Autor Thema: Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit  (Gelesen 32342 mal)

unkraut

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #30 am: 15:45:11 Di. 26.August 2008 »
Zitat
Interessant wird ja noch die wohl ab 2009 eingeführte " Bürgerarbeit " da bekommst du nichts dafür must aber 40 Stunden die Woche arbeiten.

Sollte das so kommen gleicht das einem " offenem Arbeitslager " .
Noch Fragen Hauser ? Ja Kienzle , wer ist eigentlich Unkraut ?

Wir wagen es nicht weil es schwierig ist sondern es ist schwierig weil wir es nicht wagen .

Mein Buchtip als Gastautor :  Fleißig , billig , schutzlos - Leiharbeiter in Deutschland  > ISBN-10: 3771643945

Arwing

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #31 am: 16:09:23 Di. 26.August 2008 »
Zitat
Original von Schraubenwelle
Interessant wird ja noch die wohl ab 2009 eingeführte " Bürgerarbeit " da bekommst du nichts dafür must aber 40 Stunden die Woche arbeiten.

Man wird uns nie mehr das geben was uns zu steht

Noch ist diese Bürgerarbeit nur eine Idee. Das dürfte einige verfassungsrechtliche Probleme mit sich bringen.

Dennoch hast du recht und die Gesellschaft soll sich wieder daran gewöhnen, in zukünftig feudalen Herrschaftsstrukturen zu leben. Die Demokratieprozesse der letzten 200 Jahre sollen anscheinend nach Willen der Finanzmagnaten rückgängig gemacht werden, während sie sich selbst zum neuen Adel, mit allen Rechten durch das Kapital ausgestattet, erheben.

Der Wahn eines tausendjährigen Reiches scheint die Köpfe der Herrschenden regelmässig zu befallen.
Das aktuelle Geldsystem ist auf die Gewinnmaximierung einer kleinen Elite ausgerichtet, die von der Gemeinschaft der Bürger Europas erbracht werden soll und die politische Elite fungiert als Handlanger.

unkraut

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #32 am: 18:11:42 Di. 26.August 2008 »
Noch Fragen Hauser ? Ja Kienzle , wer ist eigentlich Unkraut ?

Wir wagen es nicht weil es schwierig ist sondern es ist schwierig weil wir es nicht wagen .

Mein Buchtip als Gastautor :  Fleißig , billig , schutzlos - Leiharbeiter in Deutschland  > ISBN-10: 3771643945

LinksDenker

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #33 am: 00:37:29 Mi. 27.August 2008 »
Zitat
Original von Arwing
...
Das dürfte einige verfassungsrechtliche Probleme mit sich bringen.

....


ROTFL

Nicht was die "Kapitalistenwehr" nicht freudestrahlen plattmachen würde...

Wir sollten uns besser auf ein Bürgerkrieg einrichten. Und dann wird das was in Frankreich war, wie eine Teeeparty auf dem Land aussehen...


LS

BakuRock

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #34 am: 02:01:30 Mi. 27.August 2008 »
Zitat
Original von LinksDenker
Zitat
Original von Arwing
...
Das dürfte einige verfassungsrechtliche Probleme mit sich bringen.
....

Wir sollten uns besser auf ein Bürgerkrieg einrichten. Und dann wird das was in Frankreich war, wie eine Teeeparty auf dem Land aussehen...
LS

Was meinst du, was denkst du - wessen Koepfe werden dann rollen?

Es sieht doch jetzt schon so aus, als wuerden die Reichen ihre Privatarmeen einkaufen (s. Berichte von Kater). Die Uebungen, die Militaers nach Innen einzusetzen, sind doch mit dem letzten G8 auch schon gelaufen. Die Politikerkaste zaehlt sich zu den Reichen. Sie werden keine Hemmungen haben die Maschinerie in Gang zu setzen. Und die scheint zu gehorchen.

Etwas besseres als einen "Krieg der Buerger" kann doch denen nicht passieren. Sie sparen sich die Gelder fuer die Armeen. Der "Poebel" erledigt sich gegenseitig. Weder du noch ich besitzen die Munitionsfabriken - die verdienen also noch dran!

Deine Drohung, dass sowas wie in Frankreich wie eine Teeparty aussehen wird, laeuft somit ins Leere. Du wirst sie nicht zu fassen kriegen, weil du nicht ueber die noetigen Mittel verfuegst, sie zu fassen zu kriegen. Gewalt ist keine Loesung!

Machen wir uns lieber Gedanken darueber, was wir wirklich wollen, und einigen wir uns auf ein machbares Gesellschaftskonzept. Auf dem Weg zu diesem gemeinsamen Ziel lassen wir alle Raeder still stehen und graben damit dieser Clique die Versorgung ab. Der Nachschub an Geld und Lebensmitteln fuer diese Typen muss unterbrochen werden.

Die "Gelddruckmaschinen" (die Produktionsmittel) nehmen wir ihnen einfach weg - indem wir sie aussperren. Sie haben "auf dem Hof" nichts mehr zu suchen und ihre Konten werden nicht mehr bedient.......
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Arwing

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #35 am: 05:49:25 Mi. 27.August 2008 »
Richtig, dagegen könten sie dann nichts machen @ Bakurock.

Auch gewaltsam wäre es machbar die Herrschenden und ihre Lakaien anzugehen. Zumindest theoretisch. Leider ist es theoretisch auch möglich die einige Bevölkerung zu spalten und gegen sich selbst kämpfen zu lassen. Von daher wird die Bevölkerung nur in Zeiten absoluter Armut und des Hungers in der Lage sein, die Obrigkeit zu stürzen. Es sei denn man tötet 80% der revolutionierenden Bevölkerung. Aber über wen möchte man dann herrschen und wie soll eine Bundeswehr von 250.000 tausend Soldaten, die zumal auch nicht durchgehend manipuliert sein wird, zeitgleich im ganzen Land die Bevölkerung niederschießen?

Vollkommen unmöglich, wenn die ganze Bevölkerung auf die Barrikaden geht und jede Stadt in Deutschland zeitgleich in Flammen legt.

Natürlich ist so eine Einigkeit ein wenig realistisches Wunschdenken meinserseits. Es gibt mehr als genug Menschen, die sich für ein paar Euro mehr
gegen ihre Leidens- und Kampfgenossen wenden werden und sich den Machthabern zu Füßen werfen.
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BakuRock

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #36 am: 16:40:16 Do. 28.August 2008 »
neu im LabourNet Germany am Donnerstag, 28. August 2008:

Zitat
Die Ausweitung des Niedriglohnsektors: Die Realeinkommen von
Geringverdienern sind seit 1995 um fast 14 Prozent gesunken

„Als Deutschland in den 90er Jahren begann, intensiver über den Ausbau des
sogenannten Niedriglohnsektors nachzudenken, waren die entsprechenden
Voraussetzungen bereits geschaffen. 13 bis 14 Prozent aller Beschäftigten
arbeiteten auch in den Wachstumszeiten der alten Bundesrepublik unter
Bedingungen, die sie von der allgemeinen Einkommens- und
Wohlstandsentwicklung abkoppeln mussten. Allerdings blieb ihr Anteil über
viele Jahre vergleichsweise konstant, da sich die Gruppe vorwiegend aus
Geringqualifizierten und Teilzeitkräften zusammensetzte und so ein fest
umrissenes Segment auf dem deutschen Arbeitsmarkt bildete…“ Artikel von
Thorsten Stegemann mit allen wichtigen Links in Telepolis vom 27.08.2008
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28601/1.html

Siehe dazu:

a) IAQ untersucht Umschichtung der Einkommensverteilung: Niedriglöhne
immer weniger wert

„Während die Zahl der Niedriglohnbezieher in Deutschland wächst, haben die
Niedriglöhne in den letzten elf Jahren preisbereinigt fast 14 Prozent an
Wert verloren. Seit 2000 sanken sogar die Nominallöhne, d.h. 2006 hatten
Niedriglohnbezieher 4,8 Prozent weniger Stundenlohn in der Tasche als
sechs Jahre zuvor. In den oberen Einkommensgruppen legten dagegen die
Löhne in diesem Zeitraum nominal über 10 Prozent zu. Das zeigen aktuelle
Berechnungen des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität
Duisburg-Essen in den WSI-Mitteilungen 08/2008 der Hans-Böckler-Stiftung.
Die Einkommensumverteilung hat die untersten Lohngruppen am härtesten
getroffen, Reallohnverluste reichen aber bis in die mittleren
Einkommensgruppen hinein…“ Pressemitteilung vom 26.08.2008
http://www.uni-duisburg-essen.de/de/presse/meldung.php?id=865

b) Einkommensschere: Löhne stürzen ab

„In keinem anderen europäischen Land sei der Niedriglohnsektor so stark
gewachsen wie in Deutschland (..)  Wie konnte es so weit kommen? Das
deutsche Tarifsystem hat eine große Schwäche, meinen die Forscher: Es gibt
keine verbindliche Lohnuntergrenze. Bis zur Vereinigung war das kein
Problem, die meisten Betriebe im Westen zahlten Tarifgehälter oder
orientierten sich daran. Dann fällt die Mauer, mit einem Schlag schnellt
die Arbeitslosenrate in die Höhe. Immer mehr Unternehmen können es sich
erlauben, unter Tarif zu zahlen. Die Einkommen rasseln in den Keller, auf
unter fünf Euro pro Stunde - Arbeitsmarktexperten aus dem Ausland blicken
fassungslos auf Deutschland, denn solche Hungerlöhne sind selbst in
Ländern wie Großbritannien unzulässig.

Auch die Privatisierung von staatlichen Dienstleistungen wie Post,
Nahverkehr und Telekommunikation hat die Einkommen auseinander gedrückt.
In Deutschland können beispielsweise private Telefonfirmen geringe Löhne
zahlen und sich so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem
Ex-Staatsunternehmen Telekom verschaffen. In den meisten anderen
europäischen Ländern müssen sich neue Anbieter dagegen an allgemein
verbindliche Tarifverträge halten, betonen die Forscher. Dies gelte etwa
für Schweden, wo die Marktöffnung nicht zu Lohndumping führe, erzählt
Bosch. Er nennt es einen "historischen Fehler", dass die deutschen
Gewerkschaften nicht rechtzeitig allgemein verbindliche Tarifverträge für
deregulierte Branchen verlangt haben. Jetzt habe das Telekom-Management
alle Argumente auf seiner Seite, wenn es mit Verweis auf die Wettbewerber
Einschnitte fordere….“ Artikel von Eva Roth in der Frankfurter Rundschau
vom 25.8.08
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1583179&

Soviel zur scheinheiligen "Fuersorgepflicht" der etablierten Gewerkschaften zum Ausgleich zwischen Arbeit und Loehnen.
---
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Strombolli

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #37 am: 13:20:56 Sa. 30.August 2008 »
Sozialethiker Hengsbach im SPIEGEL

"Politik spielt sich offenbar oft in einem virtuellen Raum ab, der mit realen Daten nicht viel zu tun hat." sagt er dort.

Dem kann ich nur zustimmen. Zustände, irgendwie ähnlich denen, wie in Endzeiten der DDR.
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

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Pinnswin

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #38 am: 19:57:40 So. 31.August 2008 »
Zitat
Original von Kater
Zitat
Einkommensschere - Löhne stürzen ab

VON EVA ROTH

Der Vormarsch des zügellosen Kapitalismus hat auf dem Arbeitsmarkt tiefe Spuren hinterlassen: Die Lohnkluft wächst, ein Teil der Beschäftigten ist finanziell abgestürzt. Die Realeinkommen von Geringverdienern sind in den vergangenen Jahren um fast 14 Prozent gesunken - betroffen ist ein Viertel der Arbeitnehmer in Deutschland. Dagegen konnten Besserverdienende ein reales Plus verbuchen. Das berichten Forscher der Uni Duisburg-Essen in einer Analyse, die der Frankfurter Rundschau vorliegt und die morgen in den WSI-Mitteilungen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stifung veröffentlicht wird.

weiter:

http://www.fr-online.de/top_news/1583179_Loehne-stuerzen-ab.html

Joh, in jeder örtlichen Tageszeitung war dies
Einkommensschere - Löhne stürzen ab
die dpa-Schlagzeile auf Seite 1. Und danach war dann auch Ende Gelände.

Wenn eine Frau aus Darry ihre 5 Kinder in die Wurst schneidet, dann gibt es eine Diskussion bis zum abwinken, Kommentare und Pro-Kontra Geschreibsel bis zum Umfallen.
Bei einer Lohnschere erürbigt sich wohl anscheinend jeder Kommentar der ansonsten so Schreibfreudigen Kritiker`innen.  
:schlafen2>
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

Strombolli

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Einkommensschere - Löhne stürzen ab
« Antwort #39 am: 20:25:54 So. 31.August 2008 »
Das ist das Ergebnis einer mit Helmut Kohl verstärkt aufgetretenen Verschiebung der Werte in dieser Gesellschaft: Oberflächlichkeit, Aussitzen, Spassgesellschaft, Mallorca ...
Was spätestens 1982 begann, kann nicht so ohne weiteres repariert werden.

Aus meinen Erfahrungen heraus, würde ich auch meinen: Es ist zu spät.
Die jahrzehntelange Berieselung als BILD, RTL und SAT hat sich in der deutschen
Bevölkerung verinnerlicht und die Dummheit, gepaart mit Anpassungsdruck um einigermaßen ungeschoren überleben zu können, ist tief verwurzelt.

Was interessieren da russische/georgische Tote, verhungernde Kinder usw., wenn man sich über STASI Verstrickungen vor 20 Jahren oder Sexgeschichten von künstlich hochgejubelten Kasperköppen aufgeilen kann?

Nicht nur eine verlorene Generation, verwirrte Menschen, eine verbaute Zukunft ...
geopfert auf dem Altar des Profits für wenige. Gekonnte Scharlatanerie der Mächtigen.
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

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ManOfConstantSorrow

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #40 am: 01:34:13 Sa. 13.September 2008 »
Nach einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes ist das Normalarbeitsverhältnis in Deutschland auf dem Rückzug. Die Zahl der Normalarbeitsverhältnisse ging von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen zurück. Dagegen stieg die Zahl der Teilzeitbeschäftigten unter 20 Wochenstunden, geringfügig und befristet Beschäftigten und der Leiharbeiter um 2,6 auf jetzt 7,7 Millionen an. Der Anteil der unsicheren und schlechter bezahlten "atypischen" Arbeitsverhältnisse an den 30,2 Millionen abhängig Beschäftigten stieg dadurch von 17,5 Prozent auf 25,5 Prozent an.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

antonov

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #41 am: 07:56:55 Sa. 13.September 2008 »
Zitat
13.09.08                
global news  
http://www.jjahnke.net            
Das "Arbeitsmarktwunder" entblättert: 13 Millionen ohne normale Beschäftigung in Deutschland
                               
Am Dienstag meldete das Statistische Bundesamt einen enormen Anstieg "atypischer Beschäftigung", nämlich um die Hälfte von 1997 bis 2007 auf 7,7 Millionen (Abb. 14544). Mehr als ein Viertel aller Beschäftigten sind inzwischen in atypischen Beschäftigungsverhältnissen, meist schlecht bezahlter oder anders prekärer Art. Die Meldung ging in den vielen Nachrichten unter und kaum einer machte sich die Mühe einer detaillierten Analyse. Hier ist sie.
                 

 
Zusammen mit der Stillen Reserve an Arbeitslosen und den registrierten Arbeitslosen waren das 2007 fast 13 Millionen, die keine normale Beschäftigung hatten und damit über dreimal mehr als die Zahl der als arbeitslos Registrierten auswies (Abb. 14545). Und hinter den 13 Millionen hängen ganze Familien.
                             

                   
Zur Erklärung: Die Stille Reserve von 1,4 Millionen umfaßt: durch den Verlust ihres Arbeitplatzes entmutigte Arbeitskräfte, Rentner, die aus Arbeitsmarktgründen vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind, Schüler und Studenten, die aufgrund schlechter Arbeitmarktbedingungen ihren Abschluss hinauszögern, Teilnehmer an bestimmten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, insbesondere: (Vollzeit-) Weiterbildungsmaßnahmen, Rehabilitation, Altersübergangsgeld und Vorruhestandsgeld-Ost, ältere Arbeitslose, die nach § 428 SGB III der Arbeitsvermittlung nicht mehr zur Verfügung stehen, und die Teilnehmer von Trainingsmaßnahmen.
                       
----> weiter ...

Strombolli

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #42 am: 11:44:27 So. 14.September 2008 »
Ehe die selbsternannte Elite nicht mitbekommt, dass ohne "Wohlstand für alle" und nicht Reichtum für wenige, es nicht zu einer wirklichen Erholung der Binnenwirtschaft kommt, wird es nichts!

Die enorme Gier, der unermeßliche Eigennutz des Kapitals macht uns und letztlich auch dieses System kaputt. Leider fängt dieser Eigennutz, die Gier ... schon bei relativ kleinen Unternehmern an, die der Illusion verfallen sind, dem Mittelstand anzugehören.

Da wird an allem gespart, besonders an Ausrüstung und Arbeitskosten inkl. Lohn, ohne zu bemerken, dass alle kleinen Schweinereien zusammengenommen, das "System" zum Kippen bringen. Schade nur, dass die Leidensfähigkeit der Deutschen so groß ist.

Die verantwortlichen Verweser Deutschlands haben schon längst eins in die Fr*** verdient!

-------------------------

Wenn ich durch unser Land reise, sehe ich überall leerstehende Gaststätten, Gewerberäume, Verkaufseinrichtungen ... verlassen von ihren vormaligen Betreibern oder gar Eigentümern ... gnatzige Autofahrer die ihren Frust mit ihrer Kraftmaschine in den Strassenverkehr übertragen bzw. Gleichgültigkeit (Blinker nicht setzen!) endlich
ausleben ... Menschen die mit glanzlosen, verbiesterten Gesichtern durchs Leben merkeln und jegliche Zukunftshoffnung verloren haben.

Die unermessliche Schönheit unseres Landes, mit weiten Wldgebieten, Obstplantagen, Wiesen, Wäldern und Bergen ... wird unterbrochen und gestört von störenden Flecken
verfehlter menschlicher Lebensinhalte: Profit!

Was nicht mehr gebraucht wird, wird günstigenfalls geschliffen oder verfällt. Ob nun
Immobilien oder Menschen. Ideale oder Betriebe....

Wieviele hoffnungsfrohe Leuchttürme persönlicher Kreativität überleben den überbordenden Beamtenapparatsterror und tauchen ab in die Resignation?

Muß es sein, dass Künstler, die der Allgemeinheit über Jahrzehnte Frohsinn vermittelt haben, dank ihrer Berater in die Privatinsolvenz gehen? Ist das zu akzeptierender Preis des Systems?  

Ich meine: Nein! - Es ist Zeichen für eine verfehlte Form menschlichen Zusammenlebens. Deshalb: Schluß damit! Ändern!

Gebt den Menschen mehr Geld für ihre Arbeit. Weg mit dem Niedriglohnsektor für alle!
Das ist der schleichende, neoliberale Tod unseres Landes.
Weg mit den falschen Propheten, die nur eines im Auge haben: Ihren eigenen Vorteil, ihr eigenes Vermögen ... Schei*** auf die unter und neben ihnen. Hauptsache ICH!

Das fängt schon unterschwellig an: "Ich und .... " Nein, besser wäre " ... und ich."

Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

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wusel

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #43 am: 12:29:24 So. 14.September 2008 »
tja die gewerkschaften haben uns damals mit der unterschrift zu hatz4 verraten
nun machen die das selbe mit den arbeitszeiten und co

da hilft nur eins
austretten aus den gewerkschaften

das sind in meinen augen alles verbrecher die sich von schröder merkel und co kaufen lassen

sonnst nix
für arbeitnehmer rechte sind die schon lange nicht mehr haubtsache die kasse klingelt

und grad der sommer typ der muss dringens weg dieser verräter type

Pittiplatsch

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Steigert die Löhne und nicht die Arbeitszeit
« Antwort #44 am: 13:26:49 So. 14.September 2008 »
Zitat
Original von wusel
da hilft nur eins
austretten aus den gewerkschaften

Ich verstehe aus den bekannten Gründen, daß dort massenhaft Leute ausgetreten sind. Aber welche Vorteile bringt das? Gegen die bekannten Gründe, die bei vielen zum Austritt führen, kann so nicht mehr vorgegangen werden. Welche Vorteile hat die Nichtorganisation gegenüber der Organisation? Keine.. Gruß Pitti
black hole sun
won't you come
and wash away the rain

(Soundgarden)