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Palästina - Israel

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Kuddel:
Vielleicht ist CHEFDUZEN nicht der richtige Ort für dieses Thema, aber wo wird sonst noch politisch diskutiert?

In der Rubrik "Politisches Bewußtsein" wurde ja schon beklagt, daß es Keine Grundlagen mehr gibt für politische Diskussionen/Aktionen.

Die wohl obskurste Blüte, die das politische Vacum getrieben hat, ist die Szene der ANTINATIONALISTEN. Leute, die ursprünglich aus der linken Szene stammen und heute ultra-reaktionäre Politik betreiben (und dabei noch die rote Fahne schwenken).

Die gesamte Situation in Palästina ist verfahren und das ständige Blutvergießen ist eine Tragödie. Es würde schon Sinn machen sich mit den Hintergründen, den Verschiedenen Interessen und den Machtverhältnissen in der Region auseinanderzusetzen.

Die Grundlage emanzipatorischer Politik sollte sein, daß sich die Unterdrückten gemeinsam gegen die Unterdrücker wehren, die Ausgebeuteten gegen die Ausbeuter. Doch diese klaren Verhältnisse gelten für die Antinationalen nicht, es gibt kein Oben und Unten mehr, keinen Ausbeuter und Ausgebeuteten. Bei ihnen heißen die Trennungslinien Volk und Nation.

Das "gut" und "böse" ist ganz klar: Jeder Deutsche ist ein Nazi und Israel steht auf der positiv-Seite, denn die militaristische Regierungspolitik dient nur dem Zweck die Fortsetzung des Holocausts zu stoppen.

Israel wird sowieso mit der Regierungspolitik gleichgesetzt, obwohl es auch eine Israelische Friedensbewegung gibt, obwohl israelische Militärs sich geweigert haben gegen Palästinenser vorzugehen, obwohl Israelis gegen den Mauerbau demonstriert haben...

Und die wichtigsten Sprachrohre der Antinationalisten sind die BAHAMAS und die KONKRET, die nicht nur die rassistische israelische Regierungspolitik schönreden und ihre Blutbäder rechtfertigen, sie beführworteten auch den Angriffskrieg auf den Irak.

Friedensdemonstrationen wurden als völkische Aufmärsche denunziert und den Demonstranten wurde der Wunsch nach Vernichtung der Juden unterstellt.

Die Kieler Antinationalen Aktivisten versuchten sich sogar noch dadurch hervorzutun Geld für "Waffen für Israel" zu sammeln. Einer von Ihnen bewarb sich sogar darum auf israelischer Seite selbst die Waffe in die Hand nehmen zu dürfen, zumindest aber als Zivilhelfer zu arbeiten.

Ich kenne Leute, die die Strategie der Antinationalen für eine von Geheimdiensten inzenierte Maßnahme zur Schwächung linker Politik halten. Ich gehe eher davon aus, daß die linke Szene eh ein Sammelbecken für gestörte Mittelklassekinder ist und die Ideologie ist einfach perfekt für ihre masochistische Haltung. Ich komme aus dem schlimmsten Land auf dieser Welt und ich muß Abbitte leisten um mich von meiner Schuld befreien.

Es ist es nicht wert sich mit ihnen politisch auseinanderzusetzen, sie haben kein  politisches, sondern ein psychisches Problem. Man kann ihre dadaistischen Aktionen auch mit Humor nehmen, wenn sie mit Israel-Fahne über eine Friedensdemo latschen...

Aber sie sind ein Hinweis darauf, wie trostlos es in den Resten der Politszene aussieht. Dazu werd ich demnächst ein paar weitere Zeilen hier hinterlassen.

kumpel:
Hallo;

Deine scharfe Kritik trifft gleichermaßen ins Mark wie zu.
(Hinzuzufügen wäre noch das unsägliche "Bomber Harris - do it again" von diesen Drecksäcken.)

Gleichwohl ist Israel-Palästina inhaltlich ein schweres Thema - ich kenn dazu wenigstens zwei lesenswerte Texte - und natürlich find ich nur einen im Netz - dafür übersetzt:

http://www.wildcat-www.de/zirkular/62/z62aufhe.htm


eine gruss an jeden Fuß

Kuddel:
So, und hier nun die aufschlußreichen Auswirkungungen der (meines Wissens 4-köpfigen) kieler Antinationalisten-Gruppe:

Im Subrosa, Kiels einzige (Polit-) Szene - Kneipe liegen Konkret und Bahamas aus.

Die LINX, "sozialistische Zeitung Kiels" verbreitet die Thesen der Antinationalisten. Kein Wunder, der Presserechtlich verantwortliche arbeitet auch für die KONKRET. Man braucht sich nur das Chefduzen-Forum "Medien" anzuschauen um einen Eindruck von der Trostlosigkeit des Journalistenhaufens zu bekommen. Bei den Medien zu arbeiten ist so hip, da verzichtet man nicht nur auf vernünftige Arbeitsbedingungen, man übernimmt auch gleich die Ideologie des Arbeitgebers. Und bei der KONKRET zu arbeiten ist ja der Traum des linken Journalisten über dem nur noch der heimliche Traum steht für den SPIEGEL arbeiten zu dürfen.

Bei dem ursprünglich linken Hamburger Radiosender FSK gab es eine Säuberrungsaktion bei der alle Mitarbeiter rausgeschmissen wurden, die positives über die Palästinenser berichtet hatten. Bei dem Redaktionstreffen kam es auch zu tätlichen Angriffen.

Die Hansastr. 48 war ja mal ein besetztes Haus und würde es nicht als Kommunikationszentrum existieren,wäre es nicht einst durch eine starke linke Bewegung durchgesetzt worden. Heute scheint dort Politik nichtmehr zu zählen. Anything goes. Nach dieser Logik müßten auch der Unternehmerverband oder Naziorganisationen dort Veranstaltungen machen können. Die Antinationalen durften dort jedenfalls eine Propagandaveranstaltung machen und Geld für "Waffen dür Israel" sammeln.

Es hat auch seinen Unterhaltungswert einmal die Bahamas in die Hand zu nehmen. Es macht den Eindruck als hätte man das Kapital von Marx in einen Schredder geworfen und von einem Zufallsgenerator neu montieren lassen. Die fremdwortgespickten Bandwürmsätze sind jedenfalls unverständlich genug, als daß man sie für intelektuell echt heavy hält und gleich nachplappert. So wurde auch prompt auf eine Mauer der ALTEN MEIEREI "Deutschland has gotta die!" (bidde????) gesprüht. Und über dem Eingang hängt das Transparent "Deutsche Leitkultur angreifen!". Nur heißt das Gegenteil von Nationalismus INTERNATIONALISMUS. Aber mal ein Konzert zu organisieren auf das auch türkische Kids oder Schwarze kommen, das wird man in der alten Meierei wohl nie hinbekommen.

So hat diese winzige Deppengruppe doch den Verdienst die Dummheit und Hilflosigkeit der gesamten linken Subkultur aufzuzeigen.

DeppVomDienst:
Hi Kuddel,

auch wenn ich einiges inhaltlich teile (und der Nahost-Konflikt in der Tat ein wichtiges und tragisches Thema ist), ist meine persönliche Meinung, dass Du hier bei chefduzen tatsächlich "off-topic" bist. Wenn ich hier Schoten über jede skurile kleine linke Sekte posten würde, würde aus chefduzen schnell die "Freakshow der linken Szene Kiels" werden.
Ein "linkes" Grüppchen, das sowohl der israelisch-palästinensischen Friedensbewegung, als auch linkem Arbeiterpartei-Flügel und der israelischen Merez-Partei dermaßen in den Rücken fällt, disqualifiziert sich sowieso von selbst. Und dass ein paar (deutsche) "Linke" meinen, es besser zu wissen als die Linke "vor Ort", spricht auch Bände über das eigene Selbstverständnis dieser Leute.

Chefduzen ist das "Forum der Ausgebeuteten", die sich über ihre Arbeitsbedingungungen, Ämterstress, Kapitalismus oder meinetwegen Globalisierung austauschen können. Soweit meine bescheidene Meinung.

counselor:


Das Schweigen brechen: Israelische Soldaten sprechen über ihr Besatzungstrauma

Ehemalige israelische Soldaten reden im Film "Breaking the Silence", von systematischen Übergriffen auf Palästinenser in den besetzten Gebieten: Ziel sei es, die palästinensische Zivilbevölkerung zu kontrollieren. Mit dem Zeugnis zerstören die ehemaligen Soldaten das Bild der moralischen Verteidigungskräfte Israels.

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