Autor Thema: Palästina - Israel  (Gelesen 38672 mal)

Rudolf Rocker

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Re:Palästina - Israel
« Antwort #30 am: 10:41:21 Do. 24.Juli 2014 »
Zitat
Bereits am Dienstag hatte er sich im Deutschlandradio ebenfalls sehr kritisch und ausführlich zur aktuellen Politik Israels geäussert: http://www.deutschlandfunk.de/anti-israelische-proteste-wer-hat-uns-das-denn-eingebrockt.694.de.print?dram:article_id=292408

Ja, hatte ich ja bereits verlinkt, über deinem vorherigen post!

Rappelkistenrebell

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Re:Palästina - Israel
« Antwort #31 am: 18:10:14 Do. 24.Juli 2014 »
MLPD kritisiert Kampagne zur Verunglimpfung der Massenproteste gegen den israelischen Staatsterror als "antisemitisch"

24.07.14 - Dazu heißt es in einer aktuellen Mitteilung der MLPD für Presse und Öffentlichkeit:

Die MLPD protestiert dagegen, dass die massenhaften Proteste gegen Israels Angriffe auf die palästinensische Bevölkerung ausgehend von Kanzlerin Merkel und Präsident Gauck systematisch verunglimpft werden. In der "Frankfurter Rundschau" vom 22. Juli fand sich ein Gastbeitrag des israelischen Botschafters in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsmann. Er diffamiert die Proteste gegen die israelischen Angriffe auf den Gaza-Streifen und fantasiert von einer "unheiligen Allianz, die hauptsächlich aus drei Gruppierungen besteht: Islamisten, Neonazis und extreme Linke". Als Beispiel nennt er ausgerechnet die Montagsdemo in Gelsenkirchen.

Jeder, der die politische Szene in Gelsenkirchen kennt, weiß, dass dort seit zehn Jahren die MLPD maßgeblich an ihrer Durchführung beteiligt ist. "Dort hat in diesen zehn Jahren noch nie ein Neonazi oder religiöser Eiferer Spielraum bekommen - egal ob Islamist oder fundamentalistischer Christ", so Monika-Gärtner-Engel, stellvertretende Vorsitzende der MLPD und von Anfang an eine Moderatorin besagter Montagsdemonstration.

"Freiheit für Kurdistan und Palästina!" stand auf den Plakaten der MLPD im Europawahlkampf.

Die MLPD bekämpft Antisemitismus und Zionismus wie jede andere Form des Rassismus. Sie kritisiert aktuell ausdrücklich die reaktionär-fundamentalistische Hamas und andere islamistisch-reaktionäre Kräfte.

"Wir wenden uns entschieden dagegen, dass jede berechtigte Kritik und der Widerstand gegen den Staatsterror der israelischen Regierung als antisemitisch denunziert wird", so Stefan Engel, der Vorsitzende der MLPD. "Seit Ende des II. Weltkriegs treten die Kommunisten und andere Revolutionäre für eine gerechte Lösung des Palästina-Konflikts ein, die die Rechte der Palästinenser und der Israelis wahrt und dem Geist der Völkerfreundschaft entspricht. Das erfordert heute eine demokratische 'Zwei-Staaten-Lösung' mit einem souveränen israelischen und einem souveränen palästinensischen Staat. Das ist momentan der wichtigste Schritt auf dem Weg zu einem demokratischen Palästina, in dem Israelis und Palästinenser friedlich zusammenleben."

Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw30/mlpd-kritisiert-kampagne-zur-verunglimpfung-der-massenproteste-gegen-den-israelischen-staatsterror-als-antisemitisch
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Re:Palästina - Israel
« Antwort #32 am: 18:11:00 Fr. 25.Juli 2014 »
"Antisemitische Proteste"? - Bürgerliche Medien im Dienste der psychologischen Kriegsführung



Weder antisemitisch noch eine Plattform für Judenhass - die berechtigten Proteste gegen Israels Staatsterror (rf-foto)

25.07.14 - Gezielt unterstellt in den letzten Tagen die Berichterstattung der bürgerlichen Massenmedien den Protesten gegen die Angriffe der israelischen Regierung im Gaza-Streifen und zur Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf generell "Antisemitismus". So titelt "Bild" heute in direktem Bezug auf die anschwellenden Proteste: "Nie wieder Judenhass"! Dabei wird keinerlei Unterschied gemacht zwischen vereinzelten antisemitischen Ausfällen faschistischer oder islamisch-fundamentalistischer Kräfte und der großen Masse der Protestierenden, die sich davon entschieden distanzieren, sich aber auch in ihrer berechtigten Kritik nicht zensieren lassen wollen.

Die bürgerlichen Massenmedien machen sich damit zum Instrument der psychologischen Kriegsführung der Herrschenden. So schwadronieren Bundespräsident Gauck und Kanzlerin Merkel schon seit Tagen über angeblich "antisemitische Straßenproteste", die der notwendigen "Solidarität mit Israel" in den Rücken fallen würden. Die Kritiker der zionistischen Politik der ultrareaktionären Regierung Israels werden damit demagogisch auf eine Stufe mit Faschisten und Rassisten gestellt.

Mit dieser Medienkampagne der Herrschenden wird die Realität absichtlich verzerrt. Es sind nicht "Israel" und "die Juden", die sich international gegen Faschisten und Antisemiten verteidigen müssen, sondern der israelische Staat ist der Aggressor, der mit Bombern, Panzern und schweren Geschützen eines der am dichtest besiedelten Gebiete der Welt unter Dauerfeuer nimmt. Sein Ziel: eine dauerhafte Besetzung des Gazastreifens, um den Widerstand dort - der nicht nur von der Hamas ausgeht - zu liquidieren. Gestern wurde im israelischen Parlament der ultrareaktionäre Scharfmacher Reuven Rivlin zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Er unterstützt diesen Kurs der Likud-Regierung unter Netanjahu rückhaltlos.

Der Protest dagegen und die Solidarität mit dem mutigen Kampf der Palästinenser ist nicht nur berechtigt, sondern nötig! Das schließt die Kritik am massenfeindlichen Kurs der reaktionär-islamistischen Hamas-Regierung in Gaza keineswegs aus. Mit "Judenhass" hat das nicht das Geringste zu tun. Vielmehr gehen auch in Israel immer mehr Friedensaktivisten und fortschrittliche Kräfte auf die Straße.

Weltweit erheben regierungskritische Israelis wie die Deutschland lebende Autorin Felicia Langer ihre Stimme. Im Interview mit der Tageszeitung "Neues Deutschland" prangert sie den Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser an: "Jeder westliche Politiker trägt hier eine Mitverantwortung. Die sehe ich auch bei Frau Merkel. Sie hat die Bodenoffensive gebilligt und kein Wort des Bedauerns über die zahlreichen zivilen Opfer, die getöteten Kinder in Gaza geäußert." Sie fordert, dass Israel die Siedlungen räumt: "Es gibt eine UNO-Resolution dazu. Man vergisst das alles. Und auch in der Linken sind viele, die das vergessen. Und das ist für mich abscheulich als Jüdin und Israelin."

In ihrem Hass gegen jede Kritik an der israelischen Politik gehen reaktionäre Politiker auch in Deutschland so weit, ein Verbot sämtlicher "antiisraelischer" Demonstrationen nach dem Vorbild Frankreichs zu fordern. Dort hatte das Demonstrationsverbot allerdings wenig Erfolg. Eine Korrespondentin berichtet aus Paris: "Etwa 4.000 Menschen setzten sich am letzten Samstag über das Demonstrationsverbot der Pariser Präfektur hinweg und protestierten aus Anlass des Krieges Israels gegen die Bevölkerung im Gaza-Streifen - ein bewusster Akt zivilen Ungehorsams!" (mehr dazu)

In einer aktuellen Presseerklärung der MLPD heißt es: "'Wir wenden uns entschieden dagegen, dass jede berechtigte Kritik und der Widerstand gegen den Staatsterror der israelischen Regierung als antisemitisch denunziert wird', so Stefan Engel, der Vorsitzende der MLPD. 'Seit Ende des II Weltkrieges treten die Kommunisten und andere Revolutionäre für eine gerechte Lösung des Palästina-Konflikts ein, die die Rechte der Palästinenser und der Israelis wahrt und den Geist der Völkerfreundschaft entspricht.'" (komplette Pressemitteilung)

Die wachsende internationale Solidaritätsbewegung gegen Israels Aggression straft die Diffamierungskampagne von bürgerlichen Massenmedien und Monopolpolitikern Lügen. Zusammen mit fortschrittlichen Kräften in Israel und aller Welt: Freiheit für Palästina und Kurdistan!
Artikelaktionen



Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw30/antisemitische-proteste-buergerliche-medien-im-dienste-der-psychologischen-kriegsfuehrung
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Re:Palästina - Israel
« Antwort #33 am: 18:06:52 Sa. 26.Juli 2014 »
"Volksfront für die Befreiung Palästinas" (PFLP) kritisiert offizielle palästinensische Autoritäten



Emblem der PFLP

26.07.14 - In einer Stellungnahme der PFLP ("Volksfront für die Befreiung Palästinas") vom 19. Juli heißt es zur aktuellen Entwicklung im Gaza-Streifen (eigene Übersetzung aus dem Englischen):

"Die PFLP stellt fest, dass die zionistische kriminelle Besetzung Tod, Zerstörung und Verwüstung in unsere Stadtteile gebracht hat... ." In der Stellungnahme wird Khalida Jarrar - eine führende Genossin der PFLP - zitiert, die die Erklärung von Präsident Abbas bezüglich der Aggression in Gaza kritisiert:

"Sie forderte ein vollständiges und sofortiges Ende der sogenannten Sicherheitszusammenarbeit mit dem Feind; sie sagte, diese Sicherheitsvereinbarungen der palästinensischen Autoritäten machen das palästinensische Volk von der Gnade der Besatzung abhängig. Sie forderte die Regierung der nationalen Einheit auf, anlässlich der Aggression ihren Verantwortlichkeiten gegenüber Gaza nachzukommen, und erklärte, dass die Besatzung versucht, den Gazastreifen von der West-Bank und dem Rest Palästinas abzuspalten – dies darf nicht zugelassen werden."

PFLP-Vertreter Khaled Barakat sagt anlässlich des Massakers von Sadschaija: "Wir haben keinen Zweifel, dass Israels technische militärische Kapazitäten viel höher als die Palästinas sind, wie die von allen Kolonialmächten, die massive militärische Gewalt und Tötungsmaschinerien gegen das unterdrückte Volk nutzen, das um sein Leben kämpft. Aber in der Auseinandersetzung auf dem Schlachtfeld liegt die Wahrheit – hier wurden mehr israelische Soldaten getötet und verwundet als palästinensische Widerstandskämpfer."

(Mehr dazu in der nächsten Druckausgabe der "Roten Fahne" - sie kann hier bestellt werden)


http://www.rotefahne.info/abonnement

Quelle

http://www.rf-news.de/2014/kw30/volksfront-fuer-die-befreiung-palaestinas-pflp-kritisiert-offizielle-palaestinensische-autoritaeten
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Kuddel

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Re:Palästina - Israel
« Antwort #34 am: 20:41:36 Mo. 28.Juli 2014 »
Zitat
Der Gazastreifen ist Teil der Palästinensischen Autonomiegebiete und steht im Inneren formal unter Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde
http://de.wikipedia.org/wiki/Gazastreifen

Israel schfft Palästinensergebiete ohne Palästinenser:
Zitat
Gaza-Krieg
Israel fordert Zivilisten zur Flucht auf

Die israelische Armee fordert die Einwohner mehrerer Wohngebiete im Gazastreifen zur sofortigen Räumung ihrer Häuser auf. Die Zivilisten sollen sich in das Zentrum der Stadt Gaza begeben. Die Armee sendet solche Mitteilungen für gewöhnlich vor massiven Angriffen.
http://www.fr-online.de/home/1472778,1472778.html

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Re:Palästina - Israel
« Antwort #35 am: 20:47:00 Mo. 28.Juli 2014 »
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Rudolf Rocker

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Re:Palästina - Israel
« Antwort #36 am: 23:44:07 Mo. 28.Juli 2014 »
Ich fürchte das wir diese Kriegsverbrecher niemals in Den Haag auf der Anklagebank sehen werden. >:(

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Re:Palästina - Israel
« Antwort #37 am: 09:55:31 Di. 29.Juli 2014 »
Zitat
Ich fürchte das wir diese Kriegsverbrecher niemals in Den Haag auf der Anklagebank sehen werden. >:(

Das ist für mich das Amerikaprinzip, sie wehren sich nur, Amerika und Israel sind ständig Opfer einer bösen Welt.
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Re:Palästina - Israel
« Antwort #38 am: 11:24:28 Di. 29.Juli 2014 »
Stell Dir mal vor Russland würde das machen!
Was dann wohl los wäre!

ManOfConstantSorrow

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Re:Palästina - Israel
« Antwort #39 am: 13:32:16 Di. 29.Juli 2014 »
Zitat
Das einzige Kraftwerk des Gazastreifens brennt

Nach einem israelischen Angriff steht das einzige Kraftwerk im Gaza-Streifen in Flammen. Zuvor hat Jerusalem einen "langen Feldzug" angekündigt und die Bevölkerung zur Flucht aufgefordert.
http://www.welt.de/politik/ausland/article130654336/Das-einzige-Kraftwerk-des-Gazastreifens-brennt.html

Kriege sind nicht das, was sie vorgeben zu sein.
Dies ist ein Krieg gegen die Bevölkerung. Es ist kein Krieg gegen die Hamas. Die Hamas hatte kein hohes Ansehen in der Bevölkerung des Gazastreifens. Durch diesen Krieg bekam die Hamas großen Zulauf und eine wachsende Autorität.

Die Bevölkerung wird in die Verarmung getrieben und gleichzeitig in die Arme autoritärer Kräfte.

Das ist kein Zufall. Es wurde schon oft praktiziert. In einem Angriff der NATO auf Belgrad wurden auch Kraftwerke bombardiert. Auch dies war ein Angriff auf die Bevölkerung.

Zitat
Die Nato hat den Umfang von Angriffszielen in Jugoslawien erneut ausgeweitet. Nato-Sprecher Jamie Shea sprach am Freitag morgen in Brüssel "von der höchsten Zahl der Einsätze bisher" in den letzten 24 Stunden.Begünstigt durch gutes Wetter und klare Sicht hätten die Nato-Flugzeuge eine "überragende Reihe" von strategischen Zielen angegriffen.

Shea ergänzte, daß insgesamt 792 Einsätze geflogen wurden, wobei 402 gezielte Angriffe waren.Dazu gehörten vier Hochspannungsmasten und zwei Umspannwerke bei Belgrad.
http://www.tagesspiegel.de/politik/belgrad-ohne-strom/79002.html
Zitat
Operation Allied Force (OAF, ungefähre Übersetzung: „Unternehmen Bündnisstreitmacht“) war der Deckname einer militärischen Operation der NATO gegen die damalige Bundesrepublik Jugoslawien, die sie im Rahmen des Kosovokrieges vom 24. März bis 10. Juni 1999 durchführte. Die im Wesentlichen von den Vereinigten Staaten geführte Militäroperation war der erste Krieg, den die NATO sowohl außerhalb eines Bündnisfalls, dessen Ausrufung bis dahin als Grundlage eines NATO-weiten Vorgehens galt, als auch ohne ausdrückliches UN-Mandat führte.

Die Operation konzipierte die NATO in Form eines Luft-Boden-Krieges, den sie ohne weitläufige Gefährdung eigener Truppen ausschließlich über die militärtechnische Nutzung weltraum- und luftgestützter Methoden führte. Insgesamt warf die NATO im Rahmen der Operation, von Marschflugkörpern abgesehen, 28.018 Sprengkörper ab, wobei 83 Prozent der Abwürfe durch Flugzeuge der Vereinigten Staaten erfolgten.

Human Rights Watch geht davon aus, dass Operation Allied Force den Tod von 400 bis 530 Zivilisten verursacht hat. Von der U.S. Air Force und von der Royal Air Force wurden dabei auch die später international geächteten Streubomben eingesetzt. Die NATO selbst geht von einem Anteil von mindestens 10 % an Blindgängern aus, die eine immer noch andauernde starke Gefahr für die Zivilbevölkerung darstellen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Allied_Force

Dieser Text aus dem Jahr 2003 bleibt aktuell:
Zitat
Krieg ist immer Krieg gegen die Ansprüche, die Wünsche, die Hoffnungen und Kämpfe der Menschen. Nicht nur im Kriegsgebiet. Es hatte wieder begonnen: die Hoffnungen auf eine bessere Welt. Diktaturen sind von den Menschen beseitigt worden, von Südkorea über Südafrika bis hin nach Indonesien. Bewegungen sind entstanden, die die Herrschaft des Geldes und des Kapitals in Frage stellen - von den Demonstrationen gegen den Internationalen Währungsfond und die Weltbank bis hin zu den ArbeiterInnen- und Bauernkämpfen in Asien, Afrika und Nord- und Südamerika.. Hunderte Millionen Menschen sind in die Städte gezogen auf der Suche nach dem Glück, das ihnen die kapitalistische Propaganda versprochen hat. Und viele Millionen sind weltweit auf Achse, um wenigstens ansatzweise ein bißchen Wohlstand abzukriegen. Krieg jedoch verändert Maßstäbe. Man ist schon froh, wenn es nicht schlechter wird...

Krieg soll Angst und das Gefühl der Ohnmacht erzeugen. Angesichts der anrollenden Militärmaschine scheint jeder Widerstand zwecklos. Es sieht so aus, als sei es Absicht, daß die Bush- und Blair-Regierungen ihren Krieg propagandistisch so schlecht vorbereiten. So, als ob sie uns sagen wollten: Wir brauchen keine Rechtfertigung mehr, eure Proteste beeindrucken uns nicht.

Krieg ist gut für die Religion.
Wenn man sonst schon nichts machen kann, dann bleibt immer noch Gott, egal welcher. Ob es der Papst ist, der diesmal auf der Friedenswelle reitet oder der Islam, der den Menschen einen Ausweg ins Paradies anbietet. Kriege wie dieser werden die Bedeutung der Religion in Teilen der Welt, in denen dieser Wahn bereits nachgelassen hatte, wieder stärken.

Krieg erzeugt Nationalismus, Ethnizismus und Haß. Aus der Angst vor der Willkür der Mächtigen speist sich nicht nur Rassismus als Haß auf die jeweils anderen Ohnmächtigen, seien es die Flüchtlinge, die Migranten, die Jugendlichen, die Arbeitslosen... sondern die nationale oder ethnische Zugehörigkeit werden wieder zur Kennzeichnung von jeweils Freund oder Feind.

Krieg verroht in dramatischer Weise die Gesellschaft.
Ganz selbstverständlich führt er massenhaften Mord und Totschlag ein. Militarisierung, Polizeipräsenz, Festigung der Grenzen, Überwachung werden zum kleineren Übel. Krieg stärkt Staat nicht nur mit der Einführung von offen erklärtem oder nur de facto ausgeübtem Kriegsrecht auf allen Seiten, sondern er fördert die Ansicht, daß nur die Regierung die Sache regeln kann: entweder wird an den Staat appelliert ("Gerhard, bleib hart") oder der Staat wird als Retter seiner Bevölkerung unterstützt oder herbeigesehnt.

Krieg rechtfertigt den kapitalistischen Frieden. Ein Frieden, in dem jeden Tag Hunderte den kleinen Kriegen zum Opfer fallen, Tausende verhungern oder an heilbaren Krankheiten sterben. Ein Frieden, in dem wir nur als Arbeitskräfte oder Konsumenten respektiert werden und jeden Tag gegen unsere Bedürfnisse leben müssen
http://www.umwaelzung.info/golfkrieg.html


Ich möchte an dieser Stelle auch auf die Broschüre "Bombenkrieg und Klassenkampf" verweisen.
http://www.arbeiterpolitik.de/Zeitungen/PDF/2008/arpo-5-2008-Bombenkrieg.pdf

Hier wird historisch fundiert nachgewiesen, daß die Alliierten im 2. Weltkrieg nicht so antifaschistisch motiviert waren, wie vielfach noch geglaubt wird. Es wurden deutsche Waffenproduktion und andere militärisch bedeutende Ziele verschont und stattdessen Arbeiterstadtteile bombardiert. (Das deutsche Militär war wichtig für den Kampf gegen den Kommunismus, gegen die Sowjetunion. Diesen Kampf wollte man nicht vorzeitig beenden.)
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Rappelkistenrebell

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Re:Palästina - Israel
« Antwort #40 am: 01:20:36 Mi. 30.Juli 2014 »




 Stoppt die imperialistische Aggression Israels gegen das palästinensische Volk! Für eine gerechte und demokratische Lösung des Palästina-Konflikts!
Resolution der ICOR, 29.07.2014


Die Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen (ICOR) verurteilt die Aggression des zionistisch-imperialistischen Israels gegen Palästina und vor allem die palästinensische Bevölkerung des Gaza – Streifens und Westjordanlands. Mit brutalem Bombardement, Angriffen von See und dem Einsatz von Bodentruppen wurden bereits über 1000 Palästinenser insbesondere Frauen und Kinder umgebracht, 3.000 verletzt und Zehntausende obdachlos. Die israelische Regierung behauptet, sie würde einen begrenzten „Vergeltungsschlag“ durchführen. In Wahrheit wurden die militärischen Angriffe von langer Hand und mit Rückendeckung der USA und EU vorbereitet und ständig Vorwände gesucht, um den imperialistischen Krieg gegen das palästinensische Volk zu beginnen und zu rechtfertigen. Das ist die provokative Reaktion der israelischen Regierung auf die vor kurzem gebildete gemeinsame palästinensische Regierung von Hamas und Fatah. Israel will auf dem Rücken der Völker aus der Nahost-Krise einen strategischen Vorteil ziehen. Es strebt eine völkerrechtswidrige, dauerhafte Besetzung des Gaza-Streifens an, braucht Territorium und Gas und begeht dazu mit Völkermord an Zivilisten ungeniert Kriegsverbrechen.

Wir verurteilen die imperialistischen Länder, die Israel unterstützen und verteidigen und alle Kritik und Proteste gegen den Staatsterror der zionistischen Regierung in ihren eigenen Ländern als antisemitisch diskriminieren und unterdrücken.

Wir verurteilen die Unterstützung Israels durch imperialistische Mächte, die Lügenpropaganda von Grenzschutz, einem sogenannten „Selbstverteidigungsrecht Israels gegen terroristische Angriffe“ und der Rechtfertigungslinie des „göttlichen Rechts“. Der eindeutige Aggressor ist der zionistische Staat Israel, der große Teile Palästinas besetzt hält, ein brutales Embargo gegen den Gaza-Streifen durchführt, neue Siedlungen im palästinensischen Gebiet zulässt etc. Wir verurteilen zugleich die Einflussnahme der reaktionären Regionalmächte Türkei, Saudi-Arabien, Katar oder des islamistisch-faschistischen Iran (obwohl diese Länder keine einheitliche Beziehung zu Israel haben), die auf Kosten des palästinensischen Volkes ihre Regionalmachtinteressen durchzusetzen versuchen.

Wir verurteilen die antisemitischen Ausfälle und Tendenzen in der palästinensischen Befreiungsbewegung und in der Solidaritätsbewegung mit dem palästinensischen Volk. Der Antisemitismus ist ebenso wie der Zionismus eine rassistische Ideologie im Dienste der kapitalistischen Ordnung, die darauf ausgerichtet ist, die fortschrittlichen und revolutionären Kräfte auf der Welt zu spalten und die Volksmassen und besonders die Werktätigen Israels und Palästinas gegeneinander aufzubringen. Wir weisen die Verwirrmanöver durch die demagogische Gleichsetzung von Antizionismus und Antisemitismus zurück.

Seit dem Ende des II. Weltkriegs treten die Kommunisten und andere Revolutionäre für eine gerechte Lösung des Palästina-Konflikts ein, die die Rechte der Palästinenser und der Israelis wahrt und dem Geist der Völkerfreundschaft entspricht. Das erfordert heute eine demokratische „zwei-Staaten-Lösung“ mit einem souveränen israelischen und einem souveränen palästinensischen Staat. Das ist ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einem gemeinsamen demokratischen Staat Palästina, in dem das israelische und palästinensische Volk im gegenseitigen Respekt und Vertrauen ohne Diskriminierung und Unterdrückung zusammenleben. Das kann nur durch den Kampf um nationale und soziale Befreiung erreicht werden.

Der Nahe und Mittlere Osten ist neben der Ukraine ein Zankapfel der imperialistischen Rivalität um die Neuaufteilung der Macht- und Einflusssphären und zu einem gefährlichen Brandherd der verschärften allgemeinen Kriegsgefahr geworden. Wir rufen die Arbeiter, die Frauen und die Jugend, alle Demokraten und alle friedliebenden Menschen dazu auf, ihre Proteste, Demonstrationen und Widerstand zu intensivieren und zu steigern, besonders am 6. August, dem asiatischen Antikriegstag und dem 1. September, dem europäischen Antikriegstag.

Stoppt die israelischen Angriffe auf den Gaza-Streifen!

Für eine demokratische und gerechte zwei-Staaten-Lösung auf dem Weg zu einem freien demokratischen Palästina!

Gegen Imperialismus, Zionismus, arabische Reaktion und islamistischen Faschismus!

Solidarität mit dem Kampf um nationale Befreiung und soziale Emanzipation in Palästina!

Kampf für Frieden, Völkerfreundschaft – Sozialismus!


Hoch die internationale Solidarität!

 

Unterzeichner (Stand 29.07.2014, weitere Unterzeichnungen möglich):

    ORC Organisation Révolutionnaire du Congo (Revolutionäre Organisation des Kongo), Demokratische Republik Kongo

    MMLPL Moroccan Marxist-Leninist Proletarian Line (Marokkanische Marxisten-Leninisten - Proletarische Linie)

    PPSR WATAD Parti Patriote Socialiste Révolutionnaire WATAD (Patriotische Sozialistische Revolutionäre Partei Tunesiens), Tunesien

    CPSA (ML) Communist Party of South Africa (Marxist-Leninist) (Kommunistische Partei Südafrikas (Marxisten-Leninisten))

    MLOA Marxist-Leninist Organization of Afghanistan (Marxistisch-Leninistische Organisation Afghanistans)

    CPB Communist Party of Bangladesh (Kommunistische Partei von Bangladesch)

    CPI (ML) Communist Party of India (Marxist-Leninist) (Kommunistische Partei Indiens (Marxisten-Leninisten))

    PCC CPI (ML) Provisional Central Committee Communist Party of India (Marxist-Leninist) (Provisorisches Zentralkomitee Kommunistische Partei Indiens (Marxisten-Leninisten))

    Ranjbaran Hezb-e Ranjbaran-e Iran (Proletarische Partei des Iran)

    CPN (Unified) Communist Party of Nepal (Unified) (Kommunistische Partei Nepals (vereinigt))

    NCP (Mashal) Nepal Communist Party (Mashal) (Nepal Kommunistische Partei (Mashal))

    Krasnyj Klin Gruppa Kommunistov-Revoljucionerov „Krasnyj Klin“ (Gruppe kommunistischer Revolutionäre "Krasnyj Klin" [Roter Keil]), Weißrussland

    БКП Българска Комунистическа Партия (Bulgarische Kommunistische Partei)

    БРП(к) Българска Работническа Партия (комунисти) (Bulgarische Arbeiterpartei (Kommunisten))

    MLPD Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands

    RC Reconstrucción Comunista (Kommunistische Rekonstruktion), Spanien

    BP (NK-T) Bolşevik Parti (Kuzey Kürdistan-Türkiye) (Bolschewistische Partei (Nordkurdistan-Türkei))

    KOL Kommunistische Organisation Luxemburg

    RM Rode Morgen (Roter Morgen), Niederlande

    MLP Marksistsko-Leninskaja Platforma (Marxistisch-Leninistische Plattform), Russland

    MLGS Marxistisch-Leninistische Gruppe Schweiz

    PR Partija Rada (Partei der Arbeit), Jugoslwawien

    VZDOR VZDOR - hnutie práce (Widerstand - Arbeiter Bewegung), Slowakei

    MLKP Marksist Leninist Komünist Parti Türkiye / Kuzey Kürdistan (Marxistische Leninistische Kommunistische Partei Türkei / Nord-Kurdistan)

    PCC-M Partido Comunista de Colombia – Maoista (Kommunistische Partei von Kolumbien - Maoistisch)

    PC (ML) Partido Comunista (Marxista Leninista) (Kommunistische Partei (Marxistisch-Leninistisch)), Dominikanische Republik

    PC/ML Partido Comunista (Marxista-Leninista) de Panamá (Kommunistische Partei (Marxistisch-Leninistisch) von Panama)

    PML del Perú Partido Marxista Leninista del Perú (Marxistisch-Leninistische Partei von Peru)

    PPP Partido Proletario del Perú (Proletarische Partei von Peru)

download als pdf

 

International Coordination of Revolutionary Parties and Organizations

- Office of the ICC -

Buerer Strasse 39

D-45899 Gelsenkirchen

Germany

Phone: + 49-209-3597479

Email: coordinationint@yahoo.co.uk

Website: www.icor.info


Quelle

http://www.icor.info/2014-1/stoppt-die-imperialistische-aggression-israels-gegen-das-palaestinensische-volk-fuer-eine-gerechte-und-demokratische-loesung-des-palaestina-konflikts








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Re:Palästina - Israel
« Antwort #41 am: 10:04:28 Mi. 30.Juli 2014 »
Zitat
Gaza-Streifen: Dutzende Zivilisten sterben bei israelischen Angriffen

Bei Schlägen Israels gegen Ziele im Gaza-Streifen starben erneut Dutzende Menschen. Eine Waffenruhe scheint in weiter Ferne: Der Militärchef der Hamas sagt, seine Kämpfer seien "begierig zu sterben".

Gaza-Stadt - Die israelische Luftwaffe hat am frühen Mittwochmorgen neue Ziele im Gaza-Streifen bombardiert. Nach Medienangaben aus Israel wurden zu Beginn des 23. Tags der Militäroperation gegen palästinensische Extremisten Dutzende "Terrorziele" bombardiert.
Zugleich gab es Meldungen, dass beim Beschuss einer Schule der Uno-Hilfsorganisation UNRWA mindestens 15 Menschen im Flüchtlingslager Dschabalia im nördlichen Gaza-Streifen getötet wurden. Mehr als 50 seien verletzt worden, sagte der Sprecher der palästinensischen Rettungsdienste, Aschraf al-Kidra. Die Menschen aus der Region hätten in der Schule Zuflucht gesucht.

Bei einem anderen Angriff Israels starben im Gaza-Streifen nach palästinensischen Angaben elf weitere Menschen, mehr als 20 wurden verletzt. Andere Quellen gingen von noch mehr Toten aus, diese Meldungen konnten jedoch zunächst nicht bestätigt werden.
Wie der Sprecher des palästinensischen Rettungsdienstes sagte, sind seit Beginn der israelischen Militäroperation gegen die radikalislamische Hamas am 8. Juli mehr als 1240 Menschen getötet und über 7000 verletzt worden.
....

Quelle: spon

Terrorziele = Schule und Flüchtlingslager
Freunde dürfen das, erst bezeichnet man das gewünschte Ziel als Hort von Terroristen und dann Feuer frei, man wehrt sich nur.
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Re:Palästina - Israel
« Antwort #42 am: 10:24:04 Mi. 30.Juli 2014 »
Die Bundesregierung beweist mal wieder, daß sie auf Recht um Moral scheißt. Moralische Empörung gibt es nur, wenn es zu den eigenen geostrategischen Interessen paßt. Es hat nicht die leiseste offizielle Kritik der Bundesregierung an dem Völkerrechtswidrigen Vorgehen der israelischen Armee gegeben, nicht einmal als eine deutsche Familie bei den gefechten in Gaza umkam.

Die deutschen Medien legen ihren Schwerpunkt darauf, die Antikriegsproteste zu diffamieren.

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Re:Palästina - Israel
« Antwort #43 am: 11:07:52 Mi. 30.Juli 2014 »
Letztens hab ich von einer Interviewerin (ÖR) das "Argument" im Bezug auf die Angriffe Israels auf Gaza gehört, "Das ist ja etwas anderes, Israel ist schließlich eine Demokratie".  ?(  Ich dachte ich bin im falschen Film.
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Re:Palästina - Israel
« Antwort #44 am: 11:29:59 Mi. 30.Juli 2014 »
Och Troll. Dazu brauchtest du eine Journalistin des ÖR?
Wir haben doch durch die jahrelange politische Praxis lernen können, daß Demokratien den Rest der Welt bombardieren dürfen, um ihnen Freiheit und Rechtsstaatlichkeit zu bringen.