Autor Thema: Plastik = Wohl bekommts.  (Gelesen 5401 mal)

Pinnswin

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Plastik = Wohl bekommts.
« am: 23:13:43 Mo. 01.Februar 2010 »
Wieso man den Film Plastic Planet sehen sollte

http://www.leben-ohne-diaet.de/blog/wieso-man-plastic-planet-sehen-sollte-02133.html
Zitat
Am 25. Februar startet die Dokumentation Plastic Planet in den Kinos. Wenn der Film nur halb so viel hält, wie der Trailer verspricht, muss ich nicht mehr so oft erklären, warum ich keine Plastikflaschen mag. 8-)...
Das Ende Der Welt brach Anno Domini 1420 doch nicht herein.
Obwohl vieles darauf hin deutete, das es kaeme... A. Sapkowski

Petrophaga

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Plastic Planet
« Antwort #1 am: 12:18:23 Sa. 19.November 2011 »
Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, daß Arbeit als Gnade vergeben wird.
Es ist wie im Kriege: wer die Butter hat, wird frech. (Kurt Tucholsky)

Troll

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Re:Plastik = Wohl bekommts.
« Antwort #2 am: 11:45:13 So. 20.November 2011 »
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Efeu

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Re:Plastik = Wohl bekommts.
« Antwort #3 am: 23:46:47 So. 30.November 2014 »
Zitat
Granaten und Mikroperlen: Unsere Gewässer sind dramatisch vermüllt

Der Zufall hat es mal wieder ans Tageslicht gebracht: Weil für die Reparatur einer Brücke von Offenbach nach Frankfurt der Grund des Main nach gegebenenfalls störenden Objekten abgesucht werden musste, zeigte sich, wie zugemüllt der Fluss doch eigentlich ist. Insgesamt befinden sich unsere Gewässer - vom kleinen Tümpel bis zum Ozean - in einem desolaten Zustand.
[...]
„Zwei Dinge regen mich hier maßlos auf: Zum einen, dass es Menschen gibt, die scheinbar keinerlei Skrupel haben, vom Kinderwagen bis zum LKW alles in der Natur zu entsorgen, und zum anderen, dass Stadt und Land immer nur das reinigen, was für jeden sichtbar ist, wie Straßen und Plätze." Schon als Kind habe er gelernt, dass unter der Wasseroberfläche mehr als nur Fische schwimmen. Mehrere Fahrräder, eine komplette Mülltonne und Unmengen an Plastikmüll und Getränkedosen hätten er und seine Mitschüler in den 1990er Jahren aus einem kleinen Schulteich gefischt. „Das war ein prägendes Erlebnis"
[...]
Der Main ist da kein Einzelfall. Die Donau ist mit 2.857 Kilometern der zweitlängste Fluss Europas. Diese Länge hat ihre Schattenseite: Die Donau sammelt auf ihrem Weg durch zehn Länder nämlich 4,2 Tonnen Plastikmüll an und spült ihn ins Schwarze Meer. Und das jeden Tag.
[...]
„Jedes kleine Stück Kunststoff, das in den letzten 50 Jahren hergestellt wurde und ins Meer gelangte, ist dort immer noch irgendwo"
[...]
Etwa 10 Prozent des Plastikmülls ist herrenlose Fischereiausrüstung. „Defekte Netze werden von den Fischern nach wie vor einfach abgeschnitten und ins Meer geworfen" ... „Eine nachhaltige Fischerei gibt es weder in Binnengewässern noch auf hoher See" ... „Nach wie vor zerschneiden Wände unsichtbarer Netze die Meere. Die gesamte Meeresfläche wird statistisch gesehen mehrmals am Tag umgepflügt. Grundschleppnetze kratzen mit einem Rechen selbst die kleinsten Lebewesen vom Meeresgrund. Ganze Lebensräume, die über Jahrtausende gewachsen sind, werden durch ein Grundschleppnetz in Sekunden vernichtet." Die Fischerei bringe die Lebensräume im Meer aus dem Gleichgewicht und die großen Umweltschutzorganisationen hätten meist nur Delfine und Wale auf dem Schirm, da diese Top-Sympathieträger seien. „Aber ein Seestern - so klein und unbedeutend er wirken mag - ist für das Ökosystem wichtiger als der mächtigste Blauwal."

http://www.huffingtonpost.de/fabio-ornato/mull-in-gewassern_b_5304353.html

Efeu

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Re:Plastik = Wohl bekommts.
« Antwort #4 am: 17:05:56 Di. 23.Dezember 2014 »
Zitat
Schluss mit Mikroplastik! Schutz für Meere und VerbraucherInnen!

Mikroplastik befindet sich in vielen Kosmetik-Produkten und verschmutzt unsere Meere! Es zieht Umweltgifte an und gelangt über Muscheln, Würmer und Fische in die Nahrungskette. Viele Unternehmen haben den Verzicht auf Mikroplastik angekündigt oder umgesetzt.

Doch der Kosmetik-Hersteller Yves Rocher verwendet noch immer Mikroplastik – und vermarktet die Produkte auch noch als „Pflanzen-Kosmetik“. Eine Frechheit! Deshalb habe ich einen Appell an Yves Rocher gestartet, in seinen Produkten auf Mikroplastik zu verzichten!

Unterzeichnen Sie jetzt den Appell an Yves Rocher: Kein Mikroplastik in Kosmetik!
http://is.gd/EhAORx
Yves Rocher. Die Nr. 1 in Plastik-Kosmetik!
http://www.bund.net/aktiv_werden/aktionen/mikroplastik_in_kosmetik/

Gemeinsam bauen wir Druck auf für den Schutz der Meere und VerbraucherInnen!

http://www.change.org/p/umweltministerin-hendricks-schweinswale-finden-nichts-mehr-zu-fressen-jungtiere-verlieren-ihre-m%C3%BCtter-schuld-ist-der-einsatz-von-schallkanonen-10-000-mal-lauter-als-d%C3%BCsenjets-einsatz-sofort-stoppen-schallkanonen-verbieten/

Troll

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Re:Plastik = Wohl bekommts.
« Antwort #5 am: 10:17:00 So. 25.März 2018 »
Zitat
Studie: Mikroplastik überall in unseren Gewässern

Dass die Weltmeere in Plastikmüll nahezu "ertrinken", wissen mittlerweile die meisten Menschen. Weniger bekannt ist, dass auch unsere Binnengewässer mit kleinen Plastikteilchen durchsetzt sind. Das bekräftigt nun eine neue Pilotstudie in fünf deutschen Bundesländern.

Die Studie hat Gewässer in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen untersucht. Von den in den Wasserproben analysierten 19.000 Partikeln waren mehr als 4.300 kleine Plastikteilchen; vor allem Mikroplastik, das z.B. aus Kosmetik-Rückständen stammt.

Die Proben kommen aus 25 Flüssen und Binnengewässern und wurden an 52 Messstellen im Einzugsgebiet von Rhein (37 Messstellen), Donau (16) und der Weser (1) entnommen. Durchgeführt wurde die Untersuchung von den jeweiligen Landesumweltämtern.
...

Quelle: BUND e.V.


Studie:
Mikroplastik in Binnengewässern Süd- und Westdeutschlands (PDF ~4,8MB)

 
Studienquelle: https://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/274206/

Toll das der Müll so klein ist, der belästigt unsere Augen nicht.
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Re:Plastik = Wohl bekommts.
« Antwort #6 am: 18:26:20 So. 08.April 2018 »
Zitat
Vermüllung - Mikroplastik: Ein Desaster der Profitwirtschaft!

Der Umgang mit dem vielseitig einsetzbaren Stoff Plastik hat eine enorme Bedrohung für unsere Lebensgrundlagen hervorgebracht. Neue Untersuchungen belegen: Mikroplastik ist global verbreitet. Das hat schwerwiegende Folgen.

Quelle: https://www.rf-news.de/2018/kw14/mikroplastik-ein-desaster-der-profitwirtschaft
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Re:Plastik = Wohl bekommts.
« Antwort #7 am: 14:21:21 Mo. 21.Mai 2018 »
Zitat
Appell an Bundesregierung - EU wirbt für Plastiksteuer

Eine Steuer auf Plastik - Strafe oder doch Anreiz für weniger Plastikverbrauch? Darüber wird zwischen Berlin und Brüssel gerungen.

Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/bei-der-bundesregierung-eu-wirbt-fuer-plastiksteuer-100.html
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Re:Plastik = Wohl bekommts.
« Antwort #8 am: 09:49:20 Di. 22.Mai 2018 »
Die Grünen haben es vor Jahren begonnen, "Umweltpolitik" über den Geldbeutel der Massen, an die Wirtschaft direkt scheint sich keiner mehr zu trauen.
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Kuddel

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Re:Plastik = Wohl bekommts.
« Antwort #9 am: 10:04:38 Di. 22.Mai 2018 »
an die Wirtschaft direkt scheint sich keiner mehr zu trauen

So lange das nicht passiert, wird sich in der Gesellschaft nichts verbessern. Weder in ökologischen Fragen, noch im Sozialen.
Das Wirtschaftssystem und die Verteilungsfrage sind die zentralen Probleme und so lange die nicht angegangen werden, bleibt eine noch so gut gemeinte Politik reine Makulatur.

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Re:Plastik = Wohl bekommts.
« Antwort #10 am: 10:39:44 So. 27.Mai 2018 »
Sag doch so etwas nicht, die Lösungen für unser "weiter so" stehen in den Startlöchern, Plastikfischende Gerätschaften die über die Meere schippern, Plastikfressende Mikroben wurden auch schon entdeckt, die Zukunft sieht rosig aus, und wir können uns zurück lehnen, ach ja, Seegras fressende Kühe furzen 99% weniger Methan, na bitte, alles super.
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Re:Plastik = Wohl bekommts.
« Antwort #11 am: 10:57:15 So. 27.Mai 2018 »
Zitat
EU-Kommission will Plastik-Besteck verbieten lassen

Offenbar will die EU-Kommission neue Pläne gegen Plastikmüll vorlegen. Insbesondere Plastikgeschirr, Strohhalme und Wattestäbchen könnten einer Regulierung zum Opfer fallen. Dazu kommt eine geplante Plastikmüllabgabe.

Quelle: https://www.welt.de/politik/ausland/article176707420/Messer-Gabel-und-Co-EU-Kommission-will-Plastik-Besteck-verbieten-lassen.html
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Re:Plastik = Wohl bekommts.
« Antwort #12 am: 09:04:41 Do. 18.Oktober 2018 »
Zitat
Die Recyclingquote in Deutschland ein einziger Betrug

Der Abfallwirtschafts-Experte Quicker ist davon überzeugt, dass sich die Siedlungs-Abfälle in Deutschland letztlich um 90 Prozent reduzieren ließen.


Aber selbst wenn der Konsument alles trenne, werde das nicht gelingen, sagte der Aachener Professor Deutschlandfunk Nova. Grund sei die Verwendung von Verbundstoffen. Zum Teil seien zehn bis 20 Kunststoffe in einem Produkt verbaut. Es sei die Aufgabe der Industrie, dies zu ändern, verlangte der Professor. Die offiziell in Deutschland genannte Wiederverwertungsquote von 66 Prozent sei hingegen ein einziger Betrug.
https://www.deutschlandfunk.de/aachener-professor-die-recyclingquote-in-deutschland-ein.2932.de.html?drn:news_id=935295

Im Übrigen: In der DDR gab es ein System des Recyclings, das dem des Westens überlegen war. Es mußte dem "Grünen Punkt" weichen.

Troll

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Re:Plastik = Wohl bekommts.
« Antwort #13 am: 16:46:00 Do. 18.Oktober 2018 »
In der DDR ging es aber nicht um unzählige Kunststoffarten sondern eher um Naturnahe Rohstoffe, Holz, Stein, Glas, Papier, Metalle, da ist Recycling bekannt leichter machbar, und die DDR war mit Rohstoffen auch grundsätzlich umsichtiger, wir produzieren lieber neu und lassen zig Beteiligte nochmal verdienen bevor das wirtschaftliche Aushängeschild deutsche Innovation aktiv wird, es muss lukrativer sein als Neuproduktion oder Abbau.
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Re:Plastik = Wohl bekommts.
« Antwort #14 am: 15:43:48 So. 21.Oktober 2018 »
Abfallvermeidung war schon immer besser, als Recycling!
Das Problem beim Kunststoff- Recycling ist zum einen, das nicht alle Kunststoffe recyclebar sind und das es eben viele Verbundstoffe gibt.
Zum anderen ist es schier unmöglich die Masse an anfallendem Kunststoff zu recyclen!
Laut Aussage meines damaligen Dozenten im 1. Semester Umweltschutztechnik landen 80 bis 90% aller Gelben Säcke auf der Deponie bzw. in der Müllverbrennung, weil es einfach nicht genug Kapazitäten gibt, um alles zu recyclen!