Autor Thema: Die Wohnungsmieten sind zu teuer  (Gelesen 2375 mal)

Frauenpower

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #15 am: 12:06:31 Di. 04.Februar 2020 »

Kuddel

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #16 am: 11:56:58 Mi. 05.Februar 2020 »
Zitat
„Quo Vadis“ in Berlin
Initiative ruft zu Protest gegen Immobilienkongress auf
Ab 10. Februar findet im Berliner Hotel Adlon der Immobilienkongress „Quo Vadis“ statt. Eine Initiative hat Proteste angekündigt.


Bereits im Vergangenen Jahr hatte es Proteste gegen die Veranstaltung gegeben. Ein geplantes abendliches Treffen in der Kreuzberger Markthalle Neun musste damals aus Sorge vor Krawalle abgesagt werden.
https://www.morgenpost.de/berlin/article228334431/Initiative-ruft-zu-Protest-gegen-Immobilienkongress-auf.html

Fritz Linow

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #17 am: 14:17:24 Do. 19.März 2020 »
Aufruf zu einem internationalen Mietenstreik (mehr Infos gibt es noch nicht wirklich):


Kuddel

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #18 am: 14:51:54 Do. 19.März 2020 »
Die Mieterbewegung bekommt langsam Hand und Fuß!

Zitat
Um dem Menschenrecht auf Wohnen in der BRD zur Durchsetzung zu verhelfen, fordert das Bündnis die Schaffung von mindestens 100.000 Sozialwohnungen jährlich mit dauerhafter Sozialbindung. Am Gemeinwohl orientierte Wohnbauprojekte sollen staatliche Förderung erhalten. Zudem seien »als Ultima ratio« Grundstücke von Privateigentümern, die »mit Wohnraum spekulieren, horrende Mietpreissteigerungen durchsetzen oder Wohnraum verwahrlosen lassen« zu vergesellschaften, wie es in der Handreichung zur Plattform heißt, welche der Paritätische Gesamtverband veröffentlicht hat.

Zudem setzt sich das Bündnis für eine Verhinderung von Zwangsräumungen, eine wirksamere »Mietpreisbremse« und die deutliche Begrenzung der Umlage von Kosten für »herkömmliche Modernisierungen« auf die Miete ein. Die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen müsse eingedämmt werden. Das Wohngeld für Mieterinnen und Mieter mit geringem Einkommen müsse um eine »Klima- und Energiekostenkomponente« erweitert werden. Schließlich sollen die Beiträge für die Kosten der Unterkunft innerhalb der Grundsicherung sowie der Pauschalen der Ausbildungsförderung nach BaföG an die realen Mietpreise angepasst werden.
https://www.jungewelt.de/artikel/374704.sozialverb%C3%A4nde-f%C3%BCr-enteignung.html

counselor

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #19 am: 15:14:50 Do. 19.März 2020 »
In Nürnberg gab es im Kommunalwahlkampf seitens der Linken Liste die Forderung, dass die Stadt selbst Baugrund kaufen soll und darauf billigen Wohnraum ohne Zwang zum Profit errichten soll.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Fritz Linow

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #20 am: 12:38:13 Fr. 20.März 2020 »
In Los Angeles haben sich Obdachlose leerstehende Häuser genommen:
https://www.latimes.com/homeless-housing/story/2020-03-18/homeless-occupy-more-vacant-homes-coronavirus-pandemic-los-angeles

In Raleigh (North Carolina) wird ein Mietstreik organisiert:



Auch hier gibt es ähnliche Bestrebungen, zum Beispiel:


https://coview.info/

Weitere Möglichkeiten, Materialien und Infos über Streiks und Proteste:
https://solidarischgegencorona.wordpress.com/

Fritz Linow

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #21 am: 18:59:59 Fr. 20.März 2020 »
Mit DeepL aus dem Spanischen übersetzt:

Burger King setzt die März-Mietzahlungen aus und fordert die Februar-Miete zurück

Die Restaurantkette rechtfertigt ihre Entscheidung mit der Verpflichtung der Regierung, ihre Restaurants zu schließen und sogar die Februar-Einnahmen an ihre Pächter zurückzugeben.

https://www.elconfidencial.com/empresas/2020-03-20/burger-king-suspende-pago-alquileres-marzo_2507624/

Quelle: https://twitter.com/RaulZelik/status/1241029682990063617

Was Konzerne können, sollte auch für normale Mieter möglich sein.

Kuddel

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #22 am: 10:17:49 Sa. 21.März 2020 »
Zitat
Recht auf Wohnung: Erst recht bei einer Epidemie

"Räumung is nich!" Protest für bezahlbaren Wohnraum

Das Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn sagt die Demo unter dem Motto “Wohnen für Menschen statt Profite” ab, um die Ausbreitung des COVID-19 Virus nicht weiter zu fördern. Gerade jetzt wird deutlich, dass ein Recht auf Wohnen lebensnotwendig ist. Deshalb sehen wir uns dazu gezwungen am 20.3. eine Aktion vor dem Roten Rathaus zu veranstalten. Mit themenbezogenen Atemschutz ist zu rechnen. Die Pressekonferenz zur Demo findet wir geplant am 23.3. um 11 Uhr statt, bei gutem Wetter auf dem Hohenzollernplatz neben dem Movimento Kino. Jetzt schon kommt es zu Einkommenseinbußen von Selbständigen, Scheinselbständigen und prekär Beschäftigten. Wer keine Arbeitsrechte hat, wird in dieser Zeit auch sehr viel weniger Einnahmen haben. Menschen mit Hartz IV und ganz besonders Menschen auf der Straße sind aufgrund ihrer sowieso schon schlechten Lebenslage besonders gefährdet.

Republikanischer Anwältinnen- und Anwälte Verein RAV:
Zitat
Zwangsräumungen von Wohn- und Geschäftsräumen aussetzen!
AK Mietrecht im RAV appelliert an Gerichtsvollzieher*innen, Amtsrichter*innen und Vermieter*innen


Der Arbeitskreis Mietrecht im RAV fordert neben den Vermieter*innen auch alle Gerichtsvollzieher*innen auf, angesichts der aktuellen Situation auf Zwangsräumungen von Wohnungen und Geschäftsräumen zu verzichten.

Gerichtsvollzieher*innen handeln bei den ihnen zugewiesenen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gem. § 1 der Gerichtsvollzieherverordnungen selbstständig und unterliegen hierbei zwar der Aufsicht, aber nicht der unmittelbaren Leitung des Gerichts. Auch die Dienstvorgesetzten der Gerichtsvollzieher*innen, die aufsichtführendem Richter*innen der Amtsgerichte sind unabhängig von Weisungen aus der Politik – seien es die Regierung oder die Parlamente.

Dennoch haben Gerichtsvollzieher*innen und Richter*innen Beurteilungsspielraum, wie sie mit
   
  • Zwangsvollstreckungsmaßnahmen umgehen, insbesondere wann sie Zwangsräumungen terminieren, und
  • ob sie Räumungsschutzanträgen stattgeben. Auf diese Möglichkeit sollten Gerichtsvollzieher*innen derzeit besonders nachdrücklich aufmerksam machen.
   
     
Letztendlich gilt der Appell aber den Auftraggeber*innen der Zwangsräumungen, den Vermieter*innen. »Nehmen Sie laufende Aufträge zur Zwangsräumungen zurück und stellen Sie keine neuen Aufträge«, so der AK Mietrecht im RAV.

Wohnen ist Menschenrecht!

Zwangsräumungen sind damit generell nicht vereinbar. In der jetzigen Krise sind sie die hässlichste Seite der profitorientierten Wohnungswirtschaft.

https://www.labournet.de/?p=164645

Kuddel

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #23 am: 12:15:03 Sa. 21.März 2020 »
Zitat
Gekündigt während der Pandemie: Erst nachdem Mieter:innen auf sozialen Netzwerken für Empörung sorgten, nahm Rocket Internet Kündigungen zurück.

Erst nach Medienanfragen und nachdem sich Mieter:innen öffentlich wehrten, nahm die Investment-Firma Rocket Internet zwei Kündigungen zurück, die das Unternehmen am Mittwoch seinen Mieter:innen per Boten inmitten der Corona-Pandemie zugestellt hatte. Denn während die Bundesregierung wegen der Corona-Pandemie einen Schutzschirm für Unternehmen schnürt und Ausgangssperren drohen, wollte die Investment-Firma Rocket Internet Mieter:innen vor die Tür setzen.

Die Mietergemeinschaft aus der Urbanstraße 67 hatte darauf in einer Mitteilung und den sozialen Medien aufmerksam gemacht. Das Grundstück und damit zwei Wohnhäuser und ein Fabrikgebäude im Hinterhof hatte Rocket Internet im vergangenen Herbst gekauft.

„Uns fehlen die Worte. Während ganz Deutschland neue Formen der gegenseitigen Solidarität erfährt, versucht Rocket Internet die Corona-Krise gewinnbringend auszuschlachten und die fehlende mediale Aufmerksamkeit dazu zu nutzen, um Fakten zu schaffen“, sagt Marion G., eine Mieterin der Hausgemeinschaft.

Die Urban67 hatte umgehend gefordert, dass Rocket Internet die Kündigungen angesichts der Ausnahmesituation sofort zurücknimmt und nach Abklingen der Corona-Krise einen runden Tisch einrichtet, an dem gemeinsam mit Bezirk und Mieter:innen eine gemeinsame Lösung gefunden werden soll.

Die Chefs von Rocket, die milliardenschweren Samwer-Brüder, steckten das Kapital der Firma und auch eigenes Geld zunehmend in den Berliner Immobilien-Markt, nachdem sie vor lauter Gewinnen kaum noch wussten, wohin damit. Bei der Übernahme der Urbanstraße 67 waren sie allerdings auf Widerstand gestoßen: Eine von der Hausgemeinschaft eingeforderte Vorkaufslösung scheiterte jedoch.(...)
https://taz.de/Rocket-Internet-kuendigte-trotz-Corona/!5672987/

admin

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #24 am: 15:00:14 Sa. 21.März 2020 »
Wegen der Coronakrise will die Bundesregierung den Schutz von Mietern mit finanziellen Problemen verbessern.

Ihnen soll nicht gekündigt werden dürfen, auch wenn sie Mietschulden haben, meldet die Nachrichtenagentur DPA. Sie beruft sich auf einen Gesetzentwurf der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft. Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibe aber im Grundsatz bestehen, heißt es. – Bisher haben Vermieter das Recht, eine Kündigung auszusprechen, wenn zwei Monate in Folge nicht gezahlt wird.

Bundesfamilienministerin Giffey hat Familien mit Corona-bedingten Einkommenseinbußen Unterstützung in Aussicht gestellt. Sie wolle Betroffenen den Zugang zum Kinderzuschlag deutlich erleichtern, sagte Giffey der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Ihren Angaben zufolge haben derzeit zwei Millionen Kinder einen Anspruch auf den Kinderzuschlag. Er beträgt bis zu 185 Euro pro Kind und Monat zusätzlich.

https://www.deutschlandfunk.de/bericht-mietern-soll-in-corona-krise-nicht-gekuendigt.2932.de.html?drn:news_id=1112811

Fritz Linow

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #25 am: 17:40:10 Sa. 21.März 2020 »
Der #rentstrike ist gut und nicht schlecht:















Weiße Laken hängen als Streikzeichen aus den Fenstern:






Fritz Linow

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #26 am: 23:20:51 Sa. 21.März 2020 »
Verdi macht eine Petition:

Miete zahlen trotz Corona! - 90% Kurzarbeit (KuG) jetzt!
https://www.change.org/p/bundesregierung-miete-zahlen-trotz-corona-90-kurzarbeitergeld-jetzt

Naja, gehört wohl eher in den Gewerkschaftsthread im Theoriebereich:
https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,80.0.html

Hauptsache, die Umverteilung nach oben läuft weiter. Mehr Ideen habe ich eigentlich auch nicht erwartet.

Diese nette Zusammenkunft fand in New York während der Spanischen Grippe statt:



Verdi total im Arsch. (außer sie rufen in den nächsten Tagen zum Mietstreik auf, falls die Online-Bettelei nicht angenommen wird, haha)

Kuddel

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #27 am: 09:10:10 So. 22.März 2020 »


In Berlin nimmt Charlottenburg seit Freitag als einziger Bezirk Abstand von Zwangsräumungen sowie Strom-, Gas- und Wassersperrungen.

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1134585.berlin-protest-mit-sicherheitsabstand.html

Fritz Linow

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #28 am: 15:58:00 So. 22.März 2020 »









Kuddel

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Re: Die Wohnungsmieten sind zu teuer
« Antwort #29 am: 09:23:58 Mo. 23.März 2020 »
Verdi völlig plemplem!