Autor Thema: Agententhriller "in echt"  (Gelesen 12757 mal)

Kuddel

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #15 am: 18:41:43 Mi. 11.Januar 2017 »
Drehbuchautoren aufgepaßt! Die Wirklichkeit ist ebenso bekloppt wie eure Bücher:

Zitat
Steuerbetrug:
Ex-Kanzleramtschef bestätigt Existenz von Geheimfonds

Der wegen Steuerbetrugs angeklagte Geheimagent Mauss habe seine Operationen aus einem internen Fonds am Kanzleramt finanziert. Unklar sei, wer die Ausgaben kontrollierte.




Im Steuerprozess gegen Ex-Geheimagent Werner Mauss hat der ehemalige Staatsminister im Kanzleramt, Bernd Schmidbauer (CDU), die Existenz eines Geheimfonds bestätigt. Daraus habe Mauss seine Operationen finanziert, sagte der 77-Jährige als Zeuge vor dem Bochumer Landgericht aus, wo sich Mauss wegen Steuerhinterziehung verantworten muss. Das Geld sei intern als "internationale Reserve" bezeichnet und von anderen Staaten eingezahlt worden – unter anderem von den USA, sagte Schmidbauer. Genaueres über die Einrichtung und Kontrolle könne er aber nicht sagen.

Mauss selbst habe seit 1991 kein Geld mehr von der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Es seien auch keine Verträge mehr mit ihm abgeschlossen worden. Man habe allerdings kooperiert. Für die Bundesregierung sei Mauss auf jeden Fall ein wichtiger Türöffner gewesen – vor allem zur südamerikanischen Guerilla, sagte Schmidbauer.

Schmidbauer zufolge arbeitete Mauss weitgehend autark. "Seine Wege haben sich uns nicht erschlossen". Deshalb könne er auch nichts über Zu- und Abflüsse aus dem Geheimfonds sagen. "Es gab keine Möglichkeit, von deutscher Seite auf die Verwendung der Gelder Einfluss zu nehmen."

Dass es gar keine Kontrolle gegeben hat, könne er sich aber nicht vorstellen. "Ich glaube nicht, dass jemand das Geld hingeschmissen hat und gesagt hat: Mach damit, was du willst."

"Ich habe das Verbrechen immer bekämpft"

Die Staatsanwaltschaft wirft Mauss vor, Steuern in Millionenhöhe hinterzogen zu haben. Dieser beteuerte in dem Prozess noch einmal seine Unschuld. "Ich habe keine Steuerhinterziehung begangen", sagte Mauss den Richtern. "Ich habe das Verbrechen schließlich immer bekämpft."

Bei dem auf Konten in Luxemburg und Panama deponierten Geld handele es sich ausschließlich um die von Schmidbauer genannte "internationale Reserve", die er seit den 1980er-Jahren treuhänderisch verwaltete. Sie sei ihm daher privat nicht zuzurechnen. Genau das sieht die Staatsanwaltschaft jedoch anders.

Wie sich Mauss finanziert hat, ist unklar. Auch Schmidbauer konnte dazu im Zeugenstand keine genauen Angaben machen. Dass Mauss kostenlos gearbeitet hat, könne er sich aber nicht vorstellen. "Ich kenne niemanden, der Leistungen erbringt, ohne dafür entlohnt zu werden", sagte Schmidbauer den Richtern. Regelungen dazu seien ihm aber nicht bekannt.

Nachdem seine verschiedenen Identitäten aufgeflogen seien, habe er Mauss geraten aufzuhören. Allerdings ohne Erfolg. "Das Ergebnis war wie bei einer Katze – gleich Null", so Schmidbauer.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-01/steuerbetrug-kanzleramt-fonds-werner-mauss

Kuddel

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #16 am: 19:45:16 Sa. 03.Juni 2017 »
Das Hollywoodbild vom Agenten ist ja extra für die Leinwand entworfen und nicht bei der Wirklichkeit abgeschaut.
Der Leinwandagent hat die Megaausbildung mit der er durch jede verschlossene Tür kommt, jedes Computerprogramm knackt und am wichtigsten, alle Emotionen ausschaltet, wenn er Bomben legt und menschliche Ziele ausschaltet.

In Wirklichkeit arbeitet man wohl viel lieber mit Leuten, die man im wirklichen Leben findet und deren Haltung auf ein Talent für die geheimdienstlichen Interessen hindeutet. Die NSU Truppe wurde ja schon Jahre vor ihrem organisierten Terror ausfindig gemacht, u.a. durch eine besonders rechtsradikale Haltung bei der Bundeswehr, der MAD fand es sofort interessant. Solche Naturtalente werden genutzt, ohne daß man ihnen einen "Auftrag" geben muß. Man braucht Rassisten auch nur Waffen und Sprengstoff zu geben,  dann ist in etwa klar, in welche Richtung es geht.

Übrigens hat man auch bei Linken ähnlich gearbeitet:
Zitat
Peter Urbach (...) war ein V-Mann und Agent Provocateur des Berliner Verfassungsschutzes in den späten 1960er Jahren.
Er lieferte nachweislich Molotow-Cocktails, mindestens eine Schusswaffe sowie mehrere Spreng- und Brandbomben. Mehrere Angebote und aktive Vorbereitungen für die Beschaffung von größeren Mengen an Schusswaffen sind dokumentiert (...). Eine seiner Bomben wurde am 9. November 1969 für einen versuchten Anschlag auf das jüdische Gemeindehaus in West-Berlin verwendet, was erst 2005 bekannt wurde. Zu den Interessenten und Abnehmern für seine Lieferungen zählten auch Andreas Baader, Horst Mahler...
https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Urbach

Weiterhin sind Leute interessant, die eh auf Kamikazekurs und erpreßbar sind.
Kriminelle Bauunternehmer, Leute aus dem Drogenbusiness (gerne Koks) sind prädestiniert, Schulden und die Aussicht auf Knast sind sind beste Voraussetzungen. Diese Irren werden nicht ausgebildet, aber benutzt.

Eine Reihe der "Islamistischen Terroristen" kommen überhaupt nicht aus einer religiösen Szene, sondern aus der Kokser- und Dealerzsene. Diesen Spuren sollte man ernsthafter nachgehen. Es dürfte lustig werden, was dann für Hintermänner und überraschende Verstrickungen zu Tage treten dürften...


Kuddel

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #17 am: 09:13:55 Mo. 11.Dezember 2017 »
Zitat
Slowenien
Wo die Spione streiken

Eigentlich gehört lauter Protest nicht zu den typischen Waffen von Agenten. Doch in Slowenien verdienen sie so schlecht, dass sie nun ihren Dienst eingestellt haben.


James Bond hat irgendwie nie richtig Dienstschluss, vielleicht kann man ihn sich deshalb nicht im Streik vorstellen. Aber auch echte Geheimagenten streiken normalerweise nicht. In den meisten Ländern sind sie Beamte und auch sonst ist ihnen der Ausstand nicht gestattet.

Das ist beim slowenischen Geheimdienst nicht anders. Dennoch ist er jetzt weitgehend geschlossen in den Streik getreten, wie die Regierung in Ljubljana bestätigte.

Das macht ihren Protest besonders laut. Der Inhalt ist allerdings so wie meistens bei Streiks: Die Agenten fordern bessere Arbeitsbedingungen und vor allem Gehaltserhöhungen. Nach Informationen slowenischer Medien beträgt die monatliche Bezahlung zwischen 750 und 1000 Euro und liegt damit unter dem Durchschnittseinkommen von 1047 Euro.

Ergebnis langer Sparmaßnahmen

Um das Land nicht in Gefahr zu bringen, werden die dringendsten Aufgaben allerdings weiterhin erledigt. Die Regierung betonte, trotz des Streiks würden alle Aufgaben zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit Sloweniens erfüllt. Rund 300 Mitarbeiter hat der Geheimdienst Sova, die sich nun auf das Nötigste beschränken, wie die Tageszeitung "Dnevnik" berichtet.

Der kleine Balkanstaat mit zwei Millionen Einwohnern verzeichnet derzeit das stärkste Wirtschaftswachstum in der Eurozone. Trotzdem verdienen die geheimen Staatsdiener schlecht - und nicht nur die. Nach einer Rezession 2013 hatte die Regierung Sparmaßnahmen eingeleitet, die insbesondere Pensionen und Gehälter im öffentlichen Dienst betreffen.
http://www.spiegel.de/karriere/slowenien-geheimdienst-streikt-wegen-schlechter-bezahlung-a-1182368.html

Kuddel

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #18 am: 22:14:08 Mi. 07.März 2018 »
Zitat
Sergej Skripal
Ex-Doppelagent mit Nervengift angegriffen

Die britischen Ermittler lassen keinen Zweifel daran, dass es sich um gezieltes Attentat handelt. Die Erkenntnisse dürften Spekulationen weiter anheizen, der Kreml könne seine Hände im Spiel haben.



An dieser Stelle wurden Sergej Skripal und seine Tochter Yulia gefunden. 

Der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Yulia sind höchstwahrscheinlich Opfer eines Anschlags mit Nervengift geworden. Es werde wegen versuchten Mordes ermittelt, teilte der Chef der britischen Anti-Terror-Einheit, Mark Rowley, am Mittwoch in London mit.

Die beiden seien mit Nervengift „gezielt angegriffen“ worden. Auch ein Polizeibeamter befinde sich inzwischen in einem lebensbedrohlichen Zustand. Eine Gefahr für eine breite Öffentlichkeit bestehe aber nicht.

In dem lieblichen englischen Städtchen werden ein russischer Ex-Spion und seine Tochter möglicherweise lebensgefährlich vergiftet. London verdächtigt Moskau.

Die Rolle der Ermittler sei nun, herauszufinden, wer hinter der Tat stecke, sagte Rowley. „Zu diesem Zweck arbeiten Hunderte Kriminalbeamte, gerichtsmedizinische Experten, Analysten und Geheimdienstmitarbeiter rund um die Uhr an dem Fall zusammen.“

Skripal und seine Tochter waren am Sonntag mit Vergiftungserscheinungen in der südenglischen Kleinstadt Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Sie kämpfen seitdem in einer Klinik um ihr Leben. Die Erkenntnisse der britischen Polizei dürften Spekulationen weiter anheizen, der Kreml könne seine Hände bei dem mutmaßlichen Giftanschlag im Spiel haben.

Der Fall hatte zu einem diplomatischen Schlagabtausch zwischen Moskau und London geführt. Der britische Außenminister Boris Johnson hatte am Dienstag eine „angemessene und robuste“ Reaktion angekündigt, sollte sich der Verdacht auf eine staatliche Rolle in dem Fall erhärten. Kein Versuch, auf britischem Boden unschuldiges Leben zu nehmen, werde ohne Sanktionen oder ungestraft bleiben, sagte Johnson kaum verhohlen an Moskau gerichtet.

Das Außenministerium in Moskau warf den britischen Behörden eine russlandfeindliche Kampagne vor. Noch vor Klärung der Fakten würden Vorwürfe gegen Russland erhoben, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa am Mittwoch.

Premierministerin Theresa May stellte am Mittwoch wie zuvor Johnson den Besuch britischer Politiker und Würdenträger bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland im Sommer infrage, sollte sich herausstellen, dass Moskau hinter dem mutmaßlichen Attentat steckt.

Ähnlich direkt fiel die Antwort aus Russland aus. „Man spürt, dass diese Kampagne absolut geplant abläuft, und darin erklingen auch Äußerungen offizieller Vertreter Großbritanniens“, sagte Ministeriumssprecherin Sacharowa der Agentur Interfax zufolge. Am 18. März wird in Russland der Staatspräsident gewählt; Wladimir Putin stellt sich zur Wiederwahl und gilt als haushoher Favorit.

Der frühere Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Sergej Skripal, war in Russland als britischer Spion verurteilt und bei einem Austausch 2010 freigelassen worden. Er lebte unter seinem Klarnamen in Salisbury, wie der „Guardian“ berichtete.

Eine Pizzeria und ein Pub in Salisbury wurden vorübergehend geschlossen und dekontaminiert. Auch nahe der Touristenattraktion Stonehenge sei eine Absperrung im Zusammenhang mit dem Fall eingerichtet worden, teilte die Polizei mit.

Der Fall erinnert an den Mord an dem russischen Ex-Agenten und Kremlkritiker Alexander Litwinenko in London 2006. Er war mit radioaktivem Polonium vergiftet worden.
http://www.fr.de/politik/sergej-skripal-ex-doppelagent-mit-nervengift-angegriffen-a-1462485

Kuddel

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #19 am: 13:02:20 Do. 15.März 2018 »
Zitat
"Für Moskau war Skripal nicht besonders bedeutend"

Der Anschlag auf Sergej Skripal bleibt mysteriös: Der im Exil lebende Russe Waleri Morosow hat den Doppelagenten kürzlich getroffen. Er hält es für unwahrscheinlich, dass Russland hinter dem Attentat steckt.


Ich glaube nicht, dass der Kreml oder Wladimir Putin dahinterstecken. Die Täter profitieren von einer günstigen weltpolitischen Lage: Wenn etwas in Großbritannien in dieser Art geschieht, wird direkt Putin verantwortlich gemacht. In dieser Hinsicht ist Großbritannien der Himmel für Kriminelle aus Russland. Und von denen gibt es hier viele. Dafür spricht noch ein weiterer Faktor. Die Ausführung der Tat. Nach allem, was ich aus persönlichen Erfahrungen und von Bekannten aus dem Geheimdienst weiß, sind Kinder bei solchen Anschlägen tabu. Das entspricht nicht der Vorgehensweise. Nun ist die Tochter aber mitvergiftet worden.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/sergej-skripal-ein-bekannter-berichtet-von-treffen-waleri-morosow-a-1197166.html

Zitat
Anschlag auf Sergej Skripal
"Als würde jemand absichtlich seinen Fingerabdruck am Tatort hinterlassen"


Und so bleiben einige Fragen vorerst unbeantwortet. Für eine Exekution werden geächtete Chemiewaffen eher selten benutzt. Sie sind hochtoxisch, und die Täter gehen ein hohes Risiko ein, sich selbst zu vergiften. Aber warum sollte Russland ausgerechnet eine Waffe eingesetzt haben, deren Spur so leicht zurückzuverfolgen ist?

Diese Generation Chemiewaffen wurde im Kalten Krieg entwickelt, Überläufer haben westlichen Geheimdiensten ihre Existenz und Zusammensetzung verraten. Für einen der Wissenschaftler, der über das Programm namens Nowitschok berichtete und dafür in Russland vor Gericht kam, setzte sich die Bundesregierung ein. Die Erkenntnisse der Überläufer gingen auch an den britischen MI 6 und von dort zu den Experten des britischen Forschungsinstituts Porton Down.

Vermutlich ist dies einer der Gründe, warum die Substanz nun so schnell zu identifizieren war. "Eigentlich ist das, als würde jemand absichtlich seinen Fingerabdruck am Tatort hinterlassen", sagt ein hochrangiger Sicherheitsexperte. Zugleich würde allein der Beweis der Existenz dieser aus Russland stammenden Waffe den Kreml bloßstellen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/anschlag-auf-sergej-skripal-als-wuerde-jemand-absichtlich-seinen-fingerabdruck-am-tatort-hinterlassen-1.3903958

Und plötzlich haben wir einen Rückfall in den Kalten Krieg.
Was die Medien bringen, hat nichts mehr mit Journalismus zu tun:

Ein schlimmer Verdacht, der Putin nutzt  - Stern
Moskau macht auf Unschuldslamm - taz
Wie Putin mit Mafiapolitik sein Image in Russland pflegt - Huffington Post
"Putin hat das befehligt oder Lage nicht im Griff" - ZDF
„Die Russen demütigen uns“ - FR
"Russland hat ohne Not den Druck auf sich selbst erhöht" - DLF
Ist der Anschlag auf Skripal eine "gruselige Visitenkarte" Putins? - NZZ

Kuddel

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #20 am: 09:44:39 Fr. 16.März 2018 »
Zitat
Der ehemalige britische Botschafter Craig Murray vergleicht die Kampfstoffkategorie, mit der der ehemalige Doppelagent Skripal vergiftet worden sein soll, mit den behaupteten Massenvernichtungswaffen im Irak
https://www.heise.de/tp/features/Mythos-Nowitschok-3996384.html

Troll

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #21 am: 15:39:55 Fr. 16.März 2018 »
Zitat
Giftanschlag von Salisbury: Britische Polizei findet Putins Ausweis am Tatort
...

Quelle: Der Postillon

So, jetzt haben sie Putin bei den Eiern, da kann er sich nicht mehr raus winden (wie sonst üblich).
Let's Start a War (Said Maggie May One Day)

Das ist gerade wieder dermaßen Absurd/Bizarr, daß könnte man nicht mal im Kino bringen.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
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Onkel Tom

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #22 am: 15:45:23 Fr. 16.März 2018 »
Ich traue diesem Geschehen nicht mehr über den Weg.

Die Medien sind sich noch nichtmal darüber einig, welcher Kampfstoff
benutzt wurde. Ob CX oder Antrax, hauptsache es wird immer wieder
unterstrichen, das es nur aus Moskau stammen kann.

Politisch betrachtet, finde ich keinen Sinn darin, das Moskau dafür
verantwortlich sein soll. Wenn es dem so wäre, hätten sie das schon
viel früher durchziehen können..

Für die britische Regierung passt das jedoch wie die Faust aufs Auge,
für wieder mehr Zusammenhalt der Natomitglietsstaaten zu werben
und Thrump ins Boot gemeinschaftlicher Interessen zu locken.

Naja, kann jetzt noch als Verschwörungstheorie interpretiert werden,
aber wer weiß, was da wirklich gelaufen ist und wer und warum soo
geheimnisvoll Giftmord begeht..

Die Russen sind doch nicht wirklich so dämlich, solch angeblich
deutliche Spuren zu hinterlassen oder ?

 ::)

Edit: Oha, Kujau haben sie ausgebuddelt und war daran beteiligt ?
Lass Dich nicht verhartzen !

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #23 am: 13:10:35 So. 18.März 2018 »
Edit: Oha, Kujau haben sie ausgebuddelt und war daran beteiligt ?

 8o Der hat dann Putins Ausweis gefälscht!
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BGS

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #24 am: 20:52:14 So. 18.März 2018 »
Wer deutliche Spuren hinterlassen will, himterlässt "deutliche Spuren".

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Onkel Tom

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #25 am: 22:41:56 So. 18.März 2018 »
Hmm. Wie Agenten mit ihren Geheimnissen wie rohe Eier umgehen..  ::)

Satiere.. Erinnert mich an diese zwei..



Satire off..

Bin ja mal gespannt was da noch so auf dem "Aufklärtablett" serviert wird.

Lass Dich nicht verhartzen !

Strombolli

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #26 am: 22:40:06 Mo. 19.März 2018 »
Wenn man nicht gleich tot ist, taugt das Zeug nichts.
Das Systemmotto: "Gib mir Dein Geld! - Jetzt, Du dreckiges Opfer !!!! - Und habe immer ANGST VOR DEM MORGEN !!!"

"Hört auf, Profite über Menschen zu stellen!" Occupy
Permanent angelogen & VERARSCHT IN DEUTSCHLAND! - Ich habe mit Dir fertig

Kuddel

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #27 am: 19:10:42 Mi. 16.Mai 2018 »
Zitat
Recherchen nach dem Nervengiftattentat auf den Doppelagenten Skripal enthüllen eine brisante Geheimoperation: Schon vor mehr als 20 Jahren beschaffte sich der deutsche Auslandsgeheimdienst eine Nowitschok-Probe.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nervengift-nowitschok-bnd-beschaffte-probe-in-den-neunzigerjahren-a-1208117.html

Kuddel

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #28 am: 19:07:09 Fr. 18.Mai 2018 »
Zitat
Stolz wollte der BND seinen alliierten Verbündeten vor Jahrzehnten den Kampfstoff Nowitschok präsentieren, den ein Überläufer besorgt hatte. Doch die wussten nach Informationen des SPIEGEL längst davon.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nowitschok-nato-alliierte-wussten-schon-vor-bnd-vom-kampfstoff-a-1208466.html



Kuddel

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Re:Agententhriller "in echt"
« Antwort #29 am: 10:25:25 Do. 31.Mai 2018 »
Die Wirklichkeit funktioniert auch auf Trash TV Niveau:

Zitat
Kiew
Russischer Journalist Babtschenko lebt - Ermordung war inszeniert


Seine angebliche Ermordung war vom ukrainischen Geheimdienst inszeniert. Das teilte Babtschenko vor Journalisten in Kiew mit. Der Leiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU, Grizak, beschuldigte Russland, Babtschenkos Ermordung geplant zu haben. Für die Tat sei ein ukrainischer Staatsbürger angeheuert worden, der dafür 40.000 Dollar erhalten habe. Eine Person sei festgenommen worden. Durch die inszenierte Ermordung habe man Babtschenkos Leben gerettet. Babtschenko dankte dem Geheimdienst und bat um Entschuldigung für das, was Menschen seinetwegen durchgemacht hätten. Das russische Außenministerium wies die Vorwürfe zurück. Russland sei glücklich, dass Babtschenko am Leben sei, aber die Ukraine benutze seine Geschichte nur zu Propaganda-Zwecken. Die ukrainischen Behörden hatten gestern mitgeteilt, dass Babtschenko erschossen worden sei. Der Autor gilt als Kreml-Kritiker. Er hatte Russland vor zwei Jahren verlassen, weil er dort unter Druck gesetzt wurde. In den 90er Jahren hatte er in Tschetschenien gekämpft, ehe er sich als Kriegsreporter einen Namen machte. In Moskau arbeitete er für die oppositionelle Zeitung "Nowaja Gaseta" und den liberalen Radiosender Moskauer Echo.
http://www.deutschlandfunk.de/kiew-russischer-journalist-babtschenko-lebt-ermordung-war.2932.de.html?drn:news_id=887911