Industrie & Handwerk & Agrar > Globalisiert

Paradebeispiel Brasilien

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Horch:
Der Stern-Bericht zeigt, wie sich Neoliberale und linke Reformisten die Wahrheit schönreden.
Die Neoliberalen (wie hier der Stern) gehen einfach vom bestehenden System aus und behaupten dann es gebe keine Alternative.
Und diejenigen, die auch hier immer noch glauben, man könne sich den Kapitalismus schönschminken, den dürfte der Artikel eines Besseren belehren.

Die Arbeiterklasse ist revolutionär oder sie ist nichts (Karl Marx)

http://zeus.zeit.de/text/2003/20/Lula

ManOfConstantSorrow:
Es gibt je ne Menge Linke und "Globalisierungskritiker", die von Lula eine Menge halten.

Inwischen ist da aber nix mehr mit "Kapitalismus schönschminken", jetzt werden überraschend brutal Wirtschaftsinteressen durchgesetzt:


Die Staatsmacht geht gegen Landbesetzer vor.

Tausende wurden obdachlos.




Ca. 800 Menschen wurden festgenommen und erste Berichte sprechen von bis zu 20 Toten...

Mehr und weiterführende Links gibt´s beihttp://de.indymedia.org/2005/02/107497.shtml//]Indymedia[/URL]

ManOfConstantSorrow:
Labournetaktivist Helmut Weiß ist in Brasilien und hat eine aktuelle Einschätzung geschrieben.

ManOfConstantSorrow:
Landlose Bauern stürmten Parlament
23 Sicherheitskräfte verletzt - Landlosen-Führer und 400 Bauern festgenommen - Reformen gefordert

   Brasilia - In Brasilien haben mehrere hundert landlose Bauern das Parlament gestürmt. Es habe sich zunächst um eine "friedliche Bewegung" gehandelt, sagte ein Vertreter der Landlosen, Bruno Maranhao, am Dienstag in der Hauptstadt Brasilia. "Aber die Polizei hat uns angegriffen, wir mussten reagieren." Wie ein Verantwortlicher der Sicherheitskräfte im Parlament sagte, wurden 23 Einsatzkräfte verletzt. Einer von ihnen erlitt demnach ein Schädeltrauma und wurde ins Krankenhaus gebracht.

http://derstandard.at/?id=2471306

Kuddel:

--- Zitat ---Proteste gegen Fahrpreiserhöhungen in Brasilien

Nach Demonstrationen gegen Fahrpreiserhöhungen für Busse und Bahnen ist es in Sao Paulo zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen.

Video: http://www.stern.de/video/video-proteste-gegen-fahrpreiserhoehungen-in-brasilien-2024988.html

Nach Demonstrationen gegen Fahrpreiserhöhungen für Busse und Bahnen in Brasilien ist es am Donnerstag in Sao Paulo zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen.

Bereits seit Tagen protestieren Tausende in verschiedenen Städten des Landes. In Sao Paulo legten die Demonstranten Feuer auf den Strassen und hatten nach Angaben der Sicherheitskräfte Molotow Cocktails bei sich. Die Polizei antwortete mit Gummigeschossen, Tränengas und Pfefferspray. Nach Medienangaben wurden in Sao Paulo mehr als 150 Personen verhaftet. In Rio de Janeiro blieben die Proteste gegen die erhöhten Fahrpreise friedlich. Die Stadtverwaltung von Sao Paulo hat bereits angekündigt, den Forderungen der Demonstranten nicht nachzugeben. Die Preiserhöhungen seien nötig, um die Inflation auszugleichen, teilte die Behörde mit. Im Juni waren die Preise um knapp 6,7 Prozent angehoben worden, auf umgerechnet etwa 1,16 Euro.
--- Ende Zitat ---
http://www.stern.de/video/video-proteste-gegen-fahrpreiserhoehungen-in-brasilien-2024988.html



--- Zitat ---Polizei knüppelt Protestler in Rio nieder
Im Schatten der Proteste in der Türkei gibt es auch Aufruhr in Brasilien. Tausende gingen auf die Straßen.



Nicht nur in der Türkei liefern sich derzeit Demonstranten und Einsatzkräfte heftige Straßenschlachten. Vor dem Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro ging die Polizei am Sonntag mit Tränengas und Gummigeschossen gegen mehrere hundert Demonstranten vor. Es gab Verletzte, mehrere Menschen wurden vorübergehend festgenommen. In einem nahegelegen Park brach aufgrund des harschen Polizeieinsatzes Panik unter den Besuchern aus.

Die Demonstration richtete sich gegen die milliardenschweren Investitionen, mit denen die brasilianische Regierung die Fußball-WM im kommenden Jahr finanziert. Auf Transparenten wurden zudem die jüngsten Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr sowie die allgemein hohen Lebenshaltungskosten kritisiert. In den vergangenen zwei Wochen war es vor allem in São Paulo und Rio de Janeiro zu heftigen Ausschreitungen wegen der Preiserhöhungen gekommen.



Nach dem Ende des Spiels zwischen Italien und Mexiko drang eine Gruppe von Demonstranten in den abgesperrten Eingangsbereich des Stadions ein. In Sprechchören kritisierten sie den Gouverneur von Rio de Janeiro, Sergio Cabral. „Die Fahrpreiserhöhung hat das Fass nur zum Überlaufen gebracht,“ sagte eine Demonstrantin dem Evangelischen Pressedienst. „Jetzt demonstrieren wir gegen die ganze Geldverschwendung, das teure Leben und die verfehlte Stadtpolitik.“

Schon am Samstag, dem Eröffnungstag des Fußballturniers, war es in der Hauptstadt Brasilia zu Protesten gekommen. Vor der Spiel zwischen Gastgeber Brasilien und Japan blockierten Demonstranten die Zufahrtswege zum Stadion und zündeten Autoreifen an. Später kam es zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und einigen hundert Demonstranten.
--- Ende Zitat ---
http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/polizei-knueppelt-protestler-in-rio-nieder-article1695388.html



--- Zitat ---Polizeigewalt in São Paulo
Massive Proteste gegen Fahrpreiserhöhung in São Paulo. Militärpolizei geht gewaltsam gegen Demonstrierende vor

Demonstrationen gegen Fahrpreiserhöhungen von Bus und Bahnen in São Paulo sind in den vergangenen Tagen von massiver Polizeigewalt überschattet worden. Laut Presseberichten und über soziale Medien verbreiteten Augenzeugenberichten habe die Militärpolizei vor Ort unter anderem eine zunächst friedliche Demonstration am Donnerstag, dem vierten Tag der Proteste, mit Tränengas und Gummigeschossen angegriffen und 230 Personen verhaftet. Videos der Vorkommnisse im Netz zeigen, wie Militärpolizisten mit Tränengas auf herumstehende Demonstranten schießt, die in Sprechchören "keine Gewalt" fordern.

Bei der Niederschlagung der Demonstration ging die Polizei auch gegen Journalisten vor. Die Tageszeitung Folha de São Paulo gab am Freitag bekannt, dass dabei sieben Journalisten verletzt wurden. Die Journalistin Giuliana Vallone wurde im rechten Auge durch ein Gummigeschoss eines Polizisten getroffen. Der Reporter der Zeitschrift Carta Capital, Piero Locatelli, zeigt in einem Video, wie er wegen des Besitzes von Essig, den er zum Schutz gegen die Tränengaswolken auf die Demonstration mitgenommen hatte, verhaftet wurde. Andere Videos zeigen Journalisten, wie sie von Polizeikräften verprügelt wurden, wie der Reporter des Portals Aprendiz, Pedro Ribeiro Nogueira.

Entgegen den Presseberichten, die Demonstrationen gingen ausschließlich um eine Fahrpreiserhöhung von umgerechnet sieben Cent, geht es den Protestierenden um mehr. Denn obwohl die Regierung von São Paulo wiederholt erklärte, die Fahrpreiserhöhung von 3 Reais auf 3,20 Reais entpräche der Inflation, so weist die Protestbewegung darauf hin, dass bei einer seit 1994 akkumulierten Inflation von 332 Prozent die Fahrpreise nur 2,16 bis 2,59 Reais kosten dürften. Hinzu komme die mangelnde Qualität des Transportwesens in der Stadt. Die 20-Millionen-Stadt São Paulo hat ein System öffentlichen Nahverkehrs, der von privaten Konzessionsfirmen betrieben wird und einem Großteil der Bevölkerung nicht angemessen dienlich ist. Fahrten zur Arbeitsstelle können sich in São Paulo auf täglich bis zu vier und mehr Stunden belaufen. Auch sind die Ausmaße einer Fahrpreiserhöhung von umgerechnet sieben Cent je Fahrt nicht zu unterschätzen. Laut dem Nachrichtenportal UOL wurden durch diese Preiserhöhung einige Bewohner São Paulos gezwungen, sich beim Kauf von Nahrungsmitteln finanziell einzuschränken. Das Movimento Passe Livre (MPL), Hauptakteur bei den Protesten, wies darauf hin, dass es in ganz Brasilien 37 Millionen Personen gibt, die sich keine Benutzung des Nahverkehrs leisten können, da ihnen das Geld für die Fahrkarten fehlt.

Der Governeur des Bundesstaates von São Paulo, Geraldo Alckmin von der rechtsgerichteten Sozialdemokarische Partei Brasiliens PSDB, beschimpfte die Proteste als "Aktionen von Krawallchaoten". Auch der Bürgermeister der Stadt, Fernando Haddad von der Arbeiterpartei PT, machte keine Anzeichen, die Fahrpreiserhöhung zurücknehmen zu wollen. Er erklärte sich nur bereit, sich mit den Demonstrierenden auf ein Gespräch treffen zu wollen. Proteste gegen Fahrpreiserhöhungen gab es außer in São Paulo auch in anderen Städten Brasiliens, so in Rio de Janeiro, Maceió, Porto Alegre und Manaus. Für Montag wurde eine neue Demonstration in São Paulo angekündigt. Währenddessen werden am heutigen Sonntag auch in Berlin Demonstranten in Solidarität mit den Protesten von São Paulo in Kreuzberg auf die Straße gehen.
--- Ende Zitat ---
http://amerika21.de/2013/06/83283/polizeigewalt-demo-sao-paulo


--- Zitat ---Confederation Cup
Proteste gegen Fußball-WM für Reiche

Kein gutes Omen für die Weltmeisterschaft in Brasilien: Leere Plätze in den Stadien, Chaos an Imbissbuden, prügelnde Polizisten und ein Bombenalarm. Doch der Fußballverband Fifa bleibt gelassen.



Das brasilianische Nationalteam, die Seleção, tanzt Samba. Sportlich war der Auftakt des Confed Cups für Brasilien ein Erfolg. Ansonsten gab der Gastgeber der Fußball-WM 2014 und der Olympischen Spiele 2016 aber nicht immer ein gutes Bild ab.

Abseits des Rasens trübten gleich zum Auftakt des Confed Cups zahlreiche Vorfälle das Fußball-Fest in Brasilien. Die Proteste in den Straßen von São Paulo, Rio de Janeiro und anderen Großstädten reißen zudem nicht ab. Viele Menschen stoßen sich an der "WM für Reiche".

Selbst der Sportminister spricht von der "Gentrifizierung des Fußballs" am Zuckerhut. Dazu sorgten leere Plätze, "Chaos" an den Imbissbuden im Estádio Nacional Mané Garrincha von Brasília sowie sogar ein Bombenalarm für Aufregung.



Weil der Nachschub während des Spiels der brasilianischen Nationalmannschaft stockte, gingen den teilweise nur unzureichend ausgebildeten Helfern zwischenzeitlich Getränke und Essen aus. Es bildeten sich lange Warteschlangen.
--- Ende Zitat ---
http://www.handelsblatt.com/politik/international/confederation-cup-proteste-gegen-fussball-wm-fuer-reiche/8357180.html

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