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Wie Auszubildene massiv ausgebeutet werden! Traumberuf Koch?

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Sir Vival:
Arbeitsschutzrecht = Arbeitsschutzgesetz!
Arbeitszeitgesetz
Arbeitnehmerschutzgesetz
Arbeitnehmerrecht
usw.
usw.

Das alles sind geschriebene Gesetze, Geschichten aus der Welt der Märchen, wie es eigentlich ablaufen sollte und die nur eins sollen:
Darstellen, daß bei uns in D alles geregelt und OK ist!
Nichts anderes!

Ich habe jedenfalls diese Erfahrung gemacht. Mein Ex-Chef hat gegen jedes einzelne der o.g. Gesetze verstoßen (und gegen mehr: Betrug usw.), ich habe es alles angezeigt, ich hatte ALLE Stundenbücher seit März 2006 dabei und alleine im Betrieb wäre es bei einer Überprüfung SOFORT zur Schliessung gekommen (Arbeitsschutzgesetz).

Und was war das Ende der Gschicht?

GAR NIX IST PASSIERT!
Absagen über Absagen.
Staatsanwaltschaft, Bundes-/Landesarbeitsgericht, Berufsgenossenschaft, Agentur für Arbeit, Bundesministerium für Arbeit und Assoziales, usw. usw.
Ich weiss schon gar nicht mehr, wem ich NICHT geschrieben habe.
Das sind allesamt asoziale Arschlöcher,.....sorry, ich meinte, es sind asoziale Individuen, denen das Wohl des Volkes sowas von am Arsch vorbeigeht, daß man einen Film drehen könnte.
Das ist ein System, das auch so laufen soll. Da gibt es ein Drehbuch!
Wo wären wir denn, wenn es wirklich ALLEN gut ginge?
Dann ginge es einigen da oben auch gut, aber nicht so gut wie jetzt!

Bin zwar kein Lehrling mehr, aber es ist im Endeffekt das gleiche.

x-ray:
Als Azubi bleibt oft dann nur noch die Möglichkeit, den Ausbildungsbetrieb zu wechseln. Es passiert nix, wenn man anzeigt und meist steht man dann alleine, weil der Rest lieber Scheisse frisst.
Ich habe auch den Lehrbetrieb gewechselt, weil der dort angestellte Meister ein Choleriker und überzeugter Nazi war. Den polnischen Gesellen hat er als Kanaken tituliert, die zwei vietnamesischen Bäckergehilfen kamen auch nicht besser weg und "wären unterm H...sowieso vergast worden". Beschimpfungen wie "blöde Sau" oder "du bist doch viel zu blöd dazu" waren für ihn normal. Und "unterm Herrn H...würde das sowieso alles noch ganz anders laufen.." Ich habe es bei der Handwerkskammer, beim Arbeitsamt und bei der Innung angezeigt - passiert ist nix, obwohl der wohl mehr als offensichtlich ungeeignet war, um Jugendliche auszubilden. Vielleicht waren ja die durchschnittlich guten Noten unter dem Nazispruch- und Beleidigungsdrill aussagekräftiger.
Die Kollegin, die mit mir angefangen hat, ist dort geblieben. Hat von ihren Eltern zu hören bekommen - na was wohl? Lehrjahre sind keine Herrenjahre  :tongue:

Sir Vival:
Da kann man nur noch froh sein, wenn sowas nicht abfärbt auf das spätere soziale Verhalten der Lehrlinge.

x-ray:
Das traurige ist aber, dass es sehr oft abfärbt...nämlich wenn der Lehrling zum Gesellen aufgestiegen ist und selber welche unter sich hat. Nach dem Motto: Warum soll`s dem besser gehen als mir damals? Ich habe die Erfahrung machen dürfen, dass es eher ungern gesehen wird, wenn man sich dem Lehrling gegenüber zu sozial verhält.
Hat der andere Fuzzi doch eindeutig zum Besten gegeben..."da müssen wir alle durch, ich hab auch Scheisse gefressen" . Das ist genauso so zum Kotzen wie Sprüche prügelnder Eltern, dass "ihnen eine harte Hand auch nicht geschadet habe" . Anscheinend aber schon, wenn man dieser Ansicht ist.

vampyrella:
Schade, das man als Azubi immer nur der Arsch ist.
Moralische Unterstützung durch die Eltern hat fast keiner, die bereits genannten Sprüche kommen bei jedem. Und wenn dir was nicht passt kannste ja gehen. Toll. Sieht gut aus im Lebenslauf wenn man eine Lehre abgebrochen hat :(
Ich denke unter diesem Aspekt ziehen viele das auch nur durch. Und machen dann was ganz anderes.

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