Autor Thema: Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit  (Gelesen 32341 mal)

Wilddieb Stuelpner

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #15 am: 23:05:16 Mo. 28.März 2005 »
Zitat
Original von aian19
...
Naja, da sind wir in Fishtown schon weiter ! In vielen Betrieben hier werden 5 unbezahlte Mehrstunden/Woche gefordert zum "Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und des Arbeitsplatzes !"...

Na, da haben wir grade wieder so eine typische Begriffsverfälschung im Unternehmerjargon. Richtig und im Klartext muß es heißen:

"Zum Erhalt bzw. Beschleunigung der Profitmaximierung und zur Schaffung gesundheitsgefährdender Arbeitsplatzbedingungen!"

ManOfConstantSorrow

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Carsten König

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #17 am: 19:58:55 Mi. 23.November 2005 »
Zitat
31 Prozent der Befragten kommen auf 50 Wochenstunden und mehr. Europaweit stehen sie damit an der Spitze, wie die Befragung unter 8 700 Nutzern ergibt.

Man mag sich ja gar nicht ausdenken, wieviele reguläre Arbeitsplätze damit wegfallen. Aber wir haben so tolle Theoretiker von Wirtschaftswissenschaftlern, die auch dafür wieder eine passende Ausrede finden.

ManOfConstantSorrow

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #18 am: 18:46:19 Do. 09.März 2006 »
Zitat
EU-Vergleich

Deutsche Arbeitskosten steigen am langsamsten

Die Lohnzurückhaltung und die Gesundheitsreform haben im vergangenen Jahr die deutschen Arbeitsplätze im europäischen Vergleich wettbewerbsfähiger gemacht. In keinem anderen EU-Land legten die Arbeitskosten langsamer zu. Doch Ökonomen verlangen noch mehr.


HANDELSBLATT, Donnerstag, 09. März 2006



Übrigens: Es wurde bereits vermeldet, die Lohnstückkosten würden seit einiger Zeit erstmalig seit dem 2.Weltkrieg in diesem Land sinken, die Löhne sinken sowieso (bei steigender Produktivität), trotz minimaler gewerkschaftlich erkämpfter Lohnerhöhungen, da immer mehr Arbeit außertariflich abgerechnet wird....
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ManOfConstantSorrow

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #19 am: 10:25:40 Do. 06.April 2006 »
Knorr Bremse will 42-Stunden-Woche einführen

Das Familienunternehmen Knorr Bremse will in allen vier deutschen Standorten die Arbeitszeit auf 42 Stunden/Woche anheben. Dies werde mit jedem einzelnen Beschäftigten besprochen. Knorr Bremse, ein Weltkonzern mit 3.100 Beschäftigten in Deutschland, ist seit 1993 aus dem Unternehmerverband ausgetreten und macht satte Gewinne.
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ManOfConstantSorrow

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #20 am: 18:22:24 Sa. 15.April 2006 »
Die hohe Massenarbeitslosigkeit wird begleitet von immer mehr Überstunden, die meisten davon unbezahlt. Nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) leisten Vollzeitbeschäftigte in Deutschland pro Woche 2,5 Überstunden. Das ist mehr als Anfang der 90er Jahre. 2005 wurden in Westdeutschland nur noch 15 Prozent der Überstunden bezahlt, Anfang der 90er Jahre waren es noch 50 Prozent.
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Gun Stick Onkle

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #21 am: 22:35:28 Sa. 15.April 2006 »
Hallo Ihr Alle!

Wenn ich mir von so einem Herrn Unsinn und Anderen, so Sprüche anhöhre, wie "Marktwirtschaft ist effizient", dann weiß ich immer nicht, ob ich lachen oder weinen soll, wenn ich mir den sogenannten Arbeits-"Markt" ansehe! Braucht eigentlich wirklich noch einer einen Beweis, wie Schei.... ein Markt funktionieren kann? Dann sollte er sich mal den Arbeitsmarkt ansehen.

Arbeitszeitverlängerung, in der heutigen Situation, ist ein Verbrechen an Menschen! Und wenn es eins beweist, dann ist es das: "das Märkte engen Spielregeln unterworfen sein müssen, damit sie im Sinne der Menschen funktionieren können!"

Und was macht unsere Regierung? Sie unternimmt Alles, um Spielregeln des Arbeitsmarktes, zurückzudrängen und auszuhebeln, bzw., ganz abzuschaffen!

Damit ist sie mitschuldig! Sie spielt Verbrechern in die Hände! Sie beteiligt sich an Verbrechen! Wer Überstunden nicht bezahlt, ist ein Betrüger! Wer dies in Kauf nimmt, duldet, stillschweigend zur Kenntnis nimmt, oder sogar stillschweigend gutheißt, macht sich der Beihilfe zum Betrug schuldig!

Und wenn man Gesetze beschließt, wo Menschen, nachdem sie gehört haben, was ihnen droht, gewalttätig werden, gegen Menschen und Sachen, Amok laufen und zum Schluss Selbstmord begehen, dann ist man auch ein Verbrecher!

traurige und wütende Grüße, Rudi
Fast immer gut drauf! Für jeden guten Spaß zu haben!
Demokratie muss von den Menschen kommen, und nicht von wenigen Reichen!

ManOfConstantSorrow

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #22 am: 12:40:15 Fr. 14.Dezember 2007 »
Im November kletterte die offizielle Inflationsrate bundesweit auf 3,0 Prozent, die höchste Zunahme seit 13 Jahren. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen in Nordrhein-Westfalen sogar um 6,1 Prozent, für Frischgemüse um 7,8 Prozent, für Kraftstoffe um 8,7 Prozent und für Heizöl um 10,4 Prozent. Ein Ende der Teuerungswelle ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Der Reallohnabbau ist dadurch bereits enorm. Für viele ist das damit verbunden, zunehmend Überstunden zu machen, um die Lohnverluste "auszugleichen".
 
Zwar ist das gesamte Überstundenvolumen seit Jahren durch die enorme Vernichtung von Vollzeitarbeitsplätzen und Ausweitung der Teilzeit und Minijobs leicht gesunken, die tatsächlich geleistete Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten ist dennoch gestiegen. Im letzten Jahr arbeiteten sie im Durchschnitt fast eine ganze Woche länger als noch vor 15 Jahren.

Gleichzeitig hat sich in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Vollzeitbeschäftigen im diesem Zeitraum mehr als verdoppelt, die auf Grund des Reallohnabbaus zur Annahme eines Zweitjobs gezwungen wurden. Im Januar 2007 waren es erstmals zwei Millionen, im September waren es bereits 100.000 mehr.
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Kater

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #23 am: 15:01:26 Fr. 14.Dezember 2007 »
Linton Kwesi Johnson - More Time - Live in paris


ManOfConstantSorrow

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #24 am: 17:40:49 Fr. 16.Mai 2008 »
Die Stahlarbeiter von Sidenor/Gerdau traten am 8. Mai in ganz Spanien für 24 Stunden in den Streik. Der Streik richtet sich gegen die geplante Verlängerung der Arbeitszeit um 40 Stunden im Jahr ab 2009. Erst 2003 hatten die Gewerkschaften die schrittweise Einführung der 35-Stunden-Woche erkämpft.
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Kater

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #25 am: 07:13:45 Di. 26.August 2008 »
Zitat
Einkommensschere - Löhne stürzen ab

VON EVA ROTH

Der Vormarsch des zügellosen Kapitalismus hat auf dem Arbeitsmarkt tiefe Spuren hinterlassen: Die Lohnkluft wächst, ein Teil der Beschäftigten ist finanziell abgestürzt. Die Realeinkommen von Geringverdienern sind in den vergangenen Jahren um fast 14 Prozent gesunken - betroffen ist ein Viertel der Arbeitnehmer in Deutschland. Dagegen konnten Besserverdienende ein reales Plus verbuchen. Das berichten Forscher der Uni Duisburg-Essen in einer Analyse, die der Frankfurter Rundschau vorliegt und die morgen in den WSI-Mitteilungen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stifung veröffentlicht wird.

weiter:

http://www.fr-online.de/top_news/1583179_Loehne-stuerzen-ab.html

unkraut

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #26 am: 07:52:35 Di. 26.August 2008 »
Einfaches Beispiel :
Vor 6-8 Jahren ging es uns noch blendend . Haus gebdaut , 2 x im Jahr in Urlaub , hat uns was gefallen , konnten wir uns es kaufen .
Heute müssen wir an allen Ecken und Enden sparen . Eigentlich haben wir nix mehr was wir noch ( ein ) sparen Können .
Seit 8 Jahren 50 Cent mehr Lohn . Die Fabrik in der meine Frau in leitender Stellung tätig war wurde in die Pleite gefahren . Sie hat sich selbstständig gemacht aber auch das ist eine langwieriege Durststrecke .
Nun mal dagegen gesehen was sich alle verteuert hat . Alle lebensnotwendigen Grundmittel wie Nahrung , Strom , Wasser , Gas usw. Die 100 % Marke der Teuerung ist weit überschritten .
Heute stehen wir fast vor der Grundsicherung .
Geht es so weiter , haben wir fertig .
Grüße ins Wirtschaftswunderland des immer währenden Aufschwungs .
Die Rezession ist schon lange da . Da brauchen die Wirtschaftsweisen nicht erst hin und her rechnen .
Noch Fragen Hauser ? Ja Kienzle , wer ist eigentlich Unkraut ?

Wir wagen es nicht weil es schwierig ist sondern es ist schwierig weil wir es nicht wagen .

Mein Buchtip als Gastautor :  Fleißig , billig , schutzlos - Leiharbeiter in Deutschland  > ISBN-10: 3771643945

Strombolli

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #27 am: 08:36:12 Di. 26.August 2008 »
Und deshalb müsste JETZT etwas passieren. Ein Umschwenken. Neue Köpfe mit neuen Ideen... Aber die gibt es nur marginal.

Sorry, aber Oskar Lafontaine, hat genau das vorrausgesagt. In dem Zusammenhang: Nicht alles was Herr H.W. Sinn so von sich gibt ist Unsinn, wenn er wie HIER (FAZnet) sogar Thesen von Lafontaine 1990 wiederholt.

Wie soll den bitte die Binnenkonjunktur laufen, wenn alle weniger Geld in der Tasche haben? Nein, die Neo-Cons hatten ihre Chance und jetzt sollten sie endlich zum Teufel gejagt werden!"
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

Pittiplatsch

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #28 am: 13:35:48 Di. 26.August 2008 »
Zitat
Original von unkraut
Eigentlich haben wir nix mehr was wir noch ( ein ) sparen Können .


Bei mir gibts kein "eigentlich" mehr.. Gruß Pitti
black hole sun
won't you come
and wash away the rain

(Soundgarden)

Schraubenwelle

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #29 am: 13:59:58 Di. 26.August 2008 »
Es ist so gewollt um die Masse gefügig zu halten !
So hat man das Volk doch gut unter Kontrolle.Du must Zwangsarbeit machen..wenn du das nicht machst nehmen sie dir von dem bisschen noch etwas.
Interessant wird ja noch die wohl ab 2009 eingeführte " Bürgerarbeit " da bekommst du nichts dafür must aber 40 Stunden die Woche arbeiten.

Man wird uns nie mehr das geben was uns zu steht