Autor Thema: Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft  (Gelesen 56158 mal)

Kuddel

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Re:Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft
« Antwort #15 am: 13:46:32 Di. 16.Januar 2018 »
Zitat
Seit 17 Jahren keine Erhöhung
Berlins studentische Beschäftigte treten in den Streik



Kurz nach dem Millenium gab es die letzte Erhöhung: Am Dienstag treten die studentischen Beschäftigten in Berlin in den Streik. Sie fordern mehr als die 10,98 Euro pro Stunde. Die Arbeitgeber finden: In Berlin wird immer noch richtig viel gezahlt.
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2018/01/streik-studentische-beschaeftigte-berlin-.html

Kuddel

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Re:Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft
« Antwort #16 am: 13:43:16 Mi. 17.Januar 2018 »


Die streikenden Studentischen Beschäftigten haben gestern nicht nur die Arbeit niedergelegt, sondern auch mit einem „Streikkurier“ ihre Stimme erhoben.

https://www.klassegegenklasse.org/tvstud-streikkurier-eine-stimme-der-beschaeftigten/

Kuddel

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Kuddel

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Re:Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft
« Antwort #18 am: 14:05:19 Fr. 23.März 2018 »
Zitat
Internationale Solidarität aus Lateinamerika mit Tarifkampf der studentischen Beschäftigten



Arbeiter*innen, linke Aktivist*innen und Abgeordnete der Front der Arbeiter*innen und Linken (FIT) aus Argentinien, Brasilien und Chile übermitteln ihre Solidarität mit den Kampf der studentischen Beschäftigten in Berlin.
https://www.klassegegenklasse.org/internationale-solidaritaet-aus-lateinamerika-mit-tarifkampf-der-studentischen-beschaeftigten/

Kuddel

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Re:Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft
« Antwort #19 am: 20:43:19 So. 20.Mai 2018 »
Zitat
Streik an den Hochschulen
Eine Woche gegen Lohnverzicht

Seit 17 Jahren hat es für studentische Beschäftigte keine Anpassung des Lohns mehr gegeben. Jetzt stehen die Zeichen auf Erzwingungsstreik.



http://www.taz.de/!5502930/

Kuddel

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Re:Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft
« Antwort #20 am: 19:50:29 Fr. 01.Juni 2018 »
Zitat
Streik für TV Stud wird ausgeweitet
Studentische Beschäftigte treten nächste Woche 12 Tage in den Ausstand
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1089531.streik-fuer-tv-stud-wird-ausgeweitet.html

Kuddel

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Re:Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft
« Antwort #21 am: 13:47:22 So. 10.Juni 2018 »
Zitat
Berlins studentische Mitarbeiter proben den Aufstand

Seit einer Woche streiken die studentischen Mitarbeiter an Berlins Universitäten. Weil sie gleichzeitig studieren und arbeiten, zum Beispiel als wissenschaftliche Tutoren. Dafür wollen sie besser bezahlt werden. Der Streik zeigt Wirkung - vor allem bei ihren Mitstudierenden.
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/06/studenten-tutoren-universitaeten-streik-bezahlung-.html

Fritz Linow

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Re:Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft
« Antwort #22 am: 21:54:29 Mo. 11.Juni 2018 »
Zitat
Uni Warschau: Studenten streiken gegen Massnahmen von Hochschulminister Gowin ... Der Streik weitet sich landesweit aus
https://twitter.com/dpgmde/status/1006157762794016768

Kuddel

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Re:Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft
« Antwort #23 am: 12:15:14 Do. 14.Juni 2018 »
Zitat
Streik verlängert:
Studenten wollen mehr Geld für Jobs


In Berlin haben am Mittwoch Hunderte Studenten für eine bessere Bezahlung ihrer Hochschuljobs demonstriert. Sie fordern eine deutliche Erhöhung der Stundenlöhne sowie in Zukunft eine Koppelung ihrer Gehälter an die Lohnentwicklung der anderen Hochschulbeschäftigten. Der Protestzug führte vom Hohenzollernplatz zur Technischen Universität am Ernst-Reuter-Platz. Es seien mehr als 1000 Studierende für einen fairen Tarifvertrag auf die Straße gegangen, sagte Matthias Neis für die Gewerkschaft Verdi.

In Berlin gibt es rund 8000 Studenten mit Jobs an Hochschulen; sie leiten zum Beispiel Tutorien. Seit 2001 habe ihr Stundenlohn konstant bei 10,98 Euro gelegen, sagte Neis. Die Studierenden forderten nun samt Inflationsausgleich rund 14 Euro pro Stunde, die Hochschulen des Landes Berlin böten hingegen bisher nur 12,13 Euro pro Stunde an. Der Hauptstreitpunkt sei aber die künftige Koppelung der Studentenlöhne an die Gehaltsentwicklung anderer Hochschulgruppen, erläuterte Neis.

Seit dem 4. Juni streiken die studentischen Beschäftigten für ihre Ziele. Am Mittwoch riefen die Gewerkschaften Verdi und GEW zur Verlängerung des Ausstands bis zum 23. Juni auf. Ursprünglich war der Streik bis zum 14. Juni geplant. Laut Neis sind seitdem rund 400 Lehrveranstaltungen der studentischen Mitarbeiter ausgefallen.
https://www.rtl.de/cms/streik-verlaengert-studenten-wollen-mehr-geld-fuer-jobs-4176842.html

Zitat
Streik der studentischen Mitarbeiter Studierende besetzen die TU Berlin

Im Warnstreik der studentischen Beschäftigten haben Studierende den Audimax der Technischen Universität besetzt. Sie fordern höhere Tarife und mehr Mitbestimmung.




"Mitbestimmung statt Ausbeutung", "Lernfabriken meutern" oder "Revolution first, studies second - Streik jetzt": An den Wänden und an der Galerie im Audimax der TU Berlin hängen Transparente. Auf dem Podium vor den Sitzreihen des großen Hörsaals sitzen Studierende auf einem alten Sofa, blinzeln in das Licht der Neonröhren und trinken ihren ersten Kaffee. Am Rand liegen noch die Schlafsäcke, in denen sie hier übernachtet haben.

Am Mittwochabend wurde der Audimax der Technischen Universität für besetzt erklärt. Vorangegangen war eine Demonstration für einen neuen studentischen Tarifvertrag, um den seit über einem Jahr zwischen den Berliner Hochschulen und den Gewerkschaften gerungen wird. Ab dem 4. Juni hatten studentische Beschäftigte und die GEW zum wiederholten Male zu einem Warnstreik aufgerufen.

Von Seiten der Universitätsleitung wird die Besetzung offenbar zunächst geduldet. Die Aktivisten berichtet, TU-Präsident Christian Thomsen sei am frühen Morgen vorbeigekommen. Seine Botschaft habe gelautet: "Wenn wir sagen, was wir beschließen, wird er sagen, was sie beschließen."
"Wie Arbeiter zweiter Klasse bezahlt"

Die Protestierenden fordern eine Anhebung des Stundenlohns von 10,98 Euro, den Hilfskräfte in Berlin seit 2001 erhalten. Nach 17 Jahren, in denen der Tarif nicht angehoben wurde und sieben Jahre, nachdem die Unis das zuvor gezahlte Weihnachtsgeld gestrichen haben, müsse die Vergütung an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst werden, erklärt eine Gruppe Studierender am Donnerstagmorgen vor dem Audimax. "Studis als Tutorinnen oder in der IT werden wie Arbeiter zweiter Klasse bezahlt", sagt ein Sprecher des Bündnisses "Wir streiken alle!". So sei auch keine gute Lehre möglich.

Doch auf die Forderung von 14 Euro pro Stunde und eine Koppelung der studentischen Tarife an den Tarifvertrag der Länder (TVL) lassen sich die Berliner Hochschulleitungen nicht ein. Als Angebot der Arbeitgeberseite liegt bislang eine schrittweise Erhöhung des Lohnes auf 12,50 Euro bis 2022. Die TU hatte bereits einseitig die Konditionen verbessert, dort erhalten die Beschäftigten inzwischen bereits 12,50 Euro pro Stunde. Das werde von den TU-Hilfskräften auch anerkannt, sagt eine Sprecherin vor dem Audimax. Doch es fehle die Dynamisierung, also die Anpassung an steigende Kosten.

Vor 14 Tagen wurden die berlinweiten Tarifverhandlungen dann ohne Ergebnis abgebrochen. Es folgte der "Warnstreik", der am Mittwoch um zunächst eine Woche verlängert worden sei, sagen die Studierenden. Längst nicht alle, die den Audimax besetzt haben, sind auch studentische Hilfskräfte. Es ist die Rede von einer "breiten Solidarisierung", bei der es inzwischen um viel mehr als den Tarifvertrag gehe. "Nicht nur die studentischen Hilfskräfte sind von prekären Lebensbedingungen betroffen", erklären die Besetzer. "Für ein gutes Studium reicht auch das Bafög nicht."
Forderungen auch nach mehr Bafög und Mitbestimmung

Schon für ein WG-Zimmer sei die staatliche Ausbildungsförderung zu gering. Gebraucht werde ein "bedarfsdeckendes, eltern-, semester- und altersunabhängiges Bafög". Zu den weiteren Forderungen zählt die Viertelparität in den Hochschulgremien, unter anderem wollen die Studierenden über die Berufung von Professorinnen und Professoren mitbestimmen. "Es kann nicht sein, dass die patriarchalischen Hierarchien der Profesor*innen in allen Belangen das letzte Wort haben und wir als Studierende noch nicht einmal entscheiden können, wer diese Macht innehat", heißt es in einer Presseerklärung.

Der Warnstreik der studentischen Hilfskräfte wirkt sich unterdessen negativ für die Studierenden aus. "Die Studis merken das auch, sie bekommen in diesem Semester keinen Schein", sagt eine TU-Hilfskraft, die Übungen in einem Experimentallabor anbietet, aber seit Ende 2017 streikt. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter im Fachbereich könnten die Lehre alleine nicht aufrechterhalten, sagt die Hilfskraft, die wie alle anderen ihren Namen aus Angst vor Konsequenzen seitens der Uni nicht nennen will.

Für 12 Uhr haben die Audimax-Besetzer am Donnerstag zu einer "Vollversammlung" aufgerufen. Wie lange sie die Besetzung aufrecht erhalten wollen, stand zunächst noch nicht fest.
https://www.tagesspiegel.de/wissen/streik-der-studentischen-mitarbeiter-studierende-besetzen-die-tu-berlin/22685474.html#

Kuddel

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Re:Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft
« Antwort #24 am: 12:41:12 Do. 14.Juni 2018 »
Zitat
Aktionstag von Lernfabriken Meutern in Freiburg
Soziale Ausgrenzung im Bildungswesen und Reproduktion der Ungleichheit bekämpfen




Am Mittwoch den 13. Juni fand bundesweit ein Aktionstag gegen soziale Ausgrenzung im Bildungswesen statt. So auch in Freiburg am Platz der alten Synagoge. Kritisiert wurden nicht nur die Studiengebühren für ausländische Studierende und das Zweitstudium, die Grün-Schwarz eingeführt hat, sondern auch die teilweise rechtswidrige Ausbeutung von studentischen Beschäftigten. So beteiligte sich auch die IG Metall an der Protestkundgebung und thematisierte u.a. die Ausbeutung von sogenannten Werkstudierenden, das Unterlaufen von Tarifverträgen und die miesen Bedingungen bei Praktika. Radio Dreyeckland war bei der Kundgebung vor Ort. Im folgenden fört ihr Ausschnitte von Reden und ein Gespräch mit Isa vom AK Freie Bildung und Fritzi von Bildung von unten.
https://rdl.de/beitrag/soziale-ausgrenzung-im-bildungswesen-und-reproduktion-der-ungleichheit-bek-mpfen

Kuddel

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Re:Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft
« Antwort #25 am: 11:32:22 Mi. 20.Juni 2018 »
Zitat
Streik für bessere Löhne
Polizei räumt besetztes Audimax an der TU Berlin

Seit Mittwoch hatten Studierende der TU das Audimax besetzt, um für bessere Löhne studentischer Mitarbeiter zu protestieren. Nun ließ die Uni ihren größten Hörsaal von der Polizei räumen. Studierende und Gewerkschaften kritisieren das Vorgehen der Uni.
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/06/polizeieinsatz-tu-berlin-audimax-besetzt.html

Kuddel

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Re: Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft
« Antwort #26 am: 10:40:50 Di. 25.Juni 2019 »
Zitat
Karriere in der Wissenschaft
Mit Anfang 40 werden viele Forscher nicht mehr gebraucht

Nirgends sind befristete Jobs so verbreitet wie an Hochschulen. Sie stellen viele Nachwuchsforscher ein, brauchen aber nur wenige Professoren. Über eine berufliche Perspektive von Projekt zu Projekt. 


...Zukunfts- und Existenzängste sind nichts Ungewöhnliches unter deutschen Wissenschaftlern, die in Forschungsinstituten arbeiten oder dem akademischen Mittelbau angehören. Darunter fallen alle wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter an Hochschulen, die keinen Lehrstuhl innehaben. Neun von zehn ihrer Arbeitsverträge sind nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) befristet, mehr als die Hälfte davon haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. An außeruniversitären Forschungseinrichtungen liegt die Befristungsquote nur einige Prozentpunkte niedriger.

"Das sind miserabelste Zustände, die von der Bildungspolitik sehenden Auges hingenommen werden", sagt der Soziologe und Kulturwissenschaftler Peter Ullrich von der Technischen Universität Berlin. ...
https://www.sueddeutsche.de/karriere/wissenschaft-karriere-befristet-1.4484574

BGS

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Re: Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft
« Antwort #27 am: 05:27:25 Do. 27.Juni 2019 »
Hat m. E. mit Uni nix zu tun. Die kochen auch nur mit Wasser,

Mit Anfang 40 werden viele Ausgebeutete allerorten angeblich nicht mehr gebraucht. Bei Frauen ist es besonders schlimm, das aussortiert werden. Eine Bekannte (in Arbeit) sucht seit sechs Jahren einen neuen Job (Buero) und findet absolut nix, da "zu alt" etc. Sie ist kurz ueber 40.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Troll

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Re: Die Prekarisierung der universitären Bildungslandschaft
« Antwort #28 am: 13:17:40 Do. 27.Juni 2019 »
Und deshalb sollen ALLE später in Rente gehen, länger Vogelfrei, hurra.

Aber wir bekommen die ausgestoßenen noch dazu Geld für ihre Verwertung gesellschaftliche Anerkennung mit zu bringen, dann werden sie wieder ganz dringend gebraucht, so dringend das der Staat helfend mit Steuergeld zur Seite springt.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti