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Folgen von mobbing

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Gehtsnoch:
Hallo Forum,

die meisten hier wissen, wie mobbing aussieht...nun moechte ich gerne von euch wissen (da es mich auch betrifft):

Wenn man unter mobbing leidet...ist es dadurch moeglich, das man auf der Arbeit vergesslich wird und somit dumme Fehler entstehen???
Ich meine...wenn Druck vorhanden ist, das man sehr schnell anfaellig wird, den eigenen Kopf einzuschalten ?

Ist es schon ein Anzeichen, wenn man innerlich den Chef und den Vorgestzten foltert und meuchelt, wenn man nur noch darueber nachdenkt, kommt mein Geld???

Wie sind eure Erfahrungen darueber?

Alex22:
hier erst mal das L.  ;D
schau mal im Goockle
unter Mobbing, Sozialmobbing ua.
Das Netzt ist voll.

Mobbing macht Angst und dann reagiert man oft unkontrolliert und überraschend.
Es macht auch krank.

Gehtsnoch:
Hab Google schon durch...nur moechte ich EURE Erfahrungen kennen lernen.
Mir passieren manchmal unglaubliche Dinge...ich vergesse schlicht simple Arbeitsschritte, oder sag nichts...wenn der Vorgesetzte mir verschaukelt...privat bin ich nicht so.
Muss dazu sagen...im letzten Job durfte ich mal wieder meinem Geld hinterher rennen (staendig, teils 6 Wochen) und wurde aufgrund dessen gekuendigt, weil ich kein Auto gekauft habe (mit Brief und Siegel, als Kfzler)...naja, mein Bandscheibenvorfall schuetzt mich etwas....

Aber der Druck war enorm, so gross, das mein Bandscheiben leiden massiv verstaerkt wurde.
Den Hexenschuss erlitt ich einen Tag nach Kuendigung, nachdem ich die Nacht mal wieder alles in meinem Kopf durchgegangen bin. Die nervliche Anspannung...ging sehr an meiner Substanz.

Ich spreche das so offen an (vorher schaemte ich mich), weil ich doch nicht der einzigste sein kann, dem es so ergeht.
Ich kenne Menschen, die bei viel geringeren Sachen durchdrehen.

Ist nicht das erste mal....hatte in den Letzten Jahre viele Stellen.

Alex22:
So wie du es schilderst erging es mir ähnlich.
Chefs machen einen oft für ihre eigenen Fehler verantwortlich.
Lassen ihre Launen an einem aus und zeigen damit, dass sie dem Druck, dem sie in diesem scheiß Wirtschaftssystem ausgesetzt sind auch nicht ertragen können.
Wenn man weiß was für arme Schweine die Vorgesetzten sind, dann kann man deren Tun ein wenig besser ertragen. Das empfinde ich so.
Wenn dann noch das private Umfeld gestört ist, kann man im Betrieb noch viel weniger sich durchsetzen und ertragen.
Es ist schon ein großer Schritt zur Befreiung, dass Du Dich nicht mehr schämst Opfer zu sein und über diese Probleme versuchst mit anderen in Austausch zu gelangen.
Das wirkt gegen die Vereinzelung und macht Dich langfristig widerstandsfähiger gegen die tägliche psychische Gewalt in diesem System in dem der mensch dem mensch Feind ist.

Kowari:
Dein Problem kenn ich. Ich kann mich oft nicht konzentrieren, hab Schreibblockaden, schiebe Dinge vor mir her und vergesse sie dann. Am Anfang waren die Tage so, daß ich ständig nur rumgerannt bin und hunderttausend Sachen erledigt habe. Nach fünf Stunden (hab 4 Stunden bezahlte Arbeitszeit/Tag, aber wen kümmert's) war ich wie ausgelaugt. Dann die Frage von oben: Was machst du eigentlich die ganze Zeit? Und ich konnte nicht antworten. Ja, was eigentlich? Ich hab mich lange unfähig gefühlt. Irgendwann viel dann der Begriff Burnout, ich hab mal gegoogelt um mir zu beweisen, daß ich es nicht habe, und am nächsten Tag bin ich zum Arzt gegangen. Drei Wochen später hab ich gekündigt. Ich hatte ein Riesenglück, daß mir woanders eine Stelle angeboten wurde. Das hat mich gerettet, denn jetzt weiß ich, ich kann nicht so unfähig sein.

Leider muß ich drei Monate Kündigungsfrist durchstehen. Mit Urlaub und Krankschreibung wäre das nicht so schlimm, aber ich muß ein paar Projekte abschließen, die für meine Zukunft wichtig sind. Ich kriege da Unterstützung von den Auftraggebern, aber meine Chefin lauert auf jeden noch so kleinen Fehler und bauscht ihn auf. Ich hab wirklich Angst, meine Emails aufzumachen. Jetzt habe ich mir auf dem Weg zur Arbeit das Knie verdreht und werde fast meine restliche Arbeitszeit krankgeschrieben sein und meine Chefin hat säuerlich angefragt, wie ich denn so meine noch ausstehenden wichtigen Aufgabe zu erfüllen gedenke. Ich danke ihr für diese nette Mail, denn so hab ich was in der Hand, aber belasten tut's mich trotzdem noch. 31.3. ist hoffentlich alles vorbei. Bis dahin stelle ich mir vor, wie meine Chefin Darth Vader an einem Tag über den Weg läuft, an dem er sehr schlechte Laune hat. Ich hör sie manchmal richtig röcheln.

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