus den 80-er Jahren. Die Marketingabteilung der Herstellers bastelt aber an einer neuen Modellbezeichnung. Der Junior wird also nicht als "Junior" auf den westeuropäischen Markt kommen. Das Modell ist etwas kleiner als der Corsa und richtet sich an junge Käufer.

Immerhin sollen 100.000 Fahrzeuge der neuen Serie pro Jahr in Eisenach gebaut werden. Parallel dazu rollen 80.000 Corsas vom Band. Das entspricht zusammen der heutigen Kapazität des Werkes. Zusätzliche Stellen werden deshalb nicht geschaffen. "Wir halten damit die 1600 Arbeitsplätze in Thüringen", sagt Uwe Bosecker, der den Ausbau des Standortes leitet. Denn die Investitionen in modernere Maschinen führen auch dazu, dass in der Lackiererei und im Rohbau Roboterarme teilweise die Arbeit übernehmen, die bisher Hände geleistet haben. Hinzu kommen die 350 Stellen im Überhang, für die derzeit eigentlich nicht genügend Arbeit vorhanden ist.

aus: http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/In-Eisenach-entsteht-neue-Halle-fuer-Opel-Junior-Produktion-1999220075

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Angewandter Kapitalismus eben. Rationalisierung. Mit weniger oder gleich viel Menschen mehr produzieren. Das ist die Realität. Seit Marx.
Ausgeblendet und durch fadenscheinige, ja kriminelle Konstruktionen geschönt von den Kostgängern der Industrie, des Kapitals - den Politikern und Journalisten.

Aber immer mal wieder von Vollbeschäftigung reden! ALLES LÜGE! Schönfärberei, wie in der DDR. Nein. Besser, großspuriger...
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Dearhunter

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Re:Paukenschlag bei Opel
« Antwort #29 am: 23:16:13 Mi. 17.August 2011 »
Ist euch eigentlich klar, dass die Opel-"kündigungsfälle" fest angestellte sind/waren? Das bedeutet, sie haben/hatten etwa ein Jahresbrutto von 40 000 bis 50 000. Würdet iht nicht bei dem Einkommen auch einen Job weiter weg annehmen? Das ergibt ein Netto von 2500 bis 3000 bei Steuerklasse 3.

Die Abfindungen liegen bei 60 000 bis 120 000.

Ich bezweifle, dass DAS die sind, die zu bedauern sind.


DH