Autor Thema: Privatisierung  (Gelesen 29933 mal)

ManOfConstantSorrow

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Re: Privatisierung
« Antwort #30 am: 12:23:32 Fr. 12.Juni 2009 »
Bedingungsloser Totalausstieg aus den Cross-Border-Leasing (CBL) Verträgen!
http://www.cbl-totalausstieg.de/
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Wilddieb Stuelpner

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Re: Privatisierung
« Antwort #31 am: 13:01:10 Fr. 12.Juni 2009 »
Bedingungsloser Totalausstieg aus den Cross-Border-Leasing (CBL) Verträgen!
http://www.cbl-totalausstieg.de/

Aus dieser Quelle:

"... Viele von uns gehörten 1999 bis 2003 zu denjenigen, welche die von Beginn an rechts- und sittenwidrigen CBL - Verträge als hochriskantes, spekulatives Abenteuer auf Kosten der amerikanischen Steuerzahler ablehnten. ...

... In bewusster Irreführung der Öffentlichkeit wird aktuell suggeriert, Kommunen wie Recklinghausen, Bochum, Wuppertal oder Gelsenkirchen seien erfolgreich aus den CBL-Geschäften ausgestiegen. Doch der angebliche „Ausstieg“ ist gar kein Ausstieg, sondern eine teure und risikoreiche Vertragsänderung oder Umstrukturierung der Vertragswerke zugunsten der US-amerikanischen Investmentgesellschaften und Versicherungen und der verbleibenden Banken im noch jahrzehntelang andauernden Finanzkreislauf. ...

... Bund und Länder, die Landesbanken ebenso wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau sind selbst in CBL-Geschäfte verwickelt. NRW, das Kernland der CBL-Geschäfte, hat unter dem damaligen Finanzminister Peer Steinbrück die Verträge forciert. Anstatt nun gegenüber den US-amerikanischen Finanzkonzernen die entschiedene Forderung zur Auflösung dieser Verträge aufzustellen und durchzusetzen, sollen die Kommunen die ihnen eingebrockte Suppe allein auslöffeln. Während die Bundesregierung sich medienwirksam im angeblich unermüdlichen Einsatz gegen Heuschrecken und Steueroasen in Szene setzt, hat man selbst mit den Briefkastenfirmen auf den Cayman-Inseln paktiert. Deshalb müssen auch sämtliche CBL-Verträge, die auf Bundes- und Landesebene getätigt wurden offen gelegt werden, ebenso wie sämtliche Beteiligungen der Landesbanken. ..."



Falsch: Der amerikanische Steuerzahler hat mit dem CBL-Mist nichts zu tun, sondern der deutsche Steuerzahler, der über seine gewählten Kommunalpolitiker, die solche Verträge mit amerikanischen Konzernen abschlossen, ohne das Recht zu bekommen, in die Vertragsunterlagen Einblick nehmen zu dürfen. Der deutsche Steuerzahler durfte für die Sicherheiten aufkommen anstelle der Kommunalpolitiker, falls diese Verträge bei geänderter amerikanischer Steuergesetzgebung für die amerikanischen Firmen Verluste einfahren. Und jetzt haben wir reihenweise genau dieses Problem. Die amerikanischen Firmen werden einen Teufel tun, um die blöden deutschen Vertragspartner aus den Sicherheitspflichten zu entlassen. Die amerikanischen Firmen sicherten sich doppelt ab und bei denen kann nichts schief gehen: Entweder sie profitieren von amerikanischer Steuergesetzgebung oder von deutschen Sicherheiten. Und jetzt sind die deutschen Sicherheiten lt. Vertragsbedingungen fällig und das von hoch verschuldeten deutschen Kommunen.

Und wer sitzt in den Politsesseln der Kommunen meistens fett und breit - die Leistungselite-Netzwerke-Amigo-Du-bist-Deutschland-INSM-Bertelsmann-Stiftung & Co.-Lackaffen von CDU/CSU/FDP - die so gut mit Geld umgehen können. Mit Geld können die nicht gut umgehen, allerdings mit ihrer eigenen Habsucht und Raffgier für die eigene Tasche. Gehen die CBL-Geschäfte schief, flüchten die Personen, die einst diese Verträge unterzeichneten aus den Kommunen in die Wirtschaft oder in den Ruhestand oder werden als Finanzberater in exponierten Positionen gebraucht. Und der Steuerzahler hat die Zeche an die großen, amerikanischen Brüder zu blechen.

Ach, ist das Arschkriechen in den us-amerikanischen Spekulantenhintern so schön.

Sachse

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Re: Privatisierung
« Antwort #32 am: 14:02:53 Mo. 15.Juni 2009 »
Nicht ganz richtig, auch dem amerikanischen Steuerzahler ist ein Schaden entstanden.
Schließlich wurde beim CBL eine Steuerlücke genutzt und die Firmen zahlten in den USA weniger steuern.

Kuddel

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Kraftwerksabschaltung gegen Privatisierung
« Antwort #33 am: 09:52:13 Mi. 26.Februar 2014 »
Zitat
Proteste gegen Privatisierung
Gewerkschaft stellt Zypern den Strom ab

Zypern versucht weiterhin mit Sparmaßnahmen den eigenen Haushalt zu sanieren. Das geht zulasten der Elektrizitätsgesellschaft EAC-AHK. Jetzt greifen die Angestellten zu drastischen Mitteln.




Aus Protest gegen die geplante Privatisierung der Elektrizitätsgesellschaft EAC-AHK kommt es auf Zypern seit Dienstagmorgen zu Unterbrechungen in der Stromversorgung. Die Gewerkschaft der EAC-Angestellten schalte den Strom turnusgemäß in verschiedenen Regionen der Insel zweimal am Tag für etwa eine Stunde ab, teilte die Elektrizitätsgesellschaft mit.

Es ist die bislang härteste Reaktion auf die Sparmaßnahmen und die geplante Verschlankung des Staates nach dem Beginn der Banken- und Finanzkrise in Zypern im März 2013. Am Vortag hatten Hunderte Angestellte der Elektrizitätsgesellschaft versucht, das Repräsentantenhaus in der zyprischen Hauptstadt Nikosia zu erstürmen. Die Polizei setzte Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Demonstranten auseinander zu treiben.

Der Bankensektor hat Zypern tief in die Krise gerissen, das Euroland wurde nur mit Hilfe internationaler Geldgeber vor der Pleite bewahrt. Die Euro-Partner und der Internationale Währungsfonds greifen Zypern mit zehn Milliarden Euro unter die Arme, die Zyprer selbst müssen 13 Milliarden Euro beisteuern. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hatte vergangene Woche erklärt, das Hilfsprogramm sei in der Spur.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/proteste-gegen-privatisierung-gewerkschaft-stellt-zypern-den-strom-ab/9534092.html

BGS

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Re:Privatisierung
« Antwort #34 am: 21:26:54 Mi. 26.Februar 2014 »
Zitat
Beginn der Banken- und Finanzkrise in Zypern im März 2013
?

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Nikita

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Re:Strom-Privatisierung
« Antwort #35 am: 22:23:35 So. 25.Februar 2018 »
20 Jahre Stromprivatisierung-ein Disaster für Privathaushalte

Auszüge von http://punxatan.blogspot.de/2018/02/strom-abgestellt-fonds-gefullt.html

"Wegen steigender Preise können immer mehr Bundesbürger ihre Stromrechnung nicht zahlen. Die Zahl der Stromsperren ist auf den höchsten Wert gestiegen, der je gemessen wurde. Die Bundesnetzagentur berichtet für 2016 von 328.000 durchgeführten und über sechs Millionen angedrohten Stromsperren.  Das betraf rund 200.000 Haushalte, die Sozialgesetzbuch (SGB)-Leistungen beziehen.

Während sich die Anzahl der Energieversorgungsunternehmen (EVU) erhöhte, ging die Zahl der Beschäftigten dort von 1998 bis 2013 von 251.709 auf 191.892 drastisch um 23,8 Prozent zurück. Fast jeder vierte Arbeitsplatz wurde abgebaut. Besonders bei den großen 4 Branchenriesen (E.on, RWE, EnBW und Vattenfall) wurden Arbeitsplätze abgebaut.

Der seit 1998 einsetzende Verteilungskampf zwischen Kapital und Arbeit ist auch im Energiesektor eindeutig zugunsten des Kapitals entschieden worden. Im Einzelnen sieht das so aus:

Die wirtschaftlich entscheidenden Lohnstückkosten in der Strombranche sanken um 82,5 Prozent.
Die Personalintensität, das ist der Personalaufwand in Relation zur Gesamtleistung, ging von 15,4 auf 2,9 Prozent, also um 12,5 Prozentpunkte extrem zurück.
In der Elektrizitätswirtschaft kam es zu einer enorm hohen Umverteilung der erzielten Wertschöpfungen zum Nachteil der Arbeitseinkommen und zugunsten der Kapitaleinkommen. So verringerte sich in der Folge die Lohnquote auf der Basis der Nettowertschöpfung (Differenz zwischen dem Umsatz und den Ausgaben) zwischen 1998 und 2013 von 67,2 auf 42,7 Prozent, also um 24,5 Prozentpunkte.

Die Umsatzrendite (bemisst den verbleibenden Gewinnbeitrag je Euro Umsatz für die Eigenkapitalgeber, die sog. Shareholder) in der Elektrizitätswirtschaft schwankte im Zeitraum von 2013 und 2008 zwischen 2,4 und 7,1 Prozent und lag weit über den allgemeinen Renditen im Jahresdurchschnitt.

Seit der “Marktliberalisierung” 1998 kann man vor allem bei den 4 Branchenriesen ein ziemlich hohes Umsatzwachstum beobachten, beruhend auf internationalen Expansionen, dem Auftun neuer Energiedienstleistungen und durch die durchgesetzte Preissteigerung im privaten Haushaltsbereich.

Die Gewinne stiegen für die Shareholder der Energieversorgungsunternehmen von 1998 bis 2013 um 180,9 Prozent, aber die Einkommen der in der Branche verblieben Beschäftigten nur um 31,2 Prozent.

Für die privaten Haushalte ist es von 1998 bis 2014 zu keinen Strompreissenkungen gekommen. Im Gegenteil: Die Endkundenpreise sind für einen 3 Personenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh sogar um 70,2 Prozent oder um 12 Cent/kWh gestiegen.

Der allgemeine Verbraucherpreisanstieg belief sich dagegen im gleichen Zeitraum auf nur 27,0 Prozent. Die Stromkosten der Privathaushalte liegen rund 45 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 20,52 Cent pro Kilowattstunde.
Der um Abgaben bereinigte Industriestrompreis dagegen liegt mit 6,27 Cent pro Kilowattstunde ganz deutlich unter dem EU-Mittelwert von 9,37 pro Kilowattstunde.

Für das laufende Jahr haben mehrere Versorger bereits weitere Erhöhungen der Haushaltsstromkosten angekündigt."